Mêlea (Dioscoride)

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keratia
De Materia Medica (Dioscoride, 1er siècle)
apios


Texte grec de Wellmann

1.115.1 <μηλέας> πάσης τὰ φύλλα καὶ τὰ ἄνθη καὶ οἱ βλαστοὶ στύφουσι, μάλιστα δὲ τῆς κυδωνίας. καὶ ὁ καρπὸς ἔνωμος μὲν στυπτικὸς καθέστηκε, πεπανθεὶς δὲ οὐχ ὁμοίως. τὰ δὲ τοῦ ἔαρος ἀκμάζοντα μῆλα χολοποιά, ἄθετα τῷ νευρώδει παντί, ἐμπνευματοῦντα. τὰ δὲ <κυδώνια> εὐστόμαχα, οὐρητικά – ὀπτηθέντα δὲ προσηνέστερα γίνεται – , χρήσιμα κοιλιακοῖς καὶ δυσεντερικοῖς καὶ αἱμοπτυικοῖς καὶ χολεριῶσι, μάλιστα <δ'> ὠμά· καὶ τὸ ἀπό- βρεγμα δὲ αὐτῶν ἁρμόζει τοῖς στόμαχον ἢ κοιλίαν ῥευματιζο-

1.115.2 μένοις ἐν ποτῷ. ὁ δὲ χυλὸς ὠμῶν αὐτῶν λαμβανόμενος ὀρθο- πνοικοὺς ὠφελεῖ, τὸ δὲ ἀφέψημα πρόσκλυσμα δακτυλίου καὶ ὑστέρας προπτώσει. τὰ δὲ ἐκ τοῦ μέλιτος καὶ αὐτὰ μὲν οὐρη- τικά, τὸ δὲ μέλι τὴν αὐτὴν ἀναλαμβάνεται δύναμιν· στεγνωτικὸν γὰρ καὶ στυπτικὸν γίνεται· τὰ δὲ σὺν τῷ μέλιτι ἑψόμενα εὐ- στόμαχα μὲν καὶ εὔστομα, ἧττον δὲ στεγνωτικά. τὰ δὲ ὠμὰ καταπλάσμασι μείγνυται πρὸς στέγνωσιν κοιλίας, στομάχου ἀνατροπὴν καὶ πύρωσιν, μαστοὺς φλεγμαίνοντας, σπλῆνας ἐσκιρρωμένους, κονδυλώματα. γίνεται δὲ καὶ οἶνος ἐξ αὐτῶν κοπτομένων καὶ ἐκθλιβομένων, πρὸς διαμονὴν μειγνυμένου τοῖς δέκα δύο ξέσταις τοῦ χυλοῦ μέλιτος ξέστου ἑνός, ἐπεὶ ὀξίζει.

1.115.3 ἁρμόζει δὲ πρὸς τὰ εἰρημένα πάντα. καὶ χρῖσμα δὲ ἐξ αὐ- τῶν σκευάζεται τὸ καλούμενον μήλινον, ᾧ χρώμεθα, ὁπόταν στυπτικοῦ ἐλαίου δεηθῶμεν. ἐκλέγεσθαι δὲ δεῖ τὰ ἀληθινά· μικρὰ δέ ἐστι καὶ περιφερῆ καὶ εὐώδη ταῦτα. τὰ δὲ λεγόμενα <στρουθία> καὶ μεγάλα ἧττόν ἐστιν εὔχρηστα. τὰ δὲ ἄνθη αὐτῶν ξηρά τε καὶ χλωρὰ καταπλάσμασιν εὔθετα πρὸς τὰ στύ- ψεως χρείαν ἔχοντα καὶ πρὸς ὀφθαλμῶν φλεγμονὰς καὶ πρὸς αἵματος ἀναγωγὰς καὶ κοιλίας ῥύσιν καὶ ἐμμήνων φορὰν ἁρμό- ζει μετὰ οἴνου πινόμενα. τὰ δὲ <μελίμηλα> κοιλίαν μαλάσσει καὶ θηρία ἐκτινάσσει, κακοστόμαχα καὶ καύσου ποιητικὰ ὄντα. καλεῖται δὲ ὑπό τινων γλυκύμηλα.

