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Sinêpi (Dioscoride)

skordoprason
De Materia Medica (Dioscoride, 1er siècle)
kardamon


Texte grec de Wellmann

2.154.1 <σίνηπι> ἢ νᾶπυ· ἐκλέγου τὸ μὴ κατάξηρον καὶ καπυ- ρόν, ἁδρὸν δὲ καὶ θλασθὲν ἔνδοθεν χλωρὸν καὶ οἱονεὶ ἔγχυλον, γλαυκόν· πρόσφατον γὰρ καὶ ἀκμαῖον τὸ τοιοῦτον. δύναται δὲ θερμαίνειν, λεπτύνειν, ἐπισπᾶσθαι, ἀποφλεγ- ματίζειν διαμασηθέν. μιγεὶς δὲ ὁ χυλὸς αὐτοῦ ὑδρομέλιτι ἢ οἰνομέλιτι πρὸς ἀντιάδας καὶ τὰς χρονίους τραχύτητας τῆς

2.154.2 ἀρτηρίας καὶ τυλώδεις ἀναγαργαριζόμενος ἁρμόζει. προσαχθὲν δὲ τοῖς μυκτῆρσι λεῖον πταρμοὺς κινεῖ, καὶ ἐπιλημπτικοὺς καὶ ὑστερικῶς πνιγομένας διεγείρει, καὶ ἐπὶ ληθαργικῶν καταπλάς- σεται ξυρηθείσης τῆς κεφαλῆς. μιγὲν δὲ σύκοις καὶ ἐπιτεθὲν ἄχρι φοινίξεως ἁρμόζει πρὸς ἰσχιάδας, σπλῆνας καὶ καθόλου πᾶν χρόνιον ἄλγημα, ὅπου μεταγαγεῖν τι ἐκ βάθους εἰς τὴν ἐπιφάνειαν βουλόμεθα τῷ τῆς ἑτεροπαθείας λόγῳ· θεραπεύει καὶ ἀλωπεκίας καταπλασθέν, πρόσωπόν τε καθαίρει καὶ ὑπώ-

2.154.3 πια αἴρει σὺν μέλιτι ἢ στέατι ἢ κηρωτῇ. σὺν ὄξει δὲ πρὸς λέπρας καὶ λειχῆνας ἀγρίους περιχρίεται· πίνεται δὲ καὶ πρὸς περιόδους ξηρὸν ὡς ἄλφιτα ἐπιπασσόμενον τῷ ποτῷ, ἐπι- σπαστικαῖς τε ἐμπλάστροις καὶ ψωρικαῖς μείγνυται χρησίμως, δυσηκοίαις τε καὶ ἤχοις λεῖον ἐντιθέμενον τῇ ἀκοῇ μετὰ σύκου ὠφελεῖ. ὁ δὲ χυλὸς αὐτοῦ σὺν μέλιτι ἁρμόζει πρός τε ἀμβλυ- ωπίας καὶ τραχέα βλέφαρα ἐγχριόμενος. χυλίζεται δὲ ἔτι χλω- ρὸν <ὂν> τὸ σπέρμα, καὶ τὸ ἀποθλιφθὲν ξηραίνεται ἐν ἡλίῳ.

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RV: σίνηπι κηπαῖον· οἱ δὲ νᾶπυ, Ῥωμαῖοι σινᾶπε<μ>.

RV: σίνηπι ἄγριον ἢ καὶ σκόρδιον μέγα, οἱ δὲ ἀνδρεῖον, Ῥωμαῖοι σινᾶπε<μ> ῥούστικα<μ>,

Identifications proposées

  • Sinapis alba (Beck)
  • (Aufmesser)
  • (Berendes)
  • (García Valdés)
  • (Osbaldeston)

Traduction française

Traduction allemande de Berendes

183.Senf. Sinapis alba (Cruciferae) - Weisser Senf

Der Senf, Sinepi oder Napi [bei den Römern Sinape], suche den nicht sehr trockenen [und den sehr rothen] aus, den, der voll, aber beim Zerquetschen innen grün und wie saftig [glau [1]] ist, denn ein solcher gilt für frisch und recht wirksam. Er hat die Kraft, zu erwärmen, zu verdünnen, zu reizen und gegessen, den Schleim abzuführen. Wenn sein Saft mit Honigmeth gemischt wird, so hilft er als Gurgelmittel bei geschwollenen Mandeln, gegen veraltete und verhärtete Rauheit der Luftröhre. Wird der Senf fein gestossen in die Nase gebracht, so erregt er Niesen. Er hilft bei Epilepsie und richtet die durch Mutterkrämpfe Gepeinigten auf, auch wird er denen, die an Schlafsucht leiden als Umschlag auf den geschorenen Kopf gelegt. Mit Feigen gemischt und bis zur Röthe (der Haut) aufgelegt ist er ein gutes Mittel bei Ischias- und Milzschmerzen und überhaupt gegen jeden andauernden Schmerz, wo wir nach Art der einseitigen Leiden es aus der Tiefe an die Oberfläche ziehen wollen. Als Kataplasma heilt er die Fuchskrankheit; er reinigt das Gesicht und entfernt mit Honig, Fett oder Wachssalbe Sugillationen unter den Augen. Mit Essig wird er gegen Aussatz und wilde Flechten eingeschmiert. Trocken wird er gegen die periodischen Fieber getrunken, indem er wie Graupen dem Getränk gestreut wird. Mit Nutzen wird er den reizenden und Krätzsalben zugemischt. Bei Schwerhörigkeit und Ohrensausen hilft er fein gestossen mit Feigen in die Ohren gelegt. Sein Saft, zusammen mit Honig eingestrichen, erweist sich heilsam gegen Stumpfsichtigkeit und schorfige Augenlider. Der noch grüne Same wird zu Saft verarbeitet, ausgepresst und in der Sonne getrocknet.

  1. [γλαυκόν], fehlt bei den älteren Interpreten sowie in Codd. C. und N.

Commentaires de Berendes

Sinapis alba L. (Cruciferae), Weisser Senf. Er wird heute unter dem Namen Semen Erucae geführt. Der weisse Senf enthält ein dem Sinigrin des schwarze Senfs entsprechendes Glukosid, welches von Will und Laubenheimer mit dem Namen Sinalbin belegt wurde. Nach Gadamer (Arch. d. Ph. 1897 S. 83 f.) kommt ihm die Formel C30H42N2S2O15 + 5 H2O zu. (S. I 47.)