Asphodelos (Dioscoride)
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Sommaire
Texte grec de Wellmann
2.169.1 <ἀσφόδελος>· φυτὸν τοῖς πλείστοις γνώριμον, φύλλον ἔχον πράσῳ μεγάλῳ ἐοικός, καυλὸν δὲ λεῖον, ἔχοντα ἐπ' ἄκρου ἄνθος, καλούμενον ἀνθερικόν. ῥίζαι δὲ ὕπεισιν ἐπιμήκεις, στρογγύλαι, βαλάνοις ὅμοιαι, δριμεῖαι τὴν γεῦσιν, καὶ τὴν δύνα- μιν θερμαντικαί. κινοῦσι δὲ καὶ οὔρησιν καὶ ἔμμηνα ποθεῖσαι, ἰῶνται καὶ πλευρᾶς ἀλγήματα καὶ βῆχας καὶ σπάσματα καὶ ῥήγματα δραχμῆς μιᾶς τὸ πλῆθος τῆς ῥίζης ἐν οἴνῳ πινομένης.
2.169.2 ποιεῖ δὲ καὶ εὐημεστέρους ὅσον ἀστράγαλος βρωθεῖσα, καὶ ἑρ- πετοδήκτοις δίδοται ὠφελίμως ὅσον δραχμῶν τριῶν τὸ πλῆθος· <καὶ> καταπλάττειν δὲ δεῖ τὰ δήγματα τοῖς τε φύλλοις καὶ τῇ ῥίζῃ καὶ τοῖς ἄνθεσι σὺν οἴνῳ, καὶ τὰ ῥυπαρὰ καὶ νεμόμενα ἕλκη καὶ μαστῶν καὶ διδύμων φλεγμονὰς καὶ φύματα καὶ δοθιῆνας, συγκαθεψομένης τρυγὸς οἴνου τῇ ῥίζῃ, πρὸς δὲ τὰς προσφά- τους φλεγμονὰς μετ' ἀλφίτου. ὁ δὲ χυλὸς τῆς ῥίζης προς- λαβὼν οἴνου παλαιοῦ γλυκέος καὶ σμύρνης καὶ κρόκου συνεψη- θέντων ἐπὶ τὸ αὐτὸ ἔγχριστον γίνεται ὀφθαλμοῖς φάρμακον, καὶ πρὸς ὦτα πυορροοῦντα καθ' ἑαυτὸν καὶ σὺν λιβανωτῷ καὶ μέλιτι καὶ οἴνῳ καὶ σμύρνῃ χλιανθεὶς ἁρμόζει, ὀδονταλγίας τε καθ' ἑαυτὸν ἐγχυθεὶς ὁ χυλὸς τῷ ἀντικειμένῳ ὠτίῳ πραύνει.
2.169.3 καεῖσα δὲ ἡ ῥίζα, τῆς τέφρας ἐπιπλασσομένης, ἀλωπεκίας δα- σύνει, ἐνεψηθὲν δὲ ἔλαιον κεκοιλωμέναις ταῖς ῥίζαις ἐπὶ πυρὸς εἱλκωμένας χιμέτλας καὶ πυρίκαυτα ὑπαλειφόμενον ὠφελεῖ, καὶ ὠταλγιῶσι βοηθεῖ ἐγχεόμενον εἰς τὸ οὖς, ἀλφόν τε λευκὸν προανατριφθέντα [ἐν] ὀθονίῳ ἐν ἡλίῳ καταχρισθεῖσα ἡ ῥίζα σμήχει. ὁ δὲ καρπὸς καὶ τὰ ἄνθη κατ' ἐξοχὴν σκολοπένδρων καὶ σκορπίων ἀντιφάρμακόν ἐστιν ἐν οἴνῳ ποθέντα· ταράττει δὲ καὶ τὴν κοιλίαν.
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RV: ἀσφόδελος· οἱ δὲ ναρθήκιον, Ῥωμαῖοι ἀλβούκιουμ, Ἄφροι κύρα.
