Produits animaux (Dioscoride)
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Sommaire
- 1 Texte grec de Wellmann
- 2 ekhinos thalassios
- 3 ekhinos khersaios
- 4 hippokampos
- 5 porphura
- 6 muax
- 7 tellinê
- 8 porphuras pômata
- 9 onux
- 10 kokhlias khersaios
- 11 karkinôn potamiôn
- 12 skorpios khersaios
- 13 thalassiou skorpiou
- 14 drakôn thalassios
- 15 skolopendra
- 16 narkê thalassia
- 17 ekhidnês
- 18 gêras opheôs
- 19 lagôos thalassios
- 20 khersaiou lagôou
- 21 trugonos thalassias
- 22 sêpias
- 23 trigla
- 24 orkhis hippopotamou
- 25 kastoros orkhis
- 26 galê katoikidios
- 27 batrakhoi
- 28 silouros
- 29 smaridos
- 30 mainidos
- 31 kôbion
- 32 ômotarikhos
- 33 garos
- 34 zômos
- 35 koreis oi apo klinês
- 36 onos ho hupo tas hudrias
- 37 silphês
- 38 pneumôn thalassios
- 39 khoireios, arneios
- 40 alôpekos
- 41 hêpar oneion
- 42 aidoion
- 43 onukes onôn
- 44 leikhênes hippôn
- 45 aigôn onukhes
- 46 hêpar aigos
- 47 kaprou hêpar
- 48 kunos lussôntos hêpar
- 49 kassumatôn
- 50 alektorides
- 51 ôon
- 52 tettiges
- 53 akrides
- 54 phênês
- 55 korudallos
- 56 aithuias hêpar
- 57 khelidonos
- 58 elephantos
- 59 astragalos huos
- 60 elaphou keras
- 61 kampai
- 62 kantharides
- 63 salamandra
- 64 arakhnê to zôon
- 65 sauras
- 66 sêps
- 67 skinkos
- 68 gês entera
- 69 muogalê
- 70 muas
- 71 gala
- 72 turos
- 73 bouturon
- 74 eria oisupêra
- 75 oisupos
- 76 pitua
- 77 stear
- 78 muelôn
- 79 kholê
- 80 haima
- 81 apopatos boos nomados
- 82 ouron anthrôpou
- 83 meli
- 84 kêros
- 85 propolis
Texte grec de Wellmann
Note : De 1 à 84, on a des animaux et leurs produits. Ces notices sont groupées dans cette page.
ekhinos thalassios
2.1.1 <ἐχῖνος θαλάσσιος> εὐστόμαχος, εὐκοίλιος, οὐρητικός, οὗ τὸ ὄστρακον ὠμὸν μείγνυται χρησίμως τοῖς πρὸς τὰς ψώρας ἁρμόζουσι σμήγμασι, κεκαυμένον δὲ καθαίρει τὰ ῥυπαρὰ ἕλκη καὶ καταστέλλει τὰ ὑπερσαρκοῦντα.
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Identifications proposées :
- sea urchin (Beck)
- (Aufmesser)
- Seeigel; Echinus esculentus L. (Berendes)
- Echinus, Strongylocentrotus (García Valdés)
Traduction allemande de Berendes
Cap. 1. ____ ____. Seeigel. Der Seeigel ist dem Magen und Bauche bekömmlich, harntreibend. Seine Schale, roh 1) gedörrt, wird mit Vortheil den Salben, welche für die Krätze passen, zugemischt; gebrannt aber reinigt sie die schmutzigen Wunden und hält die Fleischwucherungen zurück.
Commentaires de Berendes
1) ____, vielleicht mit dem lebenden Thiere. Echinus esculentus L. Es ist die einzige essbare Art, mit ziegelrother oder bräunlicher Schale; sie erreicht die Grösse einer Faust und hat drei Eierstöcke, deren grosse Eier roh und gekocht gegessen werden. Der Seeigel hat bewegliche, weisse bis purpurrothe Stacheln, durch die er sich fortbewegt. Nach Plinius XXXII 58 sqq. hatte er eine vielfache medicinische Verwendung. Auch kündigt er bevorstehende Stürme dadurch an, dass er sich mit Steinen beschwert und in die Tiefe sinken lässt. In den nordeuropäischen Meeren, auch in der Nordsee.
ekhinos khersaios
2.2.1 καὶ τοῦ <χερσαίου> δὲ <ἐχίνου> τὸ δέρμα καὲν πρὸς ἀλω- πεκίας μετὰ πίσσης ὑγρᾶς καταχριόμενον ἁρμόζει. ἡ δὲ σὰρξ σκελετευθεῖσα καὶ πινομένη μετὰ ὀξυμέλιτος βοηθεῖ νεφριτι- κοῖς καὶ τοῖς ὑπὸ σάρκα ὕδρωψι καὶ σπασμώδεσιν, ἐλεφαν- τιῶσι, καχέκταις· ξηραίνει δὲ καὶ τοὺς περὶ τὰ σπλάγχνα ῥευ- ματισμούς. καὶ τὸ ἧπαρ δὲ αὐτοῦ ξηρανθὲν ὑπ' ὀστράκου ἡλιοκαύστου καὶ ἀποτεθὲν πρὸς τὰ αὐτὰ ὁμοίως διδόμενον ἁρμόζει.
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Identifications proposées :
- hedgehog (Beck)
- (Aufmesser)
- Landigel; Erinaceus europaeus L. (Berendes)
- Erinaceus europaeus (García Valdés)
- hérisson
Traduction allemande de Berendes
Cap.2. ____ ____. Landigel. Auch die gebrannte Haut des Landigels ist mit Theer als Einreibung ein geeignetes Mittel bei Fuchskrankheit. Das getrocknete Fleisch mit Honig oder Sauerhonig gegessen, hilft denen, die an Nierenkrankheit, an Wasser unter dem Fleische, an Krämpfen, Elephantiasis und schlechter Körperbeschaffenheit (Kachexie) leiden, trocknet aber auch die Eingeweideflüsse. Die Leber desselben, getrocknet und in einem irdenen Gefässe, welches in der Sonne gebrannt ist, aufbewahrt, eignet sich, in gleicher Weise dargereicht, gegen dieselben Leiden.
Commentaires de Berendes
Erinaceus europaeus L. Aristoteles und Plinius erzählen viel von der eigentümlichen Lebensweise und Klugheit des Igels. Er ist harmlos und nützt durch Vertilgung von Mäusen, Insecten, Kreuzottern. Seine Haut diente zum Karden wollener Tücher. In ganz Europa in Hecken und Gestrüpp.
hippokampos
2.3.1 <ἱππόκαμπος> θαλάσσιόν ἐστι ζῷον μικρόν, οὗ καέντος ἀναλημφθεῖσα ἡ τέφρα πίσσῃ ὑγρᾷ ἢ ὀξυγγίῳ ἢ ἀμαρακίνῳ μύρῳ καὶ καταχρισθεῖσα ἀλωπεκίας δασύνει.
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Identifications proposées :
- sea horse (Beck)
- (Aufmesser)
- Seepferdchen; Hippocampus antiquorum Leach, H. brevorostris Cuv. (Berendes)
- Hippocampus guttulatus (García Valdés)
- hippocampe
Traduction allemande de Berendes
Cap. 3. ____ ____. Seepferdchen. Das Seepferdchen ist ein kleines Seethierchen, dessen Asche in Theer, Schmalz oder Majoransalbe aufgenommen und eingerieben gegen Kahlköpfigkeit hilft.
Commentaires de Berendes
Hippocampus antiquorum Leach oder H. brevirostris Cuv., ein zierliches Thierchen, fast durchsichtig, welches in Aquarien durch seine munteren Bewegungen auffällt. Im Mittelmeer, Atlantischen Ocean und in der Nordsee.
porphura
2.4.1 <πορφύρα> καεῖσα δύναμιν ἔχει ξηραντικήν, σμηκτικὴν ὀδόντων, ὑπερσαρκωμάτων δὲ κατασταλτικήν, ἀνακαθαρτικὴν ἑλκῶν καὶ ἀπουλωτικήν. τὰ δὲ αὐτὰ ποιοῦσι καὶ οἱ <κήρυκες> καέντες, καυστικώτεροι ὄντες, ἐὰν δέ τις ἁλῶν πληρώσας αὐτοὺς ἐν ὠμῇ χύτρᾳ πάλιν καύσῃ, ἁρμόζουσι πρὸς σμῆξιν ὀδόντων καὶ κατακαύματα ἐπι- πλασθέντες. ἐᾶν δὲ δεῖ ἀποστρακοῦσθαι τὸ φάρμακον· ἀπου-
2.4.2 λωθέντος γὰρ τοῦ κατακαύματος αὐτόματον ἀποπίπτει. γίνεται δὲ καὶ ἄσβεστος ἐξ αὐτῶν, ὡς ὑποδείξομεν ἐν τῷ περὶ ἀσβέστου λόγῳ (V 132). <κιόνια> δὲ καλεῖται τὰ ἐπὶ τῶν πορφυρῶν καὶ κηρύκων μέσα, περὶ ἃ ἡ ἕλιξ ἐστὶ τοῦ ὀστράκου. καίεται δὲ ὁμοίως, δύναμιν ἔχοντα καυστικωτέραν τῶν κηρύκων καὶ τῆς πορφύρας διὰ τὸ ἐπιπιέζειν αὐτῶν τὴν φύσιν. αἱ δὲ σάρκες τῶν κηρύ- κων εὔστομοι καὶ εὐστόμαχοι, κοιλίαν δὲ οὐ μαλάσσουσιν.
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Identifications proposées :
- Murex (Beck)
- (Aufmesser)
- Purpurschnecke. Trompetenschnecke (Berendes)
- Murex brandaris, Murex trunculus, Purpura haemastoma (García Valdés)
Traduction allemande de Berendes
Cap. 4. ____ ____. Purpurschnecke. Die gebrannte Purpurschnecke hat die Kraft, auszutrocknen, die Zähne zu glätten, [Fleischwucherungen zurückzuhalten], Geschwüre zu reinigen und Vernarbung zu bewirken. [Der Deckel der Purpurschnecke mit Oel gekocht und eingestrichen schützt die Haare vor dem Ausfallen, mit Essig getrunken beseitigt er Leberanschwellung. Als Räucherung richtet er die durch Krämpfe bedrückte Gebärmutter auf und treibt die Nachgeburt aus.]
Commentaires de Berendes
Die eingeklammerten Sätze sind von Sambucus hierher gezogen. Purpura patula L., im Mittelmeere. Neben der medicinischen Verwendung hatte die Purpurschnecke im Alterthum hohe Bedeutung wegen des in ihr enthaltenen Farbstoffes (__ ____ bei Aristoteles). Tyrus war wegen seines Purpurs berühmt. Der Deckel, bei Aristoteles _____, sitzt an der Endseite des Körpers und schliesst die Schale, wenn das Thier sich ganz in dieselbe zurückzieht. Zur Purpurbereitung dienten besonders bei den Alten Murex brandaris und trunculus L.
Traduction allemande de Berendes
Cap. 5. ____ ____. Trompetenschnecke. Dasselbe leisten die gebrannten Trompetenschnecken, sie sind noch viel ätzender. Wenn man sie, angefüllt mit Salz, in einem rohen Topfe brennt, so geben sie ein gutes Mittel ab zum Putzen der Zähne und als Umschlag auf Brandwunden. Man muss aber das Mittel scherbenhart brennen lassen; nach der Vernarbung der Brandwunde fällt es von selbst ab. Es wird aus Kalk aus ihnen gemacht, wie wir in der Abhandlung über den Kalk zeigen werden.
Commentaires de Berendes
Es ist Tritonium nodiferum Lam. (Tritonidae), Knotentragendes Tritonshorn. Die Schale ist gestreckt-kegelförmig mit knotig gegürtelten Windungen, weiss, roth und braunroth gescheckt; die Spindel hat oben zwei bis drei Falten und ist unten runzelig. Im Mittelmeere. Sie diente den alten Römern als Kriegstrompete (bucina jam priscos cogebat ad arma Quirites). Plinius nennt sie bucinum. Von den Fischern und Jägern wird sie noch heute als Horn gebraucht. Man nennt sie auch Kinkhorn, von dem Sausen (Kinken), wenn man sie ans Ohr hält.
Traduction allemande de Berendes
Cap. 6 ____ ____. Kionion. Kionion nennt man die Spindelsäule bei den Trompeten- und Purpurschnecken, um welche die Windungen des Gehäuses gehen. Sie wird in gleicher Weise gebrannt und hat eine mehr ätzende Kraft als die Trompeten- und Purpurschnecken wegen des natürlichen Druckes. Das Fleisch der Trompetenschnecke ist wohlschmeckend und gut für den Magen, den Bauch aber erweicht es nicht.
Commentaires de Berendes
Die Spindelsäule (Columella) entsteht dadurch, dass sich die Windungen des Gehäuses in der Achse der Schale sehr innig berühren.
muax
2.5.1.1 <μύακες> διαφέρουσιν οἱ Ποντικοί. καέντες δὲ τὸ αὐτὸ δρῶσι τοῖς κήρυξιν· ἰδιαίτερον δὲ πλυθέντες ὡς μόλιβδος χρησι- μεύουσιν εἰς τὰ ὀφθαλμικὰ σὺν μέλιτι, ἐκτήκοντες παχύτητας βλεφάρων καὶ σμήχοντες λευκώματα καὶ τὰ ἄλλως ἐπισκοτοῦντα ταῖς κόραις. ἡ δὲ σὰρξ αὐτῶν κυνοδήκτοις ὠφελίμως ἐπιτί- θεται.
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Identifications proposées :
- sea mussels (Beck)
- (Aufmesser)
- Miesmuschel (Berendes)
- Mytilus edulis (García Valdés)
- moules
Traduction allemande de Berendes
Cap. 7. ____ ____. Miesmuschel. Die besten Miesmuscheln sind die pontischen. Gebrannt leisten sie dasselbe wie die Tritonshörner. Ganz besonders aber eignen sie sich gewaschen wie Blei mit Honig zu Augenmitteln, da sie Verdickungen der Augenlider erweichen und weisse Flecken sowie anderweitige Verdunkelungen auf der Pupille wegnehmen. Ihr Fleisch wird mit Erfolg gegen Hundsbisse aufgelegt.
Commentaires de Berendes
Mytilus edulis L. (Mytilidae), Essbare Miesmuschel. Plinius XXXII 111 hält sie für sehr nahrhaft. Die Schale ist länglich-eiförmig, fast keilförmig, die Vorderseite gerade, zusammengedrückt-eckig, die Hinterseite bauchig, aussen bräunlich, innen violettblau oder auf hellerem Grunde violett gestreift. Sie findet sich an fast allen europäischen Küsten.
tellinê
2.6.1 <τελλῖναι> νεαραὶ εὐκοίλιοι, μάλιστα δὲ ὁ ἐξ αὐτῶν ζω- μός. ταριχηραὶ δὲ καεῖσαι καὶ τριβεῖσαι λεῖαι καὶ μετὰ κεδρίας ἐπισταζόμεναι τὰς ἐκτιλθείσας ἐκ τῶν βλεφάρων τρίχας οὐκ ἐῶσιν αὖθις φυῆναι. καὶ ὁ ἐκ τῶν <χημῶν> δὲ καὶ ἐκ τῶν ἄλλων κογχαρίων ζω- μὸς κινεῖ κοιλίαν ἑψόμενος μετὰ ὀλίγου ὕδατος. λαμβάνεται δὲ μετ' οἴνου.
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Identifications proposées :
- Tellinai (Beck)
- (Aufmesser)
- Plattmuschel (Berendes)
- Tellina (García Valdés)
Traduction allemande de Berendes
Cap. 8. ____ ____. Plattmuscheln. Die Plattmuscheln sind frisch gut für den Bauch, am besten aber das aus ihnen bereitete Gericht. Gesalzen aber gebrannt und fein zerrieben mit Cedernharz aufgetröpfelt lassen sie die ausgezogenen Haare der Augenlider nicht wiederwachsen.
Commentaires de Berendes
Die Tellinen, Sonnen- oder Plattmuscheln, kommen in zahlreichen Arten in allen Meeren, besonders im Indischen Ocean, vor. Sie graben sich in den Sand und Schlamm der Küsten ein, aus dem sie hervorgeholt werden. Die Tellinen des D. werden wohl hauptsächlich die auch im Mittelmeere lebenden Tellina planata und baltica L. (Tellinidae) sein. Die Schale der ersteren ist eiförmig, flach zusammengedrückt, fein gestreift, weiss, innen blassroth oder gelb, die der letzteren rundlich-dreiseitig, gewölbt, röthlich oder gelblich (Rothe Bohne) mit concentrischen weissen Binden.
porphuras pômata
2.7.1 <πορφύρας πώματα> σὺν ἐλαίῳ ἑψηθέντα καὶ ἐπαλει- φόμενα τρίχας ῥεούσας ἵστησι, ποθέντα δὲ σὺν ὄξει σπλῆνα οἰδοῦντα στέλλει, ὑποθυμιαθέντα δὲ ἐγείρει τὰς ὑστερικῶς πνιγομένας καὶ τὰ δεύτερα ἐκβάλλει.
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Identifications proposées :
- opercula of Murex (Beck)
- (Aufmesser)
- Chienmuschel; Chama Lazarus L., C. gryphoides L. (Berendes)
- conchas de púrpura (García Valdés)
Traduction allemande de Berendes
Cap. 9. ____ ____. Chienmuschel. Auch die von den Chienmuscheln, sowie von den anderen Muscheln mit etwas Wasser gekochte Suppe regt den Bauch an; sie wird aber mit Wein genommen.
Commentaires de Berendes
Plinius XXXII 147 nennt vier Arten, die gestreifte, glatte, peloridische und glykymaridische. Sie unterscheiden sich durch Grösse und Rundung der Form. Die Schalen dienten zum Schöpfen und als Maass, die kleineren enthielten zwei, die grösseren drei Drachmen. Jene, sowie die kleinen Miesmuscheln wurden auch zu Würzgefässen für die Tafeln benutzt. Chama Lazarus L. oder Ch. gryphoides L., Gemeine Lappenmuschel.
onux
2.8.1 <ὄνυξ> ἐστὶ πῶμα κογχυλίου, ὅμοιον τῷ τῆς πορφύρας, εὑρισκόμενον ἐν τῇ Ἰνδίᾳ ἐν ταῖς ναρδοφόροις λίμναις· διὸ καὶ ἀρωματίζει νεμομένων τῶν κογχυλίων τὴν νάρδον. συλλέγεται δὲ ἐπειδὰν ὑπὸ τῶν αὐχμῶν ἀναξηρανθῶσιν αἱ λίμναι. διαφέρει δὲ ὁ ἀπὸ τῆς Ἐρυθρᾶς κομιζόμενος, ὑπόλευκος ὢν καὶ λιπαρός· μέλας δὲ ὁ Βαβυλώνιος καὶ μικρότερος. ἀμφότεροι δὲ εὐώδεις θυμιώμενοι, καστορίζοντες ποσῶς τῇ ὀσμῇ. ἐγείρουσι δὲ καὶ οὗτοι ὑποθυμιαθέντες τὰς ὑστερικῶς πνι- γομένας καὶ ἐπιλημπτικούς, ποθέντες δὲ κοιλίαν μαλάσσουσιν. αὐτὸ δὲ τὸ κογχύλιον καὲν ποιεῖ ὅσα καὶ ἡ πορφύρα καὶ ὁ κῆρυξ.
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Identifications proposées :
- Onyx (Beck)
- (Aufmesser)
- (Berendes)
- uña olorosa (García Valdés)
Traduction allemande de Berendes
Cap. 10. ____ ____. Onyx. Onyx ist der Deckel einer Muschel, ähnlich dem der Purpurschnecke; sie findet sich in den Seen Indiens, worin die Narden wachsen. Darum ist sie wohlriechend, weil die Thiere die Narden fressen. Man sammelt sie, wenn die Seen durch die Dürre ausgetrocknet sind. Den Vorzug hat die vom Rothen Meere bezogene, welche weisslich und fett ist. Die babylonische ist dunkel und kleiner; beide aber sind, als Rauchwerk angezündet, wohlriechend, in etwa den Geruch nach Bibergeil von sich gebend. Diese, als Räucherung verwandt, ermuntern die von Mutterkrämpfen und Epilepsie Befallenen. Genossen erweichen sie den Bauch. Die Muschel selbst dann gebrannt leistet dasselbe wie die Purpur- und Kinkhornschnecke.
Commentaires de Berendes
Die Angabe des D., betreffend den Fundort und die Nardennahrung dieser Conchylie beruht wohl, wie auch Sprengel meint, auf Erzählungen von Kaufleuten und Reisenden, da die Valeriana Jatamansi (s. I Cap. 6) nicht in Sümpfen wächst. Nach arabischen Quellen, besonders Avicenna, stammt die Muschel von einer Insel des Indischen Oceans, wo auch die Narde wächst. Sie soll nach der Vulgata das Schecheleth bei II. Mos. 30, 34 sein. Sprengel hält sie für Strombus lentiginosus, die stärker duftende babylonische für Pleurotoma Babyloniae Lam. oder PI. Trapezii. Es ist wohl eher Murex inflatus L., die zackige Stachelschnecke, mit höckerigen Windungen, wie die Purpurschnecke sie hat, sie wurde neben anderen Arten früher als Räucherklaue (Unguis odoratus, Blatta byzantina — von der Stadt Byza in Afrika —, Onyx) in der Arzneimittellehre geführt.
kokhlias khersaios
2.9.1 <κοχλίας χερσαῖος> εὐστόμαχος, δύσφθαρτος. ἄριστος δὲ ὅ τε ἐν Σαρδῶνι καὶ Λιβύῃ καὶ Ἀστυπαλαίᾳ καὶ Σικελίᾳ καὶ Χίῳ γεννώμενος καὶ ὁ ἐν ταῖς κατὰ Λιγυρίαν Ἄλπεσι κα- λούμενος πωματίας. καὶ ὁ θαλάσσιος δὲ εὐστόμαχος καὶ εὐ- έκκριτος, ὁ δὲ ποτάμιος βρωμώδης, καὶ ὁ ταῖς ἀκάνθαις καὶ τοῖς θαμνίσκοις προσκεκολλημένος ἄγριος, ὅν τινες σέσιλον ἢ σεσέλιτα καλοῦσι, ταρακτικὸς κοιλίας καὶ στομάχου, ἐμετοποιός.
2.9.2 δύναται δὲ πάντων τὰ ὄστρακα κεκαυμένα θερμαίνειν καὶ καίειν, σμήχειν λέπρας, ἀλφούς, ὀδόντας. οὐλὰς δὲ τὰς ἐν ὀφ- θαλμοῖς καὶ λευκώματα καὶ ἐφήλεις καὶ ἀμβλυωπίας μετὰ τῆς σαρκὸς ὅλοι καέντες καὶ λειανθέντες καὶ ἐγχριόμενοι σὺν μέλιτι ἀποκαθαίρουσιν. ὠμοὶ δὲ σὺν τοῖς κελύφεσι καταπλασθέντες ἐξικμάζουσι τὰ ὑδρωπικὰ οἰδήματα καὶ οὐκ ἀφίστανται, πρὶν ἢ πᾶν ἀνικμασθῆναι τὸ ὑγρόν· καὶ ποδαγρικὰς δὲ φλεγμονὰς πραύνουσι, καὶ σκόλοπας ἕλκουσιν ὁμοίως καταπλασθέντες, καὶ
2.9.3 ἔμμηνα ἄγουσι λεῖοι προστιθέμενοι. αἱ δὲ σάρκες αὐτῶν λεῖαι σὺν σμύρνῃ καὶ λιβανωτῷ καταπλασθεῖσαι τραύματα καὶ μά- λιστα τὰ κατὰ τὰ νεῦρα κολλῶσι, καὶ τὰς ἐκ μυκτήρων αἱμορ- ραγίας σὺν ὄξει λειανθέντες ἐπέχουσι. ζῶσα δὲ ἡ σὰρξ κατα- ποθεῖσα, τοῦ Λιβυκοῦ μάλιστα, ἀλγηδόνας στομάχου παύει. μετὰ δὲ τοῦ ὀστράκου ὅλος τριβεὶς καὶ μετ' οἴνου καὶ σμύρνης ὀλίγης ποθεὶς κολικοὺς θεραπεύει καὶ κύστεως ἀλγήματα. ἀνακολλᾷ δὲ καὶ τρίχας ὁ χερσαῖος, ἐάν τις βελόνην κατὰ τῆς σαρκὸς αὐτοῦ φέρων τῷ προισταμένῳ γλοιώδει προσάπτηται τῆς τριχός.
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Identifications proposées :
- (Beck)
- (Aufmesser)
- (Berendes)
- (García Valdés)
Traduction allemande de Berendes
Cap. 11. ____ ____. Schnecken. Die Landschnecke ist dem Magen zuträglich, sie verdirbt nicht leicht. Die beste ist die, welche in Sardinien, Libyen, Astypalaia 1), Sicilien und Chios vorkommt, sowie die, welche in den ligurischen Alpen Pomatias 2) genannt wird. Auch die Meerschnecke ist dem Magen bekömmlich und leicht auszuscheiden, die Flussschnecke aber ist stinkend. Auch die Feldschnecke, welche an Dornsträuchern und Büschen sitzt, und die Einige Sesilon oder Seselita nennen, bewirkt Störungen in Magen und Bauch und ist brechenerregend. Die gebrannten Schalen aller aber vermögen zu erwärmen und zu brennen, Aussatz, weisse Flecken und Zähne zu reinigen. Wundnarben in den Augen, Leukome, Sonnenbrandflecken und Stumpfsichtigkeit nehmen sie weg, wenn sie heil und ganz sammt dem Fleische verbrannt, fein gerieben und mit Honig eingestrichen werden. Roh mit den Häusern aufgelegt trocknen sie Wassersuchtsschwellungen und fallen nicht eher ab, als bis alle Feuchtigkeit aufgesogen ist. Weiter lindern sie Entzündungen bei Podagra und ziehen Splitter aus, wenn sie in gleicher Weise aufgelegt werden; fein zerrieben in Zäpfchen angewandt befördern sie die Menstruation. Ihr Fleisch, fein gerieben und mit Myrrhe und Weihrauch umgeschlagen, verklebt die Wunden, besonders der Sehnen, und mit Essig verrührt, stellt es das Nasenbluten. Das lebende Fleisch, besonders das der libyschen Art, gegessen stillt die Schmerzempfindungen des Magens; ganz mit dem Gehäuse zerrieben und mit Wein und etwas Myrrhe genossen heilt sie Magen- und Blasenleiden. Die Landschnecke verklebt die Haare, wenn man eine Nadel durch ihr Fleisch zieht und mit dem daran hängenden Schleim das Haar bestreicht.
Commentaires de Berendes
1) Insel im Aegäischen Meere, jetzt Stampalia. 2) Deckelschnecke. Die Weinbergschnecke, Helix Pomatias L. (Pomatias septemspiralis Kregl.), die grösste europäische Landschnecke mit kugeliger, bräunlich-hornfarbener Schale; das Thier ist schmutziggelbgrau, in Italien häufig, wird in der Schweiz, Süddeutschland und Oesterreich gegessen; sie wird auch in Schneckengärten gezogen. Plinius IX 173 erzählt, dass Fulvius Lupinus Schneckereien angelegt habe, in denen die verschiedenen Arten gezogen wurden. Die illyrischen rühmt er als die grössten, die afrikanischen als die fettesten, die solitanischen (vom Vorgebirge der Sonne?) als die feinsten und die astypaläischen als die wirksamsten (XXX 44). Uebrigens sagt er: Angenehm schmecken die griechischen nicht; die Fluss- und die weisse Schnecke haben ein Gift, auch die Feldschneeken sind dem Magen nicht dienlich, wohl die Meerschnecken. Welches die Meer-, Fluss- und Feldschnecken des D. sind, dürfte sich bei der Menge der Arten schwer bestimmen lassen. Früher war ein Sirupus Helicum officinell, welcher durch Bestreuen der grossen Schneckenarten (Helix Pomatias L., H. hortensis Müll., H. nemoralis L.) mit Zucker bereitet wurde.
karkinôn potamiôn
2.10.1 <καρκίνων ποταμίων> καέντων ἡ τέφρα κοχλιαρίων δυεῖν πλῆθος σὺν γεντιανῆς ῥίζης κοχλιαρίῳ ἑνὶ καὶ οἴνῳ πο- θεῖσα ἐπὶ ἡμέρας τρεῖς βοηθεῖ λυσσοδήκτοις ἐνεργῶς, σὺν δὲ μέλιτι ἑφθῷ ῥαγάδας τὰς ἐν ποσὶ καὶ τὰς ἐν δακτυλίῳ καὶ χιμέτλας καὶ καρκινώματα παρηγορεῖ. λεῖοι δὲ ὠμοὶ σὺν γά- λακτι ὀνείῳ ποθέντες βοηθοῦσι δήγμασιν ἑρπετῶν, φαλαγγίων <καὶ> σκορπίων πληγαῖς. ἑφθοὶ δὲ σὺν ζωμῷ ἐσθιόμενοι φθι- σικοὺς ὠφελοῦσι καὶ τοὺς λαγωὸν θαλάσσιον πεπωκότας. τριφ- θέντες δὲ σὺν ὠκίμῳ καὶ προσαχθέντες σκορπίους κτείνουσι. δύνανται δὲ τὰ αὐτὰ καὶ οἱ θαλάσσιοι, πλὴν ἧττον τούτων ἐνεργοῦσιν.
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Identifications proposées :
- (Beck)
- (Aufmesser)
- (Berendes)
- (García Valdés)
Traduction allemande de Berendes
Cap. 12. ____ ____. Krebse. Die Asche der gebrannten Flusskrebse, in der Gabe von 2 Löffeln und 1 Löffel Einzianwurzel mit Wein 3 Tage hindurch getrunken, hilft kräftig den vom tollen Hunde Gebissenen. Mit gekochtem Honig heilt sie Risse an Füssen und Händen, Frostbeulen und krebsige Geschwüre. Roh zerrieben und mit Eselsmilch genommen helfen sie bei Schlangen-, Spinnen- und Skorpionbissen. Mit Fleischbrühe gekocht und gegessen sind sie Phthisikern heilsam und denen, die den Meerhasen genossen haben. Zerrieben und mit Basilicum applicirt tödten sie die Skorpione. Dasselbe leisten auch die Seekrebse, nur dass sie weniger kräftig als jene wirken.
Commentaires de Berendes
Astacus fluviatilis Fabr. oder Astacus nobilis Huxley.
skorpios khersaios
2.11.1 <σκόρπιος χερσαῖος> ὠμὸς λεῖος ἐπιτεθεὶς βοήθημα τῆς ἰδίας πληγῆς γίνεται· βιβρώσκεται δὲ καὶ ὀπτηθεὶς πρὸς τὸ αὐτό.
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Identifications proposées :
- (Beck)
- (Aufmesser)
- (Berendes)
- (García Valdés)
Traduction allemande de Berendes
Cap. 13. ____ ____. Landskorpion. Der rohe fein zerriebene Landskorpion abgelegt ist ein Heilmittel gegen seinen eigenen Stich. Aber auch gebraten wird er zu demselben Zwecke gegessen.
Commentaires de Berendes
Buthus occitanus Amor., Italienischer Skorpion. Rostgelblich, unten bräunlich; der in sechs Ringen als Schwanz endigende Hinterleib ist an der Spitze mit einem Giftstachel versehen, welcher sehr schmerzhafte Stiche verursacht. Das Thier ist 8,5 cm lang, wovon die Hälfte auf den Schwanz kommt. Er findet sich in Italien, Griechenland und den übrigen Mittelmeerländern.
thalassiou skorpiou
2.12.1 τοῦ δὲ <θαλασσίου σκορπίου> ἡ χολὴ ἁρμόζει πρὸς τὰς ἐν ὀφθαλμοῖς ὑποχύσεις καὶ λευκώματα καὶ ἀμβλυωπίας.
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Identifications proposées :
- (Beck)
- (Aufmesser)
- (Berendes)
- (García Valdés)
Traduction allemande de Berendes
Cap. 14. ____ ____. Seeskorpion. Die Galle des Seeskorpions ist ein geeignetes Mittel bei Blutunterlaufung der Augen, bei Leukom und Stumpfsichtigkeit.
Commentaires de Berendes
Cottus Gobio L., der Koppen, oder C. Scorpius L., der Seeskorpion, die Süsswässer Mitteleuropas bewohnende Fische, die sich mit Vorliebe unter Steinen auf Beute lauernd verstecken. Verwundungen durch ihre Stacheln heilen schwer. Es kann aber auch Scorpaena Scrofa L., die Meersau, oder Trigla Gunardus L., der graue Knurrhahn, gemeint sein; beide bewohnen das Mittelmeer.
drakôn thalassios
2.13.1 <δράκων θαλάσσιος> ἀναπτυχθεὶς καὶ ἐπιτεθεὶς ἴαμά ἐστι πρὸς τὴν ἐκ τῆς ἀκάνθης αὐτοῦ πληγήν.
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Identifications proposées :
- (Beck)
- (Aufmesser)
- (Berendes)
- (García Valdés)
Traduction allemande de Berendes
Cap. 15. ____ ____. Meerdrache. Der Meerdrache gespalten und aufgelegt ist ein Heilmittel für die durch seine Stacheln verursachte Wunde.
Commentaires de Berendes
Trachinus Draco L., Petermännchen, wohnt an den Küsten Europas, im Mittelmeer und an der Westküste von Afrika. Ueber dem vorderen Augenrande hat er zwei kleine Dornen. Seine starken Rückenstacheln bewirken schmerzhafte Wunden. Die holländischen Fischer werfen ihn deshalb über Bord und rufen den h. Petrus dabei an, daher sein Name Pietermann, Petermännchen.
skolopendra
2.14.1 <σκολοπένδρα> θαλασσία ἑψηθεῖσα ἐν ἐλαίῳ καὶ κατα- χρισθεῖσα ψιλοῖ τρίχας, ψαυσθεῖσα δὲ κνησμὸν ἐργάζεται.
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Identifications proposées :
- (Beck)
- (Aufmesser)
- (Berendes)
- (García Valdés)
Traduction allemande de Berendes
Cap. 16. ____ ____. Skolopender. Der Meerskolopender in Oel gekocht und damit eingesalbt entfernt die Haare; bei der Berührung erregt er Jucken.
Commentaires de Berendes
Nach Sprengel Aphrodite aculeata L., Gemeine Seeraupe, Seemaus oder Filzwurm. Sie gehört zu den Borstenwürmern und bewohnt die europäischen Meere. Der Körper ist länglich, 18 cm lang, mit 15 Paaren Rückenschuppen, die mit langen, prächtig goldglänzenden Borstenfransen besetzt sind.
narkê thalassia
2.15.1 <νάρκη θαλασσία> ἐπιτεθεῖσα ἐπὶ χρονίων ἀλγημάτων τῶν περὶ κεφαλὴν πραύνει τὸ σφοδρὸν τοῦ ἀλγήματος, καὶ ἕδραν δὲ ἐκτρεπομένην ἢ προπίπτουσαν στέλλει προστεθεῖσα.
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Identifications proposées :
- (Beck)
- (Aufmesser)
- (Berendes)
- (García Valdés)
Traduction allemande de Berendes
Cap. 17. ____ ____. Zitterrochen. Der Meerzitterrochen als Umschlag bei chronischen Kopfleiden lindert die Heftigkeit des Schmerzes; auch verhindert er das Austreten oder Vorfallen des Mastdarmes.