1.115.4 τὰ δὲ <Ἠπειρωτικὰ> λεγόμενα, Ῥωμαιστὶ δὲ ὀρβικλᾶτα, εὐστόμαχα, κοιλίας σταλτικά, οὔρων προκλητικά, ἀτονώτερα μέντοι τῶν κυδωνίων ἐστίν. τὰ δὲ <ἄγρια> ἔοικε τοῖς ἐαρινοῖς στύφοντα. δεῖ δὲ πρὸς τὰ στύψεως χρῄζοντα ἀωροτέροις ἅπασι χρῆσθαι. τὰ δὲ <Περσικὰ> μῆλα εὐστόμαχα, εὐκοίλια τὰ πέπειρα, τὰ δὲ ἔνωμα στεγνωτικὰ κοιλίας, ξηρανθέντα δὲ στεγνωτικώ- τερα γίνεται· καὶ τὸ ἀφέψημα δὲ αὐτῶν ξηρῶν λαμβανόμενον στόμαχον καὶ κοιλίαν ῥευματιζομένην ἵστησιν.

1.115.5 τὰ δὲ μικρότερα, καλούμενα δὲ <Ἀρμενιακά>, Ῥωμαιστὶ δὲ βρεκόκκια, εὐστομώτερα τῶν προειρημένων ἐστίν. τὰ δὲ <Μηδικὰ> λεγόμενα ἢ Περσικὰκεδρόμηλα, Ῥωμαι- στὶ δὲ κίτρια, πᾶσι γνώριμα· φυτὸν γάρ ἐστι καρποφοροῦν δι' ὅλου τοῦ ἔτους ἐπαλλήλως, αὐτὸ δὲ τὸ μῆλον ἐπίμηκες, ἐρρυ- τιδωμένον, χρυσίζον τῇ χρόᾳ, εὐῶδες μετὰ βάρους, σπέρμα ἔχον ἀπίῳ ἐοικός. δύναμιν δὲ ἔχει ποθέντα ἐν οἴνῳ ἀντενεργεῖν θανασίμοις κοιλίαν τε ὑπάγειν, διάκλυσμά τέ ἐστι πρὸς εὐωδίαν στόματος τὸ ἀφέψημα καὶ ὁ χυλὸς αὐτῶν. βιβρώσκεται δὲ μάλιστα ὑπὸ γυναικῶν πρὸς τὴν κίσσαν· φυλάττειν δὲ καὶ ἱμάτια δοκεῖ ἄβρωτα ἐπιτιθέμενα κιβωτίοις.

Identifications proposées

  • Pirus malus; kudônia, strouthia = Cydonia oblonga ; Persika = Prunus persica ; Armeniaka = Prunus armeniaca ; Mêdika, Persika, kedromêla = Citrus medica (Beck)
  • Pyrus malus (Aufmesser)
  • (Berendes)
  • Malus domestica... (García Valdés)
  • Ἀρμενιακά, βρεκόκκια : Prunus cocomilia (Amigues, HP II, 1, note 8)

Traduction française

... il faut choisir les véritables coings, petits, arrondis et parfumés. Ceux que l'on appelle strouthia sont, quoique gros, d'un moins bon usage.

Les "pommes de Perse" (τα δέ περσικά μήλα, les pêches) sont bonnes pour l'estomac, bonnes pour l'intestin, quand elles sont mûres ; trop vertes, elles constipent, et davantage encore après dessiccation ; la décoction des fruits secs, prise en boisson, arrête les flux d'estomac et de ventre.

...

