Ekhinos (Dioscoride)
Texte grec de Wellmann
4.141.1 <ἐχῖνος>· φύεται παρὰ ποταμοῖς καὶ κρήναις. φύλλα δὲ ἔχει ὠκίμῳ ὅμοια, μικρότερα δὲ καὶ ἐπεσχισμένα ἐκ τῶν ἄνω- θεν μερῶν, κλωνία δὲ πέντε ἢ ἕξ, σπιθαμιαῖα, ἄνθη λευκά, καρ- πὸν δὲ μέλανα, μικρόν, στρυφνόν· ὀποῦ δὲ μεστός ἐστιν ὁ καυ- λός τε καὶ τὰ πέταλα. τούτου ὁ καρπὸς δραχμῶν δυεῖν πλῆθος μιγεὶς πρὸς μέλι- τος <πλῆθος> δραχμῶν τεσσάρων ἐγχριόμενος ῥεύματα ὀφθαλ- μῶν ἵστησιν. ὁ δὲ χυλὸς ὠτὸς πόνον παύει μετὰ θείου ἀπύ- ρου καὶ νίτρου ἐνσταζόμενος.
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RV: ἔρινος· οἱ δὲ ὠκιμοειδές, οἱ δὲ ὑδρηρόν, Ῥωμαῖοι ὤκιμουμ ἀκουάτικουμ, οἱ δὲ μινῶρεμ.
Identifications proposées
- - (Beck)
- (Aufmesser)
- (Berendes)
- (García Valdés)
Traduction française
Traduction allemande de Berendes
Placé en 29 par Berendes.
29. Erinos. : voir Campanula ramosissima (Campanulaceae) - Vielverzweigte Glockenblume
Der Erinos [Einige nennen ihn Okimoeides, Andere Hydreros [1], die Römer Ocimum aquaticum] wächst an Flüssen und Quellen. Er hat dem Basilikum ähnliche Blätter, sie sind aber kleiner und an den oberen Theilen eingeschnitten, fünf bis sechs Zweige von Ellenlänge, weeisse Blüthen und kleine, schwarze, harte Samen. Der Stengel und die Blätter sind saftreich. Sein Same, in der Menge von 2 Drachmen zu 4 Bechern Honig gemischt, hemmt als Salbe den Augenfluss; der Saft linder Ohrenschmerz, wenn er mit Schwefel, der vom Feuer noch nicht berührt ist, und Natron eingetröpfelt wird.
- ↑ Der Feuchte, vom Standort.
Commentaires de Berendes
4.29 Plinius XXIII 131 beschreibt die Pflanze übereinstimmend mit D., sie hat bei ihm 5 Stengel, er will sie nur der Namensverwandtschaft wegen anführen (ἐρινός heisst der wilde Feigenbaum, unsere Pflanze ἔρινος).
Sie ist nicht bestimmt. Val. Cordus meint, man habe der Pflanze den Namen Erinos gegeben, weil sie wie der Feigenbaum Milchsaft enthalte, er kennt sie nicht. Ruellius scheint sie gekannt zu haben, er sagt: Bei Hippokrates findet sich eine Pflanze Echinos (auch bei Galen ἐχῖνος, corrumpirt für Erinos), bei den neueren Botanikern heisst sie Milchpflanze, Lactoris, Militaris, auch Ocimum aquatile; sie hat 4 Zoll lange Zweige mit je 4—5 Blättern, die länger als beim Basilikum und oben getheilt sind. Die Blüthe ist weiss, der Same klein, schwarz, hart und herb. Die arzneilichen Wirkungen gibt er dann wie D. an, überdies noch, dass die Blätter, genossen, die Geburt erleichtern und als Umschlag Schlag- und Stichwunden heilen.
Einige haben Impatiens noli tangere L. dafür gehalten, sie hat aber gelbe Blüthen. Fab. Columna (Ecphr. plant.) bezieht sie auf Campanula Rapunculus und Camp. Erinus (vgl. Bauhin et Cherler lib. XX p. 798); die erste hat blaue, selten weisse Blüthen, beide haben aber keinen Milchsaft. Fraas zieht, da Camp. Rapunculus der Flora Griechenlands fremd ist, Campanula ramosissima Sibth. (Campanulaceae), Vielverzweigte Glockenblume, in Frage.