Commentaires de Berendes
Torpedo Narce Risso, im Mittelmeer und Atlantischen Ocean. Er besitzt ein der Voltasäule ähnliches elektrisches Organ, welches aus zahlreichen polygonalen Säulchen besteht, die aus vielen dünnen Blättchen, zwischen denen sich eine schleimige Flüssigkeit befindet, zusammengesetzt sind. Die einzelnen Säulchen sind durch eine sehnige Haut von einander getrennt. Die Rückenseite des Organs ist positiv, die Bauchseite negativ elektrisch. Die Schläge sind sehr schmerzhaft und können kleine Thiere tödten.
ekhidnês
2.16.1 <ἐχίδνης> σὰρξ ἑψηθεῖσα καὶ ἐσθιομένη ὀξυδερκεῖς ποιεῖ τὰς ὄψεις καὶ πρὸς τὰ νευρικὰ ἁρμόζει καὶ τὰς αὐξανο- μένας χοιράδας ἵστησι. δεῖ δὲ ἐκδείραντας αὐτὴν ἀποκόπτειν τὴν κεφαλὴν καὶ τὴν οὐρὰν διὰ τὸ ἐν αὐτοῖς ἄσαρκον – μυθώ- δης γὰρ ἡ πρὸς τὸ μέτρον ἀποκοπὴ τῶν ἄκρων – τὸ δὲ λοι- πὸν <ἀφαιρεθέντων τῶν ἐντοσθιδίων> πλύναντάς τε καὶ τεμα- χίσαντας ἕψειν μετὰ ἐλαίου καὶ οἴνου καὶ ἁλῶν ὀλίγων καὶ ἀνήθου. φασὶ δὲ τοὺς προσφερομένους φθεῖρας γεννᾶν, ὅπερ ἐστὶ ψεῦδος· προσιστοροῦσι δὲ ἔνιοι καὶ μακρογήρως γίνεσθαι
2.16.2 τοὺς ἐσθίοντας αὐτάς. κατασκευάζονται δὲ καὶ ἅλες ἐξ αὐτῶν πρὸς τὰ αὐτά, πλὴν ὁμοίως οὐκ ἐνεργοῦσι. καθίεται δὲ ἔχιδνα ζῶσα εἰς καινὴν χύτραν καὶ μετ' αὐτῆς ἁλῶν <καὶ> ἰσχάδων τε- τριμμένων ἀνὰ ξέστην ἕνα μετὰ μέλιτος κυάθων ἕξ, <καὶ> περι- χρίεται πηλῷ τὸ πῶμα τῆς χύτρας καὶ ὀπτᾶται ἐν καμίνῳ, ἄχρις οὗ ἀνθρακωθῶσιν οἱ ἅλες. μετὰ δὲ τοῦτο λειοτριβηθέντες ἀποτίθενται, ἐνίοτε μειγνυμένου πρὸς εὐστομίαν αὐτοῖς ναρδο- στάχυος ἢ μαλαβάθρου φύλλου βραχέος.
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Identifications proposées :
- (Beck)
- (Aufmesser)
- (Berendes)
- (García Valdés)
Traduction allemande de Berendes
Cap. 18. ____ ____. Otter. Das Fleisch der Otter gekochtund gegessen verleiht dem Blick Schärfe; es ist auch ein gutes Mittel bei Neuralgie und hält das Anschwellen der Drüsen zurück. Wenn man sie abhäuten will, so muss man den Kopf und Schwanz abschlagen wegen der Fleischlosigkeit - denn das Abbauen der Extremitäten nach (bestimmtem) Maass 1) gehört zu den Fabeln, das Uebrige [nach Entfernung der Eingeweide], nachdem es abgewaschen und zerschnitten ist, mit Oel, Wein, etwas Salz und Dill kochen. Es heisst aber, dass die, welche sie gebraucht haben, Läuse [nicht] bekommen. Dies ist aber nicht wahr. Einige erzählen auch, dass man durch ihren Genuss ein hohes Alter erreiche. Es wird auch eine Salzmasse (____) für dieselben Zwecke daraus bereitet, nur wirkt sie nicht in gleicher Weise. Es wird nämlich die Otter lebendig in einen neuen Topf geworfen, gleichzeitig damit Salz und zerstossene Feigen von jedem 1 Xestes und 6 Becher Honig. Die Oeffnung des Topfes wird ringsherum mit Lehm verschmiert, dann wird im Ofen geröstet, bis die Salzmasse verkohlt ist. Danach wird sie fein zerrieben und aufbewahrt, indem man Silphionsamen 2) oder Malabathrum zumischt.
Commentaires de Berendes
1) Nach Plinius XXIX 70 wurden vorn und hinten von der Viper je drei Finger breit abgeschnitten. 2) Bei Theophrast heisst es vom Silphion (Hist. pl. VI 3, 1): ____ ____ ____ ____ ____ ____ ____, es hat einen platten, blattähnlichen Samen, der Blatt genannt wird, oder man kann ____ auf die Euphorbiacee Mercurialis perennis L. (____, D. III ISO) beziehen. In Frage kommen hier wohl drei Vipernarten, Vipera Aspis Merr., die Aspisviper, mit abgestutzter, leicht aufgeworfener und scharfkantiger Schnauzenspitze; im südlichen Europa, besonders Südfrankreich, Italien und der Schweiz; 65—75 cm lang; Vipera ammodytes Dum. et Bibr., die Sandviper, mit weicher, schuppiger, hornartiger Verlängerung der Schnauzenspitze nach oben, 65—95 cm lang, in den Mittelmeerländern, und Pelias Berus, die Kreuzotter, mit rundlicher Schnauze und acht dunklen Flecken auf der Oberseite des Kopfes, 50—60 cm lang, durch ganz Europa. Die Viper spielte in der Toxikologie der Alten eine nicht unbedeutende Rolle. Galen (tom. XIV 47) hat eine Vorschrift zu Trochisci viperini; getrocknete Viper war ein Bestandtheil des Electuar. theriac. Andromachi. Auch Plinius XXIX 70 sagt, dass aus der Viper Pastillen, die sogen. Theriaci der Griechen bereitet würden.
gêras opheôs
2.17.1 <γῆρας ὄφεως> ἑψηθὲν μετὰ οἴνου βοήθημά ἐστιν ὠταλγίας ἐγχεόμενον καὶ ὀδονταλγίας διακλυζόμενον. μίσγουσι δὲ αὐτὸ καὶ εἰς ὀφθαλμικὰς δυνάμεις, μάλιστα δὲ τὸ τῆς ἔχεως.
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- (Beck)
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Traduction allemande de Berendes
Cap. 19. ____ ____. Schlangenhaut. Schlangenhaut in Wein gekocht ist als Injection ein Mittel gegen Ohrenleiden und als Mundspülwasser gegen Zahnschmerzen. Man mischt sie auch unter die Augenheilmittel, vorzüglich die von der Natter 1).
Commentaires de Berendes
1) Vielleicht die Aeskulapsnatter, Coluber Aesculapii Sturm, welche in Südeuropa, besonders in Italien häufig ist. Cato (De re rust. 102) verordnet Schlangenhaut mit Mehl, Salz und Quendel als ein Mittel, welches alljährlich mit Wein den Ochsen eingegeben werde, um sie gesund zu erhalten.
lagôos thalassios
2.18.1 <λαγωὸς θαλάσσιος> ἔοικε μὲν μικρᾷ τευθίδι, δύνα- ται δὲ λεῖος καταπλασθεὶς καθ' ἑαυτὸν καὶ μετ' ἀκαλήφης <θαλασσίας> τρίχας ψιλοῦν.
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- (Beck)
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Traduction allemande de Berendes
Cap. 20. ____ ____. Meerhase. Der Meerhase gleicht einem kleinen Tintenfische. Er hat die Kraft, fein zerrieben für sich allein oder mit der Pillennessel 1) die Haare zu entfernen.
Commentaires de Berendes
1) ____, Urtica pilulifera L. Aplysia depilans L., der gemeine Seehase, gehört zu den mit verkümmerter Schale ausgestatteten Hinterkiemern (Opisthobranchiaten), einer Schneckenart des Mittelmeers. Die Aehnlichkeit mit dem Tintenfisch ist allerdings sehr gesucht. Die Alten hielten ihn für giftig. Nach Scribonius Largus (um die Mitte des 1. Jahrh.) leiden diejenigen, welche von ihm genossen haben, am Magen und an der Blase, sie empfinden Uebelkeit, die Augen eitern, die Gesichtsfarbe wird bleiern und hässlich, endlich gehen die Patienten ganz wie Phthisiker zu Grunde. Die italienischen Fischer glauben, dass der Schleim des Thieres das Ausfallen der Haare bewirke.
khersaiou lagôou
2.19.1 τοῦ δὲ <χερσαίου λαγωοῦ> ὁ ἐγκέφαλος ὀπτὸς βιβρω- σκόμενος ὠφελεῖ τρόμους τοὺς κατὰ πάθος γινομένους, καὶ ὀδοντιάσεις ἐπὶ παιδίων παρατριβόμενος καὶ ἐσθιόμενος. ἡ δὲ κεφαλὴ αὐτοῦ καεῖσα καὶ καταχρισθεῖσα μετὰ στέατος ἀρ- κείου ἢ ὄξους ἀλωπεκίας θεραπεύει. ἡ δὲ πιτύα ποθεῖσα μετὰ ἡμέρας τρεῖς μετὰ τὴν ἄφεδρον ἀτόκιον εἶναι ἱστορεῖται· ἐπέ- χει δὲ καὶ τὴν ἐκ μήτρας ῥύσιν καὶ κοιλίας, ὠφελεῖ δὲ καὶ ἐπι- λημπτικούς, καὶ πρὸς τὰ θανάσιμα μετ' ὄξους πινομένη, μά- λιστα δὲ πρὸς γάλακτος θρόμβωσιν καὶ ἐχιδνῶν δήγματα. τὸ δὲ αἷμα αὐτοῦ θερμὸν καταχριόμενον ἐφήλιδας καὶ ἀλφοὺς καὶ φακοὺς θεραπεύει.
Traduction allemande de Berendes
Cap. 21. ____ ____. Landhase. Das gebratene Hirn des Landhasen genossen hilft bei Zittern (Angstgefühl) als einer Folge von Leiden, auch beim Zahnen der Kinder eingerieben oder gegessen. Sein Kopf gebrannt und mit Bärenfett oder Essig eingeschmiert heilt die Fuchskrankheit. Das Hasenlab 1), 3 Tage nach der Menstruation getrunken, soll Unfruchtbarkeit bewirken; es hält auch den Mutter- und Bauchfluss auf, ferner ist es den Epileptikern, sowie mit Essig genommen gegen tödtliche Gifte heilsam, besonders aber gegen geronnene Milch und den Biss der Vipern. Das warme Blut desselben aufgestrichen heilt Sonnenbrandflecken, weisse Flecken und Leberflecken.
Commentaires de Berendes
1) ____ oder ____, die erste Muttermilch, welche im letzten Magen der neugeborenen wiederkäuenden Thiere geronnen ist. Lepus timidus L.
trugonos thalassias
2.20.1 <τρυγόνος θαλασσίας> τὸ κέντρον, ὃ δὴ ἀπὸ τῆς οὐ- ρᾶς αὐτῆς πέφυκεν ἀνεστραμμένον ταῖς φολίσιν, ὀδόντα πο- νοῦντα πραύνει· θρύπτει γὰρ καὶ ἀποβάλλει.
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Traduction allemande de Berendes
Cap. 22. ____ ____. Stechrochen. Der Stachel des Meerstechrochens, welcher aus dem Schwanze herauswächst und den Schuppen sich entgegenwendet, lindert Zahnschmerzen; denn er zertrümmert sie (die Zähne) und wirft sie hinaus.
Commentaires de Berendes
Trygon Pastinaca Cuv., Gemeiner Stechrochen, 1—2 m lang, bewohnt den Atlantischen Ocean und die Nordsee. Der sehr lange Schwanz endigt in einen Stachel, mit welchem das Thier seinen Feinden gefährliche Wunden beibringt. Der Stachel ist aber nicht, wie D. meint, den Schuppen entgegengestellt (t____ ____ ____), sondern verläuft mit ihnen in derselben Richtung, also ______.
sêpias
2.21.1 <σηπίας> ἑψηθείσης τὸ μέλαν βιβρωσκόμενον δύσπεπτον, κοιλίας μαλακτικόν. τὸ δὲ ἐπ' αὐτῆς ὄστρακον σχηματισθὲν εἰς κολλύρια ἁρμόζει πρὸς παράτριψιν τραχέων βλεφάρων, καὲν δὲ ἐν τῷ ἰδίῳ ὀστράκῳ, ἄχρις οὗ τὸ πλακῶδες αὐτοῦ ἀποστῇ, σμήχει λεῖον ἀλφούς, πίτυρα, ὀδόντας, ἐφήλεις. μείγνυται δὲ καὶ εἰς τὰ ὀφθαλμικὰ πλυθέν· ποιεῖ δὲ καὶ πρὸς λευκώματα κτηνῶν ἐμφυσώμενον, καὶ πτερύγια τὰ ἐν ὀφθαλμοῖς τήκει σὺν ἁλσὶ λεῖον προσαγόμενον.
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Traduction allemande de Berendes
Cap. 23. ____ ____. Tintenfisch. Die schwarze Masse 1) des gekochten Tintenfisches ist getrunken schwer verdaulich, sie erweicht den Bauch. Seine Schale, zu Kollyrien geformt, eignet sich zum Einreiben rauher Augenlider. Gebrannt in seiner eigenen Schale, bis das Blätterige davon abfällt 2), entfernt er, fein gerieben, weisse Flecken, Grind, Finnen 3) und Sonnenbrandflecken. Gewaschen wird er auch den Augenmitteln zugemischt. Eingeblasen wirkt er ferner gegen Leukom der Hausthiere, er entfernt auch das durch Karbunkel im Auge enstehende Fell (Flügelfell), wenn er mit Salz fein gerieben und angewandt wird.
Commentaires de Berendes
1) __ ____ kann der sogen. Tintenbeutel oder es können die schwärzlichen Eier sein. 2) Ist auf die doppelte Schale zu beziehen, die äussere kieselhaltige, feste und die innere kalkhaltige, weiche. 3) ____, von ____, jede Hervorragung, ist hier besser mit Finnen oder Warzen zu übersetzen, als mit Zähne. Sepia officinalis L., der gemeine Tintenfisch, mit zehn Armen und zwei langen Fangarmen, erreicht eine Länge von 30 cm. Er lebt in den europäischen Meeren. Die innere Schale war früher als Os sepiae officinell, jetzt dient sie nur noch zu Zahnpulver und technischen Zwecken.
trigla
2.22.1.1 <τρίγλα> συνεχῶς ἐσθιομένη ἀμβλυωπίας δοκεῖ κατα- σκευαστικὴ ὑπάρχειν. ὠμὴ δὲ ἀνασχισθεῖσα καὶ ἐπιτεθεῖσα θαλασσίου δράκοντος καὶ σκορπίου καὶ ἀράχνης δήγματα ἰᾶται.
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Traduction allemande de Berendes
Cap. 24. ____ ____. Seebarbe. Die fortgesetzt genossene Seebarbe soll im Stande sein, Stumpfsichtigkeit zu bewirken. Roh gespalten und aufgelegt heilt sie die Bisse des Meerdrachens, des Skorpions und der Spinne 1).
Commentaires de Berendes
1) Die Oberkiefer der Giftspinne bestehen aus einem kräftigen Grundgliede mit einschlagbarer Klaue, an deren Spitze der Ausführungsgang einer Giftdrüse mündet (s. Cap. 68). Mullus barbatus L., Seebarbe, oder M. surmuletus L., Riesenbarbe. Beide bewohnen das Mittelmeer. Die Seebarbe war nach Plinius IX 64 ein grosser Leckerbissen der alten Römer; die reichen Feinschmecker, wie der Consul Asinius Celer, zahlten für einen einzigen Fisch 8000 Sestercien (etwa 1200 M.).
orkhis hippopotamou
2.23.1 <ὄρχις ἱπποποτάμου> ξηρανθεὶς καὶ λειανθεὶς πίνε- ται μετ' οἴνου πρὸς ἑρπετῶν δήγματα.
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Traduction allemande de Berendes
Cap. 25. Hoden des Flusspferdes. Der getrocknete und fein zerriebene Hoden des Flusspferdes wird mit Wein gegen Schlangenbisse getrunken.
Commentaires de Berendes
Hippopotamus amphibius L., Nilpferd, afrikanisches Flusspferd.
kastoros orkhis
2.24.1 καὶ ὁ τοῦ <κάστορος ὄρχις> – ἔστι δὲ τὸ ζῷον ἀμφί- βιον, τὸ πλεῖστον ἐν ὕδασιν ἰχθύσι καὶ καρκίνοις τρεφόμενον – ποιεῖ μὲν [καὶ] πρὸς ἑρπετά, ἔστι δὲ καὶ πταρμικὸς καὶ καθόλου ποικίλην ἔχει τὴν χρῆσιν· ποθεὶς γὰρ μετὰ γλήχωνος δραχμῶν πλῆθος δυεῖν ἔμμηνα κινεῖ καὶ ἔμβρυα καὶ δεύτερα ἐκβάλλει. πίνεται δὲ σὺν ὄξει καὶ πρὸς ἐμπνευματώσεις, στρόφους, λυγ- μούς, θανάσιμα φάρμακα, ἰξίαν· ἀνακαλεῖται δὲ καὶ τοὺς λη- θαργικοὺς καὶ τοὺς ὁπωσδήποτε καταφερομένους ἐμβρεχόμενος σὺν ὄξει καὶ ῥοδίνῳ καὶ ὀσφραινόμενος, καὶ ὑποθυμιώμενος δὲ τὰ αὐτὰ ποιεῖ· ἁρμόζει καὶ τρόμοις καὶ σπασμοῖς καὶ παντὶ τῷ νευρώδει πινόμενός τε καὶ συγχριόμενος, καὶ καθόλου θερμαντικὴν ἔχει τὴν δύναμιν.
2.24.2 ἐκλέγου δὲ ἀεὶ τοὺς συνεζευγμένους ὄρχεις ἐκ μιᾶς ἀρχῆς – ἀδύνατον γὰρ δύο φύσας ἐζευγμένας ἐν ἑνὶ ὑμένι εὑρεῖν – καὶ τὸ ἐντὸς ἔχοντας κηροειδές, βαρύοσμον, βρωμῶδες, δριμύ, δηκτικόν, εὔτριπτον, διαφρασσόμενόν τε συνεχῶς φυσικοῖς ὑμέσι. δολοῦσι δέ τινες αὐτό, ἀμμωνιακὸν ἢ κόμμι συμπεφυραμένον αἵ- ματι [καὶ] καστορίῳ ἐγχέοντες εἰς φῦσαν καὶ ξηραίνοντες. μά- την δὲ ἱστορεῖται ὅτι διωκόμενον τὸ ζῷον ἀποσπᾷ τοὺς διδύ- μους καὶ ῥίπτει· ἀδύνατον γάρ ἐστιν ἅψασθαι αὐτῶν, προστύ- πων ὄντων ὥσπερ ὑός. δεῖ δὲ διελόντας τὸ δέρμα κομίζεσθαι σὺν τῷ περιέχοντι ὑμένι τὸ ὑγρόν, ὂν μελιτῶδες, καὶ οὕτως ξηράναντας ἀποτίθεσθαι.
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Traduction allemande de Berendes
Cap. 26. ____ ____. Hoden des Bibers. Der Biber ist ein Amphibienthier, welches sich meist im Wasser mit den Fischen und Krebsen aufhält, dessen Hoden auch gegen Schlangen wirkt. Er (der Hoden) erregt aber auch Niesen, und dient überhaupt mannigfachem Gebrauche. In der Menge von 2 Drachmen mit stinkendem Polei genommen befördert er die Menstruation, treibt den Fötus und die Nachgeburt aus. Mit Essig wird er getrunken gegen Blähungen, Krämpfe, Schlucken, tödtliche Gifte und gegen die Mistel 1). Mit Essig und Rosenöl als Besprengung und Riechmittel regt er die Schlafsüchtigen und die auf welche Art auch immer (ähnlich) Befallenen an. Als Räuchermittel wirkt er in derselben Weise. Innerlich und äusserlich angewandt (getrunken und eingerieben) ist er ein geeignetes Mittel bei Zittern, Krämpfen und bei jedem nervösen Zustande, überhaupt hat er erwärmende Kraft. Suche aber stets die gepaarten Hoden eines und desselben Ursprunges; denn es ist unmöglich, zwei Säckchen in einer Hülle zu finden. Der Inhalt ist wachsartig, durchdringend und bocksartig riechend, scharf, beissend schmeckend, leicht zerreiblich, mit natürlichen Häuten vielfach durchsetzt. Einige verfälschen denselben, indem sie Ammoniacum oder Gummi mit Blut und Bibergeil zusammen verarbeiten, es in ein Beutelchen geben und trocknen. Fälschlich aber wird erzählt, dass das verfolgte Thier die Hoden abreisst und wegwirft; denn es ist nicht möglich, dieselben zu erfassen, da sie platt anliegen wie beim Schweine. Diejenigen, welche das Fell abziehen, müssen sie mit der Hülle, welche die honigartige Flüssiggkeit einschliesst, wegnehmen, sie so trocknen und aufbewahren.
Commentaires de Berendes
1) ____ oder ____ ist Viscum album L. oder Loranthus europaeus L. D. wie die Alten überhaupt hatten die falsche Ansicht, welche sich bis zu den Zeiten des späten Mittelalters erhalten hat, das Castoreum seien die Hoden des männlichen Bibers; erst Bondeletius, Arzt und Naturforscher des 16. Jahrh., klärte den Irrthum auf. Die birnförmigen, etwas abgeplatteten, mit den schmalen Enden zu zwei ververbundenen unbehaarten Beutel liegen sowohl beim Männchen wie beim Weibchen unter der Vereinigung der Schambeine und münden gemeinschaftlich in den Vorhautkanal bezw. in die Scheide. Sie befinden sich innerhalb des Körpers und sind daher nicht sichtbar wie beim Moschus. Den Zweck der Substanz für den Lebensprocess des Thieres kennt man nicht. Die Wand der Beutel wird durch zwei derbe, zähe Häute gebildet, eine dritte durchsetzt das Innere in mannigfacher Richtung und bildet so verschiedene Fächer, welche mit dem in frischem Zustande salbenartigen, röthlichgelben, getrocknet aber festen, braunen, zerreiblichen Bibergeil, dem von der Vorhaut bezw. der Clitoris abgesonderten Smegma angefüllt sind. Der Geruch ist eigenthümlich scharf, juchten- und carbolartig, der Geschmack bitterlich scharf. Die Bestandtheile sind grösstenteils Harz, etwas ätherisches Oel, Cholesterin, Castorin, ein Fett, Carbolsäure, Albumin, kohlensaure und andere Salze. Man unterscheidet das russische Bibergeil, Castoreum sibiricum oder moscoviticum, das beste und theuerste, in mehr rundlich-eiförmigen Beuteln, welche in der Mitte eine Höhlung haben, und das englische oder amerikanische Bibergeil, C. canadense, in mehr länglichen, schmalen, kleineren und dunkleren Beuteln, welche von der Substanz vollständig gefüllt sind. Das Gewicht schwankt zwischen 60 und 120 g. Plinius VIII 109 erzählt dieselbe Fabel von dem Abbeissen der Hoden durch das Thier selbst, schreibt aber dem Castoreum XXXII 68 sqq. eine vielfache Wirkung zu. Das Castoreum war früher ein sehr beliebtes Antihystericum; es verschwindet aber mehr und mehr aus dem Arzneischatze. Der Biber, Castor fiber L., lebt jetzt nur noch an wenigen Orten Deutschlands, besonders an der Elbe, häufiger ist er in Russland und Sibirien. Die Biber bauen in Gesellschaften künstliche Wohnungen dicht am Wasser und nähren sich von zarten Rinden und anderen Pflanzentheilen (nach Leunis).
galê katoikidios
2.25.1 <γαλῆ κατοικίδιος> περιφλευσθεῖσα καὶ δίχα τῶν ἐν- τὸς σκελετευθεῖσα δι' ἁλὸς καὶ ξηρανθεῖσα ἐν σκιᾷ παντὸς ἑρπετοῦ ἐνεργέστατόν ἐστι βοήθημα ποθεῖσα μετ' οἴνου δραχ- μῶν δυεῖν πλῆθος, καὶ τοξικοῦ ἀντιφάρμακον ὁμοίως λημ- φθεῖσα. ἡ δὲ κοιλία αὐτῆς κορίῳ πλησθεῖσα καὶ σκελετευθεῖσα θηριοδήκτοις καὶ ἐπιλημπτικοῖς βοηθεῖ πινομένη. ὅλη δὲ καεῖσα ἐν χύτρᾳ ποδαγρικοὺς ὠφελεῖ τῆς τέφρας καταχριομένης μετ' ὄξους. τὸ δὲ αἷμα αὐτῆς καταχριόμενον χοιράσι βοηθεῖ· ὠφελεῖ δὲ καὶ ἐπιλημπτικούς.
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Traduction allemande de Berendes
Cap. 27. ____ ____. Hauswiesel. Das ringsum angebrannte und ohne die Eingeweide eingepökelte, im Schatten getrocknete Hauswiesel ist in der Menge von 2 Drachmen mit Wein getrunken ein kräftiges Mittel gegen jede Schlange, in der gleichen Weise genommen ist es auch ein Gegenmittel gegen Gift. Sein Bauch, mit Koriander angefüllt und eingopökolt genossen, hilft denen, die von giftigen Thieren gebissen sind und den Epileptikern. Das ganze Thier im Topfe verbrannt ist den an Podagra Leidenden heilsam, wenn die Asche mit Essig eingesalbt wird 1). Sein Blut als Einreibung hilft gegen Skropheln; es ist auch den Epileptikern heilsam.
Commentaires de Berendes
1) Der Aschenrückstand besteht aus phosphorsauren, schwefelsauren und besonders kohlensauren Salzen; werden diese mit Essig behandelt, so muss sich Kaliumacetat bilden, dem vielleicht eine Wirkung zugeschrieben werden könnte. Der Ausdruck ___ oder ____ wird für eine ganze Reihe zur Familie der Marder, Mustelidae, gehöriger Thiere, auch für die Katze von den Griechen gebraucht. Hier ist es ohne Zweifel das kleine Wiesel, Putorius vulgaris Briss., unten weiss, oben braunroth, selten im Winter weiss. Bei Aristoteles (Hist. anim. IX 7, 4 sqq.) heisst es ____; er sagt, dass es an Grösse einem Malteser Hündchen gleiche und ausserordentlich zahm gemacht werden könne, es mache Jagd auf Mäuse. Plinius XXIX 16 nennt es Mustela; er kennt zwei Arten, das grössere Waldwiesel, ____ der Griechen (vielleicht das Frettchen oder der Iltis gemeint), und das kleinere, in den Häusern gehaltene. Die Zubereitung zu arzneilichen Zwecken gibt er übereinstimmend mit D. an.
batrakhoi
2.26.1 <βάτραχοι> ἀντιφάρμακόν εἰσιν ἑρπετῶν πάντων ζω- μευθέντες σὺν ἁλσὶ καὶ ἐλαίῳ, τοῦ ζωμοῦ λαμβανομένου· ὁμοίως καὶ πρὸς <τὰς> χρονίους τῶν τενόντων ἀποστάσεις. καέντες δὲ ἐπίπαστοι αἱμορραγίαν στέλλουσι, καὶ ἀλωπεκίας θεραπεύουσι σὺν πίσσῃ ὑγρᾷ καταχριόμενοι. τῶν δὲ χλωρῶν βατράχων τὸ αἷμα ἐπισταζόμενον κωλύει τὰς ἐκτιλθείσας ἀπὸ τῶν βλεφάρων τρίχας φύεσθαι· ὠφελοῦσι καὶ ὀδονταλγίας συνεψόμενοι ὕδατι καὶ ὄξει καὶ διακλυζόμενοι.
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Cap. 28. ____ ____. Frösche. Die Frösche sind ein Gegenmittel für jegliches Schlangengift, wenn sie mit Salz und Oel zu einer Brühe zubereitet worden und das Gericht genommen wird. In gleicher Weise (helfen sie) gegen langwierige Sehnenzerreissungen. Gebrannt und aufgestreut stillen sie das Blut. Mit Theer eingesalbt heilen sie die Fuchskrankheit. Das Blut der grauen Frösche verhindert eingetröpfelt das Wiederwachsen der aus den Augenlidern gezogenen Haare. Mit Wasser und Essig gekocht helfen sie als Mundspülwasser bei Zahnschmerzen.
Commentaires de Berendes
Rana fusca Rösel (R. temporaria L.), Brauner Frosch, und Rana esculenta L., Grüner oder Wasserfrosch.
silouros
2.27.1 <σίλουρος> νεαρὸς βιβρωσκόμενος τρόφιμος καὶ εὐκοί- λιος, ταριχηρὸς δὲ ἄτροφος, ἀρτηρίαν δὲ καθαίρει καὶ εὔηχον παρασκευάζει. καταπλασθεῖσα δὲ ἡ σὰρξ τοῦ ταριχηροῦ <σιλού- ρου> σκόλοπας ἀνάγει· καὶ ἡ ἐξ αὐτοῦ δὲ ἅλμη ἁρμόζει ἐν ἀρχῇ δυσεντερικοῖς εἰς ἐγκάθισμα, μετάγουσα τοὺς ῥευματισμοὺς εἰς τὴν ἐπιφάνειαν, καὶ ἐγκλυζομένη δὲ ἰσχιαδικοὺς θεραπεύει.
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Cap. 29. ____ ____. Wels. Der Wels, frisch genossen, ist nahrhaft und gut für den Bauch, eingesalzen aber ohne Nährkraft. Er reinigt die Luftröhre und macht die Stimme klar. Das Fleisch des gesalzenen als Umschlag zieht Splitter aus. Die aus ihm bereitete Salzlake ist bei Dysenterie im Anfange zum Sitzbad heilsam, sie treibt die Flüsse nach aussen und heilt im Klystier Ischiasschmerzen.
Commentaires de Berendes
Silurus Glanis L., die einzige in Europa vorkommende Art.
smaridos
2.28.1 <σμαρίδος> ταριχηρᾶς ἡ κεφαλὴ καεῖσα <λεία> ἕλκη στέλλει ὑπερσαρκοῦντα καὶ νομὰς ἵστησι καὶ ἥλους καὶ θύμους ἀναλίσκει, σκορπιοπλήκτοις δὲ καὶ κυνοδήκτοις ἡ σὰρξ ἁρμόζει καθάπερ πᾶς τάριχος.
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Traduction allemande de Berendes
Cap. 30. ____ ____. Brasse. Der gebrannte, fein gestossene Kopf der eingesalzenen Brasse hält die Fleischwucherungen der Geschwüre zurück, hindert das Weiterfressen, vertilgt Hühneraugen und Feigwarzen. Der vom Skorpion Gestochenen und vom Hunde Gebissenen hilft das Fleisch wie jedes Pökelfleisch.
Commentaires de Berendes
mainidos
2.29.1 καὶ ἡ τῆς <μαινίδος> κεφαλὴ καεῖσα λεία τὰς ἐν δα- κτυλίῳ τετυλωμένας ῥαγάδας καταπασθεῖσα ἀφίστησιν. ὁ δὲ γάρος αὐτῆς τὰς ἐν στόματι σηπεδόνας διακλυζόμενος παύει.
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- (Beck)
- (Aufmesser)
- (Berendes)
- (García Valdés)
Traduction allemande de Berendes
Cap. 31. ____ ____. Mäna. Auch der gebrannte, fein gestossene Kopf der Mäna entfernt, aufgestreut, schwielig gewordene Schrunden um After.Die Salzbrühe davon heilt als Mundspülwasser faulige Geschwüre im Munde.
Commentaires de Berendes
Sprengel hält die Brasse, ____ Sparus Smaris L., die Mäna, ____, für Sparus Maena L.; sie könnten wohl ebenso gut auf Sargus vulgaris Geoffr., Gemeine Geisbrasse, und Chrysophrys aurata C. V., Aechte Dorade, beide im Mittelmeere, bezogen werden.
kôbion
2.30.1 <κωβιὸν> τὸν πρόσφατον ἐὰν ἐμβαλὼν εἰς ὑείαν κοιλίαν καταρράψῃς καθεψήσῃς τε ἐν ὕδατος ξέσταις ιβʹ ἄχρι δυεῖν ξεστῶν καὶ διηθήσας καὶ ἐξαιθριάσας ποτίσῃς, κοιλίαν ἀταρά- χως κάτω ὑπάξεις. καταπλασθεὶς δὲ καὶ τοὺς ὑπὸ κυνῶν δη- χθέντας ἢ ἑρπετῶν ὠφελεῖ.
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Identifications proposées :
- (Beck)
- (Aufmesser)
- (Berendes)
- (García Valdés)
Traduction allemande de Berendes
Cap. 32. ____ ____. Gobion. Wenn man den frischen Gobion in einen Schweinemagen gibt und zusammennäht, dann mit 12 Xestes Wasser bis auf 2 Xestes einkocht, durchseiht, unter freiem Himmel abkühlt und zum Tranke reicht, so wird man den Bauch ohne Beschwerden nach unten reinigen. Als Umschlag hilft er denen, die von Hunden oder Schlangen gebissen sind.
Commentaires de Berendes
Cottus Gobio L., Kaulkopf oder Koppen, wie Sprengel will; man könnte auch Gobio fluviatilis Flem., den Gründling oder Gressling, dafür nehmen, welcher in ganz Europa mit Ausnahme der südlichsten Theile vorkommt.
ômotarikhos
2.31.1.1 ὁ δὲ <ὠμοτάριχος> λεγόμενος σάρξ ἐστι θύννου τεταρι- χευμένου. βοηθεῖ δὲ λαμβανόμενος τοῖς ὑπὸ ἐχίδνης τῆς καλου- μένης πρηστῆρος δηχθεῖσι – δεῖ δὲ ὡς ὅτι πλεῖστον προσφέρον- τας καὶ οἶνον ἀναγκάζειν πίνειν πολὺν καὶ ἐμεῖν – εἴς τε τὰς δριμυφαγίας μάλιστα ἁρμόζει. καταπλάσσεται δὲ καὶ ἐπὶ κυνο- δήκτων ὠφελίμως.
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Identifications proposées :
- (Beck)
- (Aufmesser)
- (Berendes)
- (García Valdés)
Traduction allemande de Berendes
Cap. 33. ____ ____. Rohe Pökelung. Die sogen. rohe Pökelung ist das Fleisch des eingesalzenen Thunfisches 1). Genossen hilft sie denen, welche von der Viper, die Prester 2) genannt wird, gebissen sind. Man muss möglichst viel Wein herbeiholen und sie zwingen, viel zu trinken 3) und zu erbrechen. Am besten eignet sie sich für das Geniessen scharfer Speisen 4). Mit Erfolg wird sie auch bei den vom Hunde Gebissenen als Kataplasma angewandt.
Commentaires de Berendes
1) Thynnus Thynnus L., der gemeine Thunfisch, ein Bewohner des Mittelmeeres und Atlantischen Oceans; er erreicht eine Länge bis 3 m, lebt in Heerden Und ist ein Feind der Häringe, Makrelen und Sardinen. 2) ____, eigentlich Blitzstrahl, feuriger, verheerender Wirbelwind (Plinius II 133); dann ist es bei demselben XX 210 ein zu den Schlangen gehöriges Reptil, dessen Biss schreckliches Brennen und heftigen Durst verursacht. D. nennt es an anderer Stelle (Ueber die giftigen Thiere und den tollen Hund, Cap. 13) Dipsas, ____, welches Schneider für Coluber Vipera L. hält. 3) Es ist die noch jetzt angewandte Methode, beim Biss giftiger Schlangen Alkohol oder alkoholreiche Getränke zu geben. 4) ______, eine ärztliche Behandlungsweise, die besonders dem Asklepiades zugeschrieben wird.
garos
2.32.1.1 <γάρος> δὲ πᾶς ὁ ἐκ τῶν ταριχευτικῶν ἰχθύων καὶ κρεῶν καταντλούμενος νομὰς ἐφιστᾷ καὶ κυνόδηκτα ἰᾶται. ἐνίεται δὲ καὶ ἐπὶ δυσεντερικῶν καὶ ἰσχιαδικῶν, ἐφ' ὧν μὲν ἵνα τὰ εἱλ- κωμένα ἐπισπάσῃ, ἐφ' ὧν δὲ ἵνα τὰ ἀνέλκωτα ἐρεθίσῃ.
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Identifications proposées :
- (Beck)
- (Aufmesser)
- (Berendes)
- (García Valdés)
Traduction allemande de Berendes
Cap. 34. ____ ____. Garum. Alles Garum, aus gesalzenen Fischen und Fleisch bestehend, hält als Umschlag fressende Geschwüre auf und heilt Hundsbisse; als Iniection dient es auch den an Dysenterie und Ischias Leidenden, jenen, um die Geschwüre zu lindern und zu beseitigen, diesen, da keine Geschwüre vorhanden sind, um zu reizen.
