Murikê (Dioscoride)

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papuros
De Materia Medica (Dioscoride, 1er siècle)
ereikê


Texte grec de Wellmann

1.87.1 <μυρίκη> δένδρον ἐστὶ γνώριμον, παρὰ λίμναις καὶ τοῖς στασίμοις ὕδασι φυόμενον, καρπὸν ὡσπερεὶ ἄνθος φέρουσα βρυῶδες κατὰ τὴν σύστασιν. γεννᾶται δέ τις ἐν Αἰγύπτῳ καὶ Συρίᾳ ἥμερος, κατὰ τὰ ἄλλα ὁμοία <οὖσα> τῇ ἀγρίᾳ, καρπὸν δὲ φέρουσα ἐμφερῆ κηκίδι, ἀνώμαλον, στύφοντα τῇ γεύσει, ἁρμόζον- τά τε ἀντὶ κηκίδος εἰς τὰ ὀφθαλμικὰ καὶ στοματικὰ καὶ πρὸς αἵματος πτύσεις ἐν ποτῷ καὶ κοιλιακοῖς καὶ ῥοικαῖς γυναιξὶ καὶ ἰκτέρῳ καὶ φαλαγγιοδήκτοις, οἰδήματά τε στέλλει κατα-

1.87.2 πλασθείς· καὶ ὁ φλοιὸς δὲ τὰ αὐτὰ τῷ καρπῷ ποιεῖ. τῶν δὲ φύλλων τὸ ἀφέψημα σὺν οἴνῳ ποθὲν σπλῆνα τήκει, καὶ ὀδον- ταλγίαις βοηθεῖ διακλυζόμενον, ἐγκάθισμά τε ῥοικαῖς, καὶ περί- χυμα τοῖς φθεῖρας καὶ κονίδας γεννῶσιν ἐπιτήδειον. καὶ ἡ ἀπὸ τῶν ξύλων δὲ τέφρα προστεθεῖσα ῥύσιν τὴν ἐκ μήτρας στέλλει. κατασκευάζουσι δὲ ἔνιοι ἐκ τοῦ πρέμνου καὶ κύλικας, αἷς ἐπὶ τῶν σπληνικῶν χρῶνται ἀντὶ ποτηρίων, ὡς τοῦ δι' αὐ- τῶν πόματος ὠφελοῦντος.

Identifications proposées

  • Tamarix tetrandra (Beck)
  • Tamarix tetrandra (Aufmesser)
  • (Berendes)
  • Tamarix spp. (García Valdés)

Traduction française

Le tamaris est un arbre bien connu, qui pousse au bord des étangs et des eaux dormantes, et porte un fruit que l'on prendrait pour la fleur et qui a la consistance de la mousse. (trad. Suzanne Amigues)

= Tamarix spp. (note Suzanne Amigues)

Traduction allemande de Berendes

116. Περὶ Μυρίκης. Tamariske. Tamarix africana (Tamaricaceae) - Afrikanische Tamariske.

Die Tamariske ist ein bekannter Baum, welcher an Sümpfen und stehenden Gewässern wächst, eine Frucht trägt, welche einer kätzchenartig zusammengesetzten Blüthe ähnlich ist. Eine cultivierte Art wächst auch in Aegypten und Syrien, in Allem der wilden gleich. Sie trägt eine Frucht ähnlich dem Gallapfel, ungleich adstringierend im Geschmack, welche sich statt des Gallapfels zu Mund- und Augenmitteln empfiehlt, im Trank auch gegen Blutspeien, ferner für Frauen, die am Magen und am Flusse leiden, wie auch bei Gelbsucht und Schlangenbiss. Im Umschlage heilt sie Oedeme ; aber auch die Rinde leistet dasselbe wie die Frucht. Die Wurzelabkochung mit Wein getrunken erweicht die Milz, hilft als Mundwasser bei Zahnschmerzen, als Sitzbad ist sie den an Fluss Leidenden, als Begiessung denen, welche Läuse und Nissen erzeugen, von Nutzen. Die Asche des Holzes stellt den Gebärmutterfluss. Einige verfertigen aus dem Stamme auch Becher, welche Milzkranke als Trinkbecher gebrauchen, indem so der Trank daraus heilsam ist.

Commentaires de Berendes

D. hat zwei Arten, die wilde, Tamarix africana Desf. (Tamaricaceae), Afrikanische Tamariske, welche in allen Meeresniederungen und Sümpfen vorkommt, sich aber nie weit vom Meere entfernt, der Baum des Apollo, und die zahme, T. articulata Vahl, Gegliederte Tamariske, ein Baum Oberägyptens. Die erstere beschreibt Clusius, übereinstimmend mit Kosteletzky, als einen kräftigen Strauch, der oft zu einem wüsten Baume heranwächst. Die Rinde des Stammes ist rauh, die Aeste sind röthlich, die Blätter denen der Cypresse ähnlich, grünlichgrau, die Blüthe, an der Spitze der Zweige, ist traubenartig gehäuft, oft eine sehr grosse Rispe bildend. Sie kommt auch in Italien und Frankreich (Gallia Narbonnensis) in der Nähe von Flüssen vor. Die cultivirte ist der anderen ähnlich, doch sind die Blätter länger und schlanker. Die Früchte sind grün, hart, holzig, von Nussgrösse, aber meist alle verschieden gestaltet (vgl. Bauhin lib. X p. 350). Plinius XIII 37 und XXIV 41 sagt, die Tamariske heisse in Achaja die wilde Brya, nur die cultivirte trage eine dem Gallapfel ähnliche Frucht ; der gemeine Mann nenne jenen Baum unglücklich (infelix arbor), weil er nichts trage und nicht gepflanzt werde.

Von der in Arabien, besonders am Sinai wachsenden Tamarix mannifera Ehrbg. wird eine Art Manna gewonnen ; mehrere Arten sind in Südeuropa heimisch.