Khondros (Dioscoride)
|
Sommaire
Texte grec de Wellmann
2.96.1
ὁ δὲ <χόνδρος> γίνεται μὲν ἐκ τῆς καλουμένης δικόκκου ζέας, τροφιμώτερος δὲ ὀρύζης, στεγνωτικώτερος κοιλίας, εὐστο- μαχώτερος δὲ μᾶλλον· αἴρει δὲ καὶ λέπρας ἑψηθεὶς σὺν ὄξει καὶ καταχρισθείς, καὶ λεπροὺς ὄνυχας ἀφίστησι καὶ αἰγιλώπια ἀρχόμενα θεραπεύει, ἔγκλυσμά τε τὸ ἀφέψημα αὐτοῦ ἐπὶ τῶν μετὰ ἀλγήματος δυσεντερικῶν εὔθετον.
____________________
RV: χόνδρος· οἱ δὲ δίκοκκον, οἱ δὲ ζέαν καλοῦσιν, Ῥω- μαῖοι φάρρεμ.
Identifications proposées
- groats (Beck)
- (Aufmesser)
- (Berendes)
- grano ; latin halica (García Valdés)
Traduction française
Traduction allemande de Berendes
118. Graupen.
Die Graupen (Chondros) werden aus dem sogen. zweikernigen Dinkel gemacht; sie sind nahrhafter als der Reis, den Bauch mehr stopfend und dem Magen weit bekömmlicher. Mit Essig gekocht und eingesalbt vertreiben sie Aussatz, entfernen schuppige Nägel und heilen Aegilops im Entstehen. Die Abkochung davon ist den an Dysenterie Leidenden heilsam. [Die Grau- pen werden auf folgende Weise gemacht: Der Dinkel muss enthülst, abge- stiebt, in warmes Wasser geworfen und ausgedrückt werden. Dann muss gestossener weisser ungelöschter Kalk fein gesiebt werden. Darauf mische man nach und nach mit dem Kalk den vierten Theil weissesten und feinsten Sand, dieses wiederum streue man auf den Dinkel. Es muss aber in den Hundstagen verrichtet werden, damit es nicht säure. Wenn alles aufgestreut ist, siebe das dickere ab. Die besten sind die zuerst abgesiebten Graupen, die zweite Sorte kommt nach diesen, die dritte ist minderwerthig.]
Commentaires de Berendes
Chondros, χόνδρος, ist eine feine Sorte Graupen. Die Vorschrift zu ihrer Darstellung ist jedenfalls unächt, sie findet sich nur in den Anmerkungen des Aesulanus und Janus Cornarius. Die Zusätze von Kalk und Sand bezwecken, die Graupen recht weiss zu machen bezw. sie leichter und rascher trocken zu erhalten. Plinius XVIII 112 lässt sie so herstellen: Die Zea wird in einem hölzernen Mörser gestossen mit einer hölzernen Keule, damit sie durch die Härte des Steines nicht zerrieben wird, eine Arbeit der Sträflinge. Der Mörser hat eine eiserne Büchse. Wenn dann die Hülsen abgetrieben sind, wird mit denselben Werkzeugen das Mark gestossen. So entstehen dann drei Sorten, die feinste, die zweite und die gröbste, das sogen. Aphaerema (Weggetragene). Sie haben noch nicht die Weisse, wodurch sie sich auszeichnen, werden aber doch der alexandrinischen vorgezogen. Nachher wird merkwürdigerweise Creta (nicht Kreide, sondern, wie später erklärt wird, ein weisser Thon aus der Gegend von Puteoli und Neapel) zugemischt, welche in die Masse eindringt und ihr Farbe und Feinheit gibt. — Später erwähnt er auch die Darstellung der unächten Graupen mit Kalk. Chondros ist die Alica der Römer.
Heutzutage hat man besondere Graupenmühlen.