Commentaires de Berendes
Das Garum, die Fischlake, hat den Namen von einem schon in früher Zeit nicht mehr gekannten, dazu benutzten kleinen Fische Garus, ____. Nach Plinius XXXI 93 und Bassus (Geopon.) wurde dasselbe in folgender Weise bereitet: Die Eingeweide der Fische, besonders der Makrele (Scomber Scomber L.), wurden in einem Gefässe gesalzen und unter häufigem Umwenden in die Sonne gesetzt. Wenn diese gehörig eingewirkt hatte, wurde ein Korb tief in das Gefäss gedrückt und die hineindringende Brühe, das Garum, abgeschöpft. Das beste wurde zu Plinius' Zeit in den Fischereien, Cetariis, zu Karthagena (Carthago Spartaria) bereitet. Eine schlechtere Sorte lieferte ein kleinerer Fisch, Aphya, ____, die Sardelle, unter dem Namen Alec oder Alex, doch hiess auch so der unter dem Korbe bleibende Rückstand (vgl. Cels. II 24, 25). Berühmt wegen ihrer Fischereien waren auch Klazomene, Pompeji u. a. O. Die Alec wurde, wie Plinius weiter sagt, später ein Gegenstand der Schwelgerei, weil man zahlreiche Arten erfand, und sie aus Austern, Seeigeln, Hummern und Barbenlebern bereitete. Nach D. wurde neben Fischen auch Fleisch dazu verwandt, vielleicht in abwechselnden Lagen.
zômos
2.33.1 <ζωμὸς> δὲ ὁ ἐκ τῶν νεαρῶν ἰχθύων κοιλίας ὑπαγωγός, ποτὲ μὲν καθ' ἑαυτὸν πινόμενος, ποτὲ δὲ μετ' οἴνου. ἰδίως δὲ σκευάζεται πρὸς ταῦτα ὁ ἀπὸ τῶν φυκίδων καὶ σκορπίων καὶ ἰουλίδων καὶ περκίδων καὶ τῶν ἄλλων πετραίων ἁπαλῶν καὶ ἀβρώμων λιτῶς μεθ' ὕδατος <καὶ ἁλὸς> καὶ ἐλαίου καὶ ἀνήθου.
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Identifications proposées :
- (Beck)
- (Aufmesser)
- (Berendes)
- (García Valdés)
Traduction allemande de Berendes
Cap. 35. ____ ____. Brühe von frischen Fischen. Die Brühe von frischen Fischen, sie werde für sich allein oder mit Wein getrunken, ist abführend für den Bauch. Sie wird eigens für diesen Zweck aus den Phykiden 1), Skorpionen 2), Juliden 3) und Perkiden 4) und anderen an Felsen lebenden zarten und nicht widerlichen Fischen einfach mit Wasser [Salz], Oel und Dill hergestellt.
Commentaires de Berendes
1) ____, das Weibchen von ____, so genannt , weil sie, wie Aristoteles (Hist. anim. VIII 4. 24) sagt, sich vom Seetang nährt, ist nach Sprengel Sparus Dentex L., die Zahnbrasse. 2) Cottus Scorpio L., ein stacheliger Seefisch. 3) Julis Pavo, der Pfauenfisch, oder Labrus maculatus Günth., der gefleckte Lippfisch, beide sehr hübsche Fische des Mittelmeeres. 4) Perca fluviatilis L., der Flussbarsch.
koreis oi apo klinês
2.34.1 <κόρεις οἱ ἀπὸ κλίνης> ἐντιθέμενοι βρώμασι κυάμων τὸν ἀριθμὸν ἑπτὰ καὶ καταπινόμενοι πρὸ τῆς ἐπισημασίας ὠφελοῦσι τοὺς τεταρταίζοντας, καὶ ἀσπιδοδήκτους δὲ δίχα τῶν κυάμων καταποθέντες, ὑστερικῶς τε πνιγομένας ἀνακαλοῦνται ὀσφραινόμενοι. σὺν ὄξει δὲ ποθέντες βδέλλας ἐξάγουσι, δυσου- ρίαν τε παύουσιν ἐντιθέμενοι τῷ οὐρητικῷ πόρῳ λεῖοι.
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Identifications proposées :
- (Beck)
- (Aufmesser)
- (Berendes)
- (García Valdés)
Traduction allemande de Berendes
Cap. 36. ____ ____. Wanzen. Die Bettwanzen helfen gegen das viertägige Fieber, wenn sie vor den Anzeichen desselben, zu sieben Stück mit Bohnen den Speisen zugesetzt, genommen werden, aber auch ohne Bohnen genossen (helfen sie) gegen den Biss der Aspis-Viper. Ihr Geruch weckt die durch Gebärmutterkrämpfe Ohnmächtigen auf. Mit Wein oder Essig genommen treiben sie Blutegel aus. Zerquetscht in die Harnröhre gelegt beseitigen sie Harnverhaltung.
Commentaires de Berendes
Plinius XXIX 61 schreibt den Wanzen gleichfalls viele Wirkungen zu. Cimex lectularia L., Haus- oder Bettwanze, Wandlaus.
onos ho hupo tas hudrias
2.35.1 <ὄνοι οἱ ὑπὸ τὰς ὑδρίας> – ζῷα <δ'> ἐστὶ πολύποδα, σφαιρούμενα κατὰ τὰς ἐπαφὰς τῶν χειρῶν – ποθέντες σὺν οἴνῳ βοηθοῦσι δυσουρίᾳ καὶ ἰκτέρῳ, διαχρισθέντες δὲ μετὰ μέλιτος συναγχικοῖς βοηθοῦσι, καὶ πρὸς ὠταλγίαν δὲ λεῖοι σὺν ῥοδίνῳ θερμανθέντες ἐν κελύφει ῥόας καὶ ἐνσταγέντες ἁρμό- ζουσιν.
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- (Beck)
- (Aufmesser)
- (Berendes)
- (García Valdés)
Traduction allemande de Berendes
Cap. 37. ____ ____. Kubariden. Die unter den Wasserbehältern sich aufhaltenden Asseln sind vielfüssige Thiere, welche sich bei der Berührung mit den Händen zusammenrollen. Diese mit Wein getrunken helfen gegen Harnverhaltung und Gelbsucht. Mit Honig einstrichen wirken sie heilsam bei Entzündung der Schlundmuskeln. Auch bei Ohrenleiden eignen sie sich fein zerrieben und mit Rosenöl in der Granatapfelschale erwärmt zur Injection.
Commentaires de Berendes
Porcellio Scaber Latr., Kellerassel, oder Armadillidium vulgare Latr., Gemeine Roll- oder Kugelassel; früher als Millepeda officinel.
silphês
2.36.1 <σίλφης> τῆς ἐν τοῖς ἀρτοκοπείοις εὑρισκομένης τὰ ἐντὸς τριβόμενα σὺν ἐλαίῳ ἢ ἑψόμενα καὶ ἐνσταζόμενα ὠταλγίας παύει.
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- (Beck)
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Traduction allemande de Berendes
Cap. 38. ____ ____. Schabe. Das Innere der in Bäckereien sich findenen Schabe mit Oel zerrieben oder gekocht und eingeträufelt, lindert die Ohrenschmerzen.
Commentaires de Berendes
Periplaneta orientalis L., Gemeine Küchenschabe, Kakerlak, oder Blatta germanica L., Deutsche Schabe.
pneumôn thalassios
2.37.1 <πνεύμων θαλάσσιος> πρόσφατος λεανθεὶς ποδαγρι- ῶντας καὶ χιμετλιῶντας ὠφελεῖ καταπλασσόμενος.
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- (Beck)
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- (Berendes)
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Traduction allemande de Berendes
Cap. 39. ____ ____. Seelunge. Die frische Seelunge, fein zerrieben, hilft als Umschlag gegen Podagra und Frostbeulen.
Commentaires de Berendes
Pulmo marinus, ein zu den Mollusken gehöriges Seethier des Mittelmeeres, welches Plinius IX 154 zu denen rechnet, welche die Natur der Pflanze haben. Es ist jedenfalls Pilema Pulmo Haeck., eine Discomeduse (Lappenqualle), mit hutförmigem bis halbkugeligem Schirm, milchweiss oder bläulichweiss bis röthlichweiss. Im Mittelmeere.
khoireios, arneios
2.38.1 ὁ δὲ <χοίρειος> καὶ <ἄρνειος> [καὶ <ἄρκειος>] <πνεύμων> τὰ ἐκ τῶν ὑποδημάτων παρατρίμματα ἐπιτιθέμενοι ἀφλέγμαντα τηροῦσιν.
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- (Berendes)
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Traduction allemande de Berendes
Cap. 40. Schweinelunge. Die Lunge des Schweines, sowohl des Bars wie der Sau, beseitigt als Umschlag die durch Druck der Schuhe hervorgerufenen Entzündungen.
Commentaires de Berendes
Sus Scrofa L.
alôpekos
2.39.1 καὶ ὁ τῆς <ἀλώπεκος> δὲ <πνεύμων> ξηρανθεὶς καὶ πο- θεὶς ἀσθματικοὺς ὀνίνησι· καὶ τὸ στέαρ δὲ αὐτῆς τακὲν καὶ ἐγχυθὲν ὠτὸς πόνον παύει.
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- (Beck)
- (Aufmesser)
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Traduction allemande de Berendes
Cap. 41. ____ ____. Fuchslunge. Die Lunge des Fuchses, getrocknet und genossen, hilft den Asthmatikern; und das ausgeschmolzene Fett desselben lindert eingeträufelt die Ohrenschmerzen.
Commentaires de Berendes
Canis Vulpes L. Nach dem Dispensatorium viennense 1744 noch wurde die Fuchslunge ohne die Arterie, frisch in weissem Wein mit Hysop und Skabiose gekocht und bei gelinder Ofenwärme getrocknet. Auch wurde die Fuchslunge früher zur Bereitung des Fuchslungensaftes gegen Brustaffectionen benutzt. Das Fett des Fuchses dient in der Volksmedicin vielfach zur Einreibung.
hêpar oneion
2.40.1 <ἧπαρ ὄνειον> ἐσθιόμενον ὀπτὸν ἐπιλημπτικοὺς ὠφε- λεῖ· νήστεις δὲ λαμβανέτωσαν.
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- (Beck)
- (Aufmesser)
- (Berendes)
- (García Valdés)
Traduction allemande de Berendes
Cap. 42. ____ ____. Eselleber. Die gebratene Eselsleber hilft genossen den Epileptikern, sie müssen sie aber nüchtern nehmen.
Commentaires de Berendes
Equus Asinus L.
aidoion
2.41.1 <αἰδοῖον> ἄρρενος <ἐλάφου> σὺν οἴνῳ ποθὲν λεῖον τοῖς ὑπὸ ἐχιδνῶν δηχθεῖσι βοηθεῖ.
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- (Beck)
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Traduction allemande de Berendes
Cap. 43. ____ ____. Kurzwildpret des Edelhirsches. Das Kurzwildpret 1) des Hirsches, fein zerrieben und mit Wein genommen, hilft denen, die von der Viper gebissen sind.
Commentaires de Berendes
1) Die Geschlechtstheile des Hirsches, Cervus Elaphus L.
onukes onôn
2.42.1.1 <ὄνυχες ὄνων> καέντες καὶ ποθέντες ἐπὶ ἡμέρας ἱκανὰς πλῆθος κοχλιαρίων δυεῖν ἱστοροῦνται ἐπιλημπτικοὺς ὠφελεῖν. ἐλαίῳ δὲ φυραθέντες χοιράδας διαφοροῦσιν, ἐπιπασθέντες δὲ χιμέτλας θεραπεύουσιν.
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- (Beck)
- (Aufmesser)
- (Berendes)
- (García Valdés)
Traduction allemande de Berendes
Cap. 42. ____ ____. Eselshufe. Die gebrannten Eselshufe, zerrieben und viele Tage in der Gabe von 2 Löffeln genossen, sollen den Epileptikern von Nutzen sein; mit Oel gemischt öffnen sie Drüsen und heilen aufgelegt Frostbeulen.
Commentaires de Berendes
Die Eselshufe spielten schon in der Arzneimittellehre der Aegypter ihre Rolle. Sesch, die Mutter des Königs von Ober- und Unterägypten Teta, bereitet ein: „Anderes Heilmittel, um wachsen zu machen die Haare" durch Kochen von Krallen des Windhundes, Blüthen von Datteln und Hufen des Esels.
leikhênes hippôn
2.43.1 <λειχῆνες ἵππων> – εἰσὶ δὲ τύλοι κατὰ περιγραφὴν ἐντετυπωμένοι παρὰ τοῖς γόνασι καὶ παρὰ ταῖς ὁπλαῖς – πο- θέντες λεῖοι μετ' ὄξους ἐπιλημψίας ἱστοροῦνται θεραπεύειν.
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- (Beck)
- (Aufmesser)
- (Berendes)
- (García Valdés)
Traduction allemande de Berendes
Cap. 45. ____ ____. Flechten der Pferde. Die Flechten der Pferde sind schwielenartige Wülste 1) an den Knien und Hufen; fein geschabt und mit Essig getrunken sollen sie die Epilepsie heilen.
Commentaires de Berendes
1) ____ ____ ____ ____. Equus Caballus L.
aigôn onukhes
2.44.1 οἱ δὲ τῶν <αἰγῶν ὄνυχες> καέντες ἀλωπεκίας καταχριό- μενοι σὺν ὄξει θεραπεύουσιν.
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- (Beck)
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- (Berendes)
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Traduction allemande de Berendes
Cap. 46. ____ ____. Ziegenklauen. Die gebrannten Ziegenklauen, mit Essig eingerieben, heilen die Fuchskrankheit.
Commentaires de Berendes
Capra Hircus L.
hêpar aigos
2.45.1 τοῦ δὲ <ἥπατος τῆς αἰγὸς> ὀπτωμένου ὁ ἀπορρέων ἰχὼρ ἐγχριόμενος νυκτάλωψιν ἁρμόζει· κἂν τὴν ἀτμίδα δέ τις ἑψομένου αὐτοῦ δέχηται ἀνεῳγόσι τοῖς ὀφθαλμοῖς, ὠφελεῖται· ἁρμόζει δὲ καὶ ἐσθιόμενον ὀπτὸν πρὸς τὰ αὐτά. φασὶ δὲ καὶ ἐπιλημπτικοὺς ἐλέγχεσθαι φαγόντας μάλιστα τὸ τράγειον ἧπαρ.
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- (Beck)
- (Aufmesser)
- (Berendes)
- (García Valdés)
Traduction allemande de Berendes
Cap. 47. ____ ____. Ziegenleber. Die beim Braten der Ziegenleber ausgiessende Blutflüssigkeit ist wirksam gegen Nachtsichtigkeit 1); es hilft schon, dass man den Dunst beim Kochen derselben in die geöffneten Augen aufnimmt, gegessen hilft die gebratene gegen dasselbe Uebel. Man sagt aber auch, dass die Epilepsie am besten bekämpft werde durch den Genuss der Bocksleber.
Commentaires de Berendes
1) ______, das Sehen nur bei Nacht.
kaprou hêpar
2.46.1.1 τὸ δὲ τοῦ <κάπρου ἧπαρ> νεαρὸν καὶ ξηρὸν λεῖον σὺν οἴνῳ πινόμενον ἑρπετῶν δήγματα ὠφελεῖ.
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- (Berendes)
- (García Valdés)
Traduction allemande de Berendes
Cap. 48. ____ ____. Leber des Ebers. Die frische, getrocknete und fein zerriebene Leber des Ebers hilft mit Wein getrunken gegen Schlangen- und Hundsbisse.
Commentaires de Berendes
kunos lussôntos hêpar
2.47.1 <κυνὸς> δὲ <λυσσῶντος ἧπαρ> βιβρωσκόμενον ὀπτὸν ὑπὸ τῶν δηχθέντων ὑπ' αὐτοῦ ἀπεριπτώτους ὑδροφόβᾳ τηρεῖν πεπίστευται. χρῶνται δὲ εἰς προφυλακὴν καὶ τῷ κυνόδοντι τοῦ δακόντος ἐνδέοντες εἰς κυστίδα καὶ περιάπτοντες τῷ βραχίονι.
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- (Beck)
- (Aufmesser)
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- (García Valdés)
Traduction allemande de Berendes
Cap. 49. ____ ____. Leber des tollen Hundes. Man glaubt, dass die gebratene Leber des tollen Hundes, wenn sie von den Gebissenen gegessen wird, diese vor dem Auftreten der Wasserscheu bewahren. Zur Vorsichtsmassregel gebrauchen sie auch den Zahn des Hundes, der gebissen hat, indem sie ihn in eine Blase geben und am Arme befestigen.
Commentaires de Berendes
kassumatôn
2.48.1 τὰ δὲ ἀπὸ τῶν <κασσυμάτων> παλαιὰ δέρματα κεκαυ- μένα λεῖα καταπασσόμενα πυρίκαυτα καὶ παρατρίμματα καὶ τὰ ἐξ ὑποδημάτων θλίμματα θεραπεύει.
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- (Aufmesser)
- (Berendes)
- (García Valdés)
Traduction allemande de Berendes
Cap. 51. ____ ____. Sohlleder. Das Leder von alten Schuhsohlen, gebrannt und fein gestossen, heilt als Umschlag Feuerbrandwunden, Wolf und die durch den Druck der Schuhe bewirkte Entzündung.
Commentaires de Berendes
Gebrannte alte Schuhsohlen, gestossenes Glas und Arsenik waren bis in die Neuzeit die Bestandtheile einer als Speciflcum vertriebenen Salbe gegen Krebs.
alektorides
2.49.1 <ἀλεκτορίδες> ἀνασχισθεῖσαι καὶ ἐπιτεθεῖσαι ἔνθερμοι τοῖς τῶν ἑρπετῶν δήγμασι βοηθοῦσι· δεῖ δὲ συνεχῶς ταύτας ἀλλάσσειν. καὶ ὁ ἐγκέφαλος δὲ αὐτῶν ἐν ποτήματι θηριοδήκ- τοις σὺν οἴνῳ δίδοται καὶ τὰς ἐκ μήνιγγος αἱμορραγίας ἐπέχει. τοῦ δ' ἄρρενος τὸ κατὰ τὰ ἐντὸς ὑποκείμενον τῇ κοιλίᾳ κερα- τῶδες, ἀποδερόμενον δὲ ἐν ταῖς ἑψήσεσι ξηρανθὲν ἁρμόζει στο- μαχικοῖς λεῖον πινόμενον μετ' οἴνου. ὁ δὲ ζωμὸς τοῦ νόσσακος μάλιστα δίδοται ἐπικράσεως χάριν φαυλοτήτων καὶ ἐπὶ τῶν
2.49.2 στόμαχον πυρουμένων λιτῶς σκευασθείς. ὁ δὲ τῶν παλαιῶν ἀλεκτρυόνων δίδοται πρὸς κάθαρσιν κοιλίας· ἐξελόντας δὲ τὰ ἐντὸς δεῖ ἀντεμβάλλειν ἅλας καὶ καταρράψαντας ἕψειν μετὰ ὕδατος ξεστῶν εἴκοσι, κατάγοντας εἰς κοτύλας τρεῖς· δίδοται δὲ πᾶν ἐξαιθριασθέν· ἔνιοι δὲ συνέψουσι κράμβην θαλασσίαν ἢ λινόζωστιν ἢ κνῆκον ἢ πολυπόδιον. ἄγει δὲ πάχος ὠμόν, γλοιῶδες, μέλαν, ἁρμόζον πυρετοῖς χρονίοις <καὶ περιοδικοῖς τρόμοις>, ἄσθμασιν, ἀρθριτικοῖς, ἐμπνευματουμένοις στόμαχον.
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- (Beck)
- (Aufmesser)
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- (García Valdés)
Traduction allemande de Berendes
Cap. 52. Gespaltene und noch warm aufgelegte Hühner helfen gegen Schlangenbisse, man muss sie aber beständig wechseln.
Commentaires de Berendes
Gallus domesticus Briss.
Traduction allemande de Berendes
Cap. 53. ____ ____. Gehirn des Huhns. Sein Gehirn wird im Trank mit Wein den von giftigen Thieren Gebissenen gegeben, es verhindert auch den Blutfluss aus der Hirnhaut. Die bei den Eingeweiden dem Huhns hinter dem Magen liegende Hornhaut 1), welche beim Kochen sich abhäutet, ist Magenleidenden gut, wenn sie fein zerrieben mit Wein genommen wird. Das Kükengericht wird meist gegeben zur Verbesserung des schlechten Zustandes 2) und bei Magenentzündungen, in einfacher Zubereitung; das der alten Hühner wird verordnet zur Reinigung des Bauches. Man muss die Eingeweide herausnehmen, dafür Salz hineingeben, zunähen, dann mit 20 Xestes Wasser kochen und es auf 3 Heminen bringen. Das Ganze wird, unter freiem Himmel abgekühlt, gegeben. Einige kochen auch Meerkohl mit, oder jähriges Bingelkraut oder Saflor oder gemeinen Engelsüss. Es führt den dicken, rohen, zähen, schwarzen Saft ab. Es empfiehlt sich bei andauerndem Fieber, Asthma, Gicht und aufgeblähtem Magen. [Der eingesalzene und im Schatten getrocknete Magen ist, in der Gabe von 3 Drachmen genommen, das beste Mittel gegen übermässiges Abfahren durch Purgirmittel; denn es stellt sofort den Durchfall. Man muss ihn aber zu Pulver machen, dieses mit Wasser anrühren und geben.]
Commentaires de Berendes
1) Die Vögel haben einen doppelten Magen, die vordere Abtheilung ist der Vormagen oder Drüsenmagen, er ist kleiner als der zweite und mit zahlreichen, den Magensaft absondernden Drüsen besetzt. Die zweite, hintere Abtheilung ist der Muskelmagen, dessen Wandung eine ungemein starke Muskulatur hat, besonders bei den Körnerfressern; hier ist die Innenfläche mit zwei leder- oder hornartig harten Häuten ausgekleidet, welche die dazwischen gerathende Nahrung wie zwei Mühlsteine zerreiben; dieses ist das __ ____ ____ ____. 2) ______ ist die Heilmethode, wonach die schlechten Säfte abgeführt und durch gesunde gute ersetzt werden sollen. Sie wurde besonders durch Galen ausgebildet, indem er den Dyskrasien, den Mischungsverhältnissen der Säfte, die Bedeutung beilegte, dass sie gewissen Krankheiten den Boden bereiten und denselben eine bestimmte Färbung geben. D. bezeichnet mit ____ das Huhn überhaupt, den Hahn nennt er ____; sonst scheint er auch unter ____ ____ besonders das Hühnerfleisch zu verstehen.
ôon
2.50.1 <ᾠὸν> τὸ ἁπαλὸν πολυτροφώτερον τοῦ ῥοφητοῦ, καὶ τοῦ ἁπαλοῦ τὸ σκληρόν. ἡ δὲ λέκιθος αὐτοῦ ἑφθὴ χρησίμη πρὸς ὀφθαλμῶν περιωδυνίας σὺν κρόκῳ καὶ ῥοδίνῳ, πρός τε τὰς περὶ δακτύλιον φλεγμονὰς καὶ κονδυλώματα σὺν μελιλώτῳ. μετὰ ῥοὸς δὲ ἢ κηκίδος τηγανισθεῖσα καὶ βρωθεῖσα ἵστησι κοιλίαν, καὶ καθ' ἑαυτὴν δὲ προσενεχθεῖσα. τὸ δὲ λευκὸν αὐτοῦ ὠμὸν <ὂν> ψύχει, ἐμπλάττει, παρηγορεῖ ἐγχυματισθὲν ἐπὶ ὀφθαλμῶν φλεγμαινόντων, κατακαύματά τε οὐκ ἐᾷ φλυκταινοῦσθαι παραχρῆμα ἐπιχρισθέν, πρόσωπά τε ἀν- επίκαυτα τηρεῖ, ἀνακόλλημά τέ ἐστι ῥευματιζομένων σὺν λιβα- νωτῷ κατὰ τοῦ μετώπου ἐπιτιθέμενον, φλεγμονάς τε ὀφθαλμῶν πραύνει ἐρίῳ ἀναλημφθὲν καὶ ἐπιτεθὲν μιγέντος αὐτῷ ῥοδίνου καὶ οἰνομέλιτος. ὠμὸν δὲ ῥοφηθὲν αἱμορροίδος δήγμασι βοη- θεῖ, ἀκροχλιαρὸν δὲ πρὸς κύστεως δηγμοὺς καὶ ἕλκωσιν νεφροῦ καὶ τραχυσμοὺς ἀρτηρίας καὶ αἵματος ἀναγωγὰς καὶ κατάρρους καὶ θώρακος ῥευματισμοὺς ἁρμόζει.
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- (Beck)
- (Aufmesser)
- (Berendes)
- (García Valdés)
Traduction allemande de Berendes
Cap. 54. ____ ____. Ei. Das weiche Ei ist nahrhafter als das noch flüssige, und das harte mehr als das weiche. Der Dotter davon ist, mit Safran und Rosenöl gebraten, heilsam gegen heftigen Schmerzen in den Augen, mit Steinklee gegen Entzündungen am After und gegen Geschwülste. Mit Sumach aber oder Gallapfel gebraten und gegessen stellt es den Durchfall, aber auch für sich allein genossen.
Commentaires de Berendes
Traduction allemande de Berendes
Cap. 55. ____ ____. Das Weisse vom Ei. Das Weisse desselben, wenn es roh ist, kühlt, verklebt, lindert in die Augen getröpfelt die Entzündung. Bei Verbrennungen sofort aufgestrichen lässt es keine Blasen sich bilden. Es schützt auch das Gesicht vor Sonnebrand. Es ist mit Weihrauch als ein Leim auf die Stirn aufgetragen ein Mittel für die an Fluss Leidenden; mit Wolle aufgenommen unter Zumischung von Rosenöl, Wein und Honig, lindert es Augenentzündungen. Roh aber geschlürft heilt es den Biss der Hämorrhois 1). Etwas angewärmt hilft, es gegen Blasenstiche, Nierengeschwüre, gegen Rauheit der Luftröhre, gegen Blutsturz, Katarrh und Brustrheumatismus.
Commentaires de Berendes
1) Eine Schlange, deren Biss grossen Blutverlust verursacht.
tettiges
2.51.1 <τέττιγες> ὀπτοὶ ἐσθιόμενοι τοῖς περὶ κύστιν ἀλγήμασι βοηθοῦσιν.
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- (Aufmesser)
- (Berendes)
- (García Valdés)
Traduction allemande de Berendes
Cap. 56. ____ ____. Cikaden. Die gebratenen Cikaden genossen helfen bei Blasenleiden.
Commentaires de Berendes
Cicada plebeja Scop., Eschencikade. Nach Plinius XI 92 waren sie bei den Völkern des Orients ein Leckerbissen.
akrides
2.52.1 <ἀκρίδες> ὑποθυμιώμεναι δυσουρίας, μάλιστα τὰς ἐπὶ γυναικῶν, ὠφελοῦσιν. ἡ δὲ λεγομένη ἀκρὶς τρωξαλλὶς ἢ ὄνος – ἄπτερος δέ ἐστι καὶ μεγαλόκωλος – πρόσφατος ξηρανθεῖσα σφόδρα σκορπιοπλήκτους ὠφελεῖ πινομένη σὺν οἴνῳ. χρῶνται δὲ αὐτῇ κατακόρως οἱ κατὰ Λέπτιν Λίβυες.
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- (Beck)
- (Aufmesser)
- (Berendes)
- (García Valdés)
Traduction allemande de Berendes
Cap. 57. ____ ____. Heuschrecken. Heuschrecken als Räucherung helfen bei Harnverhaltung, besonders der Frauen. Sie haben ein unbrauchbares Fleisch. Die Heuschrecke, welche Asiritkos oder Onos heisst, ist in der Jugend flügellos und hat lange Beine. Getrocknet und mit Wein getrunken ist sie sehr wirksam gegen Skorpionstiche. In grosser Menge gebrauchen sie die Libyer in der Gegend von Leptis 1).
Commentaires de Berendes
1) Leptis, eine Stadt in Nordafrika, in Tripolis. Locusta viridissima L., Heupferd, oder Decticus verrucivorus L., Warzenbeisser, beide sind in ganz Europa verbreitet, in den Mittelmeerländern ist auch Acridium aegyptium L. sehr häufig.
phênês
2.53.1 <φήνης> τοῦ ὀρνέου, ὃ Ῥωμαιστὶ καλοῦσιν ὀσσίφραγον, ἡ κοιλία κατ' ὀλίγον ποτιζομένη ἐξουρεῖσθαι ποιεῖν ἱστορεῖται.
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Identifications proposées :
- (Beck)
- (Aufmesser)
- (Berendes)
- (García Valdés)
Traduction allemande de Berendes
Cap. 58. ____ ____. Phinis. Der Vogel Phinis, welchen die Römer Ossifragus (Knochenbrecher) nennen. Der Magen desselben, nach und nach genommen, sagt man, lasse den Stein durch den Urin ausgehen.
Commentaires de Berendes
Wahrscheinlich Falco ossifragus, Seeadler, oder Haliaetus albicilla Gray.
korudallos
2.54.1 <κορυδαλλὸς> ὀρνύφιόν ἐστι μικρόν, ἔχον κατὰ τῆς κορυφῆς ὑπεροχὴν ὥσπερ ταῶνος. οὗτος βρωθεὶς ὀπτὸς κολι- κοὺς ὀνίνησιν.
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Identifications proposées :
- (Beck)
- (Aufmesser)
- (Berendes)
- (García Valdés)
Traduction allemande de Berendes
Cap. 59. ____ ____. Haubenlerche. Die Haubenlerche ist ein kleines Vögelchen, welches auf dem Kopfe eine Federhaube trägt wie der Pfau. Dieselbe ist, gebraten und gegessen, gut gegen Magenleiden.
Commentaires de Berendes
Galerita cristata Boie.
aithuias hêpar
2.55.1 <αἰθυίας> ἧπαρ σκελετευθὲν καὶ ποθὲν μεθ' ὑδρομέλι- τος κοχλιαρίων πλῆθος δυεῖν ἐκβάλλει δεύτερα.
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Identifications proposées :
- (Beck)
- (Aufmesser)
- (Berendes)
- (García Valdés)
Traduction allemande de Berendes
Cap. 50. ____ ____. Leber des Tauchers. Die getrocknete Leber des Tauchers, in der Gabe von 2 Löffeln mit Honigmeth getrunken, treibt die Nachgeburt aus.
Commentaires de Berendes
Vielleicht Podiceps cristatus oder P. minor Lath., Haubensteissfuss, Haubentaucher, Kleiner Steissfuss, Kleiner Haubentaucher, Zugvögel, "welche sich in den gemässigten Gegenden der Alten Welt bis zum Winter aufhalten.
khelidonos
2.56.1 <χελιδόνος> νεοσσοὺς τοὺς ἐκ τῆς πρώτης νεοσσοποιίας αὐξομένης τῆς σελήνης ἀνατεμὼν εὑρήσεις ἐν τῇ γαστρὶ λί- θους, ἐξ ὧν δύο λαβών, ἕνα ποικίλον καὶ τὸν ἕτερον καθαρόν, πρὸ τοῦ ἐπιψαῦσαι τῆς γῆς ἐνδήσας εἰς δέρμα δαμάλεως ἢ ἐλάφου καὶ περιάψας βραχίονι ἢ τραχήλῳ ἐπιλημπτικοὺς ὠφε- λήσεις· πολλάκις δὲ καὶ παντελῶς ἀποκαταστήσεις. βιβρωσκό- μεναι δὲ ὥσπερ αἱ συκαλλίδες ὀξυωπίας εἰσὶ φάρμακον, καὶ ἡ ἀπ' αὐτῶν δὲ τέφρα καὶ ἡ τῶν μητέρων καεισῶν ἐν χύτρᾳ μετὰ μέλιτος χρισθεῖσα ὀξυδερκίαν ποιεῖ· ἁρμόζει δὲ καὶ ἐπὶ συναγ- χικῶν διαχριομένη καὶ πρὸς σταφυλῆς καὶ παρισθμίων φλεγ- μονάς. σκελετευθεῖσαι δὲ αὗται καὶ οἱ νεοττοὶ συναγχικοὺς ὠφελοῦσι πινόμεναι μεθ' ὕδατος πλῆθος δραχμῆς μιᾶς.
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- (Beck)
- (Aufmesser)
- (Berendes)
- (García Valdés)
Traduction allemande de Berendes
Cap. 60. ____ ____. Schwalbe. Die Jungen der Schwalbe aus der ersten Brut schneide bei wachsendem Monde auf, und du wirst im Magen Steine finden; von diesen nimm zwei, einen bunten und einen schlichten, gib sie, bevor sie die Erde berührt haben, in die Haut von einem Kälbchen oder Hirsche und binde sie an den Arm oder Nacken, so wirst du Hülfe gegen die Epilepsie bringen, oft aber auch wirst du sie ganz heilen. Verzehrt sind sie (die Jungen), wie die Feigenfresser 1), ein Mittel für Scharfsichtigkeit. Auch die Asche davon wie auch von den Alten, wenn sie in einem Topfe verbrannt sind, macht mit Honig eingestrichen, das Gesicht scharf. Sie eignet sich auch zur Salbe für solche, die an Schlundentzündung leiden, sowie bei angeschwollenem Zäpfchen und Mandelentzündungen. Diese, wie auch die Jungen, getrocknet und in der Gabe von 1 Drachme genossen, helfen denen, die an Schlundentzündung leiden.
Commentaires de Berendes
1) ______, kleine Vögel, die gern Feigen fressen. Die Geschichte von den Steinchen finden wir auch bei Plinius XI 203 und XXI 91: Im Magen der jungen Schwalben findet man Steinchen von weisser und rother Farbe, welche Chelidonii (Schwalbensteine) genannt werden; man sagt, sie dienten zu Zauberkünsten; ebenso bei Paulus von Aegina (Puschm. I p. 561): Wenn man junge Schwalben aufschneidet, so findet man in ihrem Inneren zwei Steinchen, von denen das eine schwarz, das andere weiss ist. Legt man nun das weisse Steinchen auf, sobald ein Epileptiker darniedergestürzt ist, so kommt er wieder zu sich. Das schwarze Steinchen nehme man und binde es dem Kranken auf die Haut. Man erzählt, die Schwalben gäben diese Steinchen nur den ersten Jungen u. s. w. Chelidon urbica Boie., Stadt- oder Hausschwalbe.
elephantos
2.57.1 <ἐλέφαντος> τὸ ἐκ τοῦ ὀδόντος ῥίνισμα παρωνυχίας καταπλασθὲν θεραπεύει, δύναμιν ἔχον στυπτικήν.
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Traduction allemande de Berendes
Cap. 61. ____ ____. Elephant. Das Geraspel des Elephantenzahns heilt Paronychie. Es hat adstringirende Kraft [nebst der gelinde auszutrocknen].
Commentaires de Berendes
Elephas asiaticus und africanus Blumb., Asiatischer und afrikanischer Elephant.
astragalos huos
2.58.1 <ἀστράγαλος ὑὸς> καείς, ἄχρι ἂν ἐκ μέλανος λευκὸς πάλιν γένηται, καὶ λεῖος ποθεὶς ἐμπνευματώσεις κόλου καὶ στρόφους χρονίους παραιτεῖται.
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Traduction allemande de Berendes
Cap. 62. ____ ____. Sprungbein des Schweines. Das Sprungbein des Schweines, gebraten bis es aus Schwarz weiss wird, dann zerrieben und genossen, heilt die Aufblähungen des Kolons und anhaltende Krämpfe.
Commentaires de Berendes
elaphou keras
2.59.1 <ἐλάφου κέρας> κεκαυμένον καὶ πεπλυμένον ἁρμόζει πλῆθος πινόμενον κοχλιαρίων δυεῖν αἱμοπτυικοῖς, δυσεντερι- κοῖς, κοιλιακοῖς, ἰκτερικοῖς, κύστεως ἀλγήμασι μετὰ τραγακάν- θης, ῥοικαῖς δὲ γυναιξὶ μετὰ ὑγροῦ τοῦ πρὸς τὸ πάθος ἁρμό- ζοντος. καίεται δὲ ἐν καμίνῳ καταβληθὲν καὶ κοπὲν εἰς ὠμὴν χύτραν περιπεπλασμένην πηλῷ, ἄχρι ἂν λευκὸν γένηται. πλύ- νεται δὲ ὡς καδμία. τὸ δὲ τοιοῦτον ἁρμόζει πρὸς τὰ ἐν ὀφθαλμοῖς ῥεύματα καὶ ἕλκη, καὶ ὀδόντας δὲ παρατριβόμενον σμήχει. ὠμὸν δὲ θυμιαθὲν ἑρπετὰ διώκει, ἀποζεσθὲν δὲ μετ' ὄξους καὶ διακλυζόμενον παρηγορεῖ γομφιάσεις.
