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1) D. macht aus Papyrus eine Art Pressschwamm. Cyperus Papyrus L. (Cyperaceae), Papierstaude, ist eine specifische Pflanze Aegyptens, wo sie in der frühesten Zeit massenhaft vorkam; bei der voranschreitenden Bodencultur konnte sie sich als Spontanpflanze nicht halten, sie musste aus den südlich gelegenen Nubaländern, um den Bedarf zu decken, bezogen werden. Zur Anfertigung des Papiers wurde nach Prof. Schenk die äussere Rindenschicht entfernt, dann das Fibrovasalgewebe mit dem umgebenden Parenchym in dünne Längsstreifen geschnitten, welche nach Ausscheidung der im Gewebe enthaltenen Stärke mit Gummi aneinandergeklebt wurden (Plinius schreibt als Klebestoff Mehl mit Wasser und Essigzusatz vor, weil Gummi zu hart sei). Darüber kam kreuzweise noch eine zweite oder dritte Lage. Die Bogen, von der ursprünglichen Dicke eines Messerrückens wurden durch Klopfen (Pressen) und nachheriges Schleifen so dünn und glatt wie Schreibpapier. Die Farbe ist dunkelgelb bis braun. Als Medicament wenden die alten Aegypter nach dem Berliner und dem Pa�pyrus Ebers den angebauten (e terra) und den wildwachsenden (Cyperus des Sumpfes) Papyrus und die Früchte an. Theophrast (Hist. pl. IV 8, 2) und Plinius XIII 71 berichten ausserdem noch von der Verwendung des Papyrus zu den verschiedensten Zwecken. Die Wurzel dient zu Brenn- und Nutzholz, aus dem Schafte werden Fahrzeuge, aus dem Baste Segel, Kleider, Matratzen und Stricke geflochten. Vgl. auch Herodot II 92 sqq.
[[Catégorie:Dioscoride]]