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== Commentaires de Berendes ==
1) ____, campestris, die in der Ebene wächst, Theophrast unterscheidet davon die Gebirgsmyrrhe. 2) Gabirea leitet Sprengel aus dem Arabischen ab, wo es sehr mächtig bedeutet, also die an Myrrhen reichste Gegend sein soll. 3) Tro�glodyten, Höhlenbewohner an der Küste von Nubien und Habesch, der Myrrhen- und Weihrauchgegend. 4) Kaukalis, eine geringe Sorte, D. nennt sie überreif, _____, d. h. sie hat nicht mehr die guten Eigenschaften der frischen und jüngeren Myrrhe. 5) Ergasime, ___, eine verarbeitete, also verfälschte Sorte. 6) Cod. N. und C. haben ___, dem Geruch nach, statt ___. 7) Andere Schriftsteller haben Minaea, es ist die Gegend von Mekka. Plinius XII 68 sortirt die Myrrhe anders: Allen voran steht die Stakte oder Tropfenmyrrhe, welche aus dem wilden Baume von selbst ausfliesst; die beste aus den wilden Bäumen ist dann die troglodytische, dann kommt die Minaea, dann die Collatitia, die zusammengetragene, in dickeren Stücken, die fünfte ist die sambracenische, so genannt von der in der Nähe der Sabäer gelegenen Stadt, die sechste die dusaritische. Eine weisse Art wird nur an einem einzigen Orte gewonnen und nach Messalum (Mosylon) gebracht. 8) ____, eigentlich brüllende, dröhnende, dumpfes Geräusch machende. 9) Glaukion ist der Saft einer Pflanze Syriens, man hält dafür Glaucium luteum Scop., den gelben Hornklee. Vgl. auch III 90. Die Myrrhe ist das Gummiharz von Balsamea Myrrha Engl., Balsamodendron Myrrha Nees v. Es. (Burseraceae), einem dornigen kleinen Baume oder Strauche in dem arabischen und afrikanischen Küstengebiete des rothen Meeres. Den Namen hat sie von dem arabischen mur, bitter. Nach dem Periplus wurde die Droge von Aualites, einem Landungsplatze der Homeriten, nach den Hafenorten Ocelis und Muza (heute Ghela und Mauschid) gebracht, etwas kam auch von Mosylon; eine feine Waare kam aus Muza, von hier auch die Stakte. Die Myrrhe fliesst theils freiwillig aus (Myrrha stillaticia), und diese wurde stets als die beste angesehen, theils nach Einschnitten in die Rinde, erhärtet aber sehr bald an der Luft. Die Myrrhe enthält 40—67% Gummi, 2,0—6,5% ätherisches Oel (Myrrhol) und 28—35% Harz, sie ist also theils in Wasser, theils in Alkohol löslich. Wie sehr die Myrrhe im tiefsten Alterthum geschätzt wurde sowohl als Arzneimittel wie auch als Gewürz, geht aus den altägyptischen Tempelrecepten, wo sie änti su, trockene Myrrhe genannt wird, und aus vielen Stellen der Bibel hervor: II. Mos. 31, 23 soll von der „ersten und ausgesuchten Myrrhe" zu Salböl genommen werden, Hohel. 5, 5 heisst es: „Meine Hände träufelten von Myrrhe (___) und meine Finger bedeckte feinste Myrrhe," was auf die Tropfenmyrrhe zu deuten ist. Heute ist die Verwendung der Myrrhe eine sehr beschränkte.
[[Catégorie:Dioscoride]]