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Traduction allemande de Berendes
Cap. 63. ____ ____. Hirschhorn. Das gebrannte und gewaschene Hirschorn 1), in der Gabe von 2 Löffeln genommen, hilft mit Traganth bei Blutauswurf, Dysenterie, Magenschmerzen 2), Blasenleiden, bei flussleidenden Frauen mit einer dem leidenden Zustande angemessenen Flüssigkeit. Es wird aber auch gestossen und in einen rohen Topf, welcher mit Lehm rund herum verschmiert ist, gegeben und im Ofen gebrannt, bis es weiss ist. Gewaschen wird es wie Galmei. Ein solches ist ein gutes Mittel bei Wunden in den Augen und bei Flüssen. Fein gerieben macht es die Zähne glatt. Roh als Räucherung angebrannt verscheucht es die Schmerzen. Mit Essig gekocht lindert es als Mundwasser die Schmerzen beim Hervorbrechen der Backenzähne 3).
Commentaires de Berendes
1) Cod. C. hat hier: ____ ____ __ ____, ist ein Mittel gegen Würmer und Wassersucht. 2) Cod. C. ____ ____, und Gebärmutterleiden. 3) Sprengel übersetzt ______ ______ mit molarium dentium vitia mitigat, mit Bezug auf den Gebrauch bei Celsus, Scribon. Largus, Plinius und Galen. Obige Uebersetzung hat Passow mit Berufung auf die Septuaginta. Bis in die neuere Zeit fand das Hirschhorn seine Stelle in allen Pharmakopoen als Cornu cervi raspatum und ustum, geraspeltes und gebranntes Hirschhorn, ferner diente es zur Darstellung des Oleum cornu cervi (Ol. anim. foet.) durch die trockene Destillation.
kampai
2.60.1 <κάμπαι> αἱ ἐπὶ τῶν λαχάνων γεννώμεναι ἐπιχριό- μεναι σὺν ἐλαίῳ ἀδήκτους ὑπὸ τῶν ἰοβόλων φυλάσσειν λέ- γονται.
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Traduction allemande de Berendes
Cap. 64. ____ ____. Raupen. Die auf den Gemüsen wachsenden Raupen schützen, so wird gesagt, mit Oel eingerieben, vor den Bissen giftiger Thiere.
Commentaires de Berendes
Pieris brassicae L. und P. rapae L., Grosser und kleiner Kohlweissling.
kantharides
2.61.1 <κανθαρίδες> εἰς ἀπόθεσιν εὔθετοι αἱ ἀπὸ τοῦ σίτου, ἃς ἐμβαλὼν εἰς ἀκώνητον ἀγγεῖον, καὶ τὸ στόμα περιδήσας ὀθονίῳ ἀραιῷ καθαρῷ, περικατάστρεψον ἀτμῷ ζέοντος ὄξους δριμυτάτου καὶ κράτει, ἕως ἂν πνιγῶσιν, εἶτα διαπείρας λίνῳ ἀποτίθεσο. ἐνεργέστεραι δέ εἰσιν αἱ ποικίλαι, μηλίνας ἐγκαρ- σίους ζώνας ἔχουσαι ἐν τοῖς πτεροῖς, ἐπιμήκεις τὸ σῶμα, ἁδραί, ἐμπίμελοι ὡς αἱ σίλφαι· ἄτονοι δὲ αἱ μονοχρώματοι. ὡσαύτως δὲ ἀποτίθενται καὶ αἱ <βουπρήστεις>, εἶδος οὖσαι κανθαρίδων, καὶ αἱ <πιτύιναι> δὲ <κάμπαι>· καὶ αὗται ἐπὶ κοσκίνου ἐπαιω- ρουμένου θερμοσποδιᾷ φωγνύμεναι ἐπὶ βραχὺ ἀποτίθενται.
2.61.2 δύναμις δὲ αὐτῶν κοινή, σηπτική, θερμαντική, ἑλκωτική, ὅθεν μείγνυται φαρμάκοις τοῖς πρὸς τὰ καρκινώδη, καὶ λέπρας καὶ λειχῆνας ἀγρίους θεραπεύουσιν· ἄγουσι δὲ καὶ ἔμμηνα πεσσοῖς μαλακτικοῖς μιγεῖσαι. ἔνιοι δὲ ἱστόρησαν τὰς κανθαρίδας καὶ ὑδρωπικοῖς βοηθεῖν, μειγνυμένας ἀντιδότοις, ὡς οὔρησιν κινού- σας. οἱ δὲ τὰ πτερὰ αὐτῶν καὶ τοὺς πόδας τοῖς πιοῦσιν αὐ- τὰς ἀντιφάρμακον ἀνέγραψαν.
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Traduction allemande de Berendes
Cap. 65. ____ ____. Kanthariden. Zum Aufbewahren geeignet sind die vom Getreide gesammelten Kanthariden. Diese wirf in einen ungepichten Krug und verbinde die Oeffnung mit lockerer, reiner Leinwand, wende ihn um und über dem Dampfe von siedendem Essig hin und her und halte damit aus, bis sie erstickt sind; dann reihe sie auf und bewahre sie auf. Am wirksamsten sind die bunten mit gelben Querstreifen auf den Flügeln und Körper, welche dick und etwas fettig sind wie die Schaben. Die einfarbigen sind unwirksam.
Commentaires de Berendes
Die Kantharis der Alten ist ohne Zweifel ein Kantharidin (C10H12O4) haltendes Insect, schon die Hippokratiker wenden dasselbe als starkes Diureticum an, sie warfen Kopf, Flügel und Beine weg, in der Erkenntniss, dass das wirksame Princip im Rumpfe enthalten sei. Dasselbe hat seinen Sitz in den Genitalien und den Eiern überhaupt in den Adnexen der Geschlechtstheile (vgl. Kobert, Hist. Stud. I 105; IV 129; Liebreich, Therap. Monatsh. 1891, Nr. 3, S. 171). Plinius XXIX 94 drückt sich in der Beschreibung und Art der Tödtung der Kanthariden wörtlich übereinstimmend mit D. aus, sagt nur, dass sie brennend und reizend auf den Körper wirken und Blasen machen. „Das Gift," sagt er weiter, „sitzt nach einigen Autoren in den Beinen, nach anderen im Kopfe, wieder andere stellen beides in Abrede, doch stimmt man wenigstens darin überein, dass ihre Flügel helfen, das Gift befinde sich, wo es wolle." Scribonius Largus im 1. Jahrh. v. Chr. (Das Receptbuch des Scribonius Largus, übersetzt und mit pharmakol. Commentar versehen von F. Rinne. Histor. Stud. d. Univ. Dorpat von R. Kobert, V S. 88) wendet, wie auch D., das ganze Thier an. Dasselbe muss auch bei ihm Kantharidin enthalten, dafür sprechen die angegebenen Symptome bei Vergiftungen damit, als Hämaturie und brennender Schmerz in der Magengegend. Welcher Käfer ist hier gemeint? Die Beschreibung des D. passt auf Meloë Cichorei L., die Wirkung auf Lytta vesicatoria L. Wimmer (Aristoteles' Thierkunde I 165) hält ihn für Lytta vesicat., Raudnitz und Dierbach (Die Arzneimittel des Hippokrates) für Meloë Cichorei, während R. Blanchard (Les insectes antiarabiques, Rev. scient. 1868 p. 467) und Camussi (La rage, son traitem. et les insectes vesic. chez les Arabes, Journ. asiat. 1888 p. 269) sich nicht bestimmt aussprechen, aber betonen, dass die Kantharis der Alten nicht unsere Lytta sein kann, dass sie aber gleichartig und viel stärker wirkte, was auf die Meloë Cichorei nicht passen würde. Ausser der nicht zutreffenden Beschreibung ist noch zu berücksichtigen, dass sich Lytta nicht auf Kräutern, sondern nur auf Bäumen (Fraxinus, Syringa, Ligustrum etc.) findet. Die Meloë-Arten haben ferner die Eigenthümlichkeit, beim Anfassen aus den Gelenken der Beine einen ölartigen, gelben, zähen, blasenziehenden Saft austreten zu lassen, was D. wohl nicht übersehen hätte. Berücksichtigt man aber die von D. in den (allerdings nicht für ächt gehaltenen) „Giften und Gegengiften, ____ ______ ______ bei Kanthariden-Vergiftungen angegebenen Symptome, so weisen diese auf Lytta vesicatoria. „Fast vom Munde", heisst es dort, „bis zu der Blase scheint Alles zerfressen zu sein, und es tritt ein Geschmack nach Pech oder Cedernharz auf. An der rechten Seite im Unterleibe fühlen sie Entzündung und leiden an Harnverhaltung, oft auch lassen sie blutigen Harn, durch den Bauch entleeren sie ähnlich wie bei Dysenterie, sie werden von Ohnmächten, Uebelkeit und augenverdunkelndem Schwindel befallen, zuletzt verlieren sie den Verstand." Die spanische Fliege, Lytta vesicatoria, findet jetzt nur noch als äusserliches Reizmittel Anwendung, innerlich bei den Kühen als Stimulans.
Traduction allemande de Berendes
Cap. 66. ____ ____. Buprestis. Gerade so werden die Buprestes aufbewahrt, welche eine Art Kanthariden sind, und die Fichtenspinner 1). Auch diese werden auf einem schwebend bewegten Siebe kurze Zeit über glühender Asche erhitzt und dann auf bewahrt. Gemeinsam haben sie die Kraft, Fäulniss zu bewirken 2), Geschwüre zu machen, zu erwärmen. Deshalb werden sie den Mitteln zugesetzt, welche Krebsgeschwüre, Aussatz und wilde Flechten heilen. Sie befördern die Katamenien, werden auch den erweichenden Zäpfchen zugesetzt. Einige berichten, dass die Kanthariden auch den Wassersüchtigen helfen, indem sie den Gegenmitteln zugemischt werden, nämlich den urintreibenden. Andere haben ihre Flügel und Füsse für diejenigen, welche sie genossen haben, als Gegengift ausgegeben.
Commentaires de Berendes
1) ______ kann auf verschiedene Borkenkäfer, z. B. Hylurgus Piniperda L., den grossen Kiefernmarkkäfer, und Bostrychus laricis Fabr., den vielzähnigen Borkenkäfer, bezogen werden, wahrscheinlich ist es die Nonne, Ocneria Monacha L. 2) (____₎ um dadurch Fäulniss wegzubeizen. Die Buprestis ist ein unbestimmter und unbestimmbarer, im Grase lebender Käfer, da die Alten nirgends eine Beschreibung hinterlassen haben; jedenfalls hat er mit Buprestis rustica L. unserer Nadelwälder nichts gemein. Man sollte auf ein gleichfalls kantharidinhaltiges Thier schliessen. Plinius XXX 30 sagt, es sei ein dem langfüssigen Scarabäus ähnliches Thier; wenn das Vieh dasselbe mit dem Futter verschluckt habe, so schwelle es an und höre auf zu fressen. Nach Nikander (Alexipharm. 346) leidet besonders das Rindvieh darunter. Raudnitz nennt den Käfer darum Carabus bucida (rindertödtend). Die Hippokratiker setzten die Buprestis den Kanthariden zur Verstärkung der Wirkung zu (De morb. mul. I 50, De nat. mul. III 23, ed. v. d. Linden).
salamandra
2.62.1 <σαλαμάνδρα> εἶδός ἐστι σαύρας νωχελές, ποικίλον, μάτην πιστευθὲν μὴ καίεσθαι. δύναμιν δὲ ἔχει σηπτικήν, ἑλ- κωτικήν, θερμαντικήν. μείγνυται δὲ σηπταῖς <καὶ ἑλκωτικαῖς δυνάμεσι> καὶ λεπρικαῖς, ὡς ἡ κανθαρίς, καὶ ἀποτίθεται ὁμοίως. ψιλοῖ δὲ καὶ τρίχας συντακεῖσα ἐλαίῳ· φυλάσσεται καὶ ἐν μέλιτι ἐξεντερισθεῖσα τῶν ποδῶν καὶ τῆς κεφαλῆς ἀφαιρεθέντων εἰς τὴν αὐτὴν χρῆσιν.
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Traduction allemande de Berendes
Cap. 67. ____ ____. Salamander. Der Salamander ist eine Eidechsenart; er ist träge, bunt, von dem man thörichterweise glaubt, dass er nicht verbrannt werde. Er hat Fäulniss erregende, Geschwüre erzeugende und erwärmende Kraft, er wird den septischen und den Lepramitteln zugesetzt, wie die Kantharis und wird in gleicher Weise aufbewahrt. Gebrannt entfernt er mit Oel die Haare. Er wird aber auch ausgeweidet und ohne Füsse und Kopf in Honig zu demselben Gebrauche aufbewahrt.
Commentaires de Berendes
Plinius X 188 erzählt und begründet die Fabel von der Unverbrennlichkeit des Salamanders, weil er so kalt sei, dass er das Feuer wie Eis auslösche. Sie soll von Aristoteles (Hist. anim. V 17) herrühren. (Vielleicht ist sie darauf zurückzuführen, dass die drüsenreiche Haut viel Schleim absondert, wodurch das Thier eine kurze Zeit dem Versengen widersteht.) An anderer Stelle, XXIX 76, hält Plinius den Salamander für sehr giftig, so dass, wenn er auf einen Baum kriecht, alle Früchte vergiftet werden, wenn er in einen Brunnen fällt, das ganze Wasser giftig wird. Das Gift wirkt unter ähnlichen Erscheinungen wie der Schierling. Er schreibt ihm aber auch vielfache arzneiliche Wirkung zu. Salamandra maculosa Laur., Gefleckter Erdmolch, Feuersalamander.
arakhnê to zôon
2.63.1 <ἀράχνη τὸ ζῷον>, ὃ ὁλκὸν ἢ λύκον ἔνιοι καλοῦσι, συμ- μαλαχθεῖσα σπληναρίῳ καὶ ἐμπλασθεῖσα εἰς ὀθόνιον προς- τεθεῖσά <τε> τῷ μετώπῳ ἢ τοῖς κροτάφοις τριταικὰς περι- όδους ὑγιάζει. τὸ δὲ ὕφος αὐτῆς ἐπιτιθέμενον αἷμα ἵστησι καὶ ἀφλέγμαντα τηρεῖ τὰ ἐπιπόλαια τῶν ἑλκῶν. ἔστι δὲ καὶ ἕτερον εἶδος ἀράχνης, κατασκευάζον τὸν ὑμένα λευκόν, πυκνόν, ὃ ἱστορεῖται ἐνδεόμενον εἰς κυστίδα καὶ περι- απτόμενον βραχίονι τεταρταικὰς περιόδους θεραπεύειν· συν- εψηθὲν δὲ ῥοδίνῳ ὠταλγίαις βοηθεῖ ἐγχεόμενον.
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Cap. 68. ____ ____. Spinne. Die Spinne, das Thier, welches Einige Holkos oder Lykos (Wolf) nennen; wird es unter ein Pflaster gearbeitet und, auf Leinen gestrichen, um die Stirn oder die Schläfen gelegt, so heilt es das dreitägig wiederkehrende Fieber. Ihr Gewebe als Umschlag stillt das Blut und schützt die Oberfläche der Geschwüre vor Entzündung. Es gibt noch eine andere Art Spinnen, welche das weisse, zarte und dichte Gewebe verfertigt, von der man sagt, dass sie, in eine Haut gebunden und am Arme befestigt, das viertägig wiederkehrende Fieber heile. Mit Rosenöl aber gekocht und eingetröpfelt hilft sie bei Ohrenleiden.
Commentaires de Berendes
D. nennt zwei Arten, die erste ist wohl die gemeine Wolfspinne, Lycosa amentata Cl., welche auf dem Brustrücken eine helle, gelbbraune Mittelbinde hat, sie liebt feuchte Stellen in Wiesen, oder L. monticula CL, auf sonnigen Wiesen; die andere ist vielleicht Attalus pubescens Fabr., die gemeine Springspinne, welche ein seidenes Säckchen webt, aus dem sie auf die Beute hervorspringt. Sie ist wie die erste sehr häufig. D. benutzt hier die Spinne als Arzneimittel; wiederholt redet er aber von giftigen Spinnen und gibt Mittel als Myrte, Maulbeerblättersaft, Lauge von Feigenasche u. a. gegen ihren Biss an; es muss also solche gegeben haben. Ausdrücklich nennt er eine giftige Spinne, welche auf der Persea (I 187) sitzt, Kranokolapta (von ____, Kopf, und ____, schlagen, aushöhlen). Schon Aristoteles (Hist. animal. IX, 39) spricht von „vielen Arten Spinnen" und unterscheidet besonders drei Arten, nämlich die Phalangien, Lyken und Arachnen; zu den ersteren gehören die gefährlichen. Er nennt unter diesen eine kleine, bunte und behende Psylla, und eine grössere, welche langsam und schwarz ist. Dann sagt er: „Alle anderen Spinnen, welche die Pharmakopolen zur Schau stellen, beissen gar nicht oder doch nur sehr wenig." Daraus geht also hervor, dass die eine der genannten, nämlich die Psylla, arg beisst. Kobert („Welche dem Menschen gefährliche Spinnen kannten die Alten?" Vortrag, gehalten in der Sect. f. Gesch. d. Med. auf der Naturforscherversamml. zu Hamburg 1901. Separatabdr. aus Janus 15. Nov. 1901) hält diese für eine Lathrodectes-Art (die heimlich Beissende). Das Thier ist klein, aber sein Biss ist Menschen und Thieren gefährlich. Die in Griechenland vorkommende Art, Lathrodectes conglobatus, hat weisse Punkte auf schwarzem Grunde, die in Italien und besonders auf Corsica vorkommende ist auf schwarzem Grunde roth gefleckt, sie heisst daher beim Volke Malmignatto, die Marmorirte, d. h. die Gefleckte; die in Russland lebende Lathrodectes Erebus oder tredecimguttatus var. lugubris ist schwarz. Von der italienischen und russischen wird berichtet, dass ihr Biss den Menschen vor Schmerz fast wahnsinnig macht, dass aber die Bissstelle so klein ist, dass sie kaum entdeckt werden kann. Dem Patienten wird es schwarz vor den Augen, er knickt kraftlos zusammen, kalter Schweiss bricht aus, die Fähigkeit, Koth und Harn zu entlassen, ist behindert, dabei kann Erection des Penis und Samenentleerung stattfinden. Aristoteles beschreibt ferner eine Spinne, die in Erdlöchern wohnt; dies kann nur auf die Tarantel bezogen werden, welche senkrecht in die Erde gehende Höhlen bewohnt; sie beisst stark. Nikander nennt eine Spinne Agrostis, welche gleichfals für eine Tarantel gehalten wird. In der Schrift des Pseudo-Dioskurides: „Die giftigen Thiere" (Cap. 4) heisst es : „Die Bissstelle läuft roth an und erscheint wie mit einem Stachel gestochen, schwillt aber weder an noch ist sie heiss, sondern, wenngleich mässig roth, doch kalt. Den ganzen Körper befällt Zittern und ein Ziehen in der Schamgegend und in den Kniekehlen, Krämpfen ähnlich, ferner Schmerz in den Lenden und beständiger Reiz zum Harnen und heftiger unerfüllbarer Drang zur Ausscheidung der Abgänge. Gleichzeitig bedeckt die ganze Haut kalter Schweiss, die Augen thränen und werden verdunkelt." Kobert versichert gegenüber Prof. Taschenberg (in Brehm's Thierleben), welcher die Berichte über die Gefährlichkeit gewisser Spinnen als Ammenmärchen bezeichnet, dass es auch heute noch giftige Spinnen gibt. Auch Leunis spricht in seiner Naturgeschichte von Giftdrüsen der Spinnen.
sauras
2.64.1 <σαύρας> ἡ κεφαλὴ λεία ἐπιτεθεῖσα σκόλοπας ἀνάγει καὶ πάντα τὰ ἐμπεπηγότα· αἴρει δὲ καὶ μυρμηκίας καὶ ἀκρο- χορδόνας καὶ ἥλους. τὸ δὲ ἧπαρ αὐτῆς ἐντεθὲν τοῖς τῶν ὀδόν- των βρώμασιν ἀπονίαν ποιεῖ. ὅλη δὲ ἀνασχισθεῖσα καὶ ἐπι- τεθεῖσα σκορπιοπλήκτους κουφίζει.
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Cap. 69. ____ ____ Eidechse. Der Kopf der Eidechse, aufgelegt, zieht Splitter aus und Alles, was sich im Körper festgesetzt hat, vertreibt aber auch (gewöhnliche) Warzen und und solche mit dünnem Stiel und Hühneraugen. Die Leber derselben, in die hohlen Zähne, gesteckt, bewirkt Schmerzlosigkeit. Das ganze Thier gespalten und aufgelegt macht die Skorpionstiche unschädlich.
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Lacerta agilis L., Gemeine Eidechse. Ueber die Zähigkeit ihres Lebens und das Wiederwachsen verlorener Organe finden sich bei Aelian II 23 und V 74 wunderliche Erzählungen.
sêps
2.65.1 <σήψ>, ἣν ἔνιοι Χαλκιδικὴν σαύραν ἐκάλεσαν, ἐν οἴνῳ ποθεῖσα τοὺς ὑπ' αὐτῆς δηχθέντας ἰᾶται.
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Cap. 70. ____ ____. Seps. Seps, welche Einige die chalkidische Eidechse nennen, heilt in Wein getrunken die von ihr selbst Gebissenen.
Commentaires de Berendes
Bei dem Nikander-Scholiasten Theriac. 817 heisst diese Eidechse Chalkis, so nennt sie auch Plinius XXXII 30, an anderer Stelle (XXIX 102) Chalcidice. (Chalcis ist der Name vieler Städte, die bekannteste und eine der ältesten ist die Hauptstadt der Insel Euböa am Euripus, durch eine Brücke mit dem Festlande verbunden, das spätere Egripo oder Negroponte.) Es ist eine kleine Eidechse mit kupferfarbigen Flecken auf dem Rücken und wird für Seps chalcides Bonap. gehalten. Sprengel nennt sie Zygnis tridactyla, mit sehr kurzen Füssen, so dass sie schlangenähnlich sei, Fab. Columna habe sie zuerst beobachtet und beschrieben.
skinkos
2.66.1 <σκίγκος>· ὁ μέν τίς ἐστιν Αἰγύπτιος ὁ δὲ Ἰνδικὸς ἄλ- λος ἐν τῇ Ἐρυθρᾷ <θαλάσσῃ> γεννώμενος, ἕτερος δὲ ἐν τῇ Γαι- τουλίᾳ τῆς Μαυρουσιάδος εὑρίσκεται. ἔστι δὲ κροκόδειλος χερ- σαῖος, ἰδιογενής, ταριχευόμενος ἐν καρδάμῳ. φασὶ δὲ δύναμιν ἔχειν ποθὲν τὸ περὶ τοὺς νεφροὺς αὐτοῦ μέρος, ὅσον δραχμῆς <μιᾶς> πλῆθος μετ' οἴνου, ὁρμητικὴν πρὸς ἀφροδίσια, ἀποπαύεσθαι δὲ τὴν ἐπίτασιν τῆς προθυμίας φα- κοῦ ἀφεψήματι μετὰ μέλιτος πινομένῳ ἢ θρίδακος σπέρματι μεθ' ὕδατος· μείγνυται δὲ καὶ ἀντιδότοις.
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Cap. 71. ____ ____. Skink. Es gibt einen ägyptischen und einen indischen Skink, ein anderer ist der im Rothen Meere lebende, ein vierter wird in Libyen in Maurusia 1) gefunden. Es ist ein Landkrokodil, eigenartig, und wird in Kresse trocken aufbewahrt 2). Man sagt, dass die die Nieren umgebenden Theile desselben, in der Gabe von 1 Drachme mit Wein genommen, die Kraft haben, das Verlangen nach Liebesgenuss mächtig anzuregen, dass aber die Heftigkeit der Lust nachlasse nach dem Genusse von Linsenabkochung mit Honig oder von Lattichsamen mit Wasser. Er wird auch den Gegengiften zugemischt.
Commentaires de Berendes
1) Maurusia oder Mauretania, eine Landschaft in Nordafrika, jetzt Fez und Marokko. 2) ______ __ ______, nicht, wie Sprengel übersetzt: addito lepidio sale conditur; später wurde er meist in Lavendelblüthen aufbewahrt. Scincus officinalis Laar., Apotheker-Skink, gehört zu den Eidechsen mit verkümmerten Gliedmassen. Er ist oben graugelb mit dunklen, im Leben lilafarbenen, nach dem Tode braunen Querbändern, unterwärts schmutzig grün, 16 cm lang. Er findet sich in sandigen Gegenden Nordafrikas, war früher officinell.
gês entera
2.67.1 <γῆς ἔντερα> λεῖα ἐπιτεθέντα νεύρων διακοπὰς κολλᾷ· λύειν δὲ <δεῖ> διὰ τρίτης· ἑψηθέντα δὲ σὺν χηνείῳ στέατι δια- θέσεις ὤτων ἐγχυματιζόμενα θεραπεύει. συνεψηθέντα δὲ ἐλαίῳ καὶ ἐγχεόμενα εἰς τὸ ἀντικείμενον οὖς ὀδονταλγίαις βοηθεῖ· ἄγει δὲ καὶ οὖρα λεῖα πινόμενα σὺν γλυκεῖ.
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Identifications proposées :
- (Beck)
- (Aufmesser)
- (Berendes)
- (García Valdés)
Traduction allemande de Berendes
Cap. 72. ____ ____. Eingeweide der Erde (Erdwürmer). Die fein zerriebenen Erdwürmer aufgelegt, verbinden durch gehauene Sehnen, befreien auch vom dreitägigen Fieber. Mit Gänsefett gekocht und eingetröpfelt heilen sie Ohrenaffectionen. Mit Oel gekocht und in das gegenüberliegende Ohr eingeträufelt beseitigen sie Zahnschmerzen. Zerrieben und mit Süsswein getrunken treiben sie den Harn.
Commentaires de Berendes
Lumbricus terrestris L., Gemeiner Regenwurm.
muogalê
2.68.1 <μυογαλῆ> ἀνασχισθεῖσα καὶ ἐπιτεθεῖσα ἄκος ἐστὶ τοῦ ἰδίου δήγματος.
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Identifications proposées :
- (Beck)
- (Aufmesser)
- (Berendes)
- (García Valdés)
Traduction allemande de Berendes
Cap. 73. ____ ____. Spitzmaus. Die aufgeschnittene und aufgelegte Spitzmaus ist ein Hülfsmittel gegen ihre eigenen Bisse.
Commentaires de Berendes
Sorex vulgaris L., Waldspitzmaus, Crocidura aranea Wage., Hausspitzmaus; sie bilden die kleinsten Säugethiere und werden wohl fälschlich fur giftig gehalten. Ihr Biss, wenn sie gereizt werden, schmerzt allerdings wegen des in die Wunde dringenden Geifers, aber Intoxicationen treten nicht auf.
muas
2.69.1 <μύας> τοὺς κατοικιδίους ἀνασχισθέντας σκορπιοπλήκ- τοις ὠφελίμως ἐπιτίθεσθαι ὁμολογεῖται, βρωθέντας δὲ ὀπ- τοὺς ὑπὸ παιδίων ἀναξηραίνειν τὸ ἐν τοῖς στόμασιν αὐτῶν σίελον.
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Identifications proposées :
- (Beck)
- (Aufmesser)
- (Berendes)
- (García Valdés)
Traduction allemande de Berendes
Cap. 74. ____ ____. Maus. Man behauptet allgemein, dass die aufgeschnittenen Mäuse mit Nutzen auf Skorpionstiche gelegt werden, gebraten und von den Kindern gegessen, den Speichel im Munde austrocknen.
Commentaires de Berendes
Mus musculus L., Hausmaus.
gala
2.70.1 <γάλα> κοινῶς μὲν πᾶν εὔχυμον, τρόφιμον, μαλακτικὸν κοιλίας, φυσητικὸν στομάχου καὶ ἐντέρων· ὑδαρέστερον μέντοι τὸ ἐαρινὸν τοῦ θερινοῦ, καὶ τὸ ἀπὸ χλωρᾶς νομῆς μᾶλλον μα- λακτικὸν τῆς κοιλίας. ἔστι δὲ καλὸν γάλα τὸ λευκὸν καὶ ὁμαλὸν τῇ παχύτητι καὶ συστρεφόμενον, ἐπειδὰν ἐπισταγῇ ὄνυχι. τὸ δὲ <αἴγειον> ἧττον κοιλίας ἅπτεται διὰ τὸ τὰς αἶγας στυφούσῃ νομῇ τὸ πλεῖστον χρῆσθαι, σχίνῳ καὶ δρυὶ καὶ θαλλῷ καὶ τερε- βινθίνῃ, ὅθεν καὶ εὐστόμαχον τυγχάνει. τὸ δὲ <προβάτειόν> ἐστι παχύ τε καὶ γλυκὺ καὶ λιπαρόν, οὐχ οὕτως δὲ εὐστόμαχον. τὸ μέντοι <ὄνειον> καὶ <βόειον> καὶ <ἵππειον> εὐκοιλιώτερα καὶ
2.70.2 ταρακτικὰ γίνεται. πᾶν δὲ γάλα κοιλίας καὶ στομάχου ἀνα- τρεπτικόν, ὅπου ἐστὶ νομὴ σκαμμωνία ἢ ἐλλέβορος ἢ λινόζωστις ἢ κληματίς, ὡς καὶ ἐν τοῖς Οὐεστίνοις ὄρεσιν ὑφ' ἡμῶν ἱστό- ρηται· αἱ γὰρ αἶγες νεμόμεναι τοῦ λευκοῦ ἐλλεβόρου τὰ φύλλα αὐταί τε ἐμοῦσι κατὰ τὴν πρώτην ἀπόλαυσιν τῆς πόας καὶ τὸ γάλα ἀναλυτικὸν στομάχου καὶ ναυτίας ποιητικὸν κατασκευά- ζουσιν. ἑψηθὲν δὲ πᾶν γάλα στεγνωτικὸν γίνεται κοιλίας, καὶ μάλιστα τὸ διαπύροις κόχλαξιν ἐξικμασθέν. κοινῶς δὲ δοκεῖ βοηθεῖν ταῖς ἐντὸς ἑλκώσεσι, μάλιστα δὲ βρόγχου, πνεύμονος, ἐντέρων, νεφρῶν, κύστεως, καὶ πρὸς τοὺς τῆς ἐπιφανείας κνης-
2.70.3 μούς, ἐξανθήματα, κακοχυμίας. δίδοται δὲ νεαρὸν μετὰ μέλιτος ὠμοῦ καὶ ὕδατος ὀλίγου συνανακραθέντος, μειγνυμένων καὶ ἁλῶν. ἀφυσότερον δὲ γίνεται ἀποζεσθὲν ἅπαξ. τὰ δὲ τῆς κοιλίας μεθ' ἑλκώσεως ῥεύματα μέχρι ἡμίσεως τοῖς κόχλαξιν ἑψηθὲν ὠφελεῖ. ἔχει δὲ πᾶν γάλα παρεμπεπλεγμένον τὸν <ὀρρόν>, ὃς σχι- ζόμενος πρὸς κάθαρσιν εὐτονωτέραν ἁρμόζει, διδόμενος ἐφ' ὧν δίχα δριμύτητος ἔκκρισιν βουλόμεθα ποιήσασθαι, ὡς ἐπὶ μελαγ- χολικῶν, ἐπιλημπτικῶν, λεπριώντων, ἐλεφαντιάσεως, ἐξανθη-
2.70.4 μάτων τῶν περὶ ὅλον τὸ σῶμα. σχίζεται δὲ τὸ γάλα ζεννύ- μενον ἐν καινῇ χύτρᾳ κεραμεᾷ καὶ κινούμενον κλάδῳ συκίνῳ νεοτμήτῳ, καὶ μετὰ τὸ ζέσαι δὶς ἢ τρὶς ἐπιρραίνεται ὀξυμέλιτος κύαθος πρὸς ἑκάστην κοτύλην τοῦ γάλακτος· οὕτως γὰρ διορί- ζεται ὁ ὀρρὸς τοῦ τυρώδους. δεήσει δὲ πρὸς τὸ μὴ ὑπερζεῖν τὸ γάλα ἐν τῇ ἑψήσει σπόγγῳ ἐκ ψυχροῦ συνεχῶς ἀποψᾶν τὸ χεῖλος τῆς χύτρας καὶ ξέστην ἀργυροῦν πλήρη ὕδατος ψυχροῦ καθιέναι. ποτίζεται δὲ ὁ ὀρρὸς ἐκ διαστήματος κατὰ κοτύλην <μίαν> ἄχρι πέντε κοτυλῶν, ἐν δὲ τοῖς μεταξὺ διαστήμασι περι- πατείτωσαν οἱ πίνοντες.
2.70.5 ποιεῖ δὲ τὸ πρόσφατον γάλα καὶ πρὸς τοὺς ἀπὸ τῶν θανα- σίμων φαρμάκων δηγμοὺς καὶ πυρώσεις, ὡς κανθαρίδος ἢ πι- τυοκάμπης ἢ βουπρήστεως ἢ σαλαμάνδρας ἢ ὑοσκυάμου ἢ δορυ- κνίου ἢ ἀκονίτου ἢ ἐφημέρου. πρὸς δὲ τοῦτο μάλιστα τὸ βόειον συμφέρει, ἰδίως ἁρμόζον, διακλύζεται δὲ καὶ πρὸς ἑλκώσεις στόματος καὶ παρισθμίων εἰς ἀναγαργάρισμα. ἰδίως δὲ τὸ ὄνειον διακλυζόμενον οὖλα καὶ ὀδόντας κρατύνει, τοὺς δὲ τῆς κοιλίας μεθ' ἑλκώσεως ῥευματισμοὺς καὶ τεινεσμοὺς προβά- τειον ἢ βόειον ἢ αἴγειον ἵστησιν ἑψηθὲν διὰ κοχλάκων. ἐγκλύ- ζεται δὲ καὶ καθ' ἑαυτὸ καὶ μετὰ πτισάνης ἢ χόνδρου χυλοῦ, ἱκανῶς πραῦνον τὴν τῶν ἐντέρων δῆξιν· ἐγκλύζεται καὶ μήτρᾳ εἱλκωμένῃ.
2.70.6 τὸ δὲ τῆς <γυναικὸς γάλα> γλυκύτατόν ἐστι καὶ τροφιμώ- τατον. ὠφελεῖ δὲ θηλαζόμενον στομάχου δῆξιν καὶ φθίσιν, ἁρμόζει καὶ πρὸς λαγωοῦ θαλασσίου πόσιν. μιγὲν δὲ λιβανω- τῷ λείῳ ἐνστάζεται τοῖς ἐκ πληγῆς αἱμαχθεῖσιν ὀφθαλμοῖς, καὶ ποδαγρικοὺς ὠφελεῖ σὺν κωνείῳ καὶ κηρωτῇ καταχριόμενον. ἄθετον δὲ πᾶν γάλα σπληνικοῖς, ἡπατικοῖς, τοῖς τὸ νευρῶδες πεπονθόσι, πυρέσσουσι, κεφαλαλγοῦσι, σκοτωματικοῖς, ἐπι- λημπτικοῖς, εἰ μή ποτε καθάρσεως ἕνεκα προσφέροιτό τις, ὡς ὑποδέδεικται, τὸ σχιστόν. ἱστοροῦσι δέ τινες τὸ τῆς πρωτο- τόκου κυνὸς γάλα ψιλοῦν τρίχας καταχρισθέν, καὶ θανασίμων φαρμάκων ἀντιφάρμακον <εἶναι> ποθὲν καὶ τεθνηκότων ἐμ- βρύων ἐκβόλιον.
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Identifications proposées :
- (Beck)
- (Aufmesser)
- (Berendes)
- (García Valdés)
Traduction allemande de Berendes
Cap. 75. ____ ____. Milch. Im Allgemeinen ist jede Milch wohlschmeckend, nahrhaft, den Leib erweichend und Magen und Eingeweide aufblähend. Allerdings ist die Frühjahrsmilch wässeriger als die Sommermilch und die von grünem Futter herrührende erweicht den Bauch mehr. Schön ist die Milch, wenn sie weiss, von gleichmässiger Consistenz ist und zusammenbleibt, wenn sie auf den Nagel getröpfelt wird. Die Milch der Ziegen greift den Bauch weniger an, weil diese mehr adstringirendes Futter fressen, Eichen, Mastix, Oelzweige 1) und Terebinthe, deshalb ist sie dem Magen bekömmlich. Die Schafmilch ist dick, süss und sehr fett und dem Magen nicht so zuträglich; aber die Kuh-, Esels- und Pferdemilch macht mehr offenen Leib und verursacht Durchfall. Jede Milch aber ruft Umwälzung in Magen und Bauch hervor, wo das Futter Purgirwinde, Nieswurz, Bingelkraut oder Sinngrün ist, wie es in den vestinischen Bergen von uns beobachtet wurde. Die Ziegen, welche die Blätter der weissen Nieswurz beim ersten Hervorspriessen abweiden, erbrechen selbst 2) und machen ihre Milch magenstörend und brechenerregend. Gekocht wird jede Milch den Bauch stopfend, am meisten, wenn sie durch glühende Kieselsteinchen 3) abgedunstet ist. Im Allgemeinen heilt sie innere Geschwüre, besonders des Kehlkopfes, der Lunge, der Eingeweide, der Nieren und der Blase, auch wird sie frisch mit rohem, durch etwas Wasser verdünnten Honig unter Zusatz von Salz gegen Jucken der äusseren Haut 4), Ausschlag und Verdorbenheit der Säfte gegeben. Weniger blähend aber ist sie, wenn sie einmal gekocht ist. Ueber den Steinchen bis zur Hälfte eingekocht heilt die die mit Geschwüren verbundenen Flüsse des Bauches.
