Krinon (Dioscoride)
Texte grec de Wellmann
3.102.1 <κρίνον>, οὗ τὸ ἄνθος στεφανωματικόν ἐστι, καλού- μενον ὑπ' ἐνίων λείριον, ἀφ' οὗ καὶ τὸ χρίσμα κατασκευάζεται, ὅ τινες λείρινον, οἱ δὲ σούσινον καλοῦσι, μαλακτικὸν ὂν νεύ- ρων καὶ ἰδίως τῶν περὶ μήτραν σκληριῶν. τῆς πόας τὰ φύλλα δύναμιν ἔχει καταπλασσόμενα ἑρπετο- δήκτοις βοηθεῖν· ποιεῖ καὶ πρὸς κατακαύματα ζεσθέντα, ταρι-
3.102.2 χευθέντα δὲ ἐν ὄξει τραυματικὰ γίνεται. ὁ δὲ χυλὸς αὐτῶν μιγεὶς ὄξει καὶ μέλιτι ἑψηθείς τε ἐν χαλκώματι ὑγρὸν γίνεται φάρμακον πρὸς παλαιὰ ἕλκη καὶ πρόσφατα τραύματα. ἡ δὲ ῥίζα ἑψηθεῖσα <λεία> σὺν ῥοδίνῳ πυρίκαυτα ἰᾶται καὶ ὑστέραν μαλάσσει καὶ ἔμμηνα ἄγει καὶ ἕλκη κατουλοῖ· σὺν μέλιτι δὲ λεαν- θεῖσα νεύρων διακοπὰς καὶ στρέμματα ἰᾶται καὶ ἀλφοὺς ἀπο- καθαίρει καὶ λέπρας καὶ πίτυρα καὶ ἀχῶρας σμήχει, τό τε πρό-
3.102.3 σωπον καθαίρει καὶ ἀρρυτίδωτον ποιεῖ σμηχομένη· σὺν ὄξει δὲ λεία ἢ σὺν ὑοσκυάμου φύλλοις καὶ ἀλεύρῳ πυρίνῳ ὄρχεων φλεγ- μονὰς παραιτεῖται. τὸ δὲ σπέρμα ἑρπετῶν <δηγμάτων> πότημα ἀντιφάρμακον, ἐρυσιπελάτων τε κατάπλασμα σὺν οἴνῳ λεανθέντα τό τε σπέρμα καὶ τὰ φύλλα. φασὶ δέ τινες καὶ πορφυρᾶ ἄνθη κρί- νων γίνεσθαι· ἐνεργέστατα δὲ γεννᾶται ἐν τῇ Συρίᾳ καὶ ἐν Πι- σιδίᾳ τῆς Παμφυλίας πρὸς τὴν τοῦ χρίσματος κατασκευήν.
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RV: κρίνον βασιλικόν· οἱ δὲ κρινάνθεμον, οἱ δὲ καλ- λείριον, οἱ δὲ λείριον, οἱ δὲ σούσινον, προφῆται αἷμα Ἄρεως, Ὀσθάνης αὔρα κροκοδείλου, Αἰγύπτιοι σομφαιφού, οἱ δὲ ὀμ- βρισεδώ, οἱ δὲ τίαλος, οἱ δὲ λαρσάορα, Ῥωμαῖοι λίλιουμ, οἱ δὲ ῥόσα Ἰουνώνις, οἱ δὲ λίλιουμ ἄλβουμ, Σύροι σασά, Ἄφροι ἀβοί- βλαβον.
Identifications proposées
- Lilium candidum (Beck)
- (Aufmesser)
- (Berendes)
- (García Valdés)
- Nom accepté : Lilium candidum
Traduction française
Traduction allemande de Berendes
106 (116). Lilie. Lilium candidum (Liliaceae) - Weisse Lilie
Das königliche Krinon. [Einige nennen es Krinanthemon [1], Andere Kalleirion [2], die Propheten Blut des Mars, Osthanes nennt es Krokodilshauch [3], die Aegypter Symphairu, auch Tialos, die Römer Lilium, Rose der Juno, auch Oinomagrium [4], die Syrier Sasa, die Afrikaner Abiblaphon.] Seine Blüthe wird zu Kränzen gebraucht und von Einigen Leirion genannt. Es wird daraus ein Salböl bereitet., welches bei Einigen Leirion, bei Anderen Susinum heisst; es erweicht die Sehnen und ganz besonders Verhärtungen an der Gebärmutter. Die Blätter der Pflanze helfen als Umschlag bei Schlangenbissen; gekocht wirken sie auch gut bei Brandwunden; in Essig eingemacht sind sie ein Wundmittel. Ihr, Saft, mit Essig und Honig gemischt und in einem kupfernen Gefässe gekocht, gibt ein dünnes Mittel gegen alte Geschwüre und frische Wunden. Die geröstete fein gestossene Wurzel heilt mit Rosensalbe Feuerbrandwunden, erweicht die Gebärmutter, befördert die Menstruation und bringt Wunden zum Vernarben. Mit Honig fein zerrieben heilt sie durchschnittene Sehnen und Verrenkungen, vertreibt weisse Flecken, Aussatz und Schorf, bringt bösen Grind zum Verschwinden, säubert das Angesicht und macht es runzelfrei. Mit Essig fein zerrieben oder mit Bilsenkrautblättern und Weizenmehl besänftigt sie Hodenentzündungen. Der Same ist im Trank ein Gegenmittel gegen Schlangenbisse; der Same und die Blätter in Wein fein zerrieben werden als Kataplasma bei roseartigen Entzündungen angewandt. Einige sagen, es gebe auch Lilien mit purpurfarbiger Blüthe. Die zur Bereitung des Salböls kräftigsten wachsen in Syrien, Persien und Pamphylien.
Commentaires de Berendes
Nach Geopon. 11, 19 wollte Juppiter dem Herkules, Sohne der Alkmene, Unsterblichkeit verleihen und legte ihn an die Brust der schlafenden Juno. Als der Knabe sich satt getrunken hatte und von der Brust abliess, floss die Milch noch in Strömen aus ; was dann an den Himmel kam, wurde die Milchstrasse, was auf die Erde floss, brachte die milchweissen Lilien hervor.
Plinius XXI 26 berichtet: „Um purpurfarbene Lilien zu erhalten, sammelt man im Monat Juli die trockenen Stengel der Lilie und hängt sie in den Rauch. Wenn die Samen frei werden (nudantibus se nodulis) legt man sie im März in die Hefe von dunklem oder griechischem Wein, damit sie die Farbe annehmen, säet sie in kleine Furchen und begiesst sie mit einer Hemine Hefe. So entstehen rothe Lilien."
Lilium candidum L. (Liliaceae), Weisse Lilie. Im Arzneischatze findet sie sich nicht mehr.
J. Parkim (Apoth.-Ztg. 1901 Nr. 85) hat in den Knollen ein unbekanntes Kohlenhydrat aufgefunden, welches bei der Hydrolyse Mannose, aber keine Glykose liefert.