Bakkharis (Dioscoride)
Texte grec de Wellmann
3.44.1 <βάκχαρις>· βοτάνη ἐστὶν εὐώδης, στεφανωματική, ἧς τὰ φύλλα τραχέα, μέγεθος ἔχοντα μεταξὺ ἴου καὶ φλόμου· καυ- λὸς δὲ γωνιώδης, πήχεως τὸ ὕψος, ὑπότραχυς, ἔχων παρα- φυάδας, ἄνθη δὲ ἐμπόρφυρα, ὑπόλευκα, εὐώδη, ῥίζαι δὲ ὅμοιαι ταῖς τοῦ μέλανος ἐλλεβόρου, ἐοικυῖαι τῇ ὀσμῇ κινναμώμῳ. φιλεῖ δὲ τραχέα χωρία καὶ ἄνικμα. ταύτης ἡ ῥίζα ἑψηθεῖσα ἐν ὕδατι βοηθεῖ σπάσμασι, πτώ- μασι, ῥήγμασι, δυσπνοίαις, βηχὶ χρονίᾳ, δυσουρίᾳ· ἄγει δὲ καὶ
3.44.2 ἔμμηνα καὶ θηριοδήκτοις χρησίμως σὺν οἴνῳ δίδοται. προστε- θεῖσα δὲ μία τῶν ῥιζῶν ἁπαλῶν ἕλκει ἔμβρυα, ταῖς τε λοχοῖς εἰς ἐγκάθισμα τὸ ἀφέψημα αὐτῆς ἁρμόζει καὶ εἰς διαπάσματα χρησιμεύει ἱκανὴν ἔχουσα τὴν εὐωδίαν. τὰ δὲ φύλλα στυπτικὰ ὄντα καταπλασσόμενα ὠφελεῖ κεφαλαλγίαν καὶ ὀφθαλμῶν φλεγ- μονὰς καὶ αἰγίλωπα ἀρχόμενον καὶ μαστοὺς ἐκ τοκετῶν φλεγ- μαίνοντας καὶ ἐρυσιπέλατα· ἔστι δὲ καὶ ὑπνοποιὸς ἡ ὀσμή.
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RV: ἄσαρον.
Identifications proposées
- Helichrysum sanguineum = Gnaphalium sanguineum (Beck)
- Cyclamen haederefolium (Aufmesser)
- (Berendes)
- (García Valdés)
- Nom accepté : Helichrysum sanguineum
Traduction française
Traduction allemande de Berendes
44 (51). Bakcharis. Echium rubrum oder Gnaphalium sanguineum (Compositae) - Blutrothes Immerschön
Die Bakcharis ist eine wohlriechende Kranzpflanze; ihre Blätter sind rauh und stehen an Grösse zwischen denen des Veilchens und der Königskerze. Der Stengel ist knotig, von der Grösse einer Elle, etwas rauh mit Nebenzweigen. Die Blüthen sind purpurfarben, weisslich und wohlriechend. Die Wurzeln sind ähnlich denen der schwarzen Nieswurz und haben einen zimmtartigen Geruch. Sie liebt rauhen und trockenen Boden. Ihre Wurzel, in Wasser gekocht, hilft bei Krämpfen, inneren Rupturen, bei Sturzverletzungen, bei Engbrüstigkeit, chronischem Husten und Harnverhaltung. Sie befördert die Menstruation und wird mit Nutzen den von giftigen Thieren Gebissenen mit Wein gegeben. Eine der zarten Wurzeln (in die Scheide) eingelegt zieht den Embryo heraus. Die Abkochung derselben ist Wöchnerinnen als Sitzbad zuträglich; auch zu Parfümerien ist sie gut zu gebrauchen, da sie einen feinen Wohlgeruch hat. Die Blätter sind adstringirend und als Kataplasma bei Kopfschmerzen heilsam, bei Augenentzündungen, bei beginnendem Gaisauge, bei Entzündungen der Brüste von der Geburt her und bei roseartigen Entzündungen. Schon der Geruch aber ist schlafmachend.
Commentaires de Berendes
Theophrast kennt die Pflanze nicht. Plinius XXI 29 und 132 spricht sich sehr unklar aus; an einer Stelle heisst es, die Baccaris werde auch Bauern-Narde (Valeriana Dioscoridis) genannt, dieses bedürfe aber insofern einer Berichtigung, als unter diesem Namen ein Kraut existire, welches die Griechen Asaron nennen; auch heisse es Perpressa. An derselben Stelle berichtet er, nur die Wurzel der Baccaris sei wohlriechend. Raindolf (Itinerar. II 12) fand am Libanon ein Gnaphalium, welches er für die Bakcharis des D. hielt. Die Beschreibung des D. würde sehr gut für Echium rubrum passen, welches aber gar keinen Geruch hat; so hat auch Fraas Gnaphalium sanguineum L. (Compositae), Blutrothes Immerschön, hierher gezogen; die Blüthen riechen gerieben angenehm aromatisch.