Commentaires de Berendes
1) ____ ist hier jedenfalls gleich ____, da Blüthe offenbar schlecht passen würde. 2) Ist ein Irrthum, da die Wiederkäuer nicht erbrechen. 3) Die eigenthümliche Manier des Kochens über Steinchen soll jedenfalls nur bezwecken, ein Anbrennen der Milch zu verhüten, auch den Wassergehalt zu vermindern. 4) Pruritus. Die Milch ist ein Zersetzungs- bezw. Abscheidungsproduct der Milchdrüsen der weiblichen Säugethiere. Im frischen Zustande ist sie amphoter, d. h. sie bläuet empfindliches rothes Lackmuspapier und röthet empfindliches blaues Lackmuspapier. Ihre Zusammensetzung ist bis auf geringe Schwankungen in den Procentzahlen bei allen Säugethieren dieselbe. Das spec. Gewicht ist im Mittel 1,03. Sie besteht aus 3,5°/o Fett (Milchkügelchen, welche emulsionartig in der Flüssigkeit vertheilt sind), 4% Milchzucker, 4% Casei'n, Albumin, 0,7% anorganischen Salzen (Chlorkalium, Chlornatrium, phosphorsauren Erden) und 87,8% Wasser. Das Verhältniss dieser Stoffe ist je nach der Individualität der Thiere, nach dem Futter und nach der seit der Geburt verflossenen Zeit verschieden. Die Ziegen- und Schafmilch ist reicher an Fett und Milchzucker, als Kuhmilch, die Eselsmilch ist ärmer an Caseïn und Fett, reicher an Milchzucker. Die Pferdemilch ist gleichfalls zuckerreich.
Traduction allemande de Berendes
Cap. 76. ____ ____. Molken. Jede Milch enthält in sich mit ihr verbunden die Molken, welche, abgeschieden, zum Purgiren wirksamer werden; sie werden gegeben, wenn man damit eine Ausscheidung ohne Schärfe erzielen will, wie bei den Gallsüchtigen, Epileptikern, bei Aussatz, Elephantiasis und Ausschlag über den ganzen Körper.
Commentaires de Berendes
Traduction allemande de Berendes
Cap. 77. ____ ____. Geronnene Milch. Jede Milch gerinnt, wenn sie in einem neuen Topfe gekocht und mit einem frisch geschnittenen Feigenzweige gerührt und dann nach zwei- bis dreimaligem Aufkochen auf jede Hemine Milch 1 Becher Sauerhonig zugegossen wird; denn auf diese Weise scheiden sich die Molken vom Käsigen. Es wird aber nöthig sein, damit beim Sieden die Milch nicht überkoche, den Rand des Topfes fortwährend mit einem kalten Schwamm abzuwischen und einen silbernen Xestes 1) mit kaltem Wasser hineinzusetzen. Die Molken werden in Zwischenräumen gegen 1 bis 5 Kotylen 2) getrunken, in den dazwischen liegenden Pausen mögen die Trinkenden umhergehen. Die frische Milch wirkt aber auch gegen die Aetzung und die Entzündungen tödtlicher Mittel, wie der Kantharis, der Nonne, des Salamanders, der Buprestis, des Arseniks, der Strauchwinde, des Sturmhuts und der Zeitlose. Gegen alles dieses hilft am besten die Kuhmilch als specifisches Mittel. Als Mundwasser dient sie auch bei Geschwüren im Munde, und bei Mandelentzündungen zum Gurgeln damit. Dagegen befestigt die Eselsmilch als Mundwasser gebraucht ganz besonders das Zahnfleisch und die Zähen; die mit Geschwüren verbundenen Flüsse des Bauches und Stuhlzwang stellt die Schaf-, Kuh- und Ziegenmilch, mit Steinchen gekocht. Aber auch als Klystier, wird sie für sich allein und mit Ptisane oder Graupenschleim angewandt, indem sie ausgezeichnet den beissenden Schmerz in den Eingeweiden beschwichtigt. Auch bei Gebärmuttergeschwüren wird sie als Injection gebraucht.
Commentaires de Berendes
1) Xestes ist hier das Maassgefäss selbst. 2) ? Die Molken sind die mehr oder weniger klare, gelblichgrüne Flüssigkeit, welche von der Milch nach Abscheidung von Käse und Fett zurückbleibt. Sie enthalten den Milchzucker und die Nährsalze nebst Milchsäure und sind entweder sauer oder süss. Die sauren Molken entstehen entweder dadurch, dass beim Stehen der Milchzucker sich zum Theil in Milchsäure umsetzt und die Coagulation herbeiführt oder durch Zusatz von Säuren. Die süssen Molken erhält man durch Abscheidung mittelst Lab. D. scheidet den Käse auf beide Manieren ab, erstens durch Rühren der kochenden Milch mit einem frischen Feigenzweige, welcher Papaïn, einen fermentartigen, labähnlich wirkenden Stoff enthält, und dann durch Zusatz von Oxymel, einer Mischung von Honig und Essig. Die Anwendung der Molken, namentlich bei Erkrankungen der Brustorgane, ist auch heute noch beliebt und die sogen. Molkencur dieselbe, wie sie bei D. beschrieben ist. Ebenso wird noch jetzt die Milch in gewissen Fällen als erstes Gegenmittel bei Vergiftungen gegeben, indem sie bei der Verkäsung im Magen die schädlichen Substanzen einhüllt, welche dann durch ein Brechmittel entfernt werden.
Traduction allemande de Berendes
Cap. 78. ____ ____. Frauenmilch. Die Frauenmilch ist die süsseste und nahrhafteste. Frisch abgezogen heilt sie Magenstechen und Schwindsucht; sie hilft aber auch gegen den Genuss von Meerhasen. Mit fein gestossenem Weihrauch gemischt wird sie in die Augen getröpfelt, wenn sie durch Verwundung blutig gemacht sind. Ebenso hilft sie, mit Mekonion und Wachssalbe eingerieben, bei Podagra. Ohne Wirkung aber ist jede Milch bei denen, die an den Nieren, an der Leber, an Schwindel, Epilepsie und Neuralgie leiden, bei Fiebernden und Kopfleidenden, es sei denn, dass Jemand die geronnene Milch des Abführens wegen, wie angedeutet ist, gebrauche. Einige sagen auch, dass die Milch des erstgebärenden Hundes eingerieben das Haar entferne und getrunken ein Gegenmittel gegen tödtliche Gifte sei, auch den abgestorbenen Fötus hinauswerfe.
Commentaires de Berendes
Die Frauenmilch ist im ganzen Alterthum ein beliebtes Mittel; die Hippokratiker wenden sie meist äusserlich an, z. B. bei Eiterfluss aus Nase und Ohren, zu Einspritzungen und Waschungen (De morb. III 2, De morb. mul. I 101). Plinius XXVIII 72 hält die Muttermilch für die süsseste und dann am wirksamsten, wenn das Kind abgesetzt ist. Er empfiehlt sie in einer ganzen Reihe von Krankheiten; als besonders heilsam gilt die Milch einer Frau nach der Geburt eines Knaben. Die Frauenmilch steht in ihrer Zusammensetzung der Kuhmilch am nächsten. Auch heute noch pflegen die Hebammen die Augen der Neugeborenen bei Entzündung mit Muttermilch zu waschen.
turos
2.71.1 <τυρὸς> νεαρὸς δίχα ἁλῶν ἐσθιόμενος τρόφιμος, εὐστό- μαχος, εὐανάδοτος, σαρκῶν ποιητικός, κοιλίας μετρίως μαλα- κτικός, διαφέρων αὑτοῦ αὐτὸς παρὰ τὴν τοῦ γάλακτος φύσιν, ἀφ' οὗ σκευάζεται. ἑψηθεὶς δὲ καὶ ἐκθλιβείς, εἶτα ὀπτηθεὶς σταλτικὸς γίνεται κοιλίας· ὠφελεῖ δὲ καὶ καταπλασσόμενος ὀφθαλμῶν φλεγμονὰς καὶ ὑπώπια. ὁ δὲ νεοαλὴς ἀτροφώτερος ἐσθιόμενος, πρὸς καθαίρεσιν σαρκῶν ἐπιτήδειος, κακοστόμαχος, λυπῶν κοιλίαν καὶ ἔντερα. ὁ δὲ παλαιότερος κοιλίας σταλτικός, ὁ δὲ ἐξ αὐτοῦ ὀρρὸς κυνῶν τροφιμώτατος. ἡ δὲ καλουμένη <ἱππάκη> τυρός ἐστιν ἵππειος, βρωμώδης καὶ πολύτροφος, ἀναλογῶν τῷ βοείῳ. ἔνιοι δὲ ἱππάκην ἐκά- λεσαν τὴν ἵππειον πιτύαν.
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Identifications proposées :
- (Beck)
- (Aufmesser)
- (Berendes)
- (García Valdés)
Traduction allemande de Berendes
Cap. 79. ____ ____. Frischer Käse. Der frische, ohne Salz genossene Käse ist nahrhaft, dem Magen bekömmlich, leicht assimilirbar, fleischbildend und den Bauch mässig erweichend. Der eine hat aber Vorzug vor dem anderen je nach der Natur der Milch, aus welcher er gemacht ist. Gekocht und gepresst, dann gebraten, erhält er die Eigenschaft, den Durchfall zu stellen, hilft auch als Umschlag bei Entzündungen und Sugillationen unter den Augen. Der frisch gesalzene ist, genossen, weniger nährend, zur Verminderung des Fleisches (Körpergewichts) geeignet, schlecht für den Magen, Bauch und Eingeweide belästigend. Der ältere aber stellt den Durchfall. Das Käsewasser davon (die Molken) ist die beste Nahrung für Hunde.
Commentaires de Berendes
Traduction allemande de Berendes
Cap. 80. ____ ____. Hippake. Die sogen. Hippake ist Pferdekäse, von widrigem Geruch, sehr nahrhaft und steht dem Kuhkäse gleich. Einige haben auch das Pferdelab als Hippake bezeichnet.
Commentaires de Berendes
Hippake ist der von den Skythen aus Pferdemilch gemachte Käse. Die Hippokratiker (De aere, aquis et loc.) nennen ihn ____ ____), beschreiben seine Bereitung und wenden ihn an.
bouturon
2.72.1 <βούτυρον> σκευάζεται καλὸν ἐκ τοῦ λιπαρωτάτου γά- λακτος· τοιοῦτον δέ ἐστι τὸ προβάτειον. γίνεται δὲ καὶ ἐκ τοῦ αἰγείου, ἐν ἀγγείοις κινουμένου τοῦ γάλακτος καὶ χωριζομένου τοῦ λίπους. ἔχεται δὲ δυνάμεως μαλακτικῆς, ἐλαιώδους, ὅθεν κοιλίαν τε ἐκλύει πλεῖον ποθὲν καὶ πρὸς τὰ θανάσιμα μὴ παρόντος ἐλαίου χρησιμεύει. μιχθὲν δὲ μέλιτι καὶ παρατριβὲν ὀδον- τιάσεις ὠφελεῖ καὶ τοὺς τῶν οὔλων ὀδαξισμοὺς ἐπὶ παιδίων καὶ ἄφθας, ἔξωθεν δὲ καταπλασσόμενον εὔτροφον καὶ ἀψυδρα-
2.72.2 κίωτον τηρεῖ τὸ σῶμα· ποιεῖ καὶ πρὸς φλεγμονὰς καὶ σκληρίας ὑστέρας τὸ μὴ δυσῶδες μηδὲ παλαιόν, καὶ πρὸς δυσεντερίας καὶ πρὸς κόλου ἕλκωσιν ἐγκλυζόμενον, πυοποιοῖς τε μείγνυται χρησίμως, καὶ μάλιστα ἐπὶ τῶν κατὰ τὰ νεῦρα καὶ μήνιγγας καὶ κύστεως τράχηλον τραυμάτων· τὸ δὲ αὐτὸ πληροῖ καὶ κα- θαίρει καὶ σαρκοῖ, καὶ τοὺς ὑπὸ ἀσπίδος δηχθέντας ἐπιτιθέ- μενον ὠφελεῖ. μείγνυται δὲ καὶ προσοψήμασιν ἀντὶ ἐλαίου τὸ νεαρὸν καὶ ἐν τοῖς πέμμασιν ἀντὶ στέατος.
2.72.3 συνάγεται δὲ καὶ <λιγνὺς> ἐκ τοῦ <βουτύρου> τὸν τρόπον τοῦτον· εἰς λύχνον καινὸν ἐγχέας τὸ βούτυρον ἅψον καὶ πωμάσας ἀγγείῳ κεραμεῷ, σωληνοειδεῖ [στενῷ] κατὰ τὰ ἄνωθεν, τρήματα δὲ ἐκ τῶν ὑπὸ πόδας ἔχοντι, ὥσπερ οἱ κλίβανοι, ἔα καίεσθαι. ὅταν δὲ ἀναλωθῇ τὸ πρῶτον βούτυρον, ἄλλο ἐπίχει καὶ ποίει τὸ αὐτό, ἕως ἂν ὅσον πλῆθος βούλει αἰθαλώσῃς, εἶτα ἀπόσυρε πτερῷ καὶ χρῶ. δύναμιν δὲ ἔχει εἰς τὰ ὀφθαλμικὰ ξηραίνειν καὶ ὑποστύφειν· ἐφίστησι δὲ τὰ ῥεύματα καὶ τὰ ἕλκη ταχέως ἀναπληροῖ <καὶ ἀπουλοῖ>.
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- (Beck)
- (Aufmesser)
- (Berendes)
- (García Valdés)
Traduction allemande de Berendes
Cap. 81. Butter und der aus ihr bereitete Russ. Schöne Butter wird aus der fettesten Milch bereitet, eine solche ist die Schafmilch. Sie wird aber auch aus Ziegenmilch gemacht, indem die Milch in Gefässen geschüttelt wird, wobei das Fett sich abscheidet. Sie besitzt erweichende, ölartige Kraft, deshalb löst sie, im Uebermass genossen, den Bauch und wird in Ermangelung von Oel gegen die tödtlichen Gifte gebraucht. Mit Honig gemischt und eingestrichen hilft sie beim Zahnen, gegen Jucken des Zahnfleisches bei den Kindern und gegen Mundausschlag (Soor). Aeusserlich aber eingerieben macht sie wohl genährt und hält den Körper frei von weissen Bläschen. Sie wirkt auch, wenn sie weder schlecht riecht noch alt ist, gegen Entzündungen und Verhärtungen der Gebärmutter, als Klystier gegen Dysenterie und Geschwüre im Kolon. Mit Nutzen wird sie auch den eitermachenden Mitteln zugemischt, vorzüglich bei den Wunden der Sehnen, der Gehirnhaut, der Blase und des Halses. Sie füllt auch selbst aus, reinigt und bildet Fleisch und hilft, aufgelegt, den von der Aspis-Schlange Gebissenen. Frisch wird sie auch statt des Oels den Gemüsen und statt des Fettes dem Backwerk zugesetzt. Es wird auch Russ aus der Butter gesammelt auf folgende Weise: Giesse die Butter auf eine neue Lampe, zünde sie an und decke darüber einen irdenen Topf, der nach oben röhrenartig enger ist, der aber unten am Boden Löcher hat wie die Brodformen und lass verbrennen. Wenn aber die erste Butter verbraucht ist, giesse andere zu und thue dasselbe, bis du Russ gebrannt hast in der Menge, soviel du willst; dann kratze ihn mit einer Feder ab und gebrauche ihn. Bei den Augenmitteln hat er die Kraft, auszutrocknen und zu adstringiren. Er stellt die Flüsse und bringt Geschwüre rasch zur Vernarbung.
Commentaires de Berendes
Die Butter ist ein Product der Skythen, von denen die Griechen sie bezogen. Der hippokratische Schriftsteller (De morb. mul. I 111) sagt: Sie schütten die Pferdemilch in hölzerne Gefässe und schütteln; dabei scheidet sich das Durchgerührte und das Fett nennen sie Butter. Plinius XXVIII 133 sagt, die Butter sei bei den Barbaren nur die Speise der Vornehmen gewesen, sie werde meist aus Kuhmilch — er leitet deswegen den Namen Butter auch von ____, die Kuh, ab —, die fetteste aber aus Schafmilch gemacht. „Die Milch wird in oben engen Gefässen geschüttelt, die Buttermilch abgenommen und mit Salz versetzt, das Uebrige in Töpfen erhitzt; was dann obenauf schwimmt als Oel, ist die Butter. Je stärker sie schmeckt, desto besser ist sie. Zu vielen Arzneimischungen wird alte Butter genommen." XI 239 nennt er die Butter einen dicken Milchschaum von ölartiger Beschaffenheit, welche zum Einreiben der Kinder dient. Das reine Kuhbutterfett besteht etwa zu 9/10 aus den Glyceriden der Stearinsäure, Palmitinsäure und Oelsäure, und zu 1/10 aus den Glyceriden der Buttersäure, Capronsäure, Caprylsäure, Caprinsäure, Laurinsäure, Myristinsäure und Arachinsäure. Das spec. Gewicht bei 15° ist 0,9275—0,913, sie schmilzt bei 31—35°, doch treten hier je nach der Fütterung der Thiere und nach der Jahreszeit der Herstellung Schwankungen auf. Als Salbengrundlage, besonders für Augensalben, hat sich die Butter (Butyrum insulsum) bis in die Neuzeit erhalten.
eria oisupêra
2.73.1 <ἔρια οἰσυπηρὰ> ἄριστα τὰ ἁπαλὰ καὶ τὰ ἀπὸ τοῦ τραχήλου καὶ τῶν μηρῶν, ἁρμόζοντα ἐν ἀρχῇ πρὸς τραύματα, θλάσματα, ἀποσύρματα, πελιώματα, ὀστῶν κατάγματα βρεχό- μενα ὄξει καὶ ἐλαίῳ ἢ οἴνῳ· δεκτικὰ γάρ ἐστι τῶν ἐμβρεγμάτων καὶ μαλακτικὰ διὰ τὸν οἴσυπον· ποιεῖ καὶ πρὸς κεφαλαλγίαν καὶ στομάχου πόνους καὶ παντὸς ἄλλου τόπου σὺν ὄξει καὶ ῥοδίνῳ. τὰ δὲ κεκαυμένα ἔρια δύναμιν ἔχει <θερμαντικήν,> ἐσχαρω- τικήν, ὑπερσαρκωμάτων σταλτικήν, ἀπουλωτικὴν ἑλκῶν. καίεται δὲ καθαρὰ διαξανθέντα ἐν ὠμῇ χύτρᾳ ὥσπερ τὰ λοιπά· τὸν δ' αὐτὸν τρόπον καὶ κροκύδες καίονται θαλασσίας πορφύρας. τινὲς δὲ σὺν τῷ ῥύπῳ διαξάναντες τὰ ἔρια καὶ μέλιτι δεύσαντες
2.73.2 καίουσιν ὡσαύτως. ἄλλοι δὲ διαθέντες ὀβελίσκους ἐπὶ πλατύ- στομον κεραμεοῦν ἀγγεῖον, διεστῶτας ἀπ' ἀλλήλων, καὶ ἐπιθέντες σχίδακας δᾳδίων ἰσχνὰς καὶ ἐπάνω θέντες τὰ ἔρια διεξασμένα καὶ βεβρεγμένα ἐλαίῳ οὕτως ὥστε μὴ ἀποστάζειν, καὶ πάλιν σχίδακας καὶ ἔρια ἐναλλὰξ ἐπιτιθέντες, κούφως ἐκ τῶν δᾳδίων ὑφάπτουσι, καέντα δὲ αἴρουσι καὶ εἴτε λίπος ἢ πίττα ἐκ τῶν δᾳδίων ὑπορρεῖ συναναιροῦνται καὶ ἀποτίθενται. πλύνεται δὲ εἰς τὰ ὀφθαλμικὰ ἐν κεραμεῷ κρατῆρι ὕδατος ἐπιχεομένου καὶ ταρασσομένου εὐτόνως ταῖς χερσί, καὶ μετὰ τὸ ἀποκαταστῆναι ἀποχεομένου τοῦ ὑγροῦ καὶ ἄλλου ἐπιχεομένου καὶ πάλιν ἀναταρασσομένου, καὶ τοῦτο γίνε- ται, ἄχρις ἂν προσαγόμενον τῇ γλώττῃ μὴ δάκνῃ, ποσῶς δὲ στύφῃ.
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- (García Valdés)
Traduction allemande de Berendes
Cap. 82. ____ ____. Wolle. Die beste schmutzige Wolle ist die, welche weich ist, vom Halse und von den Schenkeln genommen ist. Mit Essig und Oel oder Wein befeuchtet ist sie gleich anfangs bei Wunden angezeigt, bei Quetschungen, Abschürfungen, blutunterlaufenen Stellen und Knochenbrüchen; denn sie saugt die Feuchtigkeit auf und erweicht durch das Wollfett. Wirksam ist sie auch bei Kopfleiden, bei Schmerzen des Magens und jeder anderen Stelle, wenn sie mit Essig und Rosenöl aufgelegt wird.
Commentaires de Berendes
Die Wolle ist die Vorläuferin unserer jetzt in der Chirurgie im weitesten Maasse gebräuchlichen hydrophilen Watte, wodurch die Charpie, gezupftes altes Leinen, die Trägerin zahlreicher Bakterien, verdrängt wurde. Schon bei den Hippokratikern war die schweissfeuchte, frisch abgeschnittene Schafwolle, ____ ____, zu Umschlägen und zum Verbande der Wunden ein beliebtes, vielfach angewandtes Mittel. Plinius XXIX 37 rühmt besonders die rohe oder reine Wolle des Schwanzes. D. lässt sie vom Halse und den Schenkeln nehmen, vermuthlich weil durch die Bewegungen des Kopfes und der Beine sich dort der meiste Schweiss, das Oesypum, absondert.
Traduction allemande de Berendes
Cap.83. ____ ____. Gebrannte Wolle. Die gebrannte Wolle hat die Kraft, Wunden zu verharschen, Fleischwucherungen zurückzuhalteni und Geschwüre zu vernarben. Gereinigt und gezupft wird sie in einem neuen Topfe gebrannt wie die anderen Substanzen. Auf dieselbe Weise werden auch die Schalen 1) der Meer-Purpurschnecke gebrannt. Einige zupfen auch die Wolle sammt dem Schmutze, befeuchten sie mit Honig und brennen sie geradeso. Andere ordnen in einem weiten irdenen Kruge feine Spiesse in Abständen von einander an, legen darauf trockene Fichtensplitter und über diese die gezupfte und mit Oel so befeuchtete Wolle, dass dieses nicht abtröpfelt, wieder legen sie Holzspähne und Wolle wechselweise und machen mit den Spähnen von unten an ein gelindes Feuer; die Asche nehmen sie weg, und wenn etwas Fett oder Harz aus den Fichtenspähnen ausfliesst, so wird es zusammen mit fortgenommen und aufbewahrt. Zu den Augenmitteln wird sie in einem irdenen Kruge gewaschen, indem Wasser dazu gegossen und mit den Händen kräftig gerührt wird, nach dem Absetzen das Wasser abgegossen, anderes zugegeben und wieder durchgerührt wird; dieses wird fortgesetzt, bis dasselbe auf die Zunge gebracht nicht beisst, aber etwas zusammenzieht.
Commentaires de Berendes
1) ____, eigentlich Wollflocken, auch Stücke vom Kleide, sind hier wohl die stacheligen Schalenwülste. Durch das wiederholte Waschen mit Wasser soll die Pottasche bis auf die letzten Spuren entfernt werde.
oisupos
2.74.1 <οἴσυπος> δὲ λέγεται τὸ ἐκ τῶν οἰσυπηρῶν ἐρίων λίπος, ὃν σκευάσεις οὕτως· λαβὼν ἔρια μαλακὰ οἰσυπηρὰ ἔκπλυνον <μὴ> ἐστρουθισμένα θερμῷ ὕδατι, ἅμα ἐκθλίβων πᾶσαν τὴν ῥυπαρίαν, ἣν βαλὼν εἰς κρατῆρα πλατύστομον καὶ ἐπιχέας ὕδωρ ἀνάχει ἀρυτῆρι ῥαγδαίως, ἕως ἂν ἀφρίσῃ, ἢ ξύλῳ ἀνατάρασσε εὐτόνως, μέχρις ἂν ὁ πολὺς ἀφρὸς καὶ λιπαρὸς συλλεγῇ· εἶτα κατάρραινε θαλάσσῃ, καὶ ὅταν καταστῇ τὸ ἐπινηχόμενον λίπος, ἀναλάμβανε εἰς ἕτερον κεραμεοῦν ἀγγεῖον, ἐπιχέας τε ὕδωρ εἰς τὸν κρατῆρα πάλιν τάρασσε καὶ κατάρραινε τῇ θαλάσσῃ τὸν ἀφρὸν καὶ ἀναλάμβανε, καὶ τὸ αὐτὸ ποίει, ἄχρι ἂν μηκέτι
2.74.2 ἀφρὸς ἐφιστῆται δαπανηθέντος τοῦ λίπους. τὸν μέντοι ἀνῃ- ρημένον οἴσυπον τῇ χειρὶ μαλάξας παραχρῆμα ἀναιροῦ, εἴ τινα ἔχει ἀκαθαρσίαν, στραγγίζων τὸ πρῶτον ὕδωρ καὶ ἄλλο ἐπι- χέων καὶ κινῶν τῇ χειρί, ἄχρι ἂν οὗ καθαρὸς καὶ λευκὸς φανῇ, οὕτως τε ἀποτίθεσο ἐν ἀγγείῳ κεραμεῷ· ἐν ἡλίῳ δὲ θερινῷ γινέσθω πάντα. ἔνιοι δὲ διηθήσαντες τὸ λίπος πλύνουσιν ἐν ὕδατι ψυχρῷ, ταῖς χερσὶν ἀνατρίβοντες ὡς τὴν κηρωτὴν αἱ
2.74.3 γυναῖκες· γίνεται δὲ ὁ τοιοῦτος λευκότερος. οἱ δὲ πλύναντες τὰ ἔρια καὶ ἐκθλίψαντες τὸν ῥύπον ἕψουσι μεθ' ὕδατος ἐν λέβητι πυρὶ κούφῳ, καὶ τὸ ἐφιστάμενον λίπος ἀφαιροῦντες πλύνουσιν ὕδατι, ὥσπερ εἴρηται, καὶ διυλίσαντες εἰς λοπά- διον κεραμεοῦν ἔχον ὕδωρ θερμὸν λινῷ τε ῥάκει περιπωμάσαν- τες τιθέασιν ἐν ἡλίῳ, μέχρι ἂν αὐτάρκως παχὺς γένηται καὶ λευκός· ἔνιοι δὲ διὰ δύο ἡμερῶν ἀποχέοντες τὸ πρῶτον ὕδωρ ἄλλο ἐπιχέουσιν. ἔστι δὲ βελτίων ὁ ἀστρούθιστος καὶ λεῖος, ὄζων ἐρίων οἰσυπηρῶν, ἀνατριβόμενός τε μεθ' ὕδατος ψυχροῦ ἐν μύακι [καὶ] λευκαινόμενος καὶ οὐδὲν ἔχων ἐν ἑαυτῷ σκληρὸν ἢ συνεστηκὸς ὥσπερ ὁ δολιζόμενος κηρωτῇ ἢ στέατι.
2.74.4 δύναμιν δὲ ἔχει θερμαντικήν, πληρωτικὴν ἑλκῶν, μαλακτικήν, καὶ μάλιστα τῶν περὶ δακτύλιον καὶ ὑστέραν σὺν μελιλώτῳ καὶ βουτύρῳ, καὶ ἔμμηνα καὶ ἔμβρυα ἐν ἐρίῳ προστιθέμενος ἄγει, πρός τε τὰ ἐν ὠσὶ καὶ αἰδοίῳ σὺν χηνείῳ στέατι. ποιεῖ δὲ καὶ πρὸς περιβεβρωμένους κανθοὺς καὶ ψωρώδεις καὶ βλέφαρα τετυλωμένα καὶ τριχορροοῦντα. καίεται δὲ ἐπ' ὀστράκου και- νοῦ, μέχρι ἂν τεφρωθὲν ἀποβάλῃ τὸ λίπος· συνάγεται δὲ καὶ λιγνὺς ἐξ αὐτοῦ, ὡς ὑπεδείξαμεν (I 68), ἁρμόζουσα πρὸς τὰ ὀφθαλμικά.
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Identifications proposées :
- (Beck)
- (Aufmesser)
- (Berendes)
- (García Valdés)
Traduction allemande de Berendes
Cap. 84. ____ ____. Wollfett. Oisypos nennt man das Fett aus schweissig-schmutziger Wolle. Du sollst es auf folgende Weise herstellen: Nimm weiche schmutzig-schweissige Wolle und wasche sie ohne Verwendung von Seifenkraut mit heissem Wasser, und presse sämmtlichen Schmutz aus. Diesen gib in ein weites Becken und giesse Wasser dazu, schöpfe es mit einer Kelle zurück unter kräftigem Durchrühren, bis es schäumt, oder rühre mit einem Holzspatel tüchtig, bis sich viel Schmutz und Schaum gesammelt hat, dann besprenge ihn mit Seewasser, und wenn das obenaufschwimmende Fett sich gestellt hat, so nimm es in ein anderes irdenes Gefäss auf, giesse Wasser in das Becken, rühre wiederum und besprenge mit Meerwasser den Schaum und nimm ihn heraus; und dieses thue, bis nach Entfernung des Fettes kein Schaum mehr entsteht. Den nun gesammelten Oisypos knete mit den Händen und entferne, wenn er etwa Unreinigkeit enthalten sollte, diese sofort, indem du das erste Wasser ausdrückst, anderes hinzugiessest und mit den Händen knetest, bis er an die Zunge gebracht nicht beisst, aber mässig adstringirt, fett und rein und weiss erscheint 1). Sodann gib ihn zum Aufbewahren in einen irdenen Topf. Alles aber muss bei Sonnenhitze geschehen. Einige aber seihen das Fett durch und waschen es in kaltem Wasser, wobei sie es mit den Händen reiben wie die Frauen die Pomade, ein solches wird weisser. Noch Andere waschen die Wolle und pressen den Schmutz ab, kochen dann mit Wasser in einem Kessel über gelindem Feuer, nehmen das oenaufstehende Fett ab und waschen es mit Wasser, wie angegeben ist. Auch seihen sie es durch in ein flaches irdenes Geschirr, welches heisses Wasser enthält, verschliessen es ringsum mit einem Deckel aus losem Leinen 2) und setzen es in die Sonne, bis es hinreichend consistent und weiss geworden ist. Einige nehmen nach zwei Tagen das erste Wasser weg und giessen anderes zu. Der bessere ist der ohne Seifenwurzel erhaltene, geschmeidige, welcher den Geruch nach schweissiger Wolle hat, mit kaltem Wasser in einer Muschel verrieben, weiss wird und in sich nichts Hartes oder Festes enthält, wie der mit Wachssalbe oder Talg verfälschte. Er hat die Kraft, zu erwärmen, Geschwüre auszufüllen und zu erweichen, besonders am After und an der Gebärmutter mit Steinklee und Butter. In Wolle (als Zäpfchen) eingeführt treibt er den Embryo aus und befördert die Menstruation; mit Gänsefett hilft er bei Geschwüren in den Ohren und an der Scham. Ferner wirkt er bei angefressenen und krätzigen Augenwinkeln, auch bei verhärteten und solchen Augenlidern, welche die Haare verlieren. Gebrannt wird er in einem neuen irdenen Gefässe, bis er zu Asche geworden ist und die Fettigkeit verloren hat. Es wird aber auch Russ daraus gesammelt, wie wir angegeben haben, welcher zu Augenmitteln sich eignet.
