Sukomoron (Dioscoride)

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De Materia Medica (Dioscoride, 1er siècle)
sukon


Texte grec de Wellmann

1.127.1 <συκόμορον>· ἔνιοι δὲ καὶ τοῦτο συκάμινον καλοῦσι. καλεῖται δὲ καὶ ὁ ἀπ' αὐτοῦ καρπὸς συκόμορον διὰ τὸ ἄστο- μον τῆς γεύσεως. δένδρον δέ ἐστι μέγα, ὅμοιον συκῇ, πολύ- οπον σφόδρα, τοῖς φύλλοις ἐοικὸς μορέᾳ. φέρει δὲ καρπὸν τρὶς ἢ τετράκις τοῦ ἔτους, οὐκ ἀπὸ τῶν ἀκρεμόνων ὡς ἐπὶ τῆς συ- κῆς, ἀπὸ δὲ τοῦ στελέχους, ὅμοιον ἐρινεῷ, γλυκύτερον ὀλύνθου, οὐκ ἔχοντα δὲ κεγχραμίδας μηδὲ πεπαινόμενον δίχα τοῦ ἐπι-

1.127.2 κνισθῆναι ὄνυχι ἢ σιδήρῳ. φύεται δὲ πλεῖστον ἐν Καρίᾳ καὶ ἐν Ῥόδῳ καὶ ἐν τοῖς οὐ πολυπύροις τόποις. βοηθεῖ δὲ ἐν ταῖς σιτοενδείαις διὰ τὸ διηνεκὲς τοῦ καρποῦ· ἔστι δὲ εὐκοίλιος ὁ καρπός, ἄτροφος, κακοστόμαχος. ὀπίζεται δὲ τὸ δένδρον πρὶν καρποφορεῖν ἔαρος τοῦ φλοιοῦ ἐξ ἐπιπολῆς λίθῳ θλωμένου· βαθύτερον γὰρ θλασθεὶς οὐδὲν ἀνίησι. συλλέγεται δὲ σπόγγῳ ἢ ἐρίῳ τὸ δάκρυον, καὶ ξηρανθὲν καὶ ἀναπλασθὲν ἐν ἀγγείῳ ὀστρακίνῳ ἀποτίθεται.

1.127.3 δύναμιν δὲ ἔχει ὁ ὀπὸς μαλακτικήν, κολλητικὴν τραυμάτων, διαφορητικὴν τῶν δυσπέπτων. πίνεται δὲ καὶ συγχρίεται πρὸς ἑρπετῶν δήγματα καὶ σπλῆνας ἐσκιρρωμένους καὶ στομάχου ἀλγήματα καὶ φρικία· ταχέως δὲ τερηδονίζεται ὁ ὀπός. γίνεται δὲ καὶ ἐν Κύπρῳ εἴδει διαφέρον· πτελέᾳ γὰρ οὐ συκαμίνῳ τὰ φύλλα ἔοικε, τὸν δὲ καρπὸν <φέρει> κατὰ τὸ μέ- γεθος κοκκυμήλων καὶ γλυκύτερον. τὰ δὲ ἄλλα πάντα ὅμοια τοῖς προειρημένοις.

Identifications proposées

  • Ficus sycomorus (Beck)
  • Ficus sycomorus (Aufmesser)
  • Ficus sycomorus (Berendes)
  • Ficus sycomorus (García Valdés)
  • Ficus sycomorus ; à Chypre : Ficus pesudosycomorus = Ficus palmata (Amigues)

Traduction française

Sukomorom ; certains l'appellent sukaminon. On appelle aussi son fruit sukomoron parce que son goût est désagréable. C'est un grand arbre, qui ressemble au figuier, très juteux, avec des feuilles comme celles du mûrier. Il porte des fruits trois ou quatre fois dans l'année, non pas sur ses branches comme chez le figuier, mais sur le tronc ; son fruit est semblable à une figue sauvage, plus sucré qu'une figue-fleur. Il n'a pas de graines, et il ne mûrit que si on le gratte avec l'ongle ou un couteau. Il pousse surtout en Carie et à Rhodes et dans les lieux peu fertiles en céréales.

Il pousse aussi à Chypre sous une forme différente : il ressemble pour les feuilles à un orme, non à un mûrier, et porte des fruits de la taille des prunes et plus doux. Tous ses autres caractères sont identiques à ceux qui ont été décrits plus haut.