Celles qui sont dites "pommes de Médie" ou "de Perse" ou "pommes cédrats" (τα δέ μηδικά λεγόμενα ή περσικά ή κεδρόμηλα), à Rome citra (κίτρια) sont connues de tous (παοα γνώριμα). L'arbre porte des fruits toute l'année sans discontinuer ; la "pomme" elle-même est allongée, creusée de rides, d'un jaune doré, d'une odeur agréable et forte en même temps ; sa graine ressemble à celle de la poire. Prise en boisson dans du vin, elle a le pouvoir de neutraliser les poisons mortels et de relâcher le ventre ; en bains de bouche, la décoction et le jus de ces fruits donnent bonne haleine. Ce sont surtout les femmes qui les grignotent pour combattre les envies de la grossesse. Placés dans des coffres, ils passent pour conserver les vêtements intacts. » (traduction Suzanne Amigues)

Les pommes qui mûrissent au printemps stimulent la bile... Les pommes sauvages ressemblent à celles de printemps par leur saveur astringente. ... D'autres plus petites, appelées "pommes d'Arménie", et en latin praecocia, ont un goût plus agréable que les précédentes.

Traduction allemande de Berendes

159. Apfelbaum. Pirus Malus (Rosaceae) - Apfelbaum

Die Blätter, Blüthen und Zweige von jeglichem Apfelbaum, am meisten von der Quitte, adstringiren. Auch die unreife Frucht erweist sich zusammenziehend, die ausgereifte aber nicht in gleichem Grade. Die im Frühjahr anreifenden Aepfel sind Galle erzeugend, dem ganzen Nervensystem schädlich, sie verursachen Blähungen.

160. Quittenäpfel. Pirus cydonia (Rosaceae) - Quittenbaum

Die Quittenäpfel sind dem Magen wohlbekömmlich, harntreibend, gebraten werden sie milder, denen dienlich, die an Magen, Dysenterie, Blutspeien und Cholera leiden, vorzüglich aber roh. Auch der Aufguss davon ist denen als Trank zu empfehlen, die Magen- und Bauchfluss haben. Der Saft der rohen eingenommen hilft denen, die an Orthopnöe leiden, die Abkochung als Injection bei Mastdarm- und Gebärmuttervorfall. Die mit Honig eingemachten sind gleichfalls harntreibend. Der Honig aber nimmt dieselbe Wirkung in sich auf, denn er wird stopfend und adstringirend. Die mit dem Honig gekochten sind gut für den Magen und wohlschmeckend, aber weniger stopfend. Die rohen werden zu Kataplasmen gemischt zum Stopfen des Durchfalls, gegen krampfhafte Bewegung und Hitze des Magens, bei schwärenden Brüsten, bei Leberverhärtung und Condylomen. Es wird auch aus ihnen, nachdem sie zerstossen und ausgepresst sind, Wein gemacht, wobei der Haltbarkeit wegen zu 16 Xestes Saft 1 Xestes Honig gegeben wird, weil er sonst sauer wird. Er ist ein gutes Mittel in allen bereits angeführten Fällen. Auch ein Salböl, das sogen. Melinon wird aus ihnen bereitet, man gebraucht dasselbe, falls man etwa eines adstringirenden Oeles bedarf. Man muss aber die richtigen aussuchen, diese sind klein, rund und ganz wohlriechend; dagegen sind die sogen. Sperlingsquitten und die grossen weniger tauglich. Die Blüthen, sowohl trocken als frisch, eignen sich zu Kataplasmen, da sie von Nutzen sind zum Adstringiren und bei Augenentzündungen. Gegen Blutsturz, Bauchfluss und übermässige Menstruation sind sie mit Wein getrunken ein gutes Mittel.

161. Honigäpfel. Sommer- oder Kornäpfel

Die Honigäpfel erweichen den Bauch und treiben die (Thiere) Würmer aus. Sie sind dem Magen schädlich und verursachen Hitze. Von Einigen werden sie Süssäpfel genannt.

162. Epirotische Aepfel.

Die sogen. epirotischen Aepfel, in römischer Sprache Orbiculata [1], sind dem Magen wohlbekömmlich, hemmen den Durchfall, befördern den Urin, sind jedoch von schwächerer Kraft als die Quitten.

  1. Kugeläpfel.

163. Wilde Aepfel.

Die wilden Aepfel sind den Frühlingsäpfeln ähnlich, adstringirend. Man muss aber, wo man sie als Adstringens gebraucht, allemal die unreiferen wählen.