Commentaires de Berendes
1) Diese Hantirung ist das bei der Bereitung einiger Pflaster (Empl. Plumbi simpl., Empl. Cerussae) nöthige Malaxiren, wodurch nicht allein die fremden wasserlöslichen Substanzen entfernt werden, sondern die Pflaster auch eine hellere Farbe erhalten. D. nennt das Wollfett __ ____. Plinius schreibt Oesypum. Als Masculinum brauchen es auch die späteren Griechen, Oribasios, Aetios (____), Paulus von Aegina, Nikolaus Myrepsos (____); die mittelalterlichen Schriftsteller behandeln das Wort theils als Masculinum, theils als Femininum, oft mit dem Zusätze humida. Die Araber haben nämlich, wie Meyer (Gesch. d. Boot. III S. 379) sagt, aus zwei im Griechischen sehr verschiedenen Wörtern, aus ____ und ____ (Hysop) ein einziges Wort Zûfâ, gemacht, unterscheiden beide aber durch einen adjectivischen Zusatz: Zûfâ jabis, das trockene Kraut, und Zûfâ rathaba, das feuchte Wollfett. Bei Rhazes heisst es: Ysopus, quae vegetatur sicut Origanum und Ysopus humida, quae e lanae sordibus fit. Durch die arabischen Autoren ist die Bezeichnung Hyssopus humidus und humida im Mittelalter gebräuchlich geworden, von ihnen kam sie zu den christlichen Schriftstellern zurück. Diese Bezeichnung hielt sich bis zum 16. Jahrhundert in den verschiedenen Arzneibüchern als Nebenbezeichnung für Oesypum. Man kann Husemann (Zur Vorgesch. d. Lanolins, Janus 1896 u. 1897 Separatabdr.) übrigens nur beipflichten, wenn er die lateinische Form Oesypum bevorzugt, weil wir unsere für die Recepte bestimmten Benennungen der officinellen Drogen nicht aus dem Griechischen, sondern aus dem Lateinischen nehmen, und da heisst es Oesypum. Die grösste Beachtung verdient die Bereitungsweise des Wollfettes; wem die Urheberschaft derselben zufällt, ist nicht bestimmt, das aber steht fest, dass D. und Plinius aus derselben Quelle geschöpft haben. Plinius, welcher XII 74 auch das Ladanum Oesypum nennt, gibt an (XXIX 85), dass mehrere Verfahren existirten, als das beste beschreibt er dasjenige, welches D. an dritter Stelle anführt, er weicht nur insofern davon ab, dass er das Seewasser, welches D. wohl zur besseren Abscheidung zusetzt, ausser Acht lässt, dass er das gewonnene Fett in Leintücher einschlagen und bis zum Weisswerden der Sonne aussetzen lässt, dass er bei der Prüfung das Oesypum in der Hand mit Wasser verreiben lässt, wobei es weiss wie Bleiweiss werden soll, und dass er dasselbe in Zinngefässen aufbewahren lässt. Plinius scheint betreffs der Verreibung in der Hand wieder eine kleine Verwechselung unterlaufen zu sein, ebenso bei dem Einschlagen des Wollfettes in Leinen. Auch Husemann übersetzt die Stelle 2): ____ __ ______ ______ __ ___ mit „hüllen sie es in einen Leinenlappen ein und setzen es in die Sonne", während doch ____ ____ rings herum mit einem Deckel zudecken heisst. Auch würde ja das Fett an der Sonne schmelzen und durch das Leinen auslaufen, während es auf dem Wasser schwimmend unter dem Einflüsse des abgedämpften Sonnenlichtes bleichen kann. Weitere Vorschriften geben spätere griechische Autoren, Aetios von Amida (6. Jahrh.), Paulus von Aegina (7. Jahrh.), Nikolaus Myrepsos (13. Jahrh.), sie combiniren meist die Verfahren des D. und Plinius; als Verfälschung wird Teig, ____, angegeben. Serapion der Jüngere (gest. 1050) (De simpl. 452) folgt dem D., verwirft aber die Verwendung der Seifenwurzel nicht, ebenso der Verfasser des Liber Servitoris, Abulkasis (?), nur legt er grösseres Gewicht auf einen guten Geruch des Präparats. Mesue der Jüngere (gest. 1015) vereinfachte in seinem Grabbadin das Verfahren, wodurch er die Herstellung des Wollfettes den Händen der Hirten und Schäfer zu entziehen suchte: Die Wolle wird mit hinreichendem Wasser acht Stunden macerirt, dann aufgekocht, die Colatur unter stetem Umrühren in einem Zinnkessel bis zur Honigconsistenz eingekocht. Als Verfälschung gibt er eine Mischung von Wachs, Talg und Oel an. Diese Vorschrift hat bei Aerzten und Apothekern bis ins späte Mittelalter Aufnahme gefunden, sie fehlt aber in den früheren Arzneibüchern der Salernitaner. Valerius Cordus erst grub die Vorschrift des D. wieder aus, welche danach in der Pharmacopoea medico-chymica des Frankfurter Stadtarztes Joh. Schröder (1641), in der Pharmacop. simpl. et compos. bipartita des Herforder Arztes Th. Corbejus erschien, ebenso in der Wiener Pharmacopoea Augustana reformata, sie schreibt Lana ovium defatigatarum vor, um durch vorheriges Abhetzen der Thiere den Schweiss und damit die Ausbeute zu vermehren. Das Oesypum bildete schon zur Zeit des D. und Plinius einen bedeutenden Handelsartikel, nicht nur als Arzneimittel, sondern auch als Kosmeticum — das attische galt als das beste —, daher die Verfälschungen und die von den älteren Autoren in den Quid-pro-quo-Listen gebilligten Ersatzmittel, nämlich Hirsch- und Kalbsmark; ja Aetios und Paulus gaben schon Vorschriften zu unächtem Oesypum, wenn das ächte nicht zu beschaffen war: Feuchte Wolle von den Achseln der Schafe, herba Hysopi und Meliloti und Kardamom werden drei Tage mit Wasser bezw. Wein (Paulus) macerirt, die Colatur wird auf den dritten Tkeil eingekocht und mit Kolophonium, Wachs, Fichtenharz und süssem Oel zu einer Salbe (Emplastrum) gekocht. Die Wiedereinführung der D.'schen Vorschrift durch Cordus war für die Apotheker wegen ihrer Umständlichkeit sehr verdriesslich, so dass Dr. J. Zwelfer, früher selbst Apotheker (1652), theils dieserhalb, theils weil andere Fette dieselben Dienste leisteten wie „der als Handelsartikel ausgebeutete übelriechende und schmutzige Thierschweiss", heftig gegen die Verwendung des Wollfettes eiferte. Seit dem Anfange des 18. Jahrh. verschwindet das Wollfett aus den meisten Pharmakopoen officinell, am längsten hielt es sich in Spanien und Frankreich, wo es viel fabricirt wurde, im Codex medicam. von 1758 wird es noch als l'Oesipe unter den Simplicibus aufgeführt. Erst in neuerer Zeit ist das Oesypum durch Liebreich als Lanolin und als Adeps lanae, Alapurin, wieder zu Ehren gekommen und zwar als vorzügliche Salbengrundlage. Heute wird demselben Wasser aus pharmakotaktischen Gründen zugesetzt, die Alten thaten dasselbe nur zur Prüfung, um die Identität nachzuweisen (vgl. Husemann a. a. 0.). Das Lanolin ist eine salbenartige, gelbliche, fast geruchlose neutrale Masse, welche bei 40° schmilzt und sich dabei in eine wässerige und eine Fettschicht trennt Es besteht aus den Fettsäureäthern des Cholesterins und Isocholesterins, denen 25 % Wasser zugemischt werden. Dargestellt wird es in den Wollwäschereien und Wollkämmereien aus dem rohen Wollfette (Oesypum) nach patentirten Verfahren.
pitua
2.75.1 <πιτύα> λαγωοῦ ἁρμόζει <λαμβανομένη> σὺν οἴνῳ ὁλκὴ τριωβόλου πρὸς θηριοδήκτους καὶ κοιλιακοὺς καὶ δυσεντερικοὺς καὶ πρὸς ῥοικὰς γυναῖκας καὶ πρὸς αἵματος θρόμβωσιν καὶ ἀνα- γωγὰς τὰς ἐκ θώρακος, προστιθεμένη δὲ μετὰ <τὴν> κάθαρσιν τῇ μήτρᾳ μετὰ βουτύρου συλλήψει συνεργεῖ, ποθεῖσα δὲ μετὰ τὴν ἄφεδρον ἀτόκιόν ἐστιν. ἡ δὲ τοῦ ἵππου, ὑπ' ἐνίων δὲ ἱππάκη
2.75.2 καλουμένη, ἰδίως ἁρμόζει ἐπὶ κοιλιακῶν καὶ δυσεντερικῶν. ἐρί- φου δὲ καὶ ἀρνὸς καὶ νεβροῦ καὶ δορκάδος καὶ πλατυκέρωτος καὶ δόρκου καὶ ἐλάφου καὶ μόσχου καὶ βουβάλου ὁμοίαν ἔχουσι δύναμιν, ἁρμόζουσαν πρὸς ἀκονίτου πόσιν σὺν οἴνῳ λαμβανό- μεναι καὶ πρὸς γάλακτος θρόμβωσιν μετ' ὄξους. ἡ δὲ τοῦ νεβροῦ ἰδίως μετὰ τὰς καθάρσεις προστεθεῖσα ἐπὶ τρεῖς ἡμέρας ἀτόκιόν ἐστιν. ἡ δὲ τῆς φώκης ἔοικε κατὰ τὴν δύναμιν τῷ καστορίῳ, δοκεῖ δὲ ἁρμόζειν μάλιστα ἐπιλημπτικοῖς καὶ ὑστερι- καῖς πνιξὶ πινομένη. δοκιμάζεται δέ, εἰ ἔστι φώκης, τὸν τρόπον τοῦτον· λαβὼν πιτύαν ζῴου τινός, μάλιστα δὲ ἀρνός, καὶ ἐπι- χέας ὕδωρ ἔασον βραχὺν χρόνον, καὶ μετὰ ταῦτα ἐπίχει τὸ ἀπό- βρεγμα κατὰ τῆς πιτύας τῆς φώκης· ἡ γὰρ ἀληθινὴ ἐξυδατοῦ-
2.75.3 ται ταχέως, ἡ δὲ μὴ τοιαύτη διαμένει ὁμοία. λαμβάνεται δὲ ἐκ τῆς φώκης πιτύα μηδέπω δυναμένων τῶν σκύμνων νήχεσθαι. κοινῶς δὲ πᾶσα πιτύα πήσσει μὲν τὰ διαλελυμένα, λύει δὲ τὰ συνεστῶτα.
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Identifications proposées :
- rennet (Beck)
- (Aufmesser)
- (Berendes)
- (García Valdés)
Traduction allemande de Berendes
Cap. 75. Lab. Das Hasenlab im Gewicht von 3 Obolen mit Wein hilft gegen den Biss giftiger Thiere, bei Kolik, Dysenterie, Fluss der Frauen, gegen geronnenes Blut und Auswerfen desselben aus der Brust. Mit Butter im Zäpfchen nach der Menstruation 1) an die Gebärmutter gelegt bewirkt es Empfängnis. Getrunken aber tödtet es den Embryo und nach der Menstruation bewirkt es Unfruchtbarkeit. Das Pferdelab aber, von Einigen Hippake genannt, ist ein Specificum bei Magenleiden und Dysenterie. Das vom Böckchen, vom Lamm, vom Hirschkalb, von der Gazelle 2) und dem Damwild 3), vom Reh 4) und Hirsch, vom Kalbe 5) und Bubalos 6) hat dieselbe Kraft, ist auch mit Wein genommen gegen den Genuss von Sturmhut, mit Essig gegen geronnene Milch wirksam. Das vom Hirschkalb ganz besonders bewirkt, nach der Menstruation als Zäpfchen drei Tage eingelegt, Unfruchtbarkeit. Das vom Seehund gleicht in der Wirkung dem Bibergeil; es scheint aber genossen ein vorzügliches Mittel bei Epilepsie und Gebärmutterkrämpfen zu sein. Die Probe, ob es vom Seehund stamme, wird so gemacht: Nimm das Lab irgend eines Thieres, am besten des Lammes, giesse Wasser zu, lass kurze Zeit stehen und giesse hiernach die Maceration zu dem Seehundslab; das ächte wird nämlich sofort im Wasser zergehen, was ein solches aber nicht ist, wird unverändert bleiben. Es wird aber aus dem Seehunde das Lab genommen, wenn die Jungen noch nicht mitschwimmen können. Insgeheim verbindet das Lab das, was gelöst ist, löst aber das Verdichtete.
Commentaires de Berendes
1) Lacuna fügt zu: __ ____ __ __ __ ____, kurz vor dem Beischlaf. 2) ____, Antilope Dorcas Licht., von ______, blicken, abgeleitet, wegen der schönen Augen der Gazelle. 3) ______, Dama vulgaris Brookes, vom breiten Geweih. 4) ____ wird für Cervus Capreolus L. genommen. 5) ____ ist ein unbestimmtes Thier, auf keinen Fall Moschus moschiferus; nach Analogien ist es mit Kalb übersetzt. 6) Bubalus, eine afrikanische Hirschart. Plinius VIII 38 sagt, das Thier habe Aehnlichkeit mit einem Kalb oder einem jungen Hirsche, vom unkundigen Volke werde es auch Büffel genannt. Lab, Coagulum, ist ein Enzym im Magensafte der Säugethiere, welches in grösster Menge im vierten Magen, dem Labmagen, noch saugender Thiere, besonders der Kälber sich findet. Das Lab hat die Eigenschaft, bei 25—50° aus der Milch das Caseïn auszuscheiden, dient daher zur Bereitung der süssen Molken. Zu diesem Behuf stellt man eine Labessenz her durch Maceration des zerschnittenen Labmagens mit einer Mischung von 5 Theilen Wasser und 1 Theil Weingeist, dem etwas Kochsalz und Borsäure zugesetzt sind (Liquor seriparus). Auch ein Labpulver (Pulvis seriparus) und Labextract benutzt man zu demselben Zwecke. Als Lab bezeichnet man aber auch die erste Muttermilch der Säugethiere, das Colostrum.
stear
2.76.1 <στέαρ> πρὸς μὲν τὰ περὶ μήτραν ἁρμόζει τὸ νεαρὸν <χήνειον> ἢ <ὀρνίθειον> καὶ δίχα ἁλῶν τεθεραπευμένον, πολέ- μιον δὲ ὑστέρᾳ τὸ ἡλισμένον καὶ τὸ τῷ χρόνῳ μεταβεβληκὸς εἰς δριμύτητα. πρόσφατον δὲ τούτων λαβών τι καὶ ἐξυμενίσας ἔμβαλε εἰς λοπάδα καινὴν κεραμεᾶν, δὶς τοσοῦτον χωροῦσαν ἢ ὅσον ἐστὶ τὸ μέλλον θεραπεύεσθαι, εἶτα θεὶς εἰς ὀξύτατον ἥλιον τὸ ἀγγεῖον κεκαλυμμένον ἐπιμελῶς, ὑπὸ χεῖρα τὸ ἀποτηκόμενον ἀπήθει εἰς ἕτερον ἀγγεῖον ὀστράκινον, ἕως ἂν ἅπαν δαπανήσῃ·
2.76.2 τοῦτο δὲ εἰς κατάψυχρον τόπον ἀποτίθεσο καὶ χρῶ. τινὲς δὲ ἀντὶ τοῦ ἡλίου ὑπὲρ ὕδατος θερμοῦ ἐπερείδονται τὴν λοπάδα ἢ ἐπὶ λεπτῆς καὶ μαλακῆς ἀνθρακιᾶς. ἔστι δὲ καὶ ἄλλος τρό- πος θεραπείας τοιοῦτος· μετὰ τὸ ἐξυμενισθῆναι τὸ στέαρ λεαίνεται καὶ εἰς λοπάδα ἐμβληθὲν τήκεται, ἁλὸς ὀλίγου καὶ λεπτοῦ προσεμπασθέντος, εἶτα διὰ ῥάκους λινοῦ ὑλισθὲν ἀπο- τίθεται. ἁρμόζει δὲ τὸ τοιοῦτον εἰς τὰ ἄκοπα. <ὕειον> δὲ καὶ <ἄρκειον> θεραπεύεται οὕτως· λαβὼν τὸ πρόσφατον καὶ καταπίμελον, οἷόν ἐστι τὸ νεφριαῖον, ἔμβαλε εἰς ὕδωρ δαψιλὲς ὄμβριον ὡς ὅτι ψυχρότατον καὶ ἐξυμένισον καὶ τρῖβε ταῖς χερσὶν ἐπιμελῶς, ἀνατρίβων αὐτὸ καὶ οἱονεὶ
2.76.3 ἀποψήχων· εἶτα ἑτέρῳ ὕδατι πολλάκις ἀποκλύσας δὸς εἰς χύ- τραν κεραμεᾶν τὸ διπλάσιον χωροῦσαν, ἐπιχέας τε ὕδωρ, ὡς ὑπερέχειν τοῦ στέατος, θὲς ἐπὶ κούφης ἀνθρακιᾶς καὶ κίνει σπάθῃ. ὅταν δὲ τακῇ, διηθήσας αὐτὸ δι' ἠθμοῦ εἰς ὕδωρ, καὶ ἐάσας ψυγῆναι πάλιν ἐστραγγισμένον ἐπιμελῶς ἀπόδος εἰς τὴν χύτραν προπεπλυμένην, ἐπιχέας τε ὕδωρ τῆξον πραέως, καὶ καθελὼν μικρόν τε ἐάσας τὴν τρύγα ὑποστῆναι κατάχεον εἰς θυίαν νενοτισμένην σπόγγῳ. ὅταν δὲ παγῇ, ἀνελόμενος καὶ τὴν πρὸς τῷ πυθμένι ἀκαθαρσίαν ἀφελὼν τῆξον ἐκ τρίτου χωρὶς ὕδατος, καὶ κατεράσας εἰς θυίαν καθαρίσας τε ἔμβαλε εἰς κερα- μεοῦν ἀγγεῖον καὶ πωμάσας ἀπόθου εἰς κατάψυχρον τόπον.
2.76.4 <τράγειον> δὲ καὶ <προβάτειον>, ἔτι δὲ καὶ <ἐλάφειον> θεραπεύεται οὕτως· λαβών, οἷον προείρηται, στέαρ οἱουτινοσοῦν αὐτῶν καὶ πλύνας ἐξυμενίσας τε, ὡς προείρηται ἐπὶ τοῦ ὑείου, δὸς εἰς θυίαν μαλάττειν καὶ τρῖβε, κατ' ὀλίγον ὕδωρ ἐπιχέων, ἄχρι ἂν μήτε αἱμάλωψ ἐκκρίνηται μήτε λάμπη ἐπι- πλέῃ λαμπρόν τε γένηται. λοιπὸν ἐμβαλὼν αὐτὸ εἰς κεραμεᾶν χύτραν καὶ προσεπιδοὺς ὕδωρ ὥστε ὑπερέχειν θὲς ἐπὶ κούφης ἀνθρακιᾶς καὶ κίνει. ὅταν δὲ τακῇ ἅπαν, κατεράσας αὐτὸ εἰς ὕδωρ καὶ ψύξας πλύνας τε τὴν χύτραν ἐκ δευτέρου τῆκε καὶ τὰ
2.76.5 αὐτὰ ποίει τοῖς προειρημένοις. τὸ δὲ τρίτον χωρὶς ὕδατος τήξας εἰς νενοτισμένην θυίαν ἀπήθησον καὶ ψυγὲν ἀποτίθεσο, ὡς ἐλέγετο ἐπὶ τοῦ ὑείου. καὶ τοῦ <βοείου> δὲ στέατος ἐξυμενιστέον τὸ νεφριαῖον καὶ θαλάττῃ πελαγίᾳ πλυτέον, εἶτα εἰς ὅλμον ἐμβλητέον καὶ κοπ- τέον ἐπιμελῶς, ἐπιρραινομένης τῆς θαλάττης. ὅταν δὲ δια- λυθῇ ἅπαν, εἰσβλητέον αὐτὸ εἰς χύτραν κεραμεᾶν καὶ θάλασσαν ἐπιχυτέον, ὡς ὑπερέχειν μὴ ἧττον σπιθαμῆς, ἑψητέον τε, ἄχρι
2.76.6 τὴν ἰδίαν ὀσμὴν ἀποβάλῃ· εἶτα πρὸς μίαν μνᾶν τοῦ στέατος Ἀττικὴν κηροῦ Τυρρηνικοῦ ὁλκὰς τέτταρας ἐμβλητέον καὶ διη- θητέον, ἀφαιρετέον τε τὴν προσκαθημένην ἐν τῷ πυθμένι ἀκαθαρσίαν καὶ εἰς λοπάδα καινὴν ἀποθετέον· εἶτα εἰς ἥλιον καθ' ἡμέραν κομιστέον περιεσκεπασμένον, ὅπως ἀπολευκανθῇ καὶ τὴν δυσωδίαν ἀποβάλῃ. τὸ δὲ <ταύρειον> θεραπευτέον οὕτως· λαβὼν καὶ τούτου τὸ πρόσφατον καὶ νεφριαῖον ἔκπλυνον ποταμίῳ ῥεύματι, ἐξυμενίσας τε δὸς εἰς χύτραν κεραμεᾶν καινήν, ἁλὸς ὀλίγον προσεμπάσας,
2.76.7 καὶ τῆκε· εἶτα εἰς ὕδωρ διαυγὲς ἀπηθήσας, ὅταν ἀρχὴν λαμ- βάνῃ πήξεως, ταῖς χερσὶ πάλιν ἔκπλυνον σφοδρῶς τρίβων, τοῦ μὲν ἀποχεομένου ὕδατος τοῦ δὲ ἐπιχεομένου, ἄχρι ἂν πλυθῇ καλῶς, καὶ πάλιν εἰς χύτραν ἐμβαλὼν ἕψε μετ' οἴνου ἴσου εὐώδους. ὡς δ' ἂν ζέσῃ δίς, ἄρας ἀπὸ τοῦ πυρὸς τὴν χύτραν ἔασον ἐννυκτερεῦσαι τὸ στέαρ ἐνθάδε· τῇ δ' ἐχομένῃ ἐάν τι τῆς δυσωδίας ὑπολείπηται, ἀνελόμενος τὸ προειρημένον εἰς ἑτέραν χύτραν καινὴν προσεπίχεον οἶνον εὐώδη καὶ τὰ αὐτὰ τοῖς προ-
2.76.8 ειρημένοις ποίει, ἕως ἂν ἅπασαν τὴν δυσωδίαν ἀποβάλῃ. τή- κεται δὲ καὶ χωρὶς ἁλῶν ἐπ' ἐνίαις διαθέσεσιν, ἐν αἷς οὗτοι ἐναντιοῦνται· γίνεται μέντοι τὸ οὕτως σκευασθὲν οὐκ ἄγαν λευκόν. ὡσαύτως δὲ καὶ παρδάλειον σκευαστέον καὶ λεόντειον συάγρειόν τε καὶ καμήλεον καὶ ἵππειον καὶ τὰ ὅμοια. <ἀρωματιστέον> δὲ στέαρ μόσχειον καὶ ταύρειον, ἔτι δὲ ἐλάφειον καὶ μυελὸν τοῦδε τοῦ ζῴου τὸν τρόπον τοῦτον· ἐξυ- μενίσας τὸ μέλλον εὐωδιάζεσθαι καὶ πλύνας, ὡς προείρηται, σύζεσον οἴνῳ ἀθαλάσσῳ τε καὶ εὐώδει, εἶτα ἀνελόμενος καὶ ἐννυκτερεῦσαι ἀφεὶς ἕτερον οἶνον ἀπὸ τοῦ αὐτοῦ γένους ἐπίχεε τῷ πλήθει τοσοῦτον, ὅσον ἦν ὁ ἔμπροσθεν δοθείς, καὶ τήξας ἀποκογχίσας τε ἐπιμελῶς, πρὸς ἐννέα κοτύλας τοῦ στέατος ἔμ-
2.76.9 βαλε σχοίνου Ἀραβικῆς ὁλκὰς ἑπτά· ἐὰν δὲ εὐωδέστερον ποι- ῆσαι θέλῃς, τοῦ ἄνθους ὁλκὰς τεσσαράκοντα, προσαπόδος δὲ καὶ φοίνικος καὶ καλάμου τὰς ἴσας ὁλκάς, ἀσπαλάθου τε καὶ ξυλοβαλσάμου ἀνὰ ὁλκὴν μίαν· μεῖξον δὲ καὶ καρδαμώμου καὶ νάρδου καὶ κασσίας καὶ κιναμώμου ἀνὰ οὐγγίαν μίαν – πάντα δὲ ἔστω ὁλοσχερέστερον κεκομμένα – εἶτα ἐπιδοὺς οἶνον εὐώδη ἀπέρεισαι ἐπ' ἀνθράκων πεπωμασμένον τὸ ἀγγεῖον καὶ σύζεσον τρίς, ἄρας τε ἀπὸ τοῦ πυρὸς ἔασον ἐννυκτερεῦσαι αὐτό· τῇ δ' ἐχομένῃ ἀπόχεε τὸν οἶνον καὶ ἄλλον ἐπιδοὺς τοῦ αὐτοῦ γένους
2.76.10 σύζεσον ὁμοίως ἔτι τρὶς καὶ ἄφες. πρωὶ δὲ ἀνελόμενος τὸ στέαρ ἀπόχεε τὸν οἶνον, ἐκπλύνας τε τὸ ἀγγεῖον καὶ καθάρας τὸ πρὸς τῷ πυθμένι καὶ τήξας διυλίσας τε αὐτὸ ἀπόθου καὶ χρῶ. ἀρωματίζεται δὲ καὶ τὸ τεθεραπευμένον τὸν αὐτὸν τρόπον. προστύφεται δὲ τὰ προειρημένα στέατα πρὸς τὸ ῥᾳδίως δέξα- σθαι τὴν τῶν ἀρωμάτων δύναμιν οὕτως· λαβὼν αὐτῶν ὅ τι ἂν αἱρῇ ζέσον ἅμα οἴνῳ, συγκαθεὶς μυρσίνης κλάδον ἕρπυλλόν τε καὶ κύπερον, ἔτι δὲ ἀσπάλαθον ὁλοσχερέστερον συγκοπέντα· τινὲς δὲ ἑνὶ τούτων ἀρκοῦνται. ὅταν δὲ τὸ τρίτον ἀναζέσῃ, ἀνελόμενος πραέως καὶ δι' ὀθόνης ὑλίσας ἀρωμάτιζε, ὡς δεδή-
2.76.11 λωται. ἔτι δὲ καὶ οὕτως πρόστυφε τὰ στέατα· κόψας ὅ τι ἂν αὐτῶν θέλῃς – πρόσφατον δὲ καὶ ἀμιγὲς αἵματος τά τε ἄλλα ἔχον, ἃ πολλάκις εἴρηται – <καὶ> ἐμβαλὼν εἰς λοπάδα καινὴν ἐπιχέας τε οἶνον παλαιὸν λευκὸν εὐώδη, ὡς ὑπερέχειν δακτύ- λους ὀκτώ, σύζεσον ἐλαφρῷ χρώμενος πυρί, ἕως τὴν σύμφυτον ὀσμὴν ἀποβάλῃ καὶ μᾶλλον οἰνίζῃ. εἶτα καθελὼν τὸ ἀγγεῖον καὶ ψύξας ἀνελοῦ <τοῦ> στέατος μνᾶς δύο καὶ ἐμβαλὼν εἰς λοπάδα προσεπιδούς τε τοῦ αὐτοῦ οἴνου κοτύλας τέσσαρας καὶ λωτίνου καρποῦ, οὗ τοῖς ξύλοις οἱ αὐλοποιοὶ χρῶνται, κεκομ-
2.76.12 μένου μνᾶς τέσσαρας ἕψε πυρὶ κούφῳ διηνεκῶς κινῶν. ὅταν δὲ τὴν στεατώδη ἀποφορὰν ἀποβάλῃ πᾶσαν, διυλίσας αὐτὸ ψῦχε, καὶ λαβὼν ἀσπαλάθου κεκομμένου μνᾶν μίαν, ἀμαρακίνου δὲ ἄνθους μνᾶς τέσσαρας οἴνῳ φύρασον παλαιῷ καὶ ἔασον μίαν νύκτα συμπιεῖν· τῇ δ' ἐχομένῃ εἰς χύτραν κεραμεᾶν τρι- χουνιαίαν καινὴν κάθες ταῦτα καὶ τὸ στέαρ, προσαπόδος δὲ καὶ οἴνου χοέως ἥμισυ καὶ σύζεσον ἅπαντα ὁμοῦ· ὅταν δὲ πάν- των τῶν στυμμάτων τὴν δύναμιν καὶ τὴν ὀσμὴν ἀπολάβῃ τὸ στέαρ, καθελὼν αὐτὸ καὶ διυλίσας πῆξον ἀπόθου τε. ἐὰν δὲ εὐωδέστερον ποιῆσαι θέλῃς, μίσγε σμύρνης τῆς λιπαρωτάτης ὀκτὼ ὁλκὰς οἴνῳ διειμένας πολυετεῖ.
2.76.13 τὸ δὲ <ὀρνίθειον> καὶ <χήνειον> στέαρ οὕτως ἂν εὐωδια- σθείη· λαβὼν οἵουτινος αὐτῶν τεθεραπευμένου κοτύλας τέσσαρας καὶ καθεὶς εἰς ὀστρακίνην χύτραν πρόσμειξον ἐρυσισκήπτρου καὶ ξυλοβαλσάμου, ἔτι δὲ φοίνικος ἐλάτης καὶ καλάμου ὁλοσχε- ρῶς κεκομμένων ἀνὰ δραχμὰς δεκαδύο, ἐπιδούς τε οἴνου Λες- βίου παλαιοῦ κύαθον ἕνα θὲς ἐπ' ἀνθρακιᾶς καὶ σύζεσον τρίς· εἶτα ἀνελόμενος ἀπὸ τοῦ πυρὸς τὸ ἀγγεῖον καὶ ἐάσας ψυγῆναι τὰ ἐν αὐτῷ ἡμέραν καὶ νύκτα, τῇ ἐχομένῃ τῆξον αὐτά, καὶ διὰ
2.76.14 ῥάκους λινοῦ καὶ καθαροῦ ὕλισον εἰς ἀργυροῦν ἀγγεῖον. ὅταν δὲ παγῇ, ἀνελόμενος κόγχῳ τὸ προειρημένον εἰς κεραμεοῦν ἀγ- γεῖον βάλε καὶ πωμάσας στεγανῶς ἀπόθου ἐν καταψύχρῳ τόπῳ· χειμῶνος δὲ ταῦτα δραστέον, ἐν γὰρ θέρει οὐ πήγνυται. τινὲς δὲ πρὸς τὴν σύστασιν αὐτοῦ καὶ τὴν πῆξιν βραχὺ κηροῦ Τυρρηνικοῦ μίσγουσιν. τῷ δὲ αὐτῷ τρόπῳ ἀρωματιστέον καὶ τὸ ὕειον καὶ ἄρκειον καὶ τὰ ὅμοια. <σαμψουχίζεται> δὲ στέαρ οὕτως· λαβὼν τοῦ καλῶς τε- θεραπευμένου ὅσον μνᾶν μίαν – ἔστω δὲ μᾶλλον ταύρειον – καὶ σαμψούχου ὡρίμου τεθλασμένου ἐπιμελῶς μνᾶν μίαν ἥμισυ μεῖξον καὶ μαγίδας ἀνάπλασον ἐπιχέας δαψιλέστερον οἶνον, εἶτα ἀποθέμενος αὐτὰς εἰς ἀγγεῖον καὶ σκεπάσας ἔασον ἐννυκτερεῦ-
2.76.15 σαι. πρωὶ δὲ εἰς χύτραν κεραμεᾶν ἐμβαλὼν καὶ ὕδωρ ἐπιχέας ἕψε κούφως. ὅταν δὲ τὴν ἰδίαν ὀσμὴν ἀποβάλῃ τὸ στέαρ, διυ- λίσας αὐτὸ καὶ ἐάσας μεῖναι ὅλην τὴν νύκτα πεπωμασμένον κα- λῶς, τῇ ἐπιούσῃ ἀνελόμενος τὸν τροχίσκον καὶ προσαποξύσας τὴν ἐν τῷ πυθμένι ῥυπαρίαν μεῖξον πάλιν σαμψούχου κεκομ- μένου, ὡς εἴρηται, ἄλλην μνᾶν μίαν ἥμισυ καὶ ὡσαύτως ἀνα- στρέφου, μαγίδας τε ποιῶν καὶ τὰ ἄλλα τὰ προειρημένα· ἐπὶ πᾶσι δὲ ἑψήσας καὶ διυλίσας ἀφελών τε, εἴ τις πρὸς τῷ πυθ- μένι ῥυπαρία ὑπάρχοι, ἀπόθου ἐν καταψύχρῳ τόπῳ.
2.76.16 εἰ δὲ ἀθεράπευτον στέαρ χήνειον ἢ ὀρνίθειον ἢ μόσχειον θέλοι τις ἄσηπτον διατηρῆσαι, οὕτως ποιητέον αὐτό· λαβὼν πρόσφατον, ὁποῖον ἂν αἱρῇ, ἔκπλυνον ἐπιμελῶς καὶ διαψύξας ἐπὶ κοσκίνου ἐν σκιᾷ, μετὰ τὸ ξηρανθῆναι ἔμβαλε εἰς ὀθόνην καὶ ἐκπίεσον ταῖς χερσὶν ἐρρωμένως, εἶτα λίνῳ. διείρας κρέμα- σον ἐν τόπῳ σκιερῷ· μετὰ δὲ ἡμέρας πολλὰς καινῷ ἀποδήσας χάρτῃ ἀποτίθεσο ἐν καταψύχρῳ τόπῳ. ἄσηπτα <δὲ> διαμένει καὶ ἐν μέλιτι ἀποτεθέντα.
2.76.17 δύναμιν δὲ ἔχει τὰ στέατα πάντα θερμαντικήν. τὸ μέντοι ταύρειον στύφει ποσῶς καὶ τὸ βόειον καὶ τὸ μόσχειον, καὶ τὸ λεόντειον δὲ ἀναλογεῖ τούτοις· φασὶ δὲ καὶ ἀντιφάρμακον αὐτὸ τοῖς ἐπιβουλεύουσιν εἶναι. τὸ δὲ ἐλεφάντειον καὶ ἐλάφειον ἑρπετὰ διώκει καταχριόμενον· τὸ δὲ αἴγειον στυπτικώτερον, ὅθεν δυσεντερικοῖς δίδοται σὺν ἀλφίτῳ καὶ τυρῷ, καὶ ἑψόμενον ἐγκλύζεται μετὰ πτισάνης χυλοῦ. εὐθετεῖ δὲ καὶ φθισικοῖς ἐν ῥοφήμασιν ὁ ἐξ αὐτῶν ζωμός, καὶ τοῖς κανθαρίδας πεπωκόσιν
2.76.18 ὠφελίμως δίδοται. τὸ δὲ τράγειον, διαλυτικώτερον ὄν, βοηθεῖ ποδαγρικοῖς φυραθὲν σὺν αἰγὸς σπυράθοις καὶ κρόκῳ καὶ ἐπι- τιθέμενον, καὶ τὸ προβάτειον δὲ ἀναλογεῖ τούτῳ. ὕειον δὲ [ἀναλογεῖ] τοῖς περὶ ὑστέραν καὶ ἕδραν καὶ πυρικαύτοις ἁρμό- ζει· τὸ δὲ ταριχηρὸν ὕειον ὡς ὅτι παλαιότατον θερμαίνει, μαλάσσει, οἴνῳ δὲ πλυθὲν ἁρμόζει πλευριτικοῖς, σὺν τέφρᾳ ἢ ἀσβέστῳ ἀναλημφθέν, καὶ πρὸς οἰδήματα καὶ φλεγμονάς. τὸ δὲ ὄνειόν φασιν οὐλὰς ὁμόχρους ποιεῖν, χήνειον δὲ καὶ ὀρνί- θειον πρός <τε> τὰ γυναικεῖα καὶ ἐπιρρήξεις χειλῶν καὶ προσώ- πων ἐπιμέλειαν καὶ ὠταλγίας ἁρμόζει, τὸ δὲ ἄρκειον δοκεῖ τρι-
2.76.19 χοφυὲς εἶναι ἀλωπεκιῶν καὶ χιμετλιῶσιν ἁρμόζει. τὸ δὲ τῆς ἀλώπεκος στέαρ <ποιεῖ> πρὸς ὠταλγίας, τὸ δὲ τῶν ποταμίων ἰχθύων ὀξυδερκὲς ἐγχριόμενον, ἀποτακὲν ἐν ἡλίῳ καὶ μέλιτι μιγέν, τὸ δὲ τῆς ἐχίδνης πρὸς ἀμβλυωπίας, ἔτι δὲ ὑποχύσεις ἐνεργεῖ, μιγὲν κεδρίᾳ καὶ μέλιτι Ἀττικῷ καὶ ἐλαίῳ παλαιῷ ἴσον, ἐκτιλθείσας δὲ τὰς ἐν μασχάλῃ τρίχας πρὸς ταῖς ῥίζαις κατα- χρισθὲν καθ' ἑαυτὸ πρόσφατον ἐξιτήλους ποιεῖ.
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Identifications proposées :
- (Beck)
- (Aufmesser)
- (Berendes)
- (García Valdés)
Traduction allemande de Berendes
Cap. 86. ____ ____ . Fett. Das frische Fett von Gänsen oder Hühnern, ohne Salz aufbewahrt, ist bei Gebärmutterleiden ein gutes Mittel, das gesalzene aber und was mit der Zeit scharfen Geschmack angenommen hat, ist der Gebärmutter schädlich. Nimm von diesen das frische, häute es ab und gib es in einen neuen irdenen Topf, welcher doppelt so viel davon, oder von so viel, als geläutert werden soll, fasst. Dann setze den vorsichtig bedeckten Topf in die glühendste Sonne und seihe das ausgeschmolzene in einen anderen irdenen Topf, bis Alles erschöpft ist. Bringe es aber an einen kühlen Ort und gebrauche es. Einige stellen auch den Topf statt in die Sonne auf heisses Wasser oder gelindes, schwaches Kohlenfeuer. Es gibt auch noch eine andere Art des Läuterns, nämlich diese: Nach Entfernung der Häute wird das Fett fein zerkleinert in den Topf gegeben und geschmolzen, indem etwas fein geriebenes Salz darüber gestreut wird; dann wird es durch ein Leintuch colirt und weggesetzt. Dieses eignet sich zu stärkenden Salben.
Commentaires de Berendes
Traduction allemande de Berendes
Cap. 87. ____ ____. Schweine- und Bärenfett. Das Schweine- und Bärenfett wird so behandelt: Gib das frische und sehr fette, ein solches ist das von den Nieren, nach Entfernung der Häute in reichliches, möglichst kaltes Regenwasser und reibe es mit den Händen tüchtig, indem du dasselbe gleichsam abwischest. Nachdem du es dann mit anderem Wasser öfter abgespült hast, gib es in einen irdenen Topf, welcher das Doppelte fasst, giesse Wasser hinzu, bis es über dem Fette steht, setze es über gelindes Kohlenfeuer und rühre mit einem Spatel um. Wenn es geschmolzen ist, colire es durch ein Seihetuch in kaltes Wasser und lass erkalten. Vorsichtig ausgedrückt gib es wieder in den vorher ausgewaschenen Topf zurück, giesse Wasser zu und lass langsam schmelzen, und, wenn du es abgenommen hast (vom Feuer), lass die Unreinigkeiten sich kurze Zeit absetzen und giesse es in ein mit einem Schwamm befeuchtetes Becken. Wenn es erstarrt ist, nimm es heraus und, nachdem du den Bodensatz entfernt hast, bringe es in ein Geschirr und schmelze es zum dritten Male ohne Wasser, giesse es dann in einen irdenen Topf, verschliesse ihn und stelle ihn an einen kalten Ort.
Commentaires de Berendes
Traduction allemande de Berendes
Cap. 88. ____ ____. Ziegenbock-, Schaf- und Hirschfett. Das Ziegenbock- und Schaffett, auch das des Hirsches wird so geläutert: Nimm das Fett einen der genannten Thiere und wasche es ab. Nachdem du, wie beim Schweinefett angegeben ist, die Häute entfernt hast, gib es in ein Becken zum Einweichen und reibe es, indem du nach und nach Wasser zugibst, bis weder Blutmasse sich absondert, noch Fett obenaufschwimmt, jenes aber glänzend erscheint. Die Masse selbst aber gib in einen irdenen Topf und, nachdem du Wasser bis zum Ueberstehen zugegossen hast, setze ihn auf gelindes Kohlenfeuer und rühre um. Wenn Alles geschmolzen ist, giesse dasselbe in Wasser und kühle es ab, wasche den Topf aus und schmelze es zum anderen Mal und mache es so, wie früher angegeben ist. Zum dritten Mal schmelze aber ohne Wasser, fülle es in einen angefeuchteten Topf und bewahre es kühl auf, wie beim Schweinefett gesagt ist.
