== Traduction allemande de Berendes ==
78. Anderes Akoniton. Aconitum napellus (Ranunculaceae) - Sturmhut, Eisenhut
78. Anderes Akoniton. ''Aconitum napellus'' (Ranunculaceae) - Sturmhut, Eisenhut Das andere Akoniton - Einige nennen es Kynoktonon 1)<ref>Hundstod.</ref>, Andere Lykoktonon 2)<ref>Wolfstod.</ref>, weisse Bohne, die Römer Colomestrum]. Es gibt davon drei Arten; eine, welche man auf der Jagd gebraucht<ref>D. h. zum Vergiften der schädlichen Thiere.</ref>, die beiden anderen wenden die Aerzte an; das dritte davon [das pontische genannt] wächst am meisten in Italien, in den sogen. Vestinischen Bergen 4)<ref>Die heutigen Abruzzen.</ref>; es ist von dem vorigen verschieden. Es hat Blätter wie die Platane, aber mehr eingegeschnitten viel kleiner und dunkler, einen Stengel wie Farnkraut, einen kahlen Schössling 5) <ref>Den Blüthenstengel.</ref> von der Höhe einer Elle oder noch höher, eine Frucht in etwas länglichen Kapseln, Wurzeln wie die schwarzen verflochtenen Fühler der Heuschreckenkrebse 6)<ref>Squilla mantis Latr.</ref>. Man gebraucht sie, in rohes Fleisch eingehüllt, zur Wolfsjagd, denn wenn sie von den Wölfen gefressene werden, tödten sie dieselben. <references/>
== Commentaires de Berendes ==
1) Hundstod. 2) Wolfstod. 3) D. h. zum Vergiften der schädlichen Thiere. 4) Die heutigen Abruzzen. 5) Den Blüthenstengel. 6) Squilla mantis Latr. Die Schriftsteller vor D. kannten diese Pflanze nicht, auch das Aconitum des Plinius ist das Pardalianches des vorigen Capitels. ''Aconitum Napellus '' L. (Ranunculaceae), Sturmhut, Eisenhut. Es kommt in Griechenland nicht vor, wohl aber auf den bedeutenden Höhen der norditalischen Berge, wo es heute noch Aconito oder Napello heisst. Die Blätter und Wurzelknollen enthalten ein starkes Gift, besonders die letzteren, welche als Tubera Aconiti officinell sind; es sind zwei, selten drei rübenförmig verdickte, oben durch einen Querast zusammenhängende, dunkelbraune, längsfurchige Knollen mit wenigen Nebenwurzeln, deren eine den blühenden Stengel trägt. Der wichtigste und wirksame Bestandtheil ist das Alkaloid Aconitin (Geiger und Hesse 1833) in farblosen, büschelförmigen, in Wasser schwer, in Alkohol, Aether und Chloroform leicht löslichen Krystallen, die im reinen Zustande einen scharfen, anhaltend brennenden, nicht bitteren Geschmack haben. Ausserdem enthalten die Knollen 25% Amylum, Fett, Harz, Zucker u. s.w.; ihre Wirkung erstreckt sich besonders auf das Rückenmark und auf die Erweiterung der Pupille. Die Knollen werden nur in der Form der Tinctur und des Extractes angewandt.
[[Catégorie:Dioscoride]]