Poluknêmon (Dioscoride)

De PlantUse Français
Aller à : navigation, rechercher
atraktulis
De Materia Medica (Dioscoride, 1er siècle)
klinopodion


Texte grec de Wellmann

3.94.1 <πολύκνημον>· θαμνίον ἐστὶ φρυγανῶδες, ἔχον φύλλα ὀριγάνῳ ἐμφερῆ, τὸν δὲ καυλὸν πολυγόνατον ὥσπερ γλήχων· οὐκ ἔχει μέντοι σκιάδιον, μικρὰ δὲ ἐπ' ἄκρῳ κορύμβια δριμύ τι μετ' εὐωδίας ἀποπνέοντα. ποιεῖ δὲ καταπλασσόμενον χλωρὸν ἢ ξηρὸν μεθ' ὕδατος πρὸς τραύματα κολλῶν· δεῖ δὲ πεμπταῖον λύειν· πίνεται καὶ πρὸς στραγγουρίας καὶ ῥήγματα σὺν οἴνῳ.

____________________

RV: πολύκνημον· οἱ δὲ κλινοπόδιον, οἱ δὲ πολυγόνατον, οἱ δὲ Διὸς ἠλακάτη, οἱ δὲ ἐχεώνυμον, Ῥωμαῖοι πουτιαλογονθρια.

Identifications proposées

  • Zizyphora capitata (Beck)
  • (Aufmesser)
  • (Berendes)
  • (García Valdés)
  • Nom accepté : Ziziphora capitata.

Traduction française

Traduction allemande de Berendes

98 (108). Polyknemon.

Das Polyknemon [Einige nennen es auch Klinopodion [1], Andere Polygonaton [2], Jovis Elakate [3], Echeonymon [4], die Römer Putialogonthria] ist ein holziger Strauch; es hat Blätter wie der Dosten, einen vielkantigen Stengel wie Polei, aber keine Dolde, sondern an der Spitze kleine Blüthentrauben, welche einen scharfen Wohlgeruch besitzen. Frisch oder getrocknet mit Wasser als Umschlag wirkt es bei Wunden verklebend; man muss es aber am fünften Tage ablösen. Es wird auch mit Wein gegen Harnzwang und innere Rupturen getrunken. [Die Erfahrung hat gelehrt, dass, wenn die kleinen Zweige desselben mit Wein zerrieben werden, sie ein gutes Mittel sind für solche, welche von Wildheit (dem Drange nach Nothzucht) ergriffen sind.]

  1. Bettfüsslein, von der Form der Blüthe, wegen der Aehnlichkeit mit den Knäufen der Bettfüsse.
  2. Vielkantig.
  3. Zeusspindel.
  4. Ottername.

Commentaires de Berendes

Der letzte Satz wird von Marcellus für unächt gehalten. In den meisten Handschriften befindet er sich unter den Nothis.

Bei Theophrast findet sich die Pflanze nicht. Plinius XXVI 148 hat ungefähr dasselbe wie D., vergleicht sie aber mit Cunila bubula, einer Dostenart.

Lobel hielt sie für Mentha vulgaris, Cäsalpinus für Prunella vulgaris, Dodonäus für ein Polygonum (vgl. Bauhin et Cherler lib. XXIX p. 347). Fraas bezieht sie auf die in den fetten Ebenen Böotiens vorkommende Liziphora capitata L. (Labiatae), welche dort so hoch wird, dass die Bezeichnung θάμος, Strauch, des D. wohl gerechtfertigt ist.