Amarakinon elaion (Dioscoride)

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gleukinon elaion
De Materia Medica (Dioscoride, 1er siècle)
metôpion elaion


Texte grec de Wellmann

1.58.1 <ἀμαράκινον> δὲ ἐν Κυζίκῳ κάλλιστον γίνεται. σκευά- ζεται δὲ διά τε ὀμφακίνου ἐλαίου καὶ βαλανίνου, στυφομένων ξυλοβαλσάμῳ, σχοίνῳ, καλάμῳ, ἡδυνομένων δὲ ἀμαράκῳ, κόστῳ, ἀμώμῳ, νάρδῳ, κασσίᾳ, καρπῷ βαλσάμου καὶ σμύρνῃ. οἱ δὲ πολυτελέστερον αὐτὸ ποιοῦντες μίσγουσι καὶ κινάμωμον· παρα- λαμβάνεται δὲ μέλι καὶ οἶνος εἰς τὴν τῶν ἀγγείων χρίσιν καὶ φύρασιν τῶν κεκομμένων ἀρωμάτων.

1.58.2 ἔστι δὲ θερμαντικόν, καρωτικόν, μαλακτικόν, ἀναστομωτι- κόν, πυρωτικόν, οὐρητικόν, εὐχρηστοῦν εἴς τε τὰς σῆπας καὶ σύριγγας καὶ ὑδροκήλας μετὰ τὰς χειρουργίας, περιρρήττει τε τὰς ἐσχάρας καὶ τὰ τεθηριωμένα ἕλκη, πρός τε δυσουρίαν ἁρμόζει περιχριομένου τοῦ δακτυλίου, καὶ πρὸς τὰς φλεγμονὰς αὐτοῦ καὶ πρὸς αἱμορροίδων ἀναστόμωσιν περιχριόμενον, ἔμ- μηνά τε κινεῖ προστιθέμενον τῇ μήτρᾳ καὶ σκληρίας καὶ οἰδή- ματα ἐν ὑστέρᾳ διαφορεῖ, καὶ πρὸς τὰ μυότρωτα καὶ νευρό- τρωτα συμφέρει ἐν πιλήμασιν ἀραιοῖς βρεχόμενον καὶ ἐπιτι- θέμενον.

1.58.3 τὸ δὲ <μεγάλλειον> καλούμενον πάλαι μέν ποτε ἐσκευάζετο, ἐκλέλοιπε δὲ νῦν. πρὸς ἐκπλήρωσιν δὲ τῆς ἱστορίας οὐκ ἔστιν ἄτοπον ἐπιμνησθῆναι καὶ τούτου. <τούτου> δὲ σκευασία ἡ αὐτὴ τῷ ἀμαρακίνῳ, πλεονάζει δὲ τῇ ῥητίνῃ καὶ ταύτῃ διαφέρει. ἔστι δὲ μαλακτικὸν ἠπίως. ἡ μέντοι ῥητίνη μείγνυται τοῖς μύροις οὔτε φυλακῆς οὔτε ἡδονῆς χάριν, χρώματος δὲ καὶ πά- χους ἕνεκα. μείγνυται δὲ ἡ τερεβινθίνη ἀφεψομένη, ἄχρις ὅτου ἂν ἄοσμος γένηται. δηλωθήσεται δὲ ἐν τοῖς περὶ ῥητίνης (I 71) ἡ ἕψησις αὐτοῦ. καὶ τὸ καλούμενον δὲ <ἡδύχρουν>, σκευαζόμενον δὲ ἐν Κῷ, τῆς αὐτῆς ἔχεται δυνάμεώς τε καὶ σκευασίας τῷ ἀμαρακίνῳ, εὐωδέστερον δὲ τυγχάνει.

Identifications proposées

Traduction française

Traduction allemande de Berendes

68. Περὶ ἀμαρακίνου. Amarakinon (Majoransalböl).

