Philura (Dioscoride)

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kupros
De Materia Medica (Dioscoride, 1er siècle)
kisthos


Texte grec de Wellmann

1.96.1 <φιλύρα> δένδρον ἐστὶν ὅμοιον κύπρῳ κατὰ μέγεθος, φύλλα δὲ ἐλαίας ὅμοια, πλατύτερα δὲ καὶ μελάντερα. καρπὸν δὲ ἔχει σχίνῳ ἐμφερῆ, μέλανα, ὑπόγλυκυν, ὡς ἐν βότρυσι κεί- μενον. ἐν τραχέσι δὲ τόποις γεννᾶται. ταύτης τὰ φύλλα στύφει ὡς ἀγριελαία, ποιοῦντα πρὸς τὰ στύψεως δεόμενα, μάλιστα τοῖς ἐνστομίοις ἕλκεσι διαμάσημα καὶ διάκλυσμα τὸ ἀφέψημα, καὶ πινόμενον δὲ οὖρα καὶ ἔμ- μηνα ἄγει.

Identifications proposées

  • Phillyrea sp. (Beck)
  • Tilia platyphyllos, Tilia tomentosa (Aufmesser)
  • (Berendes)
  • peut-être Tilia platyphyllos, ou probablement Phillyrea latifolia (García Valdés)
  • Phillyrea latifolia (Amigues)

Traduction française

Le filaria est un arbre de la taille du henné, avec des feuilles identiques à celles de l'olivier, mais plus larges et plus foncées. Il a un fruit qui ressemble à celui du lentisque, noir, douceâtre, disposé en grappes. Il croît sur des terrains rocailleux. (traduction Suzanne Amigues)

Traduction allemande de Berendes

125. Περὶ Φιλλυρέας. Phillyrea. Phillyrea latifolia (Oleaceae) - Breitblättrige Steinlinde

Die Phillyrea ist ein Baum, an Grösse dem Kypros gleich, die Blätter sind denen des Oelbaumes ähnlich, aber breiter und schwarzer. Sie hat eine Frucht ungefähr wie die Mastixpistacie, schwarz, etwas süss, etwa traubenartig gebildet. Sie wächst in rauhen Gegenden. Ihre Blätter adstringiren wie die des wilden Oelbaumes, sie wirken da, wo ein Adstringens nothwendig ist, am meisten bei Geschwüren im Munde gekaut oder in der Abkochung als Mundwasser ; getrunken befördern sie auch den Harn und die Periode.

Commentaires de Berendes

Die meisten in Betracht kommenden Autoren halten diese Pflanze für Phillyrea latifolia L. (Oleaceae), Breitblätterige Steinlinde. Fraas sagt, es sei der κήλαστρος des Theophrast, bei dem φιλλυρέα nicht vorkomme. Hierin irrt er aber, denn Hist. pl. I 9, 3 und III 3, 3 werden beide unter den immergrünen Gewächsen genannt. Sprengel (Gesch. d. Bot. I S. 58) übersetzt übrigens auch λακάρα, λακάρη (Theophr. 1. c. III 6, 1) mit Phillyrea latifolia.

Bei Serapion ist es Mahaleb der Araber, Cerasus amara oder Cerasus Mahaleb L., dem jedoch Matthiolus widerspricht, ohne aber selbst die Pflanze zu beschreiben. Die Schriftsteller des 16. Jahrh. Tragus, Hermolanus u. A. sehen die Linde, Tilia, dafür an, indem sie φιλύρα statt φιλλυρέα lesen, auch Plinius XXIV 50 schreibt die von D. angegebenen Wirkungen der Linde zu. Amatus macht eine Art Ligustrum daraus und C. Bauhin meint, die Phillyrea des D. sei φυλίκη des Theoprast, der wilde Oelbaum, Oleastrum (vgl. Bauhin et Cherler lib. II p. 227 und lib. V p. 537, wo sechs Unterarten nach der Gestalt der Blätter aufgezählt werden). Phillyrea latifol. ist ein etwa 2 m hoher Strauch Südeuropas mit vielen starren, geraden, am Ende weichhaarigen Aesten ; die langgestielten Blätter sind abstehend, stachelspitzig, fein gesägt, am Rande umgebogen, unterseits erhaben punktirt. Die Blüthensträuschen sind klein mit flaumigen, hinfälligen Deckblättern, die Kronenblätter grünlichweiss mit abstehenden, zurückgebogenen Zipfeln, die Frucht ist erbsengross, kugelig, schwarzblau.