Têleôs aleuron (Dioscoride)
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Sommaire
Texte grec de Wellmann
2.102.1 καὶ τὸ ἐκ τῆς <τήλεως> ἄλευρον, ἣν ἔνιοι βούκερων, οἱ δὲ αἰγόκερας, οἱ δὲ κάρφος, οἱ δὲ λωτόν, οἱ δὲ κέρας αἴγειον ἐκάλεσαν, δύναμιν ἔχει μαλακτικήν. καταπλασσόμενον δὲ λεῖον σὺν μελικράτῳ ἑφθὸν ποιεῖ πρὸς φλεγμονὰς τὰς ἐντὸς καὶ ἐκ- τός, σὺν νίτρῳ δὲ καὶ ὄξει λεῖον καταπλασθὲν σπλῆνα μειοῖ. τὸ δὲ ἀφέψημα αὐτῆς ἐγκάθισμα εἰς τὰ γυναικεῖα, ὅσα κατὰ
2.102.2 φλεγμονὴν ἢ μύσιν συνίσταται. σμήχει δὲ καὶ τρίχας καὶ πίτυρα καὶ ἀχῶρας τὸ ἀπόθλιμμα ἑψηθείσης αὐτῆς ἐν ὕδατι, σὺν στέατι δὲ χηνείῳ προστίθεται ἀντὶ πεσσοῦ, μαλάσσον καὶ ἀνευρῦνον τοὺς περὶ τὴν ὑστέραν τόπους. χλωρὰ δὲ μετ' ὄξους ἀτονοῦσι στόμαχον καὶ εἱλκωμένοις ἁρμόζει, τὸ δὲ ἀφέψημα αὐτῆς πρὸς τεινεσμὸν καὶ δυσώδη ὑποχωρήματα δυνεντερικά· τὸ δὲ ἀπ' αὐτῆς ἔλαιον μετὰ μυρσίνης σμήχει τρίχας οὐλάς τε τὰς ἐν αἰ- δοίοις.
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RV: τῆλις· οἱ δὲ [τῆλις] κάρφος, οἱ δὲ βούκερας, οἱ δὲ αἰγόκερας, οἱ δὲ κεραῖτις, οἱ δὲ λωτόν, Ῥωμαῖοι φαίνου<μ> γραίκου<μ>, Αἰγύπτιοι ἴτασιν, Ἄφροι τιτλώ.
Identifications proposées
- meal of fenugreek (Beck)
- (Aufmesser)
- (Berendes)
- harina de alholva Trigonella foenum-graecum (García Valdés)
- farine de fenugrec
Traduction française
La farine de fenugrec, que certains ont appelé "corne de bœuf", d'autres "corne de chèvre", ou encore "brindille", lotos, "corne caprine", a des propriétés émollientes. (trad. Suzanne Amigues)
= Trigonella foenum-graecum L. (note Suzanne Amigues)
Traduction allemande de Berendes
124. Bockshornmehl. Trigonella foenum graecum (Papilionacea) - Bockshornklee
Das Bockshorn [Einige nennen es die Frucht des Bockshorns, Andere Bukeros [1], Aigokeros [2], Keraïtis [3], Lotos [4], die Römer Foenum graecum, die Aegypter Itasin] und das aus ihm gemachte Mehl hat erweichende und vertheilende Kraft. Fein gerieben mit Honigmeth gekocht wirkt es als Umschlag bei inneren und äusseren Geschwülsten. Mit Natron und Essig fein zerrieben und aufgelegt verkleinert es die Milz. Die Abkochung desselben ist als Sitzbad bei Frauenleiden angezeigt, wo es sich um Entzündungen oder Verstopfung des Muttermundes handelt. Die Abpressung von einer Abkochung desselben in Wasser bringt Haare weg, sowie Schorf und bösen Grind. Mit Gänsefett als Zäpfchen eingelegt erweicht und erweitert es das Perimetrium [5]. Grün aber mit Essig eignet es sich für schlaffe und geschwürige Stellen; die Abkochung davon hilft gegen Stuhlzwang und übelriechenden Stuhlgang bei Dysenterie. Das Oel daraus mit Myrrhe entfernt die Haare und an den Schamtheilen die Narben.
- ↑ Ochsenhorn.
- ↑ Ziegenhorn.
- ↑ Keraïtis, hornähnlich. Die drei Ausdrücke beziehen sich auf die etwa 8 cm langen sichelförmigen Hülsen, dasselbe bedeutet auch das ägyptische Wort Itasin.
- ↑ Lotos ist der gemeinsame Name für Klee, wozu auch das Bockshorn gehört.
- ↑ τοὺς περὶ τὴν ὑστέραν τόπους.
Commentaires de Berendes
Das Wort τῆλις, Telis, ein unerklärter Ausdruck, bedeutet bei D. sowohl die Pflanze als auch den Samen, letzteren wohl in den meisten Fällen.
Die Heimath des Bockshornklees ist nicht bestimmt. In den Recepten des Papyrus Ebers kommt derselbe sehr oft vor. Plinius XVIII 140 hat dieselben Synonyma, ausserdem die ächt römische Bezeichnung Silicia. Der Name Foenum graecum, griechisches Heu, weist hin auf die Einwanderung über Griechenland.
Bei den Aegyptem dienten die frischen Schösslinge der Pflanze als Gemüse, die Griechen benutzten die ganze Pflanze als Viehfutter. Die mittelalterlichen Apotheker gebrauchten die Samen des Schleimes wegen zur Bereitung des Bleipflasters; jetzt dienen dieselben fast nur noch als Thierheilmittel; sie enthalten ein Alkaloid. Trigonellin.
Trigonella Foenum graecum L. (Leguminosae-Papilionaceae).