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Amulon (Dioscoride)

aira
De Materia Medica (Dioscoride, 1er siècle)
têleôs aleuron


Texte grec de Wellmann

2.101.1 <ἄμυλον> ὠνόμασται διὰ τὸ χωρὶς μύλου κατασκευά- ζεσθαι· ἄριστον δέ ἐστι τὸ σκευαζόμενον ἐκ πυροῦ σητανίου, Κρητικὸν δὲ ἢ Αἰγύπτιον. σκευάζεται δὲ ἐκ πυροῦ σητανίου καθαροῦ, βρεχομένου καὶ πλυνομένου ἐν ὕδατι γλυκεῖ καὶ ἀπο- χεομένου πεντάκις τῆς ἡμέρας, εἰ δυνατὸν δέ, καὶ τῆς νυκτός. ὅταν δὲ μαλακὸς γένηται, πραέως τὸ ὕδωρ ἐκχεῖν δεῖ χωρὶς τοῦ κινεῖν, ἵνα μὴ συνεκκλύζηται τὸ νόστιμον. ἐπὰν δὲ παραστῇ μαλακώτατος γενόμενος, ἀποχέας τὸ ὕδωρ τρίβειν τοῖς ποσίν, εἶτα ὕδωρ ἐπιχέοντας <πάλιν> τρίβειν· εἶτα ἀναιρεῖσθαι τὸ ἐφι- στάμενον πίτυρον ἠθμῷ, καὶ τὸ λοιπὸν διηθήσαντας βαλεῖν εἰς ὑλιστῆρα, διυλίσαντάς τε εὐθέως ψύχειν ἐπὶ κεραμίδων καινῶν ἐν ἡλίῳ ὀξυτάτῳ· ἔνικμον γὰρ κἂν ἐπ' ὀλίγον μείνῃ, ὀξίζει.

2.101.2 ποιεῖ δὲ πρὸς ὀφθαλμῶν ῥεύματα καὶ κοιλότητας καὶ φλύκ- τεις· στέλλει δὲ καὶ αἵματος ἀναγωγὰς πινόμενον καὶ τὰς περὶ ἀρτηρίαν <τραχύτητας> πραύνει· μείγνυται δὲ καὶ γάλακτι καὶ προσοψήμασι. σκευάζεται δὲ καὶ ἐκ ζέας βραχείσης καὶ πλυ- θείσης πρὸς μίαν ἢ δευτέραν ἡμέραν καὶ σταιτὸς τρόπον ἀπο- θλιβείσης διὰ τῶν χειρῶν καὶ ξηρανθείσης ἐν ὀξυτάτῳ ἡλίῳ, ὡς προείρηται. τὸ δὲ τοιοῦτον ἄθετον πρὸς τὴν ἐν ἰατρικῇ χρῆσιν, πρὸς δὲ τὰ λοιπὰ εὔθετον.

Identifications proposées

  • starch (Beck)
  • (Aufmesser)
  • (Berendes)
  • almidón (García Valdés)
  • amidon

Traduction française

Traduction allemande de Berendes

123. Stärkemehl. Triticum hibernum, vulgare, aestivum - Weizensorten Triticum spelta (Gramineae) - Dinkel.

Amylum wird es genannt, weil es ohne Mühle hergestellt wird. Das beste ist das aus dem Sommerweizen bereitete, das kretische oder ägyptische. Es wirft hergestellt aus dem reinen Sommerweizen, welcher fünfmal des Tages und wo möglich auch des Nachts mit Wasser übergossen wird. Wenn er weich geworden ist, muss man das Wasser vorsichtig abgiessen, ohne zu pressen, damit nicht das Nutzbare mit weggespült wird. Wenn er sehr weich geworden erscheint, giesse das Wasser ab, um ihn mit den Füssen zu zertreten, dann muss man wieder Wasser zugiessen und treten. Darauf muss man die obenaufschwimmenden Hülsen mittelst eines Durchschlages abnehmen und das Uebrige nach dem Coliren auf ein Seihegefäss bringen und nachdem man es abgeseiht hat schnell auf heissen Steinen in brennendster Sonnenhitze trocknen; denn wenn es kurze Zeit feucht bleibt, säuert es. Es wirkt gegen Augenflüsse, Höhlungen (Cavernen) und Pusteln. Genossen stellt es den Blutsturz und lindert die Schmerzen in der Luftröhre. Es wird auch der Milch und den Speisen zugesetzt. Es wird aber auch aus gesiebten und ein bis zwei Tage eingeweichtem Dinkel gemacht, welcher dann nach Art des mit Wasser angerührten Weizenmehls mit den Händen abgepresst und in schärfsten Sonnenhitze ge- trocknet wird, wie oben angegeben ist. Ein solches ist aber zum arzneiliehen Gebrauche nicht geeignet, im Uebrigen aber wohl zu verwenden.

Commentaires de Berendes

Das Weizenkorn, das Ausgangsmaterial der Stärke, besteht aus der Fruchthaut, der Samenschale, der Kleberschicht und dem Endosperm, dem stärkehaltigen Gewebe. Es gilt also, dieses von den übrigen zu trennen.

D. lässt die Stärke aus den ganzen Weizenkörnern darstellen, welche gehörig eingeweicht, durch Treten mit den Füssen gequetscht werden, nach Abräumen der Hülsen wird die Masse auf einem Seihetuche gesammelt. Ein reines Amylum konnte er so nicht erhalten. Auch aus dem abgesiebten und gewaschenen Dinkel lässt er durch Auspressen mit den Händen dasselbe bereiten.

Bei der heutigen Darstellung der Stärke verfolgt man zwei Verfahren, das saure und das süsse. Nach dem ersteren, der sogen. Halb'schen Methode überlässt man den eingeweichten zerquetschten Weizen der Gährung; der Kleber löst sich, und nach einiger Zeit kann die Stärke mit Wasser herausgespült werden. Rationeller ist das süsse Verfahren, bei dem zugleich der Kleber als werthvolles Nebenproduct gewonnen wird. Einfacher noch ist die Stärkefabrikation aus Weizenmehl (Martin'sche Methode), weil hier weder Hülsen noch Keime zu beseitigen sind und es sich nur um die Scheidung der Stärke vom Kleber handelt.

Schon etwa 200 Jahre vor D. gab Cato (De re rust.) ein Verfahren zur Stärkebereitung; nach Plinius XVIII 76 gebührt den Bewohnern der Insel Chios der Ruhm, die Darstellung der Stärke erfunden zu haben. Die Stärke selbst ist das erste unter dem Einflüsse des Lichtes und der Kohlensäure der Luft in den Chlorophyllkörnern entstehende Assimilationsproduct im Leben der Pflanze. Heute wird auch aus anderen Früchten die Stärke im Grossen bereitet, z. B. aus Reis, Kartoffeln u. a.