Περί Άσάρου. Die Haselwurz, welche Einige auch wilde Narde nennen [die Propheten <ref>Die Propheten sind ägyptische Priester, speciell solche, die unter Begleitung von Gebeten die Arzneien und Wohlgerüche für die Götter und Menschen herstellten, und welche, um den Laien die Bekanntschaft mit den Mitteln vorzuenthalten und zur Verständigung unter den Priesterärzten der verschiedenen Districte für die einzelnen Mittel Geheimnamen und zwar mit Vorliebe Bestandtheile göttlicher Personen oder deren Sinnbilder einführten.</ref> Blut des Mars, Osthanes Thesa, die Ägypter Kereeran, die Römer Peripresa <ref>Vielleicht abgeleitet von περιπρήθω (περιπίμπρημι) ringsherum anzünden, wegen der hochrothen Blüthe, Peripressa des Plinius (XXI 132).</ref>, Andere auch Bakchar <ref>Baccar bei Ovid (Eclog. IV 19). Plinius unterscheidet Baccar, die er auch wilde Narde nennt, und Asarum, welches fälschlich so bezeichnet werde. Namen Asarum (ἀ und σαράω, ἄσαρος, ungefegt, schmutzig) habe die Pflanze, weil sie nicht zu Kränzen gebraucht werde (XII 45, XXI 29). Bauernnarde, Nardus rustica ist bei Baccharis abgehandelt. Sonst beschreibt er die Pflanze nach Aussehen und Wirkung fast wörtlich wie D.</ref>, die Thusker Succinum, Bauernnarde], [eine wohlriechende Kranzpflanze] <ref>Nur in Aldin., Cod. C und bei Cornar.</ref>, hat Blätter ähnlich dem Epheu, aber viel kleiner und runder. Die Blüthen zwischen den Blättern dicht über der Wurzel sind purpurfarben, denen des Bilsenkrauts oder der Granatblüthe <ref>Die Aehnlichkeit bezieht sich auf die Farbe des aussen bräunlichen, innen blutrothen Perigons.</ref> ähnlich, der Same gleicht den Weinbeerenkernen. Die Wurzeln <ref>Die Wurzelfasern des wagerecht unter dem Boden hinkriechenden gegliederten Rhizoms.</ref> darunter sind zahlreich, gliederig, schräg wie bei Agrostis, aber viel dünner und wohlriechend, erwärmend, auf der Zunge beißend. Ihre Kraft ist harntreibend, erwärmend und Brechen erregend, ein gutes Mittel für Wassersüchtige und solcher die an chronischer Ischias leiden; sie befördern auch die monatliche Reinigung. Mit Honigwasser (Honigmeth) in einer Gabe von 6 Drachmen getrunken führen sie ab, wie weiße Nieswurz. Sie werden auch den wohlriechenden Salben zugemischt. Sie (die Haselwurz) wächst an schattigen Bergen, am meisten in Pontus <ref>Eine Landschaft Kleinasiens am Schwarzen Meere.</ref> und Phrygien, in Illyrien und bei den Vestinern <ref>Eine Völkerschaft Italiens am Adriatischen Meere.</ref> in Italien.
== Commentaires de Berendes ==
<references/>
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''Asarum europaeum'' L. (Aristolochiaceae). Gemeine Haselwurz. In Italien heisst sie nach Pollini (Flora veronens. II p. 91) Asaro, bei Verona Bacchera und Baccara.