164. Pfirsiche. Prunus persica (Rosaceae) - Pfirsichbaum

Die Pfirsiche sind im reifen Zustande gut für den Magen und Bauch, die unreifen aber verstopfen den Leib, durch das Trocknen werden sie aber noch stopfender. Die Abkochung derselben, wenn sie getrocknet sind, eingenommen hilft dem vom Flusse befallenen Magen und Bauch.

165. Armenische Aepfel. Prunus aemeniaca (Rosaceae) - Aprikose

Die kleineren, welche armenische, bei den Römern Praecocia [1] genannt werden, sind dem Magen bekömmlicher als die vorher genannten.

  1. Frühreif, weil sie nach Plinius XV 40 im Sommer reif werden.

166. Medische Aepfel. Arbutus andrachne - Andrachle oder Citrus spec.

Die medischen oder persischen Aepfel oder die Kedromelen, die Citria der Römer, sind allbekannt. Es ist nämlich ein Baum, welcher das ganze Jahr kurz nach einander Früchte trägt. Die Frucht selbst ist länglich, runzelig, goldfarben, scharf wohlriechend und hat einen der Birne ähnlichen Samen. In Wein getrunken hat sie die Kraft, tödtlichen Giften entgegenzuwirken und den Stuhlgang anzuregen. Die Abkochung dient als Mundwasser zum Wohlgeruch des Mundes. Ihr Saft wird von den Frauen gegen Ekel [1] gern genommen. Sie soll auch, in die Schränke gelegt, Kleider vor (Motten-)Frass bewahren.

  1. κίσσα ist auch das bei schwangeren Frauen häufige Verlangen nach gewissen, oft ungewöhnlichen Speisen und Getränken.

Commentaires de Berendes

159. Pirus Malus L. (Rosaceae-Pomoideae), Apfelbaum, ist in Griechenland selten wild und wird auch wenig, und zwar nur in Frühsorten cultivirt. In Italien ist er gleichfalls wild mit sehr sauren Früchten, aber nur in nördlichen Gegenden; der zahme wird in vielen Sorten gezogen.

Plinius XV 52 wendet ihm grosse Aufmerksamkeit zu, er sagt, die wilden hätten so viel Säure, dass sie die Schärfe des Schwertes stumpf machten, zählt dann eine Menge Sorten auf und gibt Vorschriften für die Cultur des Baumes, für die Aufbewahrung der Aepfel und die Bereitung des Apfelweins.

160. Pirus Cydonia L. (Rosaceae-Pomoideae), Quittenbaum. Die Quitte fand ehemals eine ausgedehnte Anwendung in der Medicin (vgl. Plin. XV 100), aus unserem Arzneischatze sind die Früchte verschwunden bis auf die Samen, Sem. Cydoniae, welche zur Bereitung eines Schleimes noch ab und zu gebraucht werden.

Plinius XV 37 nennt mehrere Sorten, die Goldquitte, die weissere inländische mit herrlichem Geruch und die neapolitanische, von der eine Sorte die Sperlingsäpfel (Struthea, von στρούθος, Sperling) oder Birnquitten sind, klein, aber mit durchdringendem Geruch; sie bildeten das Parfüm der Herrenzimmer.

161. Es sind nach Fraas die noch jetzt in Gebirgen Griechenlands oft verwilderten Sommer- oder Kornäpfel. Plinius XY 51 nennt sie Mustea (Mostäpfel), quae nunc Melimela dicuntur a sapore melleo.

162. Nach Plinius XV 51 haben sie den Namen daher, dass sie zuerst in Epirus gefunden wurden. Sie sind eine der vielen den Alten, besonders den Römern bekannten Spielarten.

163. Fraas rechnet sie unter die Honigäpfel und sagt, sie wären wild selten, nur in höheren Gebirgen, auch würden sie sehr wenig cultivirt wegen des schweren Gedeihens der Frühsorten; sie heissen heute noch ἄγρια μηλεά.

164. Prunus oder Amygdalus persica L. (Rosaceae-Prunoideae), Pfirsichbaum, stammt nach dem Zeugnisse der alten Schriftsteller (Theophr., Hist. pl. IV 4, 2, Plin. XV 4) aus Persien, wird aber in Griechenland mit vorzüglichem Erfolg cultivirt und in Italien in vielen Varietäten gezogen. Auch in den nördlicheren Gegenden bringt er bei geeigneter Pflege reife Früchte.

