Seseli (Dioscoride)
Texte grec de Wellmann
3.53.1 <σέσελι>· τὸ μὲν Μασσαλιωτικὸν φύλλα ἔχει μαράθῳ ἐοικότα, παχύτερα δὲ καὶ τὸν καυλὸν εὐερνέστερον ἔχει, σκιάδιον δὲ ἀνήθῳ ὅμοιον, ἐφ' οὗ ὁ καρπὸς ὑπομήκης, γεγωνιωμένος, δριμύς, βιβρωσκόμενος ἡδέως, ῥίζα μακρά, εὐώδης. δύναμιν δὲ ἔχει ὁ καρπὸς καὶ ἡ ῥίζα θερμαντικήν. πινό- μενα δὲ στραγγουρίαν ἰᾶται καὶ ὀρθόπνοιαν· ὠφελεῖ δὲ καὶ ὑστερικὰς πνίγας καὶ ἐπιλημπτικούς, ἔμμηνά τε ἄγει καὶ ἔμβρυα καὶ πρὸς τὰ ἐντὸς πάντα ποιεῖ καὶ βῆχας ἰᾶται παλαιάς, πινό- μενός τε μετὰ οἴνου ὁ καρπὸς πεπτικός ἐστι καὶ στρόφων λυ- τικὸς ἠπιάλοις τε χρήσιμος καὶ πρὸς τοὺς ἐν ὁδοῖς κρυμοὺς σὺν πεπέρει καὶ οἴνῳ πίνεται· δίδοται δὲ καὶ αἰξὶ καὶ τοῖς λοιποῖς κτήνεσι ποτὸν πρὸς εὐτοκίαν.
3.53.2 τὸ δὲ Αἰθιοπικὸν λεγόμενον σέσελι φύλλα μὲν ἔχει ὡς κισσοῦ, ἐλάσσονα δὲ καὶ ἐπιμήκη πρὸς τὰ τοῦ περικλυμένου· θάμνος δὲ μέγας κλήμασιν ὡς διπήχεσιν, ἐφ' οὗ κλάδοι σπι- θαμιαῖοι, κεφάλια δὲ ὡς ἀνήθου, σπέρμα δὲ μέλαν, πυκνὸν ὡς πυρός, δριμύτερον δὲ καὶ εὐωδέστερον τοῦ Μασσαλιωτικοῦ, ἡδὺ ἰσχυρῶς· δύναται δὲ τὰ αὐτά.
3.53.3 τὸ δὲ ἐν Πελοποννήσῳ γινόμενον φύλλα ἔχει κωνείῳ παρα- πλήσια, τραχύτερα δὲ καὶ παχύτερα, καυλὸν μείζονα τοῦ Μασσα- λιωτικοῦ, ναρθηκοειδῆ, ἐπ' ἄκρου δὲ σκιάδιον πλατύ· ἐν δὲ τούτῳ καρπὸς πλατύτερος καὶ σαρκωδέστερος καὶ εὐωδέστερος. δύναμιν δὲ τὴν αὐτὴν ἔχει. φύεται δὲ ἐν τραχέσι τόποις καὶ ἐφύδροις καὶ γεωλόφοις· γεννᾶται δὲ καὶ ἐν τῇ Ἴδῃ.
____________________
RV: σέσελι Μασσαλιωτικόν· οἱ δὲ σφάγνον.
σέσελι Αἰθιοπικόν· Αἰγύπτιοι κυονονφρικί.
σέσελι Πελοποννησιακόν.
Identifications proposées
- Seseli tortuosum (Beck)
- (Aufmesser)
- (Berendes)
- (García Valdés)
- σέσελι Αἰθιοπικόν : Bupleurum fruticosum (Amigues)
- σέσελι Πελοποννησιακόν : Malabaila aurea (André)
Traduction française
Traduction allemande de Berendes
53 (60). Massiliensisches Seseli. Seseli tortuosum (Umbelliferae) - Gewundener Sesel
Das massiliensische Seseli [Einige nennen es Sphagnon] hat Blätter wie der Fenchel, aber dicker, und einen kräftigeren Stengel; ferner hat er eine Dolde wie der Dill, in der ein länglicher, kantiger, wenn er rasch gegessen wird, scharfer Same sitzt. Die Wurzel ist lang, wohlriechend. Wurzel und Same haben erwärmende Kraft. Getrunken heilen sie Harnzwang und Orthopnöe. Sie helfen bei Gebärmutterkrämpfen und Epilepsie, treiben die Katamenien und den Embryo aus, wirken gegen alle innerlichen Leiden und bessern chronischen Husten. Der Same mit Wein getrunken befördert die Verdauung und heilt Leibschneiden. Erfolgreich wirkt er bei Wechselfieber und gegen Frost auf Reisen wird er mit Pfeffer und Wein getrunken. Er wird auch den Ziegen und dem übrigen Vieh als Trank gegeben zur Beschleunigung der Geburt.
