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→Commentaires de Berendes
Die Schriftsteller des späten Mittelalters kennen die Masse nicht; Matthiolus sagt, dass er unter allen Producten Syriens dieselbe nie gesehen oder je davon gegehört habe. Valerius Cordus hält sie für ein dem Oleum Betulae oder Quercus ähnliches, freiwillig austretendes Product, welches sich auch künstlich aus den Zweigen gewinnen liesse. Andere halten die Substanz für eine Manna-Art.
Pena und M. de Lobel (Adversar. Opus) (bei Bauhin et Cherler lib. VI p. 24) berichten, dass sie in der That beobachtet hätten, wie aus Oelbäumen in den Weingärten freiwillig und nach Verwundung eine honigartige Flüssigkeit austrete. D- scheint selbst über die Sache wenig unterrichtet gewesen zu sein, da er nicht einmal die künstliche Bereitungsweise angibt.
Das Honigöl ist jedenfalls ein pathologisches Product. In der Gegend von Bibans, einem Dorfe Mansourahs in Unterägypten, steht eine grosse Anzahl von Oelbäumen, welche im Sommer reichliche Mengen einer der Manna ähnlichen Substanz ausschwitzen, die Eingeborenen nennen sie Assal zitoun, Oelhonig. Nach Bathandier (Bull, comm., März 1901) besteht die Masse aus 52% Mannit, 7,8% reducirendem Mucker (Glukose), 9,3% durch Alkohol fällbaren Stoffen, 12,2% Resten von Insecten und sonstigen Verunreinigungen, 13,5% Wasser. Die Bäume, welche diese Substanz absondern, zeigen durchgängig Krankheits�erscheinungenKrankheitserscheinungen. Die Abscheidung geht hauptsächlich am Stamm und an den stärkeren Aesten vor sich und wird wahrscheinlich durch eine Bacterienart hervorgerufen, die im Cambium vegetirt und so den Baum krank macht.
[[Catégorie:Dioscoride]]