Das beste Amarakinon wird in Kyzikon gemacht. Dargestellt wird es aus Oel von unreifen Oliven und Behenöl, welche mit Balsamholz, Bartgras, Kalmus verdichtet, mit Majoran, Kostus, Amomum, Narde, Balsamsamen und Myrrhe parfümirt sind. Die, welche es aber kostbarer machen wollen, mischen auch Zimmt zu. Zum Ausstreichen der Gefässe wird Honig und zum Anreiben der zerkleinerten Gewürze wird Wein genommen. Es ist erwärmend, schlafmachend, die Gefässe eröffnend, erweichend, brennend, harntreibend, dann auch heilsam bei fauligen Geschwüren, Fisteln und Wasserhodenbrüchen nach chirurgischen Eingriffen; es zerreisst auch rings herum den Wundschorf und die bösartig gewordenen Geschwüre. Gegen Harnverhaltung hilft es rund um den After eingestrichen und gleichfalls eingesalbt gegen Entzündungen daran und gegen Verstopfung der Hämorrhoiden. In die Gebärmutter als Zäpfchen eingeführt regt es die Menstruation an und zertheilt Verhärtungen und Oedeme in der Gebärmutter, hilft auch bei Scham- und Muskelverwundungen, wenn es in weichen damit benetzten Bäuschchen aufgelegt wird. [Es gibt auch ein gewisses Oel, welches in Arabien und Italien natürlich und freiwillig aus Felsen fliesst mit einer gewissen Schärfe wohlriechende, zu Vielem gut verwendbar. Es hat die Kraft, auszutrocknen und wohl zu verstopfen und die Sehen zusammenzufügen. Es hilft gegen Krätze und Geschwürartiges, es lindert und bewältigt die Blähungen.]


69. Περὶ μεγαλείου. Megalion.

Das sogen. Megalion wurde früher allerdings dargestellt, nun ist es verschwunden. Zur Vollständigkeit der Geschichte ist es nicht unangebracht, auch aber dieses zu berichten. Die Bereitung ist dieselbe wie beim Amarakinon, es enthält aber sehr viel Harz, und dadurch unterscheidet es sich. Es ist gelinde erweichend. Das Harz wird nun aber den Salben weder der besseren Haltbarkeit noch der Annehmlichkeit wegen zugesetzt, sondern der Farbe und der dichteren Consistenz halber. Es wird auch der Terpentin, gekocht bis er geruchlos wird, zugemischt; die Art, ihn zu kochen, wird in dem Capitel "Terpentin" besprochen werden.


70. Περὶ ἡδύχρου. Hedychon.

Das sogen. Hedychon, welches in Kos dargestellt wird, hat dieselbe Kraft und wird bereitet wie das Amarakinon, es ist aber wohlriechender.

Commentaires de Berendes

(68) Kyzikon in Kleinasien wird als eine der schönsten Städte geschildert.

Amaracus (ἀμάρακος) ist eine andere Bezeichnung für Majoran, D. hat dieselbe auch als Synoym dafür (III 41). Plinius XXI 61 sagt: Amaracus nennen der Arzt Diokles und das sicilianische Volk, was die Aegypter und Syrier Sampsuchum heissen. Theophrast (De Odor. VI 27 und 30) berichtet: Das Amarakinon wurde aus Wurzeln hergestellt, aber ohne Amarakon, denn die Salbenbereiter gebrauchten dieses kostbare Gewürz nie, die Bezeichnung sei also falsch.

Der letzte Satz ist unstreitig eine spätere Zugabe von fremder Hand, oder D. hat rein nach Hörensagen berichtet, ohne das Steinöl, Petroleum zu kennen, sonst würde er es nicht wohlriechend nennen. Allerdings heisst es bei Vitruvius — etwa 10 v. Chr. — (De architect. 8, 8): "Auch bei Karthago ist eine Quelle, die Oel führt, welches wie geriebene Citronenschale riecht : man pflegt mit diesem Oel auch das Vieh zu salben."


(69) Den Namen hat dieses Salböl nach Plinius XIII 13, von seinem hohen Rufe, es heisst die "Grosse, μεγάλη, Megale", nach Anderen soll es den Namen vom Erfinder Megales aus Syrakus erhalten haben. Nach Theophrast (De Odor. VI 30) bestand es aus Behenöl, gebranntem (geschmolzenem) Harz, Kasia, Zimmt und Myrrhe, wobei das Oel zehn Tage und Nächte gekocht wurde. Plinius lässt es aus Behenöl, Balsam, Kalmus, Bartgras, Balsamholz, Casia und Harz darstellen ; seine besondere Eigenschaft sei die gewesen, dass, wenn es beim Kochen so lange gerührt werde, bis es ohne Geruch sei, es denselben nach dem Erkalten wieder erhalte.

Durch das anhaltende Kochen des Terpentins verliert er das Terpentinöl und bleibt als Harz (Kolophonium) zurück.

Das Megalium ist hiernach eine Mischung von der Consistenz unserer Salben.


(70) Der Name dieser Salbe ist zusammengesetzt aus ἡδύς, süss und χρόα, Farbe, von wohlthuender Farbe.