Traduction allemande de Berendes

181. Sykomore. Ficus sycomorus (Moraceae) Maulbeer-Feige

Sykomore, Einige nennen diese auch Sykaminon, es heisst aber auch die Frucht Sykomore wegen des minder guten Geschmackes. Es ist aber ein grosser Baum, der Feige ähnlich, sehr saftreich, mit Blättern ähnlich denen des Maulbeerbaumes. Sie trägt drei- bis viermal im Jahre Früchte, nicht an den Zweigspitzen wie die Feige, sondern am Stamme, wie der wilde Feigenbaum, süsser als Feigen aber ohne Körner, die jedoch nicht reifen ohne mit dem Nagel oder einem Eisen geschabt zu sein. Am meisten wächst sie in Karien und auf Rhodus und in nicht getreidereichen Gegenden. Zu Zeiten des Getreidenmangels nämlich hilft sie durch das ununterbrochene Fruchttragen aus. Die Frucht ist für den Bauch gut, ohne Nährwerth, für den Magen schädlich. Zur Saftgewinnung wird der Baum im ersten Frühjahr, bevor er Früchte trägt, benutzt, indem die Oberfläche der Rinde mit einem Steine angeritzt wird, bei tieferer Verletzung gibt er nichts her [1]. Der Tropfen wird dann mit einem Schwamm oder mit Wolle abgenommen, getrocknet, geformt und in einem irdenen Kruge aufbewahrt. Der Saft hat die Kraft, zu erweichen, Wunden zu verkleben und schwere Speisen verdaulich zu machen. Er wird auch getrunken und eingestrichen gegen Schlangenbisse, Leberverhärtungen, Magenleiden und Fieberschauer. Der Saft wird aber rasch von den Würmern zerfressen.

  1. Weil die Milchsaftgefässe im Basttheile des Stammes liegen.

182. Feige auf Kypern. Ficus sycomorus (Moraceae)

Es wächst aber auch auf Kypern eine Art von verschiedenem Aussehen, denn denen der Ulme, nicht der Sykomore gleichen die Blätter. Sie hat eine Frucht von der Grösse der Pflaume, süsser, in allem Uebrigen ist sie den vorgenannten gleich.

Commentaires de Berendes

181. Ficus Sycomorus L. (Moraceae), Maulbeer-Feige.

Bei Theophrast (Hist. pl. I 1, 7; IV 1, 5; IV 2, 1 u. a. O.) ist die Sykomore συκάμινος αἰγυπτία; er beschreibt den Baum als den Blättern und dem ganzen Habitus nach ähnlich dem Maulbeerbaume, in der Frucht aber abweichend (die schuppigen Feigen der Sykomore sind in Doldentrauben vereinigt); auch gibt er an, dass diese zum Reifen mit eisernen Nägeln geschabt werden müsse, und dass der Baum wegen seines festen Holzes, das im Alter schwarz werde, zu Vielem nützlich sei. Wo bei ihm συκάμινος allein steht, ist es der Maulbeerbaum.

Nach den Worten des D. könnte man annehmen, dass Karien und Rhodus die Heimathländer der Sykomore seien; wir finden aber die Früchte schon in den Recepten des Papyrus Ebers und im alten Testamente (III. Kön. 10, 27; Jsias 9, 10) wiederholt erwähnt, so dass wohl die Urheimath desselben Aegypten und Palästina ist.

Plinius nennt die Sykomore Ficus aegyptia und beschreibt den Baum wie Theophrast.

182. Ficus Sycomorus L. (Moraceae). Ein grosser Baum mit ausgebreiteten Aesten und ansehnlicher Krone, fast herzförmig-eirunden, ausgeschweift-eckigen, oben dunkel grünen, unterseits blassen, mit röthlichgelben Nerven versehenen Blättern. Der Blüthenstand ist eine blattlose, dichte, unregelmässige Doldentraube. Die Früchte sind birnförmig, 8—4 cm lang, schmutzigweiss und grün gestreift mit zahlreichen kleinen blassrothen Schuppen.

Theophrast (Hist. pl. IV 2, 3) äussert sich über diesen Baum so: „... Diese Eigenschaften hat der Maulbeerbaum (συκάμινος). Ein ähnliches Gewächs scheint das zu sein, welches auf Kreta kyprische Feige (κοπρία συκή) genannt wird; denn auch dieses erzeugt die Frucht aus dem Stamme und den dicken Zweigen, nur sitzt sie an einem kleinen, blattlosen Triebe, der einem Würzelchen ähnlich ist. Der Stamm ist gross, der Weisspappel ähnlich, sie hat aber ein Blatt wie die Ulme. Viermal im Jahre bringt sie reife Früchte hervor, aber nur wenn sie angeritzt sind, so dass der Saft ausfliesst. An Süssigkeit gleichen sie den Feigen, an Inhalt den wilden Feigen, an Grösse den Pflaumen."

Wortgetreu drückt sich Plinius XIII 58 aus.

Pena und Lobel versichern, nach Aussage dort reisender Mönche gleiche der Baum eher dem Maulbeerbaume als der Feige. Es ist also wohl eine Varietät des Maulbeerbaumes, die sich als Ficus Sycomorus var. ulmifolia bezeichnen liesse.