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→Traduction allemande de Berendes
77. Myrrhe. Balsamea myrrha (Burseraceae) - Myrrhe
Die Myrrhe ist die Thräne eines in Arabien wachsenden, der ägyptischen Akazieähnlichen Akazie ähnlichen Baumes, aus dem nach der Verwundung die Thränen theils auf untergebreitete Matten fliessen, theils aber am Stamm erhärten. Eine Art davon wird die fette der Ebene 1) genannt, von der durch Auspressen die Stakte gewonnen wird, eine andere die Gabirea2), sehr fette, welche auf fruchtbarem fettem Boden wächst, und auch viel Stakte liefert. Alle übertrifft die troglodytische3), so genannt von dem Lande, wo sie wächst; sie ist grünlichgelb, beissend und durchsichtig. Eine gewisse feine Art wird auch gesammelt, welche gleich auf die troglodytische folgt, etwas weich wie das Bdellium, von üblem Geruch ist und in sonnigen Gegenden wächst. Eine weitere Art wird Kaukalis 4) genannt, sie ist veraltet, dunkel, mager. Die geringste von allen heisst Ergasime5), sie ist mürbe und mager, scharf und gummiartig, sowohl dem Aussehen6), wie der Kraft nach. Auch die Aminaia 7) genannte wird nicht geschätzt. Es werden aus ihnen Pressauszüge gemacht, nämlich aus den fetten wohlriechende und fette, aus den trockenen aber dürre und geruchlose, sie sind kraftlos wegen des zu ihrer Herstellung hinzugenommenen Oels. Sie (die Myrrhe) wird verfälscht durch Zumischen von Gummi, welches mit einem Aufguss von Myrrhe benetzt ist. Wähle die frische, zerreibliche, leichte, allerseits gleichfarbige die auf dem Bruche innen weisse, onyxartige, glatte Streifen zeigt, aus kleinen Stlicken Stücken besteht, bitter, wohlriechend, scharf und erwärmend ist: ; die schwere und pechfarbige ist unbrauchbar. Sie hat erwärmende [die Flüsse zurückhaltende, betäubende, verklebende, austrocknende, adstringirende Kraft; sie erweicht und öffnet die verschlossene 8 Gebärmutter, befördert rasch die Menstruation und den Fötus, wenn sie mit Wermuth und einer Lupinienabkochng Lupinenabkochng oder Rautensaft in Zäpfchen ein- geführt eingeführt wird. Sie wird auch als Pille von Bohnengrösse genommen gegen chronischen Husten, Orthopnöe gegen Seiten- und Brustschmerzen, gegen starken Durchfall und Dysenterie und Nierenleiden, wie das Bdellium. Sie stellt die Frostschauer, besonders die viertägigen, wenn sie zwei Stunden vor dein dem Eintritt mit Pfeffer und Wasser bohnen- gross bohnengross genommen wird. Die Rauheit der Luftröhre und die Heiser- keit Heiserkeit der Stimme benimmt sie, wenn sie verflüssigt und unter die Zunge gelegt wird. Sie tödtet ferner die Würmer und wird gegen üblen Ge- ruch Geruch des Mundes gekaut. Gegen Erschlaffung der Achseln wird sie mit trockenem Alaun eingesalbt; mit Wein und Oel als Spülung macht sie die Zähne und das Zahnfleisch fest. Aufgestreut verklebt sie auch die Kopfwunden, heilt mit Schneckenfleisch eingestrichen zerschlagene Ohren und blossgelegte Knochen, mit Meconion, Bibergeil und Glaukion 9) eiterflüssige und entzündete Ohren. Gegen Finnen wird sie mit Kassia und Honig eingesalbt, Flechten vertreibt sie mit Essig, ausfallende Haare befestigt sie eingestrichen mit Ladanum, Wein und Myrtenöl, chronischen Katarrh lindert sie als Salbe in die Nasenflügel eingestrichen, Geschwüre in den Augen füllt sie aus, vertreibt die weissen Flecken und die Verdunkelungen der Pupille und glättet die Rauheiten. Es wird aus ihr auch wie aus dem Weihrauch ein Russ gemacht, wie wir zeigen werden, welcher dieselben Wirkungen hat.
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