Commentaires de Berendes
Traduction allemande de Berendes
Cap. 89. ____ ____. Rinderfett. Auch das Rinderfett, das von den Nieren, ist von den Häuten zu befreien und mit Meerwasser mitten aus dem Meere zu waschen. Dann muss es in einen Trog geworfen und unter Benetzen mit Meerwasser sorgfältig zerhackt werden. Wenn Alles zerkleinert ist, wird es in einen irdenen Topf gegeben und Meerwasser zugegossen, so viel, dass es nicht weniger als eine Spanne darüber steht, und gekocht, bis es den eigenthümlichen Geruch verloren hat. Dann wird tyrrhenisches Wachs zugesetzt, auf 1 attische Mine 4 Drachmen, und colirt. Entferne die auf dem Grunde abgesetzte Unreinigkeit und giesse es in einen neuen Topf. Dann muss es, rings herum zugedeckt den Tag über in die Sonne gestellt werden, damit es weiss werde und den üblen Geruch abgebe.
Commentaires de Berendes
Traduction allemande de Berendes
Cap. 90. ____ ____. Stier-, Panther- und Löwenfett. Das Stierfett wird auf folgende Art geläutert: Nimm frisches und von den Nieren, wasche es mit Flusswasser und, nachdem du die Häute entfernt hast, gib es in einen irdenen Topf, indem du etwas Salz darüber streuest, und schmelze es. Dann colire es in ganz klares Wasser, und wenn es zu erstarren beginnt, zerdrücke es wieder mit den Händen und wasche es tüchtig, indem du das Wasser wegschüttest und anderes wieder zugiessest, bis es schön gewaschen ist. Bringe es wieder in den Topf und koche es mit gleichviel gewürztem Wein. Wenn es zweimal aufgekocht hat, nimm den Topf vom Feuer und lass das Fett eine Nacht dort stehen. Am folgenden Tage, wenn etwas vom schlechten Geruch zurückgeblieben sein sollte, bringe das vorgenannte in einen anderen neuen Topf, giesse gewürzten Wein dazu und mache es gerade so, wie vorher angegeben ist, bis es allen schlechten Geruch verloren hat. Es wird auch ohne Salz geschmolzen für solche Fälle, in denen es welche verabscheuen. Das so dargestellte wird allerdings nicht sehr weiss, ganz auf dieselbe Weise wird das Panther- und Löwenfett, das vorn Wildschwein, Kameel und Pferde und anderes dergleichen bereitet.
Commentaires de Berendes
Traduction allemande de Berendes
Cap. 91. ____ _____. Wie das Fett gewürzt wird. Das Kalb- und Stierfett, ebenso das vom Hirsch und das Mark dieses Thieres wird auf folgende Weise gewürzt: Was wohlriechend werden soll, befreie von den Häuten und wasche es, wie wir früher gesagt haben, und schmelze es mit gewürztem Wein ohne Meerwasser. Dann setze es ab und lass es die Nacht über stehen, giesse anderen Wein derselben Sorte darüber, diesen in solcher Menge, wie er zuvor zugegeben war, schmelze es, und nimm fleissig den Unrath ab, dann füge auf 9 Kotylen Fett 7 Drachmen arabischen Schoinos zu. Wenn du es aber noch wohlriechender machen willst, so gib 40 Drachmen der Blüthe hinzu und weiter Palme, Kassia und Kalmus von jedem gleichviel, Drachmen, Aspalathus und Balsamholz von jedem 1 Drachme, mische auch Zimmt, Kardmonm und Narde hinzu, von jedem 1 Unze. Alles sei aber ziemlich grob zerkleinert.Dann giesse gewürzten Wein zu und stelle den zugedeckten Topf auf Kohlen, lass dreimal aufkochen, nimm es dann vom Feuer, und lass es die Nacht über stehen. Am folgenden Tage giesse den Wein ab und anderen von derselben Sorte zu und lass bis dreimal in ähnlicher Weise kochen, und setze ab, anderen Morgens aber nimm das Fett heraus und giesse den Wein aus. Nachdem du den Kessel ausgewaschen und vom Bodensatze gereinigt hast, schmelze es, seihe es durch und setze es dann zum Gebrauche weg. Aber auch das geläuterte wird auf dieselbe Weise gewürzt. Die oben genannten Fette werden vorher vernichtet, damit sie die Kraft der Gewürze leichter aufnehmen, und zwar auf folgende Art: Nimm eins von diesen (Fetten), welches du willst, koche es mit Wein, nachdem du zugleich einen Myrtenzweig, Quendel und Cyperngras, auch Aspalathos, ziemlich grob zerkleinert, zugesetzt hast. Einige begnügen sich auch mit der Verwendung von einer dieser Substanzen. Wenn es zum dritten Mal gekocht hat, nimm es vorsichtig heraus, colire es durch Leinen und würze es dann, wie gezeigt ist. Aber auch so verdichte die Fette vorher: Nachdem du dasjenige, welches von ihnen du willst, frisch und frei von Blut, und mit den anderen oft erwähnten Eigenschaften, zerkleinert hast, wirf es in einen neuen Kessel, giesse alten gewürzten Weisswein dazu, dass er acht Finger breit darüber steht, und lass unter Anwendung von gelindern Feuer zusammenkochen, bis es den ihm von Natur anhaftenden Geruch verloren hat und mehr nach Wein riecht. Dann setze den Kessel ab und lass erkalten, und nimm 2 Minen Fett heraus, wirf sie in eine Schale, gib vom selben Wein 4 Kotylen zu und von zerkleinerter Frucht des Lotosbaumes 1), dessen Holz die Flötenfabrikanten gebrauchen, 4 Minen und koche über gelindem Feuer unter beständigem Umrühren. Wenn es allen Fettgeruch verloren hat, colire dasselbe und lass erkalten. Nimm ferner 1 Mine zerkleinerten Aspalathos und 4 Minen Majoranblüthe, mische sie mit altem Wein und lass eine Nacht ausziehen. Am folgenden Tage giesse dieses und auch das Fett in einen neuen, 3 Chous fassenden irdenen Topf, gib überdies noch ½ Chous Wein hinzu und lass Alles zusammen kochen. Wenn das Fett von allen den Verdichtungsmitteln die Kraft und den Geruch aufgenommen hat, so nimm dasselbe heraus, colire, lass erstarren und bewahre es auf. Wenn du es aber noch wohlriechender machen willst, so mische 8 Drachmen fettester Myrrhe, welche mit viele Jahre altem Weine gestanden hat, hinzu. Das Hühner- und Gänsefett mag auf diese Weise gewiirzt werden: Nimm 4 Kotylen geläutertes Fett irgend eines derselben, gib es in einen irdenen Topf und mische zu Erysiskeptron 2) und Balsamholz, auch die Spathe der Palme und Kalmus, grob zerkleinert, von jedem 12 Drachmen, giesse hinzu 1 Becher alten lesbischen Wein, setze es auf Kohlenfeuer und lass dreimal aufkochen. Nimm dann den Topf vom Feuer und lass den Inhalt einen Tag und eine Nacht hindurch erkalten. Am folgenden Tage schmelze dasselbe und seihe es durch ein reines Leintuch in einen reinen Topf. Wenn es aber erstarrt ist, nimm mit einer Muschel das obengenannte heraus und gib es in einen neuen irdenen Topf, verschliess ihn mit einem Deckel und setze ihn wohlbedeckt an einen kalten Ort. Dieses aber muss im Winter geschehen, denn im Sommer erstarrt es nicht. Einige aber setzen zur Consistenz und Erstarrung derselben ein wenig tyrrhenisches Wachs zu. Auf dieselbe Weise wird das Schweine- und Bärenfett und Aehnliches gewürzt.
Commentaires de Berendes
1) Celtis australis L., Zürgelbaum. 2) Synonym mit Aspalathos und Kypeiros.
Traduction allemande de Berendes
Cap. 92. ____ ____. Wie das Fett mit Majoran gewürzt wird. Das Fett wird auf diese Weise mit Majoran gewürzt: Nimm schon geläutertes Fett, am liebsten soll es Stierfett sein, 1 Mine und mische es mit 1 ½ Minen reifen, sorgfältig gestossenen Majorans, besprenge es reichlich mit Wein und forme Küchelchen daraus, lege sie in einen Topf, verschliesse ihn und lass eine Nacht stehen. Früh Morgens wirf sie in einen irdenen Topf, giess Wasser dazu und koche gelinde. Wenn das Fett einen eigenthümlichen Geruch abgegeben hat, colire dasselbe und lass es die ganze Nacht gut zugedeckt stehen. Am kommenden Tag nimm den Kuchen heraus, entferne den am Grunde sitzenden Schmutz, vermische wieder, wie angegeben wurde, mit weiteren 1 ½ Minen gestossenen Majorans und forme auf dieselbe Art Küchelchen, indem du im Uebrigen verfährst, wie oben gesagt ist. Wenn du nach allem diesem aber gekocht und colirt hast, nimm, wenn irgend eine, Unreinigkeit sich am Grunde findet, diese weg; bewahre es an einem recht kalten Orte auf.
Commentaires de Berendes
Traduction allemande de Berendes
Cap. 93. ____ ____. Gänse- und Hühnerfett. Wenn du das ungeläuterte Gänse-, Hühner- oder Kalbsfett vor Fäulniss bewahren willst, musst du so verfahren: Nimm frisches wovon du willst, wasche es sorgfältig ab und lüfte es auf einem Siebe im Schatten aus; nach dem Trocknen schlage es in reines Leinen und drücke es mit den Händen kräftig aus. Dann nimm es aus dem Leinen heraus und bringe es an einen schattigen Orte auf. Nach vielen Tagen hülle es in ein neues Papier und bewahre es an einem sehr kalten Orte auf. Fäulnissfrei bleibt es auch in Honig aufbewahrt.
Commentaires de Berendes
Traduction allemande de Berendes
Cap. 94. ____ ____. Die Kraft der Fette. Alle Fette haben eine erwärmende, erweichende, lockernde Kraft. Das Stierfett adstringirt etwas, auch das Rinder- und Kalbsfett, und das Löwenfett stimmt mit diesen überein, es soll auch ein Gegenmittel gegen Nachstellungen sein. Das Elephanten- und Hirschfett als Salbe verscheucht die Schlangen, das Ziegenfett adstringirt mehr, deshalb wird es, mit Graupen, Sumach und Käse stark gekocht, bei Dysenterie gegeben, mit Ptisanenschleim 1) auch als Klystier angewandt. Die damit bereitete Suppe ist für die Phthisiker im Tranke wohlthätig, wird auch denen mit Nutzen gegeben, welche Kanthariden verschluckt haben. Das Bocksfett, welches am stärksten löst, hilft Podagraleidenden, wenn es mit Ziegendünger und Safran gemischt und aufgelegt wird. Mit diesem stimmt das Schaffett überein. Das Schweinefett eignet 2) sich für die Gebärmutter- und Afterleiden, es hilft auch bei Verbrennungen mit Feuer. Das gesalzene Schweinefett wie das sehr alte erwärmt und erweicht. Mit Wein gewaschen hilft es bei Seitenstechen, mit Asche oder gebranntem Kalk gemischt auch gegen Oedeme, Entzündungen und Fisteln. Das Eselsfett sagen sie, mache Narben der Haut gleichfarben. Das Gänse und Hühnerfett ist ein gutes Mittel bei Frauenleiden, bei Rissen der Lippe, zur Pflege des Antlitzes und bei Ohrenleiden. Das Bärenfett scheint die Haare bei Fuchskrankheit zu erzeugen, auch bei Frostbeulen wirkt es. Das Fett des Fuchses dient gegen Ohrenleiden, das der Flussfische, in der Sonne geschmolzen und mit Honig zusammengemischt und eingestrichen schärft den Blick, das Vipernfett wirkt gegen Schwachsichtigkeit, auch gegen Star, wenn es mit Cedernpech, attischem Honig und Oel zu gleichen Theilen gemischt wird. Beim Ausrupfen der Haare in der Achselhöhle macht es diese leicht ausgehend, wenn es für sich allein frisch an die Wurzeln eingerieben wird.
Commentaires de Berendes
1) Die Ptisane von der Grütze abcolirt. 2) ______ = ____ oder ____.
muelôn
2.77.1 <μυελῶν> δὲ κράτιστός ἐστιν ὁ ἐλάφειος, εἶτα μόσχειος καὶ μετὰ τοῦτον ταύρειος, εἶτα αἴγειος καὶ προβάτειος. συνί- σταται δὲ θέρους τοῦ συνεγγίζοντος τῷ φθινοπώρῳ· ἐν γὰρ τοῖς ἄλλοις καιροῖς αἱμαλωπιᾷ καὶ οἱονεὶ σὰρξ εὔθρυπτος ἐν τοῖς ὀστέοις εὑρίσκεται. ἔστι δὲ δύσγνωστος, ἐὰν μή τις αὐτὸν ἐξοστείσας ἴδῃ καὶ ἀποθῆται. ἅπαντες δέ εἰσι μαλακτικοί, ἀραιωτικοί, θερμαντικοί, πλη- ρωτικοὶ ἑλκῶν· ὁ δὲ ἐλάφειος περιχρισθεὶς καὶ θηρία διώκει.
2.77.2 θεραπεύεται δὲ ὁ πρόσφατος μαλαχθεὶς ὡς στέαρ, παρα- χεομένου ὕδατος, ἐκλεγομένων τῶν ὀστέων, εἶτα δι' ὀθόνης ὑλισθεὶς καὶ ὡσαύτως πλυθείς, ἄχρι ἂν οὗ τὸ ὕδωρ καθαρὸν γένηται· ἔπειτα ἐν διπλώματι τακείς, ὑπαναλημφθείσης πτερῷ τῆς ἐπινηχομένης ῥυπαρίας, καὶ διυλισθεὶς εἰς θυίαν, μετὰ τὸ παγῆναι ἀποτίθεται ἐν ὀστρακίνῳ ἀγγείῳ καινῷ, ἀπεξυσμένης ἐπιμελῶς τῆς ὑποστάθμης. εἰ δ' ἀθεράπευτον ἀποτίθεσθαι βούλει, ποίει πάντα, ὡς ἐπὶ τοῦ ὀρνιθείου καὶ χηνείου στέατος ὑπεδείξαμεν (II 76).
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Identifications proposées :
- (Beck)
- (Aufmesser)
- (Berendes)
- (García Valdés)
Traduction allemande de Berendes
Cap. 95. ____ ____. Mark. Das beste Mark ist das des Hirsches, dann des Kalbes, nach diesen das des Rindes, dann der Ziege und des Schafes. Es wird aber zurecht gemacht in der Zeit des Sommers, welche dem Herbste sich nähert; denn in der übrigen Zeit findet sich eine geronnene Blutmasse und gleichsam leicht zerreibliches Fleisch in den Knochen. Es ist aber schwer zu erkennen, es sei denn, dass Jemand es selbst den Knochen entnommen und aufbewahrt hat. Alle Arten Mark sind erweichend, lockernd, sie heilen und füllen die Geschwüre aus. Das vom Hirsche eingerieben verscheucht auch wilde Thiere. Weich geworden wie Fett, wird es frisch nach Entfernung der Knochen geläutert, indem es mit Wasser übergossen, mit einem Leintuche gereinigt und ebenso ausgewaschen wird, bis das Wasser rein erscheint. Dann wird es in einem Gefässe im Wasserbade 1) geschmolzen, wobei mit einer Feder der obenaufschwimmende Schmutz abgenommen wird, und in ein Becken colirt; nach dem Erstarren, und nachdem der Bodensatz vorsichtig abgeschabt ist, wird es in einem neuen irdenen Topfe zum Aufbewahren weggesetzt. Wenn du es ungeläutert aufbewahren willst, so mache Alles so, wie es beim Hühner- und Gänsefett vorgeschrieben ist.
Commentaires de Berendes
1) __ ______
kholê
2.78.1 <χολὴ> πᾶσα ἀποτίθεται τούτῳ τῷ τρόπῳ· λαβὼν τὴν πρόσφατον καὶ ἀποδήσας τὸ στόμα αὐτῆς λίνῳ κάθες εἰς ὕδωρ ζέον διαλιπὼν χρόνον τοσοῦτον, ὅσον ἄν τις τριῶν σταδίων δρόμον ἀνύσειεν· εἶτα ἐξελὼν ξήραινε ἐν τόπῳ σκιερῷ καὶ ἀνο- τίστῳ. τὰς δὲ εἰς τὰ ὀφθαλμικὰ λίνῳ ἀποδήσας βάλε εἰς βῖκον ὑελοῦν ἔχοντα μέλι, καὶ τὴν ἀρχὴν τοῦ λίνου περιδήσας τῷ στόματι τοῦ βίκου πωμάσας ἀπόθου.
2.78.2 εἰσὶ δὲ <πᾶσαι> αἱ χολαὶ δριμεῖαι, θερμαντικαί, τῷ μᾶλλόν τε καὶ ἧττον κατὰ δύναμιν ἀλλήλων διαφέρουσαι. δοκοῦσι δὲ ἐπιτετάσθαι ἥ τε τοῦ θαλασσίου σκορπίου καὶ ἰχθύος τοῦ λεγο- μένου καλλιωνύμου, χελώνης τε θαλασσίας καὶ ὑαίνης, ἔτι δὲ πέρδικος καὶ ἀετοῦ καὶ ἀλεκτορίδος λευκῆς καὶ αἰγὸς ἀγρίας, ἰδίως ἁρμόζουσα πρὸς ἀρχομένας ὑποχύσεις καὶ ἀχλῦς, ἄργεμά τε καὶ τραχέα βλέφαρα. τῆς δὲ τοῦ προβάτου καὶ τοῦ τράγου καὶ τοῦ συὸς ἔτι δὲ ἄρκου ἐμπρακτικωτάτη ἐστὶν ἡ ταυρεία. <πᾶσαι> δὲ προθυμίαν πρὸς διαχώρησιν ἐργάζονται, καὶ μᾶλλον <ἐπὶ> παιδίων, εἴ τις κροκύδα βάψας προσθείη τῷ δακτυλίῳ.
2.78.3 ἡ δὲ <ταυρεία> ἰδίως ἐπὶ συναγχικῶν διαχρίεται σὺν μέλιτι, ἀποθεραπεύει τε τὰ ἐν δακτυλίῳ μέχρι οὐλῆς, πυορροοῦντά τε ὦτα καὶ τὰς ἐπ' αὐτῶν ῥήξεις σὺν γάλακτι αἰγείῳ ἢ γυναικείῳ ἐνσταζομένη. πρὸς δὲ συριγμοὺς σὺν πράσου χυλῷ <ποιεῖ>, εἴς τε τὰς τραυματικὰς ἐμπλάστρους ἀφλεγμάντους μειγνυμένη καὶ θηριακὰς περιχρίστους· καὶ πρὸς φαγεδαινικὰ <δ'> ἕλκη καὶ ὀδύ- νας αἰδοίου καὶ ὀσχέου σὺν μέλιτι, πρὸς δὲ λέπρας καὶ πίτυρα σὺν νίτρῳ ἢ γῇ κιμωλίᾳ σμῆγμα κράτιστον. καὶ ἡ <προβατεία>
2.78.4 δὲ πρὸς τὰ αὐτὰ καὶ ἡ <ἀρκεία>, ἐνδεέστεραι δὲ τυγχάνουσιν. ἐκ- λειχομένη δὲ ἡ ἀρκεία ἐπιλημπτικοὺς ὠφελεῖ, ἡ δὲ τῆς <χελώ- νης> πρὸς συνάγχας καὶ τὰς ἐπὶ τῶν παιδίων νομὰς ἐν στόματι καὶ ἐπιλημπτικοὺς ἐντεθεῖσα ταῖς ῥισίν, <αἰγὸς> δὲ ἀγρίας ἰδίως νυκτάλωπας θεραπεύει ἐγχρισθεῖσα. καὶ ἡ τοῦ <τράγου> δὲ τὸ αὐτὸ ποιεῖ, θύμιά τε αἴρει καὶ τὰς ἐπὶ τῶν ἐλεφαντιώντων ὑπεροχὰς καταχριομένη στέλλει. ἡ δὲ <ὑεία> πρὸς τὰ ἐν ὠσὶν ἕλκη καὶ πρὸς τὰ λοιπὰ πάντα ὠφελίμως παραλαμβάνεται.
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Identifications proposées :
- (Beck)
- (Aufmesser)
- (Berendes)
- (García Valdés)
Traduction allemande de Berendes
Cap. 96. ____ ____. Jegliche Art Galle. Jede Galle wird auf diese Weise aufbewahrt: Nimm die frische Gallenblase, lege sie, nachdem du die Oeffnung derselben mit einer Schnur zugebunden hast, in siedendes Wasser und lass sie darin so lange Zeit, als Jemand braucht, um einen Weg von 3 Stadien 1) zurückzulegen. Dann nimm sie heraus und trockne sie an einem schattigen, nicht feuchten Orte. Die für die Augenarzneien binde an eine Schnur, gib sie in ein kleines Glasgefäss mit Honig, indem du das Ende der Schnur am Halse des Gefässes befestigst, decke es zu und setze es weg. Alle Arten Galle sind scharf und erwärmend, sie unterscheiden sich von einander durch die grössere und geringere Kraft. Voranzustellen scheint aber die des Meerskorpions und des Fisches, welcher Kallionymos 2) heisst, die der Meerschildkröte und der Hyäne 3). Dann kommt die des Rebhuhns, des Adlers, der weissen Henne und der wilden Ziege, welche specifisch wirkt gegen beginnenden Star und gegen Hornhautnebel, gegen weisse Flecken 5) und rauhe Augenlider; ferner die des Schafes, des Bockes, des Schweines und des Bären, doch die wirksamste ist die des Stiers. Alle aber bewirken Anregung zum Durchfall, besonders bei Kindern, wenn man einen Wollflecken hineintaucht und als Zäpfchen in den After bringt. Die Stiergalle ganz besonders wird bei Entzündung der Schlundmuskeln mit Honig eingestrichen; sie heilt auch die Geschwüre am After bis zur Vernarbung, ebenso eiternde Ohren und die Flüsse aus ihnen, wenn sie mit Ziegen- oder Frauenmilch eingeträufelt wird; gegen Ohrenbrausen hilft sie mit Lauchsaft. Sie wird auch zu Wundsalben gemischt und zu Salben gegen den Biss giftiger Thiere. Ferner dient sie mit Honig gegen Krebsgeschwüre, gegen Schmerzen an der Scham und am Hodensack; bei Aussatz und Grind ist sie mit Natron oder kimolischer Erde 6) die beste Salbe. Auch die Schaf- und Bärengalle hilft gegen dieselben Gebrechen, ist aber von schwächerer Wirkung. Als Leckmittel hilft aber die Bärengalle bei Epilepsie, die der Schildkröte bei Entzündung der Schlundmuskeln und gegen fressende Geschwüre der Kinder im Munde, auch bei Epilepsie, wenn sie in die Nase gesteckt wird. Die Galle der wilden Ziege hilft, eingestrichen, als Specificum bei Nachtsichtigkeit, auch die des Bockes leistet dasselbe, sie entfernt eingerieben die Feigwarzen und hält die Auswüchse bei den an Elephantiasis Leidenden zurück. Die Schweinsgalle endlich wird gegen Geschwüre in den Ohren und gegen alle sonstigen mit Vortheil angewandt.
Commentaires de Berendes
1) Eine Stadie ist eine Weite von 125 Schritten, also etwa eine Zeit von 2 Minuten. 2) Kalionymos, der Schönnamige. Uranoscopus Scaber C. V., Gemeiner Sternseher, mit aufwärts gerichteten Augen auf der oberen Fläche des Kopfes. Aristoteles (Hist. anim. II 11) erwähnt seine grosse Gallenblase. Von der Benutzung der Fischgalle bei Augenkrankheiten lesen wir schon im A. T. bei Tobias 11, 3. 3) Plinius, welcher die Galle als Heilmittel für dieselben Augenfehler hält, nennt XXXII 154 Hyaena einen Fisch, welchen man zu den Schollen rechnet. 4) Gemse. 5) ____ und ____ sind Arten von Leukom. 6) Weisser oder röthlicher Thon. D. wendet die Galle nur im natürlichen Zustande an; für die besonders feinen Augenmittel schützt er sie ausser durch etwa 6 Minuten langes Eintauchen in kochendes Wasser noch durch Aufbewahren in Honig vor dem Verderben. Sicher hat er seinen Zweck erreicht. Plinius XI 191 sqq. erzählt viel von der Galle der verschiedenen Thiere; gegen recht schwere Ohrenleiden empfiehlt er XXVIII 174 Galle mit Myrrhe und Raute, in der Granatschale erwärmt, einzugiessen. Die Galle ist ein Secret, welches aus dem Blute in den Leberzellen, sowie in den Schleimhäuten, welche die Lebergänge und die Gallenblase auskleiden, abgesondert wird. Sie hat den Zweck, die Resorption der Fette im Darme zu befördern und die Fäces daselbst vor frühzeitiger fauliger Zersetzung zu schützen. Sie bildet eine schleimige, zähe, beim Schütteln schäumende Flüssigkeit von intensiv bitterem Geschmack und eigentümlichem Geruch. Bei den fleischfressenden Thieren ist sie braun, bei den pflanzenfressenden grün. Neben eigenthümlichen Farbstoffen, den Gallenpigmenten, enthält sie die Natrium- und Kaliumsalze der sogen. Gallensäuren, hauptsächlich der Glykochol- und Taurocholsäure. Dieselben sind bei den verschiedenen Thieren in verschiedener Weise vertreten; so enthält die Fischgalle, die Hundegalle, die Galle vieler Fleischfresser nur Taurocholsäure, die Gänsegalle eine besondere Säure, die Chenotaurocholsäure. Ausserdem enthält jede Galle noch Cholesterin, Cholin, Lecithin, Schleim, Fett u. a. Die Galle hat sich bis jetzt im Arzneischatze gehalten, da sie vom Ochsen genommen wird, als Fel tauri inspissatum und siccum.
haima
2.79.1 <αἷμα> χηνὸς καὶ ἐρίφου καὶ νήσσης ἀντιδότοις χρησίμως μείγνυται, φάσσης δὲ καὶ τρυγόνος καὶ περιστερᾶς καὶ πέρ- δικος πρόσφατον πρὸς ὀφθαλμῶν τρώσεις, καὶ ὑποδρομὰς αἵ- ματος καὶ νυκτάλωπας ἐγχρίεται. ἰδίως δὲ τὸ <τῆς περιστε- ρᾶς> αἱμορραγίας τὰς ἐκ μηνίγγων ἐπέχει. τὸ δὲ τοῦ <τράγου> καὶ <αἰγὸς> καὶ <ἐλάφου> καὶ <λαγωοῦ> ὀπτὸν ἀπὸ τηγάνου λαμ- βανόμενον δυσεντερίας καὶ κοιλιακὰς ῥύσεις ἐφίστησι, μετ' οἴνου δὲ ποθὲν πρὸς <τὰ> τοξικὰ ποιεῖ. τὸ δὲ τῶν <λαγωῶν> θερμὸν καταχριόμενον ἐφηλίδας καὶ φακοὺς θεραπεύει, καὶ τὸ ἀπὸ τῶν <κυνῶν> δὲ ποθὲν λυσσοδήκτοις καὶ τοξικὸν πεπωκόσιν
2.79.2 ἁρμόζει. τὸ δὲ τῆς <χερσαίας χελώνης> ποθὲν ἐπιλημπτικοῖς ἱστορεῖται ἁρμόζειν, <θαλασσίας> δὲ <χελώνης> σὺν οἴνῳ καὶ πιτύᾳ λαγωοῦ καὶ κυμίνῳ πινόμενον ἁρμόζει πρὸς θηριο- δήγματα καὶ φρύνου πόσιν. <ταύρου> δὲ αἷμα διαφορεῖ καὶ μαλάσσει σκληρίας καταπλασσόμενον μετὰ ἀλφίτων. τὸ δὲ τῶν <ὀχευτῶν ἵππων> σηπταῖς μείγνυται, τὸ δὲ τοῦ <χαμαι- λέοντος> τρίχας ψιλοῦν ἐπὶ τῶν βλεφάρων πεπίστευται, καὶ τὸ τῶν <χλωρῶν βατράχων> ὁμοίως. γυναικὸς δὲ τὸ <ἐπι- μήνιον> περιαλειφόμενον καὶ ὑπερβαινόμενον ἀσυλλήμπτους δοκεῖ ποιεῖν γυναῖκας, ποδαγρικὰς δὲ ὀδύνας καὶ ἐρυσιπέλατα κουφίζει καταχριόμενον.
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Identifications proposées :
- (Beck)
- (Aufmesser)
- (Berendes)
- (García Valdés)
Traduction allemande de Berendes
Cap. 79. ____ ____. Blut. Das Blut der Gans, des Lammes und der Ente wird mit Nutzen den Gegenmitteln zugemischt, das der Holztaube, der Turteltaube, der Taube und des Rebhuhns wird gegen frische Augenwunden, gegen Blutunterlaufen und Nachtsichtigkeit eingestrichen. Ganz besonders hält das Blut der Taube die Blutflüsse aus der Gehirnhaut auf, das des Bockes und der Ziege, des Hirsches und des Hasens in der Pfanne gebraten und genommen, hemmt Dysenterie und Bauchfluss. Mit Wein getrunken wirkt es gegen Gifte. Das Hasenblut, warm eingerieben, heilt Sonnenbrand- und Leberflecken, das vom Hunde getrunken hilft denen, die vom wüthenden Hunde gebissen sind und denen, die Gift genossen haben. Das der Landschildkröte getrunken soll den Epileptikern heilsam sein, das der Meerschildkröte, mit Wein, Hasenlab und römischem Kümmel getrunken, ist ein gutes Mittel gegen den Biss giftiger Thiere und den Genuss des Krötengifte. Das Stierblut, mit Hafergrütze umgeschlagen, zertheilt und erweicht Verhärtungen, das der Hengste wird den Fäulnissmitteln zugemischt; das des Chamäleons, glaubt man, entferne die Augenwimpern, in gleicher Weise das der grünen Frösche. Das Menstrualblut der Frauen scheint die Empfängniss der Frauen zu hindern, wenn sie sich rings herum damit bestreichen, oder wenn sie darüber hinschreiten. Eingerieben hilft es gegen Podagraschmerzen und roseartigen Ausschlag.
Commentaires de Berendes
Das Blut der verschiedenen Thiere spielte im Alterthum eine grosse Rolle, theils als wirkliches Heilmittel, weil, wie Plinius XI 224 sagt, in ihm ein grosser Theil der Lebenskraft liegt, theils als abergläubisches Mittel. In der Volksmedicin hat es noch seinen Glauben nicht völlig eingebüsst, z. B. Eselsblut gegen Epilepsie. Von der grössten Bedeutung ist das in der Neuzeit aus dem Blute gewisser Thiere bereitete Serum antitoxicum.
apopatos boos nomados
2.80.1 <ἀπόπατος βοὸς νομάδος> πρόσφατος ἐπιτεθεῖσα φλεγμονὰς τὰς ἐκ τραυμάτων πραύνει· ἐνειλεῖται δὲ φύλλοις καὶ θερμαίνεται ἐν θερμοσποδιᾷ καὶ οὕτως ἐπιτίθεται, καὶ ἰσχιάδος δὲ πυρία πραυντικὴ ἡ τοιαύτη ἐπίθεσις. σὺν ὄξει δὲ καταπλασθεῖσα χοιράδας καὶ σκληρώματα διαλύει καὶ φύγεθλα. ἰδίως δὲ <ἄρρενος βοὸς> βόλβιτον ὑστέραν προπεπτωκυῖαν ὑποθυμιώμενον ἀποκαθίστησι, διώκει δὲ καὶ κώνωπας θυμι- αθέν. <αἰγῶν> δὲ σπύραθοι, μάλιστα ὀρεινῶν, πινόμεναι σὺν οἴνῳ ἴκτερον ἀποκαθαίρουσι, σὺν ἀρώματι δὲ ποθεῖσαι ἔμμηνα
2.80.2 κινοῦσι καὶ ἔμβρυα ἐκβάλλουσι. ξηραὶ δὲ λεῖαι σὺν λιβανωτῷ προστεθεῖσαι ἐν ἐρίῳ ῥοῦν γυναικεῖον ἐπέχουσι, καὶ τὰς ἄλλας <δὲ> αἱμορραγίας σὺν ὄξει στέλλουσι· καεῖσαι δὲ ἀλωπεκίας θεραπεύουσι μετ' ὄξους ἢ ὀξυμέλιτος καταχριόμεναι, σὺν ὀξυγ- γίῳ δὲ καταπλασσόμεναι ποδαγρικοὺς ὠφελοῦσιν. ἑψηθεῖσαι δὲ μετ' ὄξους ἢ οἴνου ἐπιτίθενται πρὸς ἑρπετῶν δήγματα καὶ ἕρπητας καὶ ἐρυσιπέλατα καὶ παρωτίδας. καὶ ἐπὶ ἰσχιαδικῶν δὲ ἡ δι' αὐτῶν καῦσις ὠφελίμως παραλαμβάνεται τοῦτον τὸν τρόπον· ἐπὶ τὸ μεταξὺ μέρος τοῦ <λιχανοῦ καὶ τοῦ> ἀντίχειρος, συνεγγίζον δὲ τῷ καρπῷ κοῖλον, προυποθεὶς ἔριον ἐλαίῳ βεβρεγ- μένον, ἐπιτίθει κατὰ μίαν σπύραθον πυρῶν, ἄχρι οὗ ἂν ἡ αἴσθη- σις διὰ τοῦ βραχίονος ἐπὶ τὸ ἰσχίον ἔλθῃ καὶ παύῃ· καλεῖται δὲ
2.80.3 τοιαύτη καῦσις Ἀραβική. [ἡ] <προβάτων> δὲ ἄφοδος σὺν ὄξει καταπλασθεῖσα ἐπινυκτίδας, ἥλους, θύμους, ἀκροχορδόνας ἰᾶται, πυρίκαυτα δὲ κηρωτῇ ῥοδίνῃ ἀναλημφθεῖσα. <ὑὸς> δὲ <ἀγρίου> ξηρὰ μεθ' ὕδατος ἢ οἴνου ποθεῖσα αἵματος ἀναγωγὴν ἴσχει καὶ χρόνιον ἄλγημα πλευρᾶς πραύνει, ῥήγματα δὲ καὶ σπάσματα μετ' ὄξους· στρέμματα δὲ θεραπεύει ἀναλημφθεῖσα κηρωτῇ ῥοδίνῃ. <ὀνὶς> δὲ καὶ ἡ τῶν <ἵππων> <ἄφοδος> αἱμορραγίας ἵστη- σιν ὠμή τε καὶ κεκαυμένη ὄξει μιγεῖσα. ἡ δὲ τοῦ ἐξ ἀγέλης ὄνου ποηφάγου ἄφοδος ξηρὰ χυλισθεῖσα ἐν οἴνῳ καὶ ποθεῖσα σκορ-
2.80.4 πιοπλήκτοις σφόδρα βοηθεῖ. <περιστερᾶς> δὲ θερμαντικωτέρα καὶ καυστικωτέρα χρησίμως ὠμῇ λύσει μειγνυμένη, σὺν ὄξει δὲ χοιράδας διαφορεῖ, ἄνθρακάς τε περιρρήττει σὺν μέλιτι καὶ λινοσπέρμῳ, καὶ <σὺν> ἐλαίῳ λεανθεῖσα πυρίκαυτα θεραπεύει. καὶ ἡ τῶν <ἀλεκτορίδων> δὲ ταὐτὰ ποιεῖ, ἐνδεέστερον μέντοι, πλὴν ἰδίως πρὸς μύκητας θανασίμους καὶ κόλου ἀλγήματα ἁρ- μόζει μετ' ὄξους ἢ οἴνου πινομένη. <πελαργοῦ> δὲ σὺν ὕδατι ποθεῖσα ἐπιλημπτικοῖς ἁρμόζειν πεπίστευται, <γυπὸς> <δὲ> ὑπο-
2.80.5 θυμιαθεῖσα ἔμβρυα ἐκτινάσσειν παραδέδοται. <μυῶν> <δὲ> λεία σὺν ὄξει ἀλωπεκίας καταχριομένη θεραπεύει, σὺν λιβανωτῷ δὲ καὶ οἰνομέλιτι πινομένη λίθους ἐκκρίνει. προστιθέμενα δὲ παιδίοις τὰ <μυόχοδα> κοιλίαν πρὸς ἔκκρισιν ἐρεθίζει. <κυνὸς> δὲ ἡ ἐν τοῖς ὑπὸ κύνα καύμασι λημφθεῖσα, ξηρὰ πινομένη μεθ' ὕδατος ἢ οἴνου, κοιλίαν ἐφίστησιν. ἡ δὲ τῶν <ἀνθρώπων> πρόσφατος μὲν καταπλασθεῖσα ἀφλέγμαντα μετὰ τοῦ παρακολλᾶν φυλάττει τὰ τραύματα, ξηρὰ δὲ μετὰ μέλιτος διαχριομένη ἐπὶ συναγχι-
2.80.6 κῶν βοηθεῖν παραδέδοται. ἡ δὲ τοῦ <χερσαίου κροκοδείλου> ἁρμόζει ἐπὶ τῶν γυναικῶν πρὸς εὔχροιαν καὶ στίλβωσιν τοῦ προσώπου. καλλίστη δέ ἐστιν ἡ λευκοτάτη καὶ εὐθρυβής, κούφη τε ὥσπερ ἄμυλον ταχέως τε χυλουμένη ὑπὸ ὑγροῦ, διατριβεῖσά τε ὕποξυς καὶ ζυμίζουσα τὴν ὀσμήν. δολίζουσι δὲ αὐτὴν ψᾶρας ὀρύζῃ τρέφοντες καὶ τὴν ἄφοδον ὁμοίαν οὖσαν πωλοῦντες· οἱ δὲ ἄμυλον γῇ κιμωλίᾳ φυρῶντες καὶ χροίζοντες ἐπ' ὀλίγον ἀγ- χούσῃ δι' ἀραιοῦ κοσκίνου εἰς σανίδας ἀπηθοῦσι, καὶ ξηράναν- τες τὰ σκωλήκια πωλοῦσιν ἀντὶ ταύτης.
