Strukhnon manikon (Dioscoride)

De PlantUse Français
Aller à : navigation, rechercher
strukhnon hupnôtikon
De Materia Medica (Dioscoride, 1er siècle)
doruknion


Texte grec de Wellmann

4.73.1 <στρύχνον μανικόν>, ὃ ἔνιοι πέρσειον, οἱ δὲ περισσόν, οἱ δὲ ἄνυδρον, οἱ δὲ πεντόδρυον, οἱ δὲ ἔνορυ, οἱ δὲ θρύον, οἱ δὲ ὀρθόγυιον ἐκάλεσαν· τούτου τὸ μὲν φύλλον ἐστὶν εὐζώμῳ παραπλήσιον, μεῖζον δὲ πρὸς τὸ τῆς ἀκάνθης μᾶλλον, ἥτις καὶ παιδέρως καλεῖται· καυλοὺς δὲ ἀνίησιν ἀπὸ τῆς <αὐτῆς> ῥίζης ὑπερφυεῖς, δέκα ἢ δώδεκα, ὕψος ὀργυιᾶς ἔχοντας, κεφαλὴν ἐπι- κειμένην ὥσπερ ἐλαίαν, δασυτέραν δὲ ὥσπερ πλατάνου σφαῖραν,

4.73.2 μείζω δὲ καὶ πλατυτέραν, ἄνθος δὲ μέλαν· μετὰ δὲ τοῦτο καρ- πὸν ἴσχει βοτρυοειδῆ, στρογγύλον, μέλανα, – ῥᾶγας <δὲ> δέκα ἢ δώδεκα ὁμοίας κισσοῦ κορύμβοις – μαλακὸν ὡσπερεὶ σταφυλήν· ῥίζα δ' ὕπεστι λευκή, παχεῖα, κοίλη, ὡς πήχεως· φύεται ἐν ὀρεινοῖς χωρίοις καὶ προσηνέμοις καὶ πλατανῶσι. δύναμιν δὲ ἔχει ἡ ῥίζα πινομένη μετ' οἴνου δραχμῆς μιᾶς πλῆθος φαντασίας ἀποτελεῖν οὐκ ἀηδεῖς, δύο δὲ δραχμαὶ πο- θεῖσαι ἐξιστάνουσιν ἄχρι τριῶν ἡμερῶν, τέσσαρες δὲ ποθεῖσαι καὶ ἀναιροῦσιν· ἀντιφάρμακον δ' ἐστὶν αὐτοῦ μελίκρατον πολὺ πινόμενον καὶ ἐξεμούμενον.

Identifications proposées

  • Datura stramonium (Beck)
  • (Aufmesser)
  • (Berendes)
  • (García Valdés)

Datura stramonium étant d'origine américaine est exclu.

Traduction française

Traduction allemande de Berendes

74. Strychnos manikos. Atropa belladonna (Solanaceae) - Tollkirsche und Datura stramonium (Solanaceae) - Stechapfel

Der Strychnos manikos, welchen Einige Persion [1] nennen, Andere Thryon [2] [Anhydron [3], Pentadryon [4], Enoron, Orthogyion]. Sein Blatt ist ähnlich dem der Rauke, aber grösser, dem des Akanth, der auch Paideros heisst, sich nähernd. Er treibt aus der Wurzel zehn bis zwölf sehr grosse Stengel, welche die Höhe von einer Klafter [5] haben, ein längliches Köpfchen, wie eine Olive, aber rauher, etwa wie die Frucht der Plantane, jedoch grösser und dicker, eine dunkle Blüthe, nach dieser zeitigt er eine traubenartige runde, schwarze Frucht, zehn bis zwölf Beeren in Trauben- büscheln wie beim Epheu, sie sind weich wie Weinbeeren. Die Wurzel darunter ist weiss, dick, hohl, etwa eine Elle lang. Er wächst an bergigen, windigen und mit Platanen besetzten Stellen. Die Wurzel, in der Menge von 1 Drachme mit Wein getrunken, hat die Kraft, nicht unangenehme Phantasiegebilde zu schaffen, 2 Drachmen getrunken, halten sie bis zu drei Tagen an, 4 Drachmen getrunken tödten gar. Das Gegenmittel dafür ist Honigmeth, reichlich genossen und wieder erbrochen.

  1. Statt Persea, von der runden Frucht.
  2. Eine magische Pflanze der kolchischen Zaubergärten.
  3. Vom Wasser entfernt.
  4. Fünfbüschelig.
  5. ὀργυιά = 4 πήχεις = 1,25 m.

Commentaires de Berendes

In diesem Capitel verhält es sich ebenso. Die Synonyma bei Theophrast sind Thryon und Persion; er beschreibt (Hist. pl. IX II, 6) den Strychnos manikos so: "Das Blatt ist ähnlich dem der Rauke, nur grösser, der Stengel eine Klafter hoch, das Köpfchen wie eine Lauchzwiebel, aber rauher, es gleicht auch der Frucht der Platane." Diesen Merkmalen hat nun D. noch weitere zugefügt.

Fab. Columna hat die Verworrenheit sehr gut dadurch gelöst, dass er die Beschreibung auf zwei verschiedene Pflanzen bezieht, nämlich die dunkle Blüthe, die traubige Frucht mit weicher Beere, sowie den bergigen, schattigen Standort auf Atropa Belladonna L. (Solanaceae), Tollkirsche, und die anderen Kennzeichen auf Datura Stramonium L. (Solanaceae), Stechapfel.

Der wichtigste wirksame Bestandteil ist das in den Blättern, Früchten, Samen und Wurzeln beider Pflanzen, bei Datura Stram. besonders in den Samen enthaltene Atropin. Dasselbe ist aber nur in der mehrjährigen, frischen Wurzel präformirt vorhanden. Die Hauptmenge der Alkaloide ist Hyoscyamin, aus welchem bei der Darstellung der Alkaloide durch molekulare Umlagerung das Atropin (von Mein 1831 endeckt) entsteht. Es bildet farb- und geruchlose, durchscheinende glänzende Krystallnadeln oder -büschel. Seine Wirkung erstreckt sich auf das centrale Nervensystem, dient zur Beseitigung von Lähmungszuständen des Gehirns, daher auch als Gegengift bei Morphinvergiftungen. Hauptsächlich kommt seine mydriatische Wirkung in Betracht, durch die es zu einem der wichtigsten Heilmittel in der Augenheilkunde geworden ist.

Sprengel und Kosteletzky ziehen Solanum sodomeum L. hierher, einen meterhohen Strauch mit seitlichen wenigblüthigen Trugdolden und wallnussgrossen grün- und weissgescheckten, später gelben und dann schwarzen Beeren. Die Heimath scheint Afrika, besonders die Kapgegend zu sein, es kommt auch halbwild in Calabrien, Sicilien und Griechenland vor. Die Hottentotten verwenden die Wurzel als harntreibendes Mittel bei Wassersucht; die Beere ist sehr giftig.