54 (61). Aethiopisches Seseli. Bupleurum fruticosum (Umbelliferae) - Strauchiges Hasenohr
Das als äthiopisches bezeichnete Seseli [die Aegypter nennen es Kyonos phrike] hat epheuähnliche Blätter, aber kleiner und auch länglich, dem Geissblatt ähnelnd. Es ist ein grosser Strauch mit zwei Ellen langen rankenartigen Aesten, an denen eine Spanne lange Zweige sitzen mit Köpfchen wie beim Dill. Der Same ist fest wie Weizen, schwarz, bitter, schärfer aber und wohlriechender als beim massiliensischen, sehr angenehm. Es hat dieselben Wirkungen.
55 (62). Peleponnesisches Seseli.
Das im Peloponnes wachsende Seseli hat Blätter ähnlich denen des Schierlings, aber breiter und dicker, einen grösseren Stengel als das massiliensische, etwa wie Steckenkraut, mit einer breiten Dolde an der Spitze; darin sitzt der ziemlich breite, wohlriechende und sehr fleischige Same. Es hat aber dieselbe Kraft und wächst an rauhen, feuchten und hügeligen Stellen. Auch am Ida kommt es vor.
Commentaires de Berendes
53 (60). Valerius Cordus nennt dieses Seseli Laserpitium Siler. Nach Sprengel, dem Fraas zustimmt, ist es Seseli tortuosum L. (Umbelliferae), Gewundener Sesel, eine Pflanze Albaniens und Piemonts. Die Wurzel ist möhrenartig, schopfig, dick, aussen schmutzig-gelb, innen weiss, der Stengel aufrecht, bis fast 1m hoch, sehr hart, rillig, gedreht, mit kurzen Gelenkstückchen und wie die ganze Pflanze weisslich-seegrün. Die Blätter sind zahlreich, die unteren gehäuft, zwei- bis dreifach gefiedert, die Blattstiele mit dem scheidigen, weiss gerandeten Theile den Stengel umfassend. Die oberen Stengelblätter sind viel kleiner, sitzen auf den Scheiden. Die Dolden sind blattgegen- oder gipfelständig, die Doldchen klein, Blüthen weiss, die Hüllblätter lineal, randhäutig, die Früchte länglich-oval, graugrün. Auf sonnigen Plätzen.
54 (61). Bupleurum fruticosum L. (Umbelliferae), Strauchartiges Hasenohr, ein aufrechter, ästiger, mannshoher Strauch des südlichen Europa mit sitzenden, lederigen, zart netzaderigen Blättern, vielstrahligen Dolden, länglichen, kurzen Hüllblättern, geschärften, ein sehr feines Striemchen bedeckenden Fruchtriefen und einstriemigen Thälchen.
55 (62). Es ist das δαῦκον des Theophrast (Hist. pl. IX 15, 8) mit schwarzer Wurzel.
Lophotaenia aurea Grieseb. (Umbelliferae), Goldgelber Bärenklau.
Es kann aber auch recht gut Myrrhis odorata Scop. (Umbelliferae), Spanischer Aniskerbel, sein. Die Wurzel ist dick, ästig, vielköpfig, der Stengel aufrecht, bis fast 1 m hoch, röhrig, gerillt, weichhaarig-zottig. Die Hauptabschnitte der Blätter sind eilanzettlich, am Grunde fiederschnittig, nach oben fiederspaltig, die kleineren Abschnitte länglich-lanzettlich, stachelspitzig-gesägt. Die Dolden sind schwach gewölbt, ungleichstrahlig, nur die Randblüthen der Döldchen fruchtbar, alle anderen männlich. Die Hüllblättchen hautrandig, die ziemlich langen Früchte nach oben verschmälert, glänzend braun. An feuchten Stellen auf Waldwiesen in Südeuropa. Die Pflanze riecht angenehm anisartig.
Kosteletzky möchte Angelica silvestris L. (Umbelliferae), Wald-Angelika, hierher ziehen.