Kostos (Dioscoride)

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De Materia Medica (Dioscoride, 1er siècle)
skhoinos


Texte grec de Wellmann

1.16.1 <κόστου> διαφέρει ὁ Ἀραβικός, λευκὸς ὢν καὶ κοῦφος, πλείστην ἔχων καὶ ἡδεῖαν τὴν ὀσμήν, δευτερεύει δὲ ὁ Ἰνδικός, ἁδρὸς ὢν καὶ μέλας καὶ κοῦφος ὡς νάρθηξ, τρίτος δέ ἐστιν ὁ Συριακός, βαρύς, τὴν χρόαν πυξώδης, πληκτικὸς τῇ ὀσμῇ. ἄριστος δέ ἐστιν ὁ πρόσφατος, λευκός, πλήρης δι' ὅλου, πυκνός, ξηρός, ἀτερηδόνιστος, ἄβρωμος, γεύσει δηκτικὸς καὶ πυρώδης. δύναμιν δὲ ἔχει θερμαντικήν, διουρητικήν, ἐμμήνων ἀγωγὸν καὶ τῶν περὶ ὑστέραν παθῶν ἀρωγὸν ἐν προσθέμασι καὶ πυριά-

1.16.2 σεσι καὶ καταντλήμασι. πινόμενος δὲ ἐχεοδήκτοις βοηθεῖ οὐγγιῶν δυεῖν πλῆθος, καὶ πρὸς θώρακος πόνους καὶ σπάσματα καὶ ἐμπνευματώσεις μετ' οἴνου καὶ ἀψινθίου, καὶ ἀφροδίσια δὲ παρ- ορμᾷ μετ' οἰνομέλιτος. ἄγει δὲ καὶ ἕλμινθα πλατεῖαν μεθ' ὕδατος, σύγχρισμά τε ῥιγοῦσι μετ' ἐλαίου πρὸ τῆς ἐπισημασίας καὶ παραλυτικοῖς. καθαίρει δὲ καὶ ἔφηλιν καταχρισθεὶς μεθ' ὕδατος ἢ μέλιτος· μείγνυται δὲ καὶ μαλάγμασι καὶ ἀντιδότοις. μειγνύουσι δ' ἔνιοι τὰς ῥωμαλεωτάτας τοῦ Κομμαγηνοῦ Ἑλενίου ῥίζας δολοῦντες αὐτόν. εὐχερὴς δὲ ἡ διάγνωσις· οὔτε γὰρ πυροῖ τὴν γεῦσιν τὸ Ἑλένιον οὔτε τὴν εὐωδίαν εὔτονον καὶ πληκτικὴν παρέχει.

Identifications proposées

  • Saussurea lappa (Beck)
  • Saussurea costus (Aufmesser)
  • Costus speciosus, Costus arabicus (Berendes)
  • Saussurea lappa (García Valdés)
  • Costus arabicus, Costus speciosus, Amomum hirsutum, Saussurea costus [Mabberley] (Osbaldeston)
  • Costus (Ruel, 1552)

Traduction française

Traduction allemande de Berendes

15. Kostus. Costus speciosus oder arabicus (Scitamineae) - Schöne oder arabische Kostwurz

Περί Κόστου. Den Vorzug verdient der arabische Kostus, der weiß und leicht ist und einen kräftigen und angenehmen Geruch hat. An zweiter Stelle kommt der indische, welcher dunkel ist und leicht wie Ferula. Der dritte ist der syrische, er ist schwer, von buxebaumähnlicher Farbe und durchdringendem Geruch. Am besten ist der frische, weiße, durchweg volle, dichte, harte, nicht von Würmern angefressene, der keinen üblen Geruch hat, beißend und brennend schmeckt. Er hat erwärmende, harntreibende, die Menstruation befördernde Kraft und ist bei Gebärmutterleiden heilsam in Zäpfchen, Bähungen und Räucherungen. Genossen hilft er den von der Otter Gebissenen, mit Wein und Wermuth auch gegen Krämpfe und Blähungen; mit Honigwein reizt er zum Liebesgenuss; mit Wasser aber treibt er den Bandwurm ab. Mit Öl als Salbe dient er gegen Fieberschauer vor den Anfällen, und gegen Lähmungen; mit Wasser oder Honig aufgetrieben vertreibt er die Sonnenbrandflecken. Er wird auch den Salben und Gegengiften zugesetzt. Einige mengen aber die stärksten Wurzeln des komagenischen Alant darunter, um ihn zu verfälschen. Die Erkennung ist aber leicht, denn der Alant hat weder den feurigen Geschmack noch den kräftigen durchdringenden Geruch.