165. Prunus armeniaca L. (Rosaceae-Prunoideae), Aprikose. Ihre Heimath ist Armenien (Plin. XY 41), sie wird in Griechenland cultivirt, kommt nach Fraas dort aber auch wild vor. In Italien wird sie gleichfalls gebaut. Die späteren Griechen nannten den Baum βεβρίκοκκον (von der Fülle der Früchte), woraus das Abricocco der Italiener, das Abricot der Franzosen und endlich unser Aprikose entstand.

166. D. stellt hier die drei Arten als synonym neben einander.

Theophrast (Hist. pl. IV 4, 2) redet nur von zweien oder vielmehr nur von einer Art, dem medischen oder persischen Apfel; die Beschreibung stimmt im Ganzen mit der des D., der Baum hat ein Blatt wie Andrachle (Arbutus Andrachne L.), Dornen wie der Birnbaum und Oxyakanthos. Der Apfel ist nicht essbar, schützt aber die Kleider vor Motten u. s. w. Plinius XII 14 nennt den Baum Malus assyrica aut medica, er hat jederzeit reife und unreife Früchte zugleich, sie sind aber nicht essbar. XIII 103 sagt er: Ein anderer Baum, Citrus, trägt einen Apfel, von Einigen wegen des Geruches und der Bitterkeit verschmäht, von Anderen gesucht, er dient als Schmuck der Häuser, (die Citrone). XVI 107 und XXIII 88 nennt er die Frucht Citreum und das daraus gewonnene Oel Oleum citreum und gibt XV 47 an, dass sie von den Griechen nach dem Vaterlande armenische Aepfel genannt werden.

Galen (De alim. fac. II 37) nennt den medischen Apfel κίτριον. Die Frucht besteht aus dem sauren mittleren Theile, dem fleischigen, um den sauren herumliegenden, und aus der gewürzhaften, wohlriechenden Schale. — Die mystischen Aepfel der Hesperiden werden (Athen. Deipn. III 23 sqq.) mit den Früchten in Beziehung gebracht, es heisst dort, Jula, der König von Mauretanien sage, die κίτρια würden in Afrika Hesperidenäpfel,μῆλα Έσπερικά genannt, es seien die goldenen Aepfel gewesen, welche Herkules nach Griechenland gebracht habe.

Wir haben es mit einer Orangen- (Citrus-) Art zu thun. Fraas spricht sich für Citrus decumana L. (Aurantiaceae), die Pompelnuss aus, und nicht für Citrus medica L., die Citrone, und Citrus Aurantium L., die Pomeranze, weil 1. das Vaterland der letzteren Nordafrika, das von C. decum. der Orient sei (auch Citr. med. und Aurant. dürften ihre Urheimath in Asien haben); 2. der alte Name κίτρια für Citr. decum. sich in Griechenland bis jetzt erhalten habe, während die Citronen λιμόνια und die Orangen πορτογάλια heissen; ebenso 3. der von den Alten angegebene Gebrauch; 4. weil die Beschreibung des Theophrast und D. auf den Baum und die „längliche, runzelige" Frucht am besten passe; 5. weil jedenfalls das saure Fruchtfleisch der Citrone, falls diese gemeint sei, Erwähnung gefunden haben würde.

Citrus decumana, ein in Ostindien einheimischer Baum, ist dem Pomeranzenbaum ähnlich, aber weniger regelmässig gebaut. Die Blätter sind sehr breit, meist gefaltet und verkrüppelt mit stark geflügelten Blattstielen, die Blüthen bilden kurze, aufrechte steife Trauben mit oft nur vier fast gleich breiten, gefurchten, dicken, weissen Blüthenblättern, die stark nach Orangenöl duften. Die Frucht (Adams- oder Paradiesapfel) ist meist etwas birnförmig, blassgelb, dickschalig, saftreich und wohlschmeckend (nach Anderen ungeniessbar), und erreicht eine ansehnliche Grösse.