Phou (Dioscoride)
Texte grec de Wellmann
1.11.1 <φοῦ>, οἱ δὲ καὶ τοῦτο ἀγρίαν νάρδον καλοῦσι· γεννᾶται μὲν ἐν Πόντῳ, φύλλα δὲ ἐλαφοβόσκῳ ἢ ἱπποσελίνῳ παραπλήσια ἔχει, καυλὸν πηχυαῖον ἢ μείζω, λεῖον, τρυφερόν, ἐμπόρφυρον, μεσόκοιλον, διειλημμένον γόνασιν, ἄνθη πρὸς τὰ τοῦ ναρκίσσου, μείζονα δὲ καὶ ἐν τῷ ὑπολεύκῳ διαπόρφυρα· ῥίζα δὲ ἡ μὲν ἀνωτέρω περὶ δακτύλου μικροῦ τὸ πάχος, πλάγια δὲ ὑπόρριζα ἔχει καθάπερ σχοῖνος ἢ μέλας ἐλλέβορος, ἀλλήλοις ἐπιπεπλεγ- μένα, ὑπόξανθα, εὐώδη, ναρδίζοντα τῇ ὀσμῇ μετά τινος βάρους βρωμώδους.
1.11.2 δύναται δὲ θερμαίνειν, οὖρα κινεῖν ξηρὰ ποτιζομένη. καὶ τὸ ἀπόζεμα δὲ αὐτῆς τὸ αὐτὸ δύναται ποιεῖν καὶ πρὸς πλευρᾶς πόνον, ἔμμηνά τε ἄγει καὶ ἀντιδότοις μείγνυται. δολοῦται δὲ ὀξυμυρσίνης ῥίζης παραμειγνυμένης. εὐχερὴς δὲ ἡ ἐπίγνωσις αὐτῆς ἐστι· σκληραὶ γάρ εἰσιν αὗται καὶ δύς- θραυστοι, δίχα εὐωδίας.
Identifications proposées
Identifications proposées :
- Valeriana phu (Beck)
- Valeriana major hortensis (sic) (Aufmesser)
- Valeriana officinalis (Berendes)
- Valeriana phu (García Valdés)
- Phu magnum, Valeriana maior, Phu verum [Fuchs] Valeriana hortensis [Bauhin] Valeriana phu [Linnaeus], Valeriana dioscoridis (Osbaldeston)
- Phu (Ruel, 1552)
- Phu, Grande Valériane, Valeriana phu + Valériane moindre + Valériane plus petite, (Commentaires de Dioscoride, Matthiole 1572, 31)
Traduction française
Traduction allemande de Berendes
10. Phu. Valeriana dioscorides oder Valeriana officinalis (Valerinaceae) - Gemeiner Baldrian
Περί Φού. Das Phu - Einige nennen auch dieses wilde Narde - wächst in Pontus und hat Blätter ähnlich denen der wilden Pastinake oder des Pferdseppich, einen ellenlangen oder höheren Stängel, glatt, weich, etwas purpurfarbig, innen hohl und durch Gelenke etwas abgetheilt. Die Blüthe kommt auf die der Narde hinaus, ist aber größer und zarter und vom weißen Grunde aus purpurartig gefärbt. Die Wurzel hat am oberen Theile die Dicke des kleinen Fingers, sie hat aber daran querlaufende Würzelchen wie etwa die Binse oder die schwarze Nieswurz, unter einander verflochten, gelblich, wohlriechend, an Duft der Narde ähnelnd, aber mit einer gewissen stinkenden Strenge. Trocken genommen hat es die Kraft, zu erwärmen und den Urin zu treiben; auch seine Abkochung leistet dasselbe und wirkt gegen Seitenschmerz. Es befördert die Katamenien und wird den Gegengiften zugemischt. Es wird verfälscht durch Beimengung der Wurzeln der Stachelmyrte; ihre Erkennung ist aber leicht, denn sie sind härter und schwerer zu zerbrechen und ohne Wohlgeruch.
Commentaires de Berendes
Die Beschreibung der Pflanze ist ziemlich klar ; die Blätter werden mit den einfach gefiederten Blättern zweier Umbelliferen, Smyrnium Olusatrum L. und Pastinaca sativa L. verglichen, die Wurzeln mit den gleichen Gebilden von Helleborus niger L. Plinius (XII 45) hält Phu für Nardus cretica L., bei Valerius Cordus ist es Valeriana Phu L., dessen Wurzeln den ächten Baldrianwurzeln untergeschoben werden. Hawkins, der Reisebegleiter Sibthorp's, fand in Kleinasien eine Species, auf welche die Beschreibungng des D. am besten zu passen schien, und bezeichnete das Phu als Valeriana Dioscoridis. Sprengel hält das Phu des D. für Valeriana officinalis L. (Valerianaceae), Gemeiner Baldrian. Uebrigens hat dieser sich im ganzen gemässigten Asien bis Japan das Bürgerrecht erworben. Schon Brunfelsius und Fab. Columna welcher sich durch den Gebrauch der Wurzel von der Epilepsie befreite, geben das Phu für Valeriana officinalis L. aus. Bei Fraas ist es Valeriana Dioscoridis Hawk.
Als Verfälschung gibt D. die Wurzel von Ruscus aculeatus L. an.
Der wirksame Bestandteil der Baldrianwurzel ist ätherisches Oel, welches Baldriansäure, Essigsäure, Ameisensäure, ein Terpen und einen Alkohol enthält.