Commentaires de Berendes

D. sagt nicht, was er unter Kostus versteht, nimmt vielmehr als selbstverständlich an, dass die Wurzel gemeint sei. Theophrast (De odor. 28) bemerkt zu Kostus : "Denn so nennen sie die Wurzel." Als Heimath werden Arabien, Indien und Syrien genannt ; richtiger sagt Plinius XII 118: "Die Wurzel des Kostus hat einen brennenden Geschmack und vortrefflichen Geruch, der Stengel aber ist unbrauchbar. Gleich beim ersten Eintritt des Flusses Indus, bei der Insel Patale (ein Theil von Sind zwischen den Indusmündungen) wachsen zwei Arten desselben, eine schwarze und eine weisse, bessere." Arabien und Syrien sind nur die Transportländer. Nach dem Periplus war Kostus ein Ausfuhrartikel von Minnagara am unteren Indus (heute Tatta) und von Barygaza (Baroach oder Baroche). Die älteren arabischen Schriftsteller folgen D. und Plinius, so Avicenna, Serapion ; Mesue unterscheidet Costus dulcis und amarus. Val. Cordus beschreibt nur den arabischen und syrischen Kostus, den indischen habe er noch nicht zu Gesicht bekommen. Er warnt die Apotheker, sehr vorsichtig beim Einkauf zu sein, damit sie den ächten erhielten.

Matthiolus sagt, der meiste Kostus der Officinen sei unächt, man solle gemäss der Anweisung Galen's Ammoniacum oder Helenium dafür substituiren. Um die Zeit des Mittelalters scheint der ächte Kostus schon aus dem Handel verschwunden zu sein. Cäsalpinus (um 1550) hält den buxbaumfarbigen für Zedoaria, statt des ächten Kostus würde die Wurzel von Ferula verkauft. Nach Brunfelsius waren Hauptersatzmittel die Wurzel von Inula Campana, nach Anderen die Wurzel von Mentha saracenica und Angelica Archanglica. Bauhin (lib. XIX p. 749) zeichnet und beschreibt den Kostus seiner Zeit (1550) als daumendicke, 4—5 cm lange Wurzel mit vorstehenden Höckern, ähnlich dem Ingwer, er ist wie dieser aussen und innen weiss, ebenso consistent und faserig, mit angenehm bitterem, hinterher scharfem Geschmack.

Garcia behauptet, es gebe nur eine Art Costus, den Cost oder Cast der Araber (indisch Keu oder Kusht'ha) ; er sehe aus wie Sambucus und habe eine wohlriechende Blüthe. Dass die Araber einen süssen und bitteren unterscheiden, komme daher, dass er frisch nicht bitter und sehr weiss sei, mit dem Alter aber bitter und dunkel werde.

Costus speciosus Lam. oder C. arabicus L. (Scitamineae). Schöne oder arabische Kostwurz. Ein ausdauernder Strauch Ostindiens. Das Rhizom ist wagerecht, auch über die Erde sich erhebend, aus vielen Knoten bestehend, innen weiss, nach unten sehr faserig. Der Stengel ist von den Blattscheiden ganz umgeben, nach deren Abfallen nackt, 120—180 cm hoch. Die Blätter sind sitzend, unterseits blass, weich, die Deckblätter concav, die Blumenröhre einschliessend, an der Spitze röthlich, die Blüthen sehr gross, wohlriechend, die Krone ist fleischroth oder fast weisslich, die Lippe herabhängend, darauf liegt der Staubfaden. Kapsel dreikantig, Samen glänzend, schwarz.

Der seltene Arzneikörper besteht aus dünnen, zuweilen aber auch 4 cm dicken und 5—8 cm langen, aussen grauen, innen blasseren oder weissen Stücken, die auf dem Bruche strahlenförmige Zellen zeigen, welche mit einer eng durchlöcherten Masse erfüllt sind ; der Geruch ist angenehm veilchenartig, der Geschmack sehr bitter und scharf.

Unter Costus dulcis versteht man in neuerer Zeit die hie und da noch gebräuchliche Canella alba, die Rinde von Canella alba Murray