Hippomarathon (Dioscoride)
Texte grec de Wellmann
3.71.1 <ἱππομάραθον>· μάραθόν ἐστιν ἄγριον μέγα· φέρει δὲ τὸ σπέρμα κάχρυϊ ὅμοιον, ῥίζα δὲ ὕπεστιν εὐώδης, ἥτις πινο- μένη στραγγουρίαν ἰᾶται <καὶ> ἔμμηνα ἄγει προστιθεμένη. τὸ δὲ σπέρμα καὶ ἡ ῥίζα κοιλίαν ἵστησι πινόμενα, θηριοδήκτοις τε βοηθεῖ καὶ λίθους θρύπτει καὶ ἴκτερον ἀποκαθαίρει. τῶν δὲ φύλλων τὸ ἀφέψημα πινόμενον γάλα ἄγει καὶ τὰς ἐκ τοκετῶν γυναῖκας ἀποκαθαίρει. καλεῖται καὶ ἕτερον ἱππομάραθον, φύλλα ἔχον μικρά, στενά, προμήκη, καρπὸν δὲ στρογγύλον πρὸς τὸν τοῦ κορίου, δριμύν, εὐώδη, θερμαντικόν. ἀναλογεῖ δὲ αὐτοῦ ἡ δύναμις τῷ προειρη- μένῳ, ἀσθενέστερον ἐνεργοῦσα.
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RV: ἱππομάραθον· οἱ δὲ μαραθίς, οἱ δὲ μάραθον ἄγριον, Αἰγύπτιοι σαμψώθ, προφῆται θύμαρνον, Ῥωμαῖοι φενού- κλουμ ἠρράτικουμ, οἱ δὲ φενούκλους ἐκουίνους, οἱ δὲ μίουμ, Γάλλοι σιστραμεόρ.
Identifications proposées
- Prangos ferulacea (Beck)
- (Aufmesser)
- (Berendes)
- (García Valdés)
- Prangos ferulacea, ou Cachrys cristata (Gennadios), ou Athamanta macedonica (Amigues)
Traduction française
Fenouil de cheval : c'est un grand fenouil sauvage ; la graine qu'il produit ressemble à celle du kakhrus ; à la base de la plante se trouve une racine d'odeur agréable.
Traduction allemande de Berendes
75 (82). Hippomarathron. Das Hippomarathron [Einige nennen es Marathis, Andere wilden Fenchel, die Aegypter Sampsos, die Propheten Thymarnolion, die Römer Foeniculum erraticum oder equinum [1], auch Marum, die Gallier Sistrameor] ist wilder Fenchel, gross. Er trägt einen Samen ähnlich dem Kachrys [2] ; die Wurzel darunter ist wohlriechend, getrunken heilt sie Harnzwang. Im Zäpfchen eingelegt befördert sie die Menstruation. Der Same und die Wurzel, wenn sie getrunken werden, stellen den Durchfall, helfen gegen den Biss giftiger Thiere, zertrümmern den Stein und vertreiben die Gelbsucht. Die Abkochung der Blätter als Trank befördert die Milchabsonderung und reinigt die Frauen nach der Geburt. Es wird auch noch ein anderes Hippomarathron genannt, mit schmalen, kleinen, länglicher Blättern. Die Frucht ist rund, fast wie Koriander, scharf, wohlriechend, erwärmend. In seiner Kraft steht es dem vorigen gleich, wirkt aber schwächer.
Commentaires de Berendes
Plinius XX 255 beschreibt die Pflanze, die er auch Myrtineum nennt, ebenso kurz, sie soll sehr hoch, der Stengel stabdick sein und an warmen, felsigen Stellen wachsen. Die zweite Art führt er auf Diokles als Autor zurück.
Mit Sicherheit ist das Hippomarathron nicht bestimmt. Anguillara hat Cachrys Morisonii Vahl, Kachrys, hierher gezogen, ihm schliessen sich Sprengel und Fraas an, der die Pflanze in Griechenland nicht fand. Die zweite Art wurde von Tabernämontanus Cnidium Silaum genannt. Fraas hält sie für Seseli Hippomarathrum L., Fenchelblätteriger Sesel, oder Anethum segetum L., Wilder Dill, der in Böotien auf Saatfeldern häufig ist.