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Identifications proposées :
- (Beck)
- (Aufmesser)
- (Berendes)
- (García Valdés)
Traduction allemande de Berendes
Cap. 98. ____ ____. Koth.
Der Koth der Weidekuh, frisch aufgelegt, lindert die durch Wunden entstandenen Entzündungen; er wird in Blätter eingeschlagen, über heisser Asche erwärmt und so aufgelegt; auch besänftigt ein solcher Umschlag die brennenden Ischiasschmerzen. Mit Essig als Kataplasma öffnet er Verhärtungen, Skropheln und Drüsenverhärtungen an den Weichen. Ganz besonders bringt der Mist des Ochsen, als Räucherung angewandt, die vorgefallene Gebärmutter wieder zurück. Sein Rauch vertreibt auch die Mücken. Die Ziegenküttel, am besten die von Bergziegen, vertreiben, mit Wein getrunken, die Gelbsucht, mit Gewürz genommen befördern sie die Menstruation und treiben den Fötus aus; trocken fein zerrieben und mit Weihrauch als Zäpfchen eingelegt halten sie den Fluss der Frauen zurück, stellen mit Essig auch die anderen Blutflüsse. Gebrannt und mit Essig oder Sauerhonig eingerieben heilen sie die Fuchskrankheit, mit Schmalz umgeschlagen helfen sie bei Podagra. Mit Essig oder Wein gekocht werden sie gegen Schlangenbisse, gegen kriechende Geschwüre, roseartige Entzündungen und Drüsen aufgelegt. Auch bei Ischias werden sie gebrannt mit Nutzen auf folgende Art angewandt: Auf die Mitte zwischen dem Daumen und der Vertiefung, welche an die Handwurzel grenzt, lege zunächst in Oel getauchte Wolle, dann einzeln die Küttel aus dem Feuer, bis das Gefühl durch den Arm zum Hüftgelenk kommt und Linderung eintritt; dieses nennt man das arabische Brennen. Der Schafmist mit Essig als Umschlag heilt Epinyktiden, Hautauswüchse, Feigwarzen und fein gestielte Warzen und, in Rosensalbe aufgenommen, Brandwunden. Der trockene Mist des Wildschweins, mit Wasser oder Wein getrunken, hemmt den Blutauswurf und lindert chronisches Seitenstechen, mit Essig getrunken, Reissen und Krämpfe, in Rosensalbe aufgenommen heilt er Verrenkungen. Der Mist vom Esel und Pferde, roh wie auch gebrannt mit Essig gemischt, stellt den Blutsturz; der von grasweidenden Heerden, trocken, mit Wein zu Schleim gemacht und getrunken, hilft ausgezeichnet gegen Skorpionstiche; der von Tauben wird vortheilhaft mit ungerösteten Gerstenmehl gemischt, weil er mehr wärmt und brennt; mit Essig vertheilt er die Drüsen, mit Honig, Leinsamen und Oel angerieben reisst er die Karbunkeln auf, heilt auch Feuerbrandwunden. Der Mist der Henne bewirkt dasselbe, nur schwächer; specifisch wirksam ist er aber gegen tödtliche Pilze und Kolikschmerzen, wenn er mit Essig oder Wein genommen wird. Vom Storchdünger glaubt man, dass er, mit Wasser getrunken, den Epileptikern helfe. Der Geiermist soll als Räucherung den Embryo tödten. Der Mäusedünger heilt, mit Essig eingerieben, die Fuchskrankheit, mit Weihrauch und Honigwein treibt er den Stein aus. Der Mäusedreck, den Kindern als Zäpfchen beigebracht, reizt den Leib zum Abführen. Der Hundedreck, in den Hundstagen getrocknet und mit Wasser oder Wein genommen, stellt den Bauch. Der frische Menschenkoth als Umschlag bewahrt die Wunden vor Entzündung und verklebt sie zugleich, trocken aber mit Wein eingestrichen soll er bei Schlundmuskelentzündung helfen. Der Abgang des Landkrokodils dient bei den Frauen dazu, dem Gesichte schöne Farbe und Glanz zu geben; am besten ist der ganz weisse und leicht zerreibliche, der leicht ist wie Stärkemehl schnell im Wasser zergeht und säuerlich und nach Hefe riecht. Sie verfälschen ihn, indem sie Staare mit Reis füttern und den Abgang, welcher ähnlich aussieht, verkaufen. Noch Andere feuchten Amylum oder kimolische Erde an und färben es [mit Ochsenzunge], treiben es zu kleinen Strängen durch ein enges Sieb, trocknen es und verkaufen es statt jenes als Würmchenwaare. [Wir finden unter den geheimen, widerwärtigen Mitteln, dass der Koth des Menschen wie auch des Hundes mit Honig gemischt in den Hals gelegt bei Entzündung der Schlundmuskeln helfe.]
Commentaires de Berendes
Der Thier- und Menschenkoth findet bei D. eine ausgiebige Verwendung; ob dieselbe übrigens dem gesunden Sinne des Praktikers zusagte? Noch lange nach D. hat derselbe in der Dreckapotheke Dris K. F. Paullini 1699, sowie bei Lonicer um dieselbe Zeit seine Stelle behauptet und ist selbst heute aus der Volksmedicin noch nicht verschwunden, wie Katzendreck gegen Gesichtsrose und frischer Kuhdünger als Umschlag auf Geschwüre, besonders bei der Landbevölkerung. In der Materia medica der Chinesen wird der alte Ansatz der Aborte als Mittel gegen Magensäure geführt. Der Krokodils-, Schlangen- und Vögelabgang besteht zum grössten Theil aus Harnsäure und wird zur Gewinnung derselben benutzt. Die Anwendung desselben bei entspricht allerdings nicht derjenigen, welche heute von der Harnsäure gemacht wird. Was D. unter Landkrokodil versteht, ob er die Amphibie oder den Scincus, Welchen er auch ____ ____; nennt, meint, ist schwer auszumachen.
ouron anthrôpou
2.81.1 <οὖρον ἀνθρώπου> τὸ ἴδιον ποθὲν πρὸς [ὑπὸ] ἐχίδνης δήγματα ἁρμόζει καὶ πρὸς θανάσιμα καὶ ἀρχομένους ὕδρωπας, καὶ πρὸς νύξιν τῶν θαλασσίων ἐχίνων καὶ σκορπίου θαλασσίου καὶ δράκοντος ἐπαντλούμενον. τὸ δὲ κοινὸν ἐπάντλημα κυνο- δήκτοις, καὶ πρὸς λέπρας καὶ κνησμοὺς σμῆγμα σὺν νίτρῳ. τὸ δὲ παλαιὸν σμηκτικώτερον ἀχώρων, πιτύρων, ψωρῶν, ἐκζεσμάτων, νομάς τε ἐπέχει καὶ <μάλιστα> τὰς ἐν αἰδοίοις ἐγκλυζόμενον, καὶ ὦτα πυορροοῦντα στεγνοῖ· ἐκβάλλει δὲ καὶ τοὺς ἐν αὐτοῖς
2.81.2 σκώληκας ἑψόμενον ἐν σιδίῳ ῥόας. τὸ δὲ <τοῦ ἀφθόρου παιδὸς> καταρροφούμενον ὀρθοπνοίαις ἁρμόζει, ἑψηθὲν δὲ ἐν χαλκῷ σὺν μέλιτι οὐλὰς καὶ ἄργεμα καὶ ἀχλῦς ἀποσμήχει. κατασκευάζεται δὲ δι' αὐτοῦ καὶ τοῦ κυπρίου χαλκοῦ ἁρμόζουσα ἐπὶ τοῦ χρυσίου κόλλα. ἡ δὲ ὑποστάθμη τοῦ οὔρου καταχρι- σθεῖσα ἐρυσιπέλατα παύει. ἀναζεσθεῖσα δὲ σὺν κυπρίνῳ καὶ προστεθεῖσα ὀδύνην ὑστέρας παρηγορεῖ <καὶ> ὑστερικῶς πνιγο- μένας κουφίζει, βλέφαρά τε ἀποσμήχει καὶ οὐλὰς τὰς ἐν ὀφ- θαλμοῖς ἀποκαθαίρει. τὸ δὲ <ταύρειον> σὺν σμύρνῃ λεανθὲν καὶ ἐνσταγὲν ὠταλγίας παρηγορεῖ, καὶ τὸ <συάγρειον> δὲ τῆς αὐ- τῆς ἔχεται δυνάμεως, ἰδιαίτερον δὲ τοὺς ἐν κύστει λίθους θρύπ-
2.81.3 τει καὶ ἐκκρίνει πινόμενον. <αἰγὸς> δὲ ὕδρωπα τὸν ὑπὸ σάρκα πινόμενον μετὰ νάρδου στάχυος καθ' ἑκάστην ἡμέραν σὺν ὕδατι κυάθων πλῆθος δύο ταπεινοῖ, ἄγον οὖρον καὶ τὰ κατὰ τὴν κοι- λίαν· ἰᾶται δὲ καὶ ὠταλγίας ἐνσταζόμενον. τὸ δὲ <τῆς λυγ- γός>, ὃ δὴ λυγγούριον καλεῖται, ἅμα τῷ ἐξουρηθῆναι λιθοῦσθαι πεπίστευται· διὸ καὶ ματαίαν ἔχει τὴν ἱστορίαν. ἔστι γὰρ τὸ καλούμενον ὑπ' ἐνίων ἤλεκτρον πτερυγοφόρον, ὅπερ ποθὲν σὺν ὕδατι στομάχῳ καὶ ῥευματιζομένῃ κοιλίᾳ ἁρμόζει. <ὄνου> δὲ οὖρον παραδέδοται πινόμενον νεφριτικοὺς ὑγιάζειν.
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Identifications proposées :
- urine (Beck)
- (Aufmesser)
- (Berendes)
- (García Valdés)
- urine humaine
Traduction allemande de Berendes
Cap. 99. ____ ____. Urin. Der Menschenurin, der eigene getrunken, hilft gegen den Biss der Viper, gegen tödtliche Gifte und gegen beginnende Wassersucht, gegen den Biss des Meerigels 1), des Meerskorpions und Meerdrachen, wenn er darauf gegossen wird, der Urin des Hundes gegen den Biss des wüthenden Hundes als Aufguss; mit Natron ist er ein Schmiermittel bei Aussatz und Jucken; der alte entfernt noch besser bösen Grind, Schorf, Krätze und nässenden Ausschlag; fressende Geschwüre, auch an den Schamtheilen hält er auf. Als Injection macht er bei eiterflüssigen Ohren trocken, wenn er in der Schale des Granatapfels gekocht wird, wirft auch die in den Ohren befindlichen Würmer heraus. Der Urin eines unschuldigen Knaben geschlürft hilft gegen Orthopnöe; mit Honig in einem Kupfergefässe gekocht bringt er Narben, Leukome und Verdunkelungen (der Augen) weg. Es wird auch aus ihm und Kupfererz eine für Gold geeignete Löthsubstanz bereitet. Der Absatz des Harns beseitigt, eingerieben, roseartige Entzündungen. Mit (Lawsonien-) Kyprossalbe erhitzt und als Zäpfchen eingelegt besänftigt er Schmerzen der Gebärmutter, lindert Gebärmutterkrämpfe, glättet die Augenlider und reinigt die Wunden im Auge. Der Stierharn, mit Myrrhe verrieben und eingetröpfelt, lindert Ohrenschmerzen. Der Schweineurin hat dieselbe Kraft; specifisch ist ihm aber eigen, Blasensteine zu zerstören und auszuscheiden. Der Ziegenharn, mit Spikenard täglich in der Menge von 2 Bechern mit Wasser getrunken, soll das unter dem Fleische gebildete Wasser abführen und den Bauch lösen, eingetröpfelt auch Ohrenleiden heilen, der vom Esel aber Nierenleidende gesund machen.
Commentaires de Berendes
1) Bei Anderen (nach Plinius) Meerotter, die D. aber nicht kennt. Nicht minder wie dem Koth wurden dem Urin heilende Wirkungen beigemessen. Auch Plinius XXVIII 67 und an anderen Stellen ist nicht karg in den Angaben über seine Kräfte. Besonders hält er für Jeden seinen eigenen Harn am dienlichsten, wenn er mit einem Schwamm oder mit Wolle frisch aufgelegt wird. Das hat .ja eine gewisse Berechtigung, da der frisch gelassene Harn als aseptische Flüssigkeit die Wunden bei gehörigem Verschluss rein hält; es wird jedoch bald eine Zersetzung und dann ein Anätzen der Stellen eintreten.
Traduction allemande de Berendes
Cap. 100. ____ ____. Lyngurion. Der Urin des Luchses welcher Lyngurion genannt wird, verwandelt sich, so glaubt man fälschlich, sofort nachdem er gelassen ist, in einen Stein; er hat daher auch eine unwahre Geschichte; denn es ist der von Einigen so genannte federntragende Bernstein, welcher mit Wasser getrunken dem Magen und dem vom Flusse angegriffenen Bauche gut thut.
Commentaires de Berendes
Der Erfinder dieser Fabel ist nach Plinius XXXVII 52 Diokles, von dem Theophrast sie aufnahm und die wunderbarsten Dinge vom Lyngurion erzahlt; der Urin des Luchses soll sich sogleich in einen Edelstein verwandeln, welcher die Eigenschaften des Bernsteins zeigt, und als Arzneimittel gegen den Stein und die Gelbsucht dient. Man hat in dem Bemühen, für Alles und Jedes Identitat und Namen zu finden, den Turmalin dafür angenommen. C. Gesner (De Quadrup. p. 722) um 1650 erklärt die Sache so, dass aus einer Handelsstadt Liguriens der Bernstein nach Griechenland gebracht und ligurischer Stein genannt sei, daraus habe sich dann leicht Lyngurium mit der zur Erhöhung des Werthes angefügten Fabel gebildet.
meli
2.82.1 <μέλι> πρωτεύει τὸ Ἀττικὸν καὶ τούτου τὸ Ὑμήττιον καλούμενον, εἶτα τὸ ἀπὸ τῶν Κυκλάδων νήσων καὶ τὸ ἀπὸ τῆς Σικελίας, Ὑβλαῖον καλούμενον. ἔστι δὲ δοκιμώτατον τὸ γλυκύ- τατον καὶ δριμύ, εὐωδέστερον, ὑπόξανθον, οὐχ ὑγρόν, ὅλκιμον δὲ καὶ εὔτονον, καὶ ἐν τῷ ἑλκυσθῆναι ἀνατρέχον ὡς ἐπὶ τὸν δάκτυλον. δύναμιν δὲ ἔχει σμηκτικήν, ἀναστομωτικήν, ὑγρῶν προκλη- τικήν, ὅθεν ἁρμόζει ἕλκεσι ῥυπαροῖς καὶ κόλποις ἐγκλυζόμενον.
2.82.2 ἑψηθὲν δὲ καὶ ἐπιτεθὲν παρακολλᾷ τὰ ἀφεστῶτα σώματα, λει- χῆνάς τε θεραπεύει ἑψόμενον μετὰ στυπτηρίας ὑγρᾶς καὶ κατα- χριόμενον, ἤχους τε τοὺς ἐν ὠσὶ καὶ ἀλγήματα σὺν ἁλσὶ φρυ- κτοῖς λείοις ἐνσταζόμενον χλιαρόν, καὶ φθεῖρας καὶ κονίδας φθείρει καταχριόμενον, λιποδέρμους τε τοὺς μὴ ἐκ περιτομῆς ἀποκαθίστησι, μαλασσομένης τῆς πόσθης τῷ μέλιτι, μάλιστα ἀπὸ βαλανείου, ἐφ' ἡμέρας τριάκοντα. ἀποκαθαίρει δὲ καὶ τὰ ἐπισκοτοῦντα ταῖς κόραις, καὶ τὰ περὶ βρόγχον καὶ παρίσθμια καὶ συνάγχας διαχριόμενον καὶ ἀναγαργαριζόμενον θεραπεύει.
2.82.3 κινεῖ δὲ καὶ οὖρα, καὶ βηξὶν ἁρμόζει καὶ τοῖς ὑπὸ ἑρπετῶν δηχθεῖσι, καὶ πρὸς μηκωνίου πόσιν μετὰ ῥοδίνου θερμὸν λαμ- βανόμενον, καὶ πρὸς μύκητας καὶ λυσσοδήκτους ἐκλειχόμενον ἢ πινόμενον. ἔστι μέντοι τὸ ὠμὸν φυσῶδες κοιλίας καὶ βηχὸς ἐρεθιστικόν, ὅθεν ἐξηφρισμένῳ δεῖ χρῆσθαι. πρωτεύει δὲ τὸ ἐαρινόν, εἶτα τὸ θερινόν· τὸ δὲ χειμερινὸν παχύτερον ὂν χεῖρον καὶ κηρανθέμους ποιοῦν.
2.82.4 τὸ δὲ ἐν Σαρδονίᾳ μέλι γινόμενον, πικρὸν <ὂν> διὰ τὴν τοῦ ἀψινθίου νομήν, ἁρμόζει πρὸς ἐφηλίδας καὶ σπίλους τοὺς ἐν προσώπῳ καταχρισθέν. γεννᾶται δὲ <καὶ> ἐν Ἡρακλείᾳ τῇ Ποντικῇ κατά τινας και- ροὺς διά τινα ἀνθῶν ἰδιότητα μέλι, ὃ τοὺς φαγόντας ἐξίστησι μετὰ ἐφιδρώσεως. βοηθοῦνται δὲ πήγανον ἐσθίοντες καὶ τάρι- χον καὶ οἰνόμελι πίνοντες, καὶ ὁσάκις ἂν ἐξεμέσωσι, τὰ αὐτὰ
2.82.5 προσφερόμενοι. ἔστι δὲ δριμὺ καὶ πταρμοὺς κατὰ τὴν ὄσφρη- σιν κινοῦν, θεραπεῦον ἔφηλιν καταχρισθὲν μετὰ κόστου, μετὰ δὲ ἁλὸς πελιώματα αἴρει. καλεῖται δέ τι καὶ <σάκχαρον>, εἶδος ὂν μέλιτος πεπηγότος ἐν Ἰνδίᾳ καὶ τῇ εὐδαίμονι Ἀραβίᾳ, εὑρισκόμενον ἐπὶ τῶν κα- λάμων, ὅμοιον τῇ συστάσει ἁλσὶ καὶ θραυόμενον ὑπὸ τοῖς ὀδοῦσι καθάπερ οἱ ἅλες. ἔστι δὲ εὐκοίλιον, εὐστόμαχον, διε- θὲν ὕδατι καὶ ποθέν, ὠφελοῦν κύστιν κεκακωμένην καὶ νεφρούς· καθαίρει δὲ καὶ τὰ ταῖς κόραις ἐπισκοτοῦντα ἐγχριόμενον.
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Identifications proposées :
- (Beck)
- (Aufmesser)
- (Berendes)
- (García Valdés)
Traduction allemande de Berendes
Cap. 101. ____ ____. Honig. Den Vorzug bat der attische Honig, und zwar der vom Hymettos 1), dann der von den kykladischen Inseln 2) und von Sicilien, Hyblaion 3) genannt. Als tadellos gilt der, welcher süss und scharf, recht wohlriechend, gelblich, nicht flüssig, zäh und steif ist und beim Ausziehen gleichsam auf den Finger zurückläuft. Er hat säubernde, eröffnende, die Feuchtigkeit hervorlockende Kraft, deshalb eignet er sich zum Eingiessen in schmutzige Geschwüre und Fisteln. Gekocht und aufgelegt verbindet er getrennte Körpertheile, heilt, mit Alaun gekocht und eingerieben, Flechten, auch Brausen und Schmerzen in den Ohren, wenn er mit fein geriebenem Steinsalz eingetröpfelt wird. Eingerieben tödtet er auch Läuse und Wanzen. Diejenigen, welche die Vorhaut verloren haben, wenn dies nicht von der Beschneidung 4) hervorrührt, stellt er wieder her, wenn die Vorhaut, am besten nach dem Bade, dreissig Tage mit Honig eingeweicht wird. Er entfernt auch die Verdunkelugen auf der Pupille, heilt ferner als Mundspülung und Gurgelmittel Kehlkopf-, Mandel- und Schlundmuskelentzündungen. Er treibt den Urin, hilft bei Husten und den von der Schlange Gebissenen. Ferner dient er, mit warmem Rosenöl genommen, gegen den Genuss des Mohns, als Leckmittel oder als Trank gegen Pilze und den Biss des wüthenden Hundes. Roh aber bläht er den Bauch auf und reizt zum Husten, deshalb muss man nur den abgeschäumten gebrauchen. Den Vorzug verdient der Frühjahrshonig, danach der Sommerhonig; der dickere Herbsthonig ist minderwerthig, [erzeugt auch Ausschlag].
Commentaires de Berendes
1) Berg in Attika. 2) Plinius XI 32 hat Calydna, eine Insel Kleinasiens. 3) Hybla, ein Berg in Sicilien, der, wie der Hymettos, reich war an würzigen Pflanzen. 4) Weil diese rituelle Operation so ausgeführt wird, dass ein Wiederwachsen der Vorhaut über die Eichel ausgeschlossen ist. Ausser den hier angegebenen Verwendungsweisen diente der Honig noch zum Bestreichen der Stuhlzäpfchen, ____. Ferner wurden aus ihm verschiedene diätetische Getränke bereitet: Mit 2 Theilen Wasser, am besten Regenwasser, bildete er das ____, Melikraton, Honigmeth, das ____, Hydromel oder Aqua mulsa, Wassermeth, welches schon bei Homer (Od. X 519) vorkommt, mit 2 Theilen herben alten Weines das ____, Oenomeli oder Mulsum, beide wurden auch zum Schönen geklärt und abgeschäumt, oder, wenn statt Wasser Milch genommen wurde, das ____ ____. Mit Essig gemischt gab er das ____, und das ____, Oxymel, den Sauerhonig. Der Honig ist ein Ausscheidungsproduct der Honigbiene, Apis melifica L. und Anderer Apisarten. Geruch, Farbe und Geschmack sind verschieden je nach den Pflanzen, aus deren Nektarien die Thierchen den Honig gesammelt haben. Der Frühjahrs- oder Maihonig wird dem Herbsthonig vorgezogen (Aristoteles hält den Herbsthonig für den besten), ebenso der Wiesen- oder Krauthonig dem Heidehonig. Man unterscheidet Scheibenhonig, die aus den Körben geschnittenen, mit Honig gefüllten Waben; Jungfernhonig, der feinste, welcher aus den geöffneten Waben bei gelinder Wärme von selbst ausfliesst; Schleuderhonig, bei dem die Waben erhalten bleiben, und den gewöhnlichen Honig, welcher durch Pressen unter Anwendung von Wärme gewonnen wird. Der Honig besteht aus einer Auflösung von Invertzucker (Trauben- und Fruchtzucker), mit wenig Rohrzucker und etwas Eiweiss, Wachs, Harz, Farbstoff, Riechstoff, Ameisensäure und organischer Substanz. Im reinen Honig ist stets auch Blüthenstaub zu erkennen. Verfälscht wird er mit Stärkesirup, Rohrzucker, rohrzuckerartigen Extracten und Wasser, oft auch mit Mehl. Der rohe Honig dient zur Herstellung des Mel depuratum oder despumatum, das aber verhältnissmässig wenig Verwendung findet.
Traduction allemande de Berendes
Cap. 102. ____ ____. Honig in Sardinien. Der in Sardinien erzeugte Honig ist bitter, weil er aus Wermuth gesammelt wird. Eingesalbt hilft er gegen Sonnenbrandflecken und Sommersprossen im Gesicht.
Commentaires de Berendes
Sprengel bemerkt dazu, dass nach Hörschelmann (Gesch. u. Geogr. u. s. w. von Sardinien) der Honig nicht aus Wermuth, sondern aus einer Arbutus-Art, welche im Spätsommer blüht, gesammelt werde, er gelte für wohlschmeckend und heilsam, es müsste aber im Juni den Körben ein Theil der Waben genommen werden.
Traduction allemande de Berendes
Cap. 103. ____ ____. Pontischer Honig. Es wird aber auch in Heraklea in Pontus zu bestimmten Zeiten wegen der Eigenthümlichkeit gewisser Blüthen ein Honig erzeugt, welcher diejenigen, welche ihn gegessen, unter Hervorrufung von deinem Schweiss am Oberkörper verrückt macht. Sie werden geheilt, wenn sie Raute und Gesalzenes essen und Honigwein trinken, indem sie dasselbe zu sich nehmen, so oft sie erbrochen haben. Er ist scharf und erregt beim Riechen darauf Niesen. Mit Kostwurz aufgestrichen, heilt er Sonnenbrandflecken, mit Salz beseitigt er Sugillationen.
Commentaires de Berendes
Die ersten Erfahrungen über die Giftigkeit des pontisehen Honigs werden auf den Zug des Kyros (Anabas. IV 8) zurückgeführt, in dessen Heere nach dem Genuss von Honig Erkrankungen auftraten, welche zum Theil mit dem Tode endeten. Aristoteles, Diodorus Siculus und Cälius Aurelianus nehmen an, dass dieser Honig aus den Blüthen einer Buxus-Art stamme, während schon Plinius XXI 74 sagt, dass der Honig nur dann giftig sei, wenn er aus den welkenden Blüthen der Ziegenpest, Aegolithron (___ und ____) gesammelt sei. Nach Sprengel's Forschungen sind die Ursprungspflanzen des giftigen pontischen Honigs Azalea pontica und Rhododendron ponticum. Dass der aus den Giftpflanzen gesammelte Honig giftige Eigenschaften habe, gilt auch heute als ausgemacht.
Traduction allemande de Berendes
Cap. 104. ____ ____. Honig des Zuckerrohrs. Es wird aber auch ein Zucker genannt, welcher eine Art Honig ist und in Indien und dem glücklichen Arabien durch Ausscheiden entsteht, er findet sich in Rohren, der Beschaffenheit nach ähnlich dem Salze, auch wie Salz unter den Zähnen zerbrechend. Er ist, dem Wasser zugesetzt und getrunken, dem Bauche und Magen bekömmlich, hilft bei Fehlern der Blase und Nieren und vertreibt eingestrichen die Verdunkelungen auf der Pupille.
Commentaires de Berendes
kêros
2.83.1 <κηρὸς> ἄριστός ἐστιν ὁ ὑπόκιρρος καὶ ὑπολίπαρος, εὐ- ώδης δὲ καὶ ποσὴν μελιτώδη ἀποφορὰν ἔχων, ἔτι δὲ καθαρὸς καὶ γένει Κρητικὸς ἢ Ποντικός· ὁ δὲ ἔκλευκος τῇ φύσει καὶ λιπαρὸς δευτερεύει. λευκαντέον δὲ κηρὸν οὕτως· κατακνίσας αὐτοῦ τὸ λευκὸν καὶ καταλίπαρον καθάρας ἔμβαλε εἰς ἀγγεῖον καινόν, καὶ ἐπιχέας θαλάσσης πελαγίας τὸ αὔταρκες ἕψε βραχὺ νίτρον προσεμπάσας. ὅταν δὲ ἀναζέσῃ δὶς ἢ τρίς, καθελὼν τὴν χύτραν καὶ ἐάσας ψυγῆναι, ἀνελοῦ τὸν τροχίσκον καὶ ἀποξύσας, εἴ τις περὶ αὐτὸν ὑπάρχοι ῥυπαρία, ἕψε ἐκ δευτέρου, ἄλλο ὕδωρ
2.83.2 θαλάσσιον ἐπιδούς. ἀναζέσαντος δὲ πάλιν τοῦ κηροῦ, ὡς δεδή- λωται, ἀναιροῦ τὸ ἀγγεῖον ἀπὸ τοῦ πυρὸς καὶ λαβὼν καινοῦ χυτριδίου τὸν πυθμένα, προνενοτισμένον ὕδατι ψυχρῷ, κάθες πραέως εἰς τὸν κηρόν, ἀκροθιγῶς ἐμβάπτων πρὸς τὸ ἐλάχιστόν τι αὐτοῦ ἐφέλκεσθαι καὶ καθ' ἑαυτοῦ πήγνυσθαι. ἀνελόμενος δὲ τὸν πρῶτον κυκλίσκον ἀφαιροῦ, καὶ ἐκ δευτέρου κάθες τὸν πυθμένα ψύχων ὕδατι, καὶ τὸ αὐτὸ ποίει, ἕως ἂν ἅπαντα ἀνα- λάβῃς. λοιπὸν λίνῳ διείρας τὰ κυκλίσκια διεστῶτα ἀπ' ἀλλή- λων κρέμασον, ἡμέρας μὲν εἰς ἥλιον συνεχῶς ἐπινοτίζων αὐτά, νυκτὸς δὲ ὑπὸ τὴν σελήνην τίθει, ἕως ἂν λευκὰ γένηται. εἰ δὲ ἄγαν τις θέλοι λευκὸν ποιῆσαι, τὰ μὲν λοιπὰ ὡσαύτως ἐνερ-
2.83.3 γείτω, ἑψέτω δὲ πλεονάκις. τινὲς δὲ ἀντὶ <τῆς> πελαγίας θα- λάσσης ἐν ἅλμῃ δριμυτάτῃ ἕψουσι τὸν προειρημένον τρόπον ἅπαξ ἢ δίς, εἶτα ἀναιροῦνται λαγυνίῳ λεπτῷ καὶ περιφερεῖ, λαβὴν ἐν ἑαυτῷ ἔχοντι, εἶτα <τὰ> κυκλίσκια ἐπὶ πόας πυκνῆς ἐπιθέντες ἡλιάζουσιν, ἄχρι οὗ ἂν λευκότατα γένηται· παραι- νοῦσι δὲ ἔαρος ἐπὶ τοῦτο ἔρχεσθαι, ὅτε καὶ ὁ ἥλιος τῇ σφοδρό- τητι ἀνεῖται καὶ νοτίδα παρέχει, πρὸς τὸ μὴ τήκεσθαι. δύναμιν δὲ ἔχει πᾶς κηρὸς θερμαντικήν, μαλακτικήν, πληρω- τικήν τε μετρίως. μείγνυται δὲ καὶ ῥοφήμασιν ἐπὶ τῶν δυσεν- τερικῶν, καταπινόμενος δὲ μεγέθη κεγχριαῖα δέκα οὐκ ἐᾷ τυ- ροῦσθαι ἐπὶ τῶν τιθηνουσῶν τὸ γάλα.
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Identifications proposées :
- wax (Beck)
- (Aufmesser)
- (Berendes)
- (García Valdés)
- cire
Traduction allemande de Berendes
Cap. 105. ____ ____. Wachs. Das beste Wachs ist dasjenige, welches gelblich, etwas fettig und wohlriechend ist, mit einem etwaigen Duft nach Honig, welches dabei rein ist und aus Kreta oder Pontus stammt. Das ganz weisse aber und von Natur fette kommt an zweiter Stelle. Weiss gemacht wird es auf folgende Weise: Zerkleinere davon das weisse und reine, wirf es in einen neuen Topf und giesse hinreichend Meerwasser mitten aus dem Meere darauf, streue ein wenig Natron darüber und lasse dann sieden. Wenn es zwei- bis dreimal aufgekocht hat, setze den Topf ab und lass erkalten, nimm den Kuchen heraus und nachdem du den Schmutz, wenn sich solcher etwa unten angesetzt hat, abgeschabt hast, koche zum zweiten Mal, indem du anderes Meerwasser zugibst. Hat das Wachs dann wieder gekocht, wie vorgeschrieben wurde, so nimm den Topf vom Feuer, und setze den Boden eines neuen Topfes, der vorher mit kaltem Wasser benetzt ist, sachte in das Wachs, ihn oberflächlich eintauchend, damit er sehr wenig davon annehme, und es von selbst erstarre. Hebe ihn auf und nimm die erste dünne Scheibe ab, dann senke zum anderen Mal den mit Wasser abgekühlten Boden hinein und thue dasselbe, bis du Alles herausgenommen hast. Danach ziehe die Scheiben auf eine Schnur und hänge sie in Abständen von einander auf, indem du sie am Tage in der Sonne fortwährend aufstreuest; bei Nacht stelle sie in den Mondschein, bis sie weiss werden. Wenn es aber Jemand sehr weiss machen will, so macht er alles Andere geradeso, muss aber häufiger kochen. Einige kochen statt im Meerwasser von der hohen See in schärfster Salzlake in der oben angegebenen Weise ein- bis zweimal, dann nehmen sie es mit einem drinnen runden Fläschchen, welches mit einem Henkel versehen ist, heraus und legen die Scheiben auf dichtes Gezweig in die Sonne, bis sie ganz weiss werden. Sie rathen aber, an diese Arbeit im Frühjahr zu geben, wenn noch die Sonne in ihrer Hitze schwach ist und Feuchtigkeit (Thau) bietet, damit es nicht schmelze. Jedes Wachs hat erwärmende, erweichende und mässig ausfüllende Kraft. Es wird auch den Tränken für Dysenteriekranke zugemischt; in der Grösse von zehn Gerstenkörnern genommen lässt es bei den Ammen die Milch nicht zu Käse worden.
Commentaires de Berendes
propolis
2.84.1 <πρόπολιν> δὲ παραλημπτέον τὴν ξανθὴν καὶ εὐώδη καὶ στυρακίζουσαν, μαλακήν τε ἐν τῷ ὑπερξήρῳ καὶ μαστίχης τρό- πον ἐφελκομένην. ἔστι δὲ θερμαντικὴ ἄγαν καὶ ἐπισπαστικὴ καὶ σκολόπων ἑλκυστική· ἀρήγει δὲ καὶ βηξὶ παλαιαῖς ὑπο- θυμιωμένη, αἴρει δὲ καὶ λειχῆνας ἐπιτιθεμένη. εὑρίσκεται δὲ περὶ τοῖς στόμασι τῶν σμηνίων, φύσει κηροειδής.
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Identifications proposées :
- propolis, bee glue (Beck)
- (Aufmesser)
- (Berendes)
- (García Valdés)
Traduction allemande de Berendes
Cap. 106. ____ ____. Vorwachs. Man soll dasjenige Vorwachs gebrauchen, welches gelb und styraxartig wohlriechend ist, in übermässiger Hitze weich und nach Art des Mastix knetbar wird. Es hat die Kraft, stark zu erwärmen, zu reizen und Splitter auszuziehen. In der Räucherung hilft es bei veraltetem Husten, nimmt aufgelegt auch Flechten weg. Es findet sich aber an den Oeffnungen der Bienenstöcke als von wachsartiger Beschaffenheit.
Commentaires de Berendes