Epimêdion (Dioscoride)
Texte grec de Wellmann
4.19.1 <ἐπιμήδιον>· καυλός ἐστιν οὐ μέγας, κισσῷ παραπλήσια φύλλα ἔχων, ὅσον δέκα ἢ δώδεκα· οὔτε δὲ καρπὸν οὔτε ἄνθος φέρει· ῥίζαι λεπταί, μέλαιναι, βαρύοσμοι, γευσαμένῳ μωραί· φύεται ἐν τόποις ὑδρηλοῖς. ταύτης τὰ φύλλα λεῖα μετ' ἐλαίου κατάπλασμα μαστῶν εἰς τὸ μὴ αὔξεσθαι, ἀτόκιός τε ἡ ῥίζα, καὶ τὰ φύλλα λεῖα πο- θέντα ἐν οἴνῳ μετὰ τὴν κάθαρσιν δραχμῶν πέντε πλῆθος ἐπὶ ἡμέρας πέντε ἀσυλλήπτους τηρεῖ.
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RV: ἐπιμήδιον· οἱ δὲ ἔρινος, οἱ δὲ θρυάς, οἱ δὲ πολύρ- ριζον, Ῥωμαῖοι οὐινδίκτα.
Identifications proposées
- Epimedion (Beck)
- (Aufmesser)
- (Berendes)
- (García Valdés)
Traduction française
Traduction allemande de Berendes
19. Epimedion.
Das Epimedion [Einige nennen es Erineos [1], Andere Thryas [2], Polyrhizon, die Römer Vindicta [3]]. Der Stengel ist nicht gross, mit zehn bis zwölf epheuähnlichen Blättern, er trägt weder Frucht noch Blüthe. Die Wurzeln sind zart, schwarz, haben einen durchdringenden Geruch und faden Geschmack. Es wächst an feuchten Stellen. Die fein gestossenen Blätter werden mit Oel als Kataplasmen auf die Brüste gelegt, um ein Vergrössern zu verhindern [4]. Die Wurzel bewirkt Unfruchtbarkeit; auch die fein geriebenen Blätter zu 5 Drachmen nach der Menstruation in Wein genommen verhüten fünf Tage lang die Empfängniss.
Commentaires de Berendes
Die Pflanze ist nicht identificirt; denn weder die Alpenpflanze Epimedium alpinum L., Sockenblume oder Bischofsmütze, noch Botrychium Lunaria, welches die älteren Botaniker hierher zogen, kann dafür genommen werden, da bei ersterem besonders der Standort widerspricht, bei Botrychium Lunaria Sw. (Ophioglossaceae), Gemeine Mondraute, aber ist die Sporangienrispe so ausgebildet, dass D. sie nicht würde übersehen haben.