Identifications proposées
- Asphodelus sp. (Beck)
- (Aufmesser)
- Asphodelus racemosus L., Asphodelus albus Willd. (Berendes)
- (García Valdés)
- (Osbaldeston)
Traduction française
L'asphodèle (asphodelos) est une plante bien connue de la plupart des gens ; elle a une feuille semblable à celle d'un gros poireau, une tige lisse qui porte à son extrémité l'inflorescence appelée antherikon. A la base se trouvent des racines allongées, de section ronde, pareilles à des glands, de saveur âcre et pourvues de propriétés échauffantes. (trad. Suzanne Amigues)
Traduction allemande de Berendes
199. Asphodelos. Asphodelus racemosus (Liliaceae) - Aestiger Affodill Asphodelus albus (Liliaceae) - Weisser Affodill
Der Asphodelos [Einige nennen ihn Narthekion [1], die Römer Albucium [2]] ist ein den Meisten bekanntes Gewächs. Er hat dem grossen Porree ähnliche Blätter, einen glatten Stengel mit der Blüthe an der Spitze, welcher Antherikos heisst. Die Wurzeln darunter sind länglich, rund, Eicheln ähnlich von scharfem Geschmack und erwärmender Kraft. Innerlich genommen treiben sie den Urin und befördern die Menstruation. Sie heilen auch Seitenschmerzen, Husten, Krämpfe und innere Rupturen, wenn 1 Drachme der Wurzel mit Wein getrunken wird. In der Grösse eines Würfels [3] genommen erleichtert sie das Erbrechen, in der Gabe von 3 Obolen wird sie mit Erfolg denen gegeben, welche von Schlangen gebissen sind, man muss aber die Bisswunde mit den Blättern, der Wurzel und Blüthe in Wein bedecken. Ebenso ist sie bei schmutzigen und fressenden Geschwüren bei Entzündungen der Brüste und Hoden, bei Geschwülsten und Furunkeln angebracht, wenn Weinabsatz mit der Wurzel gekocht wird, bei frischen Entzündungen mit Graupen. Der Saft der Wurzel mit Zusatz von altem süssem Wein, Myrrhe und Safran, dieses mit einander gekocht, gibt eine Augensalbe. Bei eiterflüssigen Ohren hilft er für sich allein und mit Weihrauch, Honig, Wein und Myrrhe zusammen erwärmt. Zahnschmerzen lindert der Saft, wenn er für sich allein in das gegenüberstehende Ohr geträufelt wird. Die gebrannte Wurzel bewirkt nach der Fuchskrankheit dichtes Haar, wenn die Asche derselben aufgestrichen wird. Wird Oel in den ausgehöhlten Wurzeln am Feuer erhitzt, so hilft es aufgestrichen bei Brandwunden und geschwürigen Frostbeulen, bei Ohrenleiden, wenn es in das Ohr getröpfelt wird. Weisse Hautflecken welche vorher in der Sonne mit Leinen gerieben sind, entfernt die ein- geriebene Wurzel. Die Frucht und vorzugsweise die Blüthe sind, in Wein getrunken, ein Gegenmittel gegen Skolopender- und Skorpionbisse; sie beunruhigen aber auch sehr den Bauch. [In einem anderen Codex: Er blüht um die Zeit der Weizenernte. Man muss aber den weissen Asphodelos im Frühjahr, um die Zeit der Tag- und Nachtgleiche schneiden, bevor die Frucht sich vorgrössert. Man sagt, dass der Genuss der Wurzel unempfindlich mache gegen Liebesgelüste. Der Rhizotom Krateuas sagt dasselbe, auch, dass die Wurzel zu 1 Drachme mit Wein genommen die Podagraleiden heile.]
Commentaires de Berendes
Asphodelus racemosus L. (Liliaceae), Aestiger Affodill. Asphodelus albus Willd., Weisser Affodill.
Der Asphodelos, dessen Stengel ἀνθέρικος (Antherikos) oder ἀνθέριξ (Antherix) hiess, war bei den alten Griechen eine heilige, der Proserpina geweihte Pflanze; sie wurde auf die Gräber gepflanzt und in der Unterwelt wandelten die Seelen auf Affodillwiesen (Horn. Od. XI 539, XXIY 13). Die Knollen dienten wegen ihres grossen Gehaltes an Stärkemehl als Nahrung (Theophr. Hist. pl. VII 12, 1). Plinius sagt sogar XXII 67: panis ex asphodelo saluberrimus, das Brod aus Affodill ist das heilsamste; der Stengel heisst bei ihm Albucus.
Die Pflanze ist in Griechenland sehr verbreitet, in Italien kommt sie wenig vor. Die Knollen waren früher als Radix